Ein Buch voller Schuld und Schuldgefühle, voller Zweifel, Liebe und Freundschaft
Ich liebe bisher jedes Buch von Jasmin Schreiber - die durch ihre Humor immer wieder wunderbar schrullige, liebevolle Charaktere erschafft. Jasmin Schreiber behandelt das Thema Tod immer auf eine sehr traurige, reelle und dennoch schöne Art und Weise.
Das Buch zeigt anschaulich, welche Auswirkungen Fehleinschätzungen und Hochmut von Ärtzen auf ihre Patienten haben kann ohne zu sehr auf den Klinikalltag einzugehen.
Das dritte Buch, das ich von Jasmin Schreiber gelesen habe. Nachdem ich vor kurzem Marianengraben gelesen habe und absolut hin und weg von dem Buch war, waren die Erwartung natürlich hoch.
"Der Mauersegler" ist wie ihr Debütroman "Marianengraben" ein angenehm unprätitiös geschriebenes, schnell gelesenes Buch. Ich mag den Schreibstil von Jasmin Schreiben sehr- ehrlich, direkt, echt. Dadurch wirken die Schicksale ihrer Protagonist*innen eben genau so: ehrlich und echt.
Der Protagnost Prometheus macht in dem Buch die wahrscheinlich größte Krise seines Lebens durch. Er scheint alles und jeden verloren zu haben und findet in Dänemark, auf einem Hof mit zwei alten Frauen und einer Hand voll Pferde, langsam wieder etwas Boden unter seinen Füßen. Das Buch springt immer wieder in der Zeit und beleuchtet so das Leben von Prometheus und vor allem die tiefe Freundschaft zwischen ihm und seinem "superbesten Freund" Jakob über die letzten Jahrzehnte.
Die Charaktere im Buch sind alle sehr greifbar und haben ihren eigenen Maken. Hier werden keine "klassischen Tropes" bedient. Wer schon Marianengraben und Endling gelesen hat, findet ein paar kleine Easter Eggs in der Geschichte- das hat mir sehr gut gefallen!
Leider hat mir in dem Buch etwas der Höhepunkt oder eine Wendung gefehlt. Irgendwie gab es keine große Entwicklung in der Geschichte, dadurch habe ich es weniger verschlungen als z.B. Marianengraben. Ich finde Jasmin Schreiber gerade zu brillant darin, gleichzeitig Humor und schwere Themen in ihren Büchern zu transportieren, das hat mir in "der Mauersegler" etwas gefehlt.
Daher "nur" 3,5/5 Sternen, alles in allem war es aber ein guter Roman- die Fußstapfen, in die er getreten ist, waren einfach sehr groß. :-)
„Der Mauersegler“ erzählt die Geschichte von Prometheus, einem Arzt, der nach dem plötzlichen Tod seines besten Freundes Jakob an Krebs in eine tiefe Krise stürzt. Von Schuldgefühlen und innerer Verzweiflung getrieben, flieht er in einem Auto Richtung Dänemark, wo er schließlich strandet und von zwei älteren Frauen aufgenommen wird.
Während er dort mit seiner Trauer, seinem Gewissen und Erinnerungen an die gemeinsame Vergangenheit ringt, wird die titelgebende Metapher des Mauerseglers zentral: ein Vogel, der sein Leben fast ausschließlich im Flug verbringt und am Boden nicht überleben kann – ähnlich wie Prometheus, der ohne seine „Flügel“ aus der Vergangenheit nicht mehr weiterzukommen scheint.
Dieses Buch ist eine sehr feinfühlige und intensive Geschichte, die aus 2 Zeitebenen erzählt wird - die vor Jacobs Tod und die nach seinem Tod. Trotz des traurigen Thema gab es aber auch immer kleine Passagen, die humorvoll geschrieben sind, aber dennoch sensibel behandelt wurden. Hat mir sehr gut gefallen.
Nach Marianengraben habe ich mit einem ebenso emotionalen Buch gerechnet, weswegen ich mich Jahre lang ums Lesen gedrückt hab.
Leider hat mich das Buch dahingehend etwas enttäuscht.
Es war wieder toll geschrieben, aber durch die andere Erzählweise (ständiges Hin- und Herspringen zwischen unterschiedlichen Zeiten und Ereignissen) ist irgendwie die Emotionalität flöten gegangen. Ich konnte mich deshalb nicht richtig auf die Geschichte einlassen.
Sehr schade und ich hoffe, die anderen Bücher nehmen mich wieder komplett mit!
Eine schöne/traurige/verworrene Geschichte über Trauer, Fehler, Freundschaft und Tod.
Leider war mir die Erzählstruktur zu sprunghaft. Immer wieder gibt es Einblicke in die ältere und jüngere Vergangenheit, abwechselnd mit den Ereignissen im Jetzt. Natürlich hat diese Erzählweise ihren Grund, aber mich hat es zu Beginn immer wieder raus gerissen.
Die Geschichte war nett zu lesen, aber etwas langweilig und ohne Tiefe. Nichts, was mich an dem Buch gestört hätte, aber auch nichts, was mich gefesselt hat.
Ein berührendes Buch, an das ich sicher noch lange denken werde.
Prometheus verliert seinen besten Freund, obwohl er ihn eigentlich hätte retten sollen. Geplagt von Trauer und Schuldgefühlen flieht er planlos nach Dänemark, auf der Suche nach einem Weg, mit dem Verlust irgendwie klarzukommen
Dieses Buch ist schön und gleichzeitig sehr traurig. Die Autorin bringt Themen wie Trauer und Schuldgefühle aber auch Freundschaft so feinfühlig, teilweise humorvoll zu Papier.
Der Schreibstil hat mir gut gefallen. Besonders die fließenden Übergänge zwischen Erzählungen aus Gegenwart und Vergangenheit waren nahezu meisterhaft!
Ein berührendes Buch, an das ich sicher noch lange denken werde.
In Der Mauersegler begleitet man Prometheus, der nach einem schweren Verlust zufällig auf einem alten Hof in Dänemark landet und dort versucht, wieder irgendwie im Leben klarzukommen. Stück für Stück erfährt man, was passiert ist, zwischen Vergangenheit und Gegenwart, Schmerz und vorsichtigem Neubeginn.
Habe das Buch als Hörbuch gehört. Jona Mues liest das Buch SOO gut.. war richtig traurig, als es vorbei war.
"Nichts und niemand kann diesen Verlust ersetzen, nichts kann den Schmerz verschwinden machen. Die einzige Chance ist zu lernen, mit dem Schmerz und der Trauer zu leben. Doch irgendetwas bleibt immer in einem beschädigt."
"An die Gefahr denkt man nicht, wenn man sich im Davor befindet. Doch das alles, all diese schönen Momente, all diese Liebe und Nähe und die riesigen Lawinen voll Glück sind das, was einem im Danach das Herz herausreißen wird."
Wird erst ab der Mitte richtig spannend und emotional!
Die Geschichte, die mit vielen Rückblenden erzählt wird, fand ich ab der ersten Seite spannend, so richtig gepackt hat sie mich aber erst ab der Hälfte. Ich bin anfangs mit der Hauptfigur nicht so richtig warm geworden. Prometheus war mir unsympathisch und er tat mir auch nicht besonders Leid. Das hat sich aber ab der Mitte gedreht, da hab ich seinen Schmerz und seine Schuld SO gefühlt 💔 Ein Buch mit packender Story, das holprig gestartet ist, dann aber richtig Fahrt aufgenommen hat.
Mein zweites Buch von Jasmin Schreiber hat mich leider im Vergleich zu Mariannengraben etwas enttäuscht.
In diesem Buch geht es um viele schwere Themen, insbesondere jedoch um die Themen Schuld, Freundschaft und Tod. Ich kann nicht sagen, ob es so gedacht war, jedenfalls habe ich mich nicht gut mit dem Protagonisten identifizieren können…
Die Autorin schafft, dass die Emotionen seinerseits spürbar werden, und doch blieb mir der Charakter derart unsympathisch, dass ich seine Trauer und seine Schuld gar nicht fühlen wollte. Schön fand ich seine Anlaufstelle auf dem, von zwei Frauen geführten, Hof und mit dem Bezug zu Tieren, die Prometheus‘ Emotionen hochholt und verstärkt haben.
Auch seine, ich nenne es mal vorsichtig, „Wandlung“ (auch namentlich) im Verlauf des Buches hatte für mich etwas sehr Sinnbildhaftes. Und dennoch konnte mich dieser Roman leider bei weitem nicht so überzeugen und abholen, wie Mariannengraben.
Schade! Ich mag den Titel und den Bezug zur Natur, der immer wiederkehrt und wollte das Buch wirklich gerne mögen.
3-3,5/5 ⭐️ für ein echtes, einfühlsames und trauriges Buch, was mich leider nicht so mitgerissen und gepackt hat, wie ich es mir gewünscht hätte.
Leise, düster, berührend – eine Geschichte, die unter die Haut geht
Mauersegler hat mich auf eine stille, eindringliche Weise in seinen Bann gezogen. Von Anfang an ahnt man, dass in Prometheus’ Leben etwas Schwerwiegendes geschehen ist – doch erst nach und nach, fast wie in einer emotionalen Spirale, wird die Wahrheit greifbar. Das Buch zwingt einen dazu, den ganzen Weg mitzugehen, ohne schnelle Auflösungen, aber genau das macht es so besonders.
Die Atmosphäre ist ruhig und zugleich schwer – durchzogen von Dunkelheit, Schmerz und einer fast körperlich spürbaren Traurigkeit. Immer wieder hatte ich beim Lesen einen Kloß im Hals, oft hat es mich tief bedrückt. Diese Stimmung fängt Jasmin Schreiber sehr präzise ein – nie aufgesetzt, sondern ganz nah an der Figur, an der menschlichen Verletzlichkeit. Ihr Schreibstil ist klar, fast nüchtern, aber gleichzeitig durchzogen von poetischen Momenten, die einen innehalten lassen.
Besonders gut gelungen fand ich die Struktur des Buches: Die Kapitel sind in kleinere Abschnitte unterteilt, die in verschiedenen Zeitsträngen spielen. Dadurch bekommt man Stück für Stück einen umfassenden Blick auf Prometheus’ Leben – und trotzdem bleibt alles nachvollziehbar. Trotz der Zeitsprünge wirkte die Geschichte nie wirr oder überladen, sondern folgte einer klaren inneren Logik, der man gut folgen konnte. Das Buch lässt sich insgesamt flüssig lesen und entfaltet dabei ganz still seine Wirkung.
Ein kleiner Kritikpunkt war für mich das mystisch angehauchte Element – es fühlte sich für mich etwas überflüssig an, da die Geschichte auch ohne diesen Aspekt stark und berührend genug gewesen wäre.
Mauersegler ist nicht mein Lieblingsbuch von Jasmin Schreiber, aber dennoch ein sehr empfehlenswerter, gut geschriebener Roman, der lange nachwirkt. Vier Sterne von mir.
Von Prometheus zu Marvin.
Die Geschichte einer Freundschaft, einer Krankheit & das Ende vieler Leben. Und damit der Beginn von neuen Begegnungen, Schicksalen & Platz für Hoffnung.
Die Zeitsprünge haben es mir anfangs schwer gemacht, in die Geschichte einzusteigen - dann ging es aber und ich habe mich verbunden mit allen gefühlt.
Schöne, wenn auch schwere Geschichte.
Jasmin Schreiber erzählt in Der Mauersegler eine eindringliche Geschichte über Schuld, Trauer und Freundschaft.
Die Hauptfigur Marvin flieht nach dem Tod seines besten Freundes in eine einsame Hütte, und gleichzeitig vor sich selbst. Der Autorin gelingt es, existenzielle Themen mit großer Feinfühligkeit, aber auch mit bitterem Humor zu behandeln.
Der Roman ist bildhaft und emotional geschrieben, ohne ins Kitschige abzurutschen.
Ein melancholischer und tiefgründiger Roman über das Weiterleben nach einem Verlust.
Dies war mein erster Roman von ihr und ich wurde nicht enttäuscht.
⭐️⭐️⭐️⭐️,5 Sterne
Eine stille, eindringliche Reise über Freundschaft, Verlust und die Suche nach Vergebung.
Der Mauersegler erzählt die Geschichte von Prometheus, der nach dem plötzlichen Tod seines besten Freundes den Boden unter den Füßen verliert. Geplagt von Schuldgefühlen flieht er – vor der Polizei, seiner Familie und sich selbst. Erst in einem kleinen Ort in Dänemark findet er langsam zur Ruhe, zu Abstand – und zu einer neuen Perspektive. An seiner Seite: ein störrisches Pony und zwei bemerkenswerte Frauen, Aslaug und Helle, die beide ihre ganz eigene Geschichte mitbringen.
Nach Marianengraben ist dies mein zweiter Roman von Jasmin Schreiber – und auch dieses Buch konnte mich wieder berühren. Besonders die Figuren Aslaug und Helle sowie die Ponys haben es mir angetan ☺️
Das Buch thematisiert Krebs und Verlust, doch trotz dieser schweren Themen schafft es Schreiber, eine wundervolle Erzählatmosphäre zu schaffen, in der man vollkommen versinken kann. Ihr bildhafter, naturbezogener Stil begeistert mich immer wieder.
Ein besonderes Highlight war auch die kleine Erwähnung der Protagonistin aus Marianengraben – ein schöner Moment für alle, die das Buch kennen 🫶🏼
Dieser Roman ist kurzweilig und schnell und gut zu lesen und steckt dabei voller Inhalt.
Zunächst stehen das Setting Krankenhaus und onkologische Therapien im Vordergrund, später verlagert es sich hin zu einem abgelegenen Pferdehof in Dänemark gemeinsam mit zwei etwas speziellen älteren Frauen.
Es werden Themen wie Trauer, Freundschaft und Tod verhandelt. Anfangs ist manches noch unklar, was sich im Lauf der Geschichte aufklärt.
Prometheus flieht nach dem Tod seines besten Freundes Jakob. Überstürzt, planlos und voller Trauer und Schuld strandet er in Dänemark bei zwei Frauen und ihren Pferden. Fernab von der Zivilisationen blickt er zurück auf eine einmalige Freundschaft und sucht nach Antworten und Vergebung.
Jasmin Schreibers großartiges Talent besteht für mich nicht nur darin, dass sie es schafft, unheimlich schwere Themen voller Emotionen, aber auch mit Hoffnung, Humor und Zuversicht zu erzählen, sondern auch darin, dass sie besonders liebenswerte Charaktere erschafft, mit denen man unweigerlich seine gesamte Zeit verbringen möchte. Mit Helle und Aslaug ging es mir genauso. Die beiden ergänzen sich wundervoll, sind auf ihre verrückte Art herrlich unperfekt und haben ein Gespür für die Emotionen anderer, das man sich selbst wünscht. Das ganze vor der rauen Kulisse des winterlichen Dänemarks und wundervollen Naturbeschreibungen, die einen vor allem hoffnungsvoll in den Himmel blicken lassen und Ausschau nach den Mauerseglern halten lässt.
Spielerisch leicht und doch voller Tiefgang wird die Geschichte des Verlustes erzählt und wir deutlich gemacht, wie schwer die Schuld auf den Schultern eines Menschen lasten kann. Für mich eine großartige Mischung, die trotzdem nicht ganz mit „Marianengraben“ mithalten konnte.
"Die Zeit breitete sich wie ein endloser Teppich vor Prometheus aus, und er versuchte krampfhaft, seine Gedanken an irgendetwas zu hängen, das nicht mit dem Ablauf von Sekunden, Minuten und Stunden zu tun hatte. Vielleicht ist es kein Teppich, dachte Prometheus (es klappte nicht), vielleicht eher ein Zeitmeer voller Sekundenfische und Stundenwale, ein grenzenloses Gewitter, das mich verschlingen will, das sich kalt und endlos anfühlt."
Prometheus hat alles verloren – allem voran seinen besten Freund. Dabei war er derjenige, der Jakob retten wollte, der ihn retten sollte; von dem alle es erwarteten, besonders er selbst. Aus einer fatalen Kombination von Selbstüberschätzung, Hoffnung, es-kann-nicht-sein-was-nicht-sein-darf und einem aggressiven Krankheitsverlauf wurde am Ende ein großes Nichts, vor dem der Protagonist nun steht. Und aufgefangen wird er von zwei fremden Frauen mit Pferden mitten in der dänischen Natur.
Ausgefüllt von wundervollen sprachlichen Bildern skizziert Jasmin Schreiber in "Der Mauersegler" eine kurze Zeitspanne voller Schmerz, Trauer, Verleugnung, Sprachlosigkeit... und Liebe.
Für mich jetzt schon ein Jahreshighlight und zwar mein erstes Buch der Autorin, aber definitiv nicht das letzte. ❤️
Ein sehr bewegender und trauriger Roman. Als angehende Fachkraft für Onkologie hat mich der Inhalt des Buches sehr bewegt. Jasmin Schreibers Schreibstil trifft auch dieses Mal genau meinen Geschmack. Nach „Marianengraben“ ist „Der Mauersegler“ wieder ein 5 Sterne-Buch für mich 🫶🏼
Was für ein schönes, berührendes Buch von einer Frau, in der so viel Leben steckt, dass es einen aus jeder von ihr geschriebenen Zeile förmlich anspringt. Optimal geeignet für einen langen, kalten Winterabend auf der Couch. Vielleicht kein lebensveränderndes Werk, aber eine Umarmung für die Leseseele.
Wie ein Mauersegler. Mal weit oben , dann wieder im Sinkflug um wieder nach oben zu steigen.
Zwar bin ich schon fast ohne Erwartungen in das Buch rein gegangen, aber dennoch muss ich sagen war es trotzdem nochmal anders😅 es gab ein zwei Momente in denen mich das Buch wütend gemacht hat und ich es wohl am liebsten beendet hätte, aber das Ende war für mich sehr emotional und hat für manches (nicht alles) entschädigt.
Es gibt diesen einen Moment, in dem ein Leben den Bach runtergeht. Ein paar Sekunden, Minuten oder Stunden, ganz egal. Im Nachhinein kann man den Finger drauflegen und sagen: Da, das war es, das war der Moment, der alles verändert hat.
Und dann gibt es noch den Moment, in dem man es merkt. Der Moment, wenn man erkennt, dass man in der Falle sitzt, dass da etwas war, was das ganze Raum-Zeit-Kontinuum in zwei Hälften geschnitten hat; alles zerteilt hat in ein Davor und ein Danach.
Die Frage ist nur: Wie weit liegen diese beiden Momente auseinander und welche richtige oder falsche Entscheidung liegt allem zugrunde?
Wieder ein Buch über Tod und Schuld. Durch die Zeitsprünge zwischen Gegenwart, der Kindheit der beiden Männer und der jüngsten Vergangenheit erfährt man erst nach und nach, was eigentlich genau passiert ist. Jasmin Schreiber versteht es einfach, über Verlust zu schreiben und einen dabei so mitzunehmen, dass ich vor allem am Anfang richtig schmerzhaft fand.
Ich bin ja großer Jasmin-Schreiber-Fan seit ihrem ersten Roman „Marianengraben“, den wir in unserem Podcast besprochen haben ( hört doch mal rein: Leseecke Internet) und ich mochte auch ihr Sachbuch „Abschied von Hermine“ richtig gerne, also war ich dezent hype, als ich gesehen habe, dass sie einen neuen Roman veröffentlichen würde, ich hab mich auch nicht mit dem Klappentext aufgehalten und bin gleich reingehüpft, in ein Buch was wirklich unbequem war zu lesen. Not gonna lie.
Prometheus (eigentlich Marvin, aber Prometheus ist ein so viel coolerer Name!) hat einen besten Freund – Jakob. Und Jakob hat Krebs und stirbt. Prometheus, (seines Zeichens Jakobs Arzt) flieht vor den Konsequenzen und der Schuld an die dänische Küste wo er auf zwei alte Damen trifft, die dort einen Pferdehof unterhalten. Bald merkt Prometheus dann, dass er Schuld und Trauer nicht davonlaufen kann.
Bevor ich hier in die Geschichte steige – Liebe Jasmin Schreiber – alleine wegen dem „Hexen stehen immer zwischen Birken“ war ich schon begeistert. Das sieht man den guten Buchgeschmack durchschillern. Großartig.
Ich sag mal ganz unverblümt – ich mochte Prometheus nicht. Ich fand ihn narzisstisch, egoistisch, unangenehm und insgesamt einfach blöd, aber ich konnte trotzdem gut mit ihm mitfühlen. Er verspürt unfassbare Trauer, weil sein bester Freund gestorben ist und Schuld, aufgrund der Dinge die er getan hat, die ich jetzt nicht weiter ausführen werde (aus Spoilergründen). Da merkt man mal wieder, dass auch die Menschen, die einem unangenehm sind durch die selben dunklen Täler müssen wie man selbst..
Teilweise war dieses Tal so tief und dunkel, besonders auch durch die Flashbacks in denen wir Jakob kennenlernen (ich liebe Jakob!), dass es schwierig war für mich weiterzulesen. Es war so unfassbar tragisch und unangenehm! Es war definitiv schwerer als Marianengraben, zwar gibt es auch hier den einen oder anderen Schmunzler, aber nicht wirklich genug um meine Stimmung beim lesen nachhaltig aufzuheitern. Aber hey – das ist ok. Es ist ein Buch über Trauer und Schuld und Tragödie, das sind meistens (nicht immer) Themen die wehtun und manchmal, wie in Prometheus Fall auch wehtun müssen.
Und wenn ich das Buch über auch nicht eine Träne vergossen habe – die letzten beiden Seiten haben mich doch bekommen. Nicht wegen Prometheus, sondern wegen Jakob. Prometheus hat Jakob nicht verdient finde ich. Er war viel zu gut für diese Welt.
Sprachlich – ich hab das an anderen Stellen schon einmal gesagt – ich mag wie Jasmin Schreiber schreibt (höhö, Schreiber schreibt). Die Zeilen fliegen nur so dahin und die randomly eingestreuten Fakten zu Tieren und Pflanzen und auch der ein oder andere Popculture Einschub (hallllooo Moers), machen einfach einen schönen Text. Bin schon sehr gespannt auf ihr nächstes Buch.
Ich bin ja großer Jasmin-Schreiber-Fan seit ihrem ersten Roman „Marianengraben“, den wir in unserem Podcast besprochen haben ( hört doch mal rein: Leseecke Internet) und ich mochte auch ihr Sachbuch „Abschied von Hermine“ richtig gerne, also war ich dezent hype, als ich gesehen habe, dass sie einen neuen Roman veröffentlichen würde, ich hab mich auch nicht mit dem Klappentext aufgehalten und bin gleich reingehüpft, in ein Buch was wirklich unbequem war zu lesen. Not gonna lie.
Prometheus (eigentlich Marvin, aber Prometheus ist ein so viel coolerer Name!) hat einen besten Freund – Jakob. Und Jakob hat Krebs und stirbt. Prometheus, (seines Zeichens Jakobs Arzt) flieht vor den Konsequenzen und der Schuld an die dänische Küste wo er auf zwei alte Damen trifft, die dort einen Pferdehof unterhalten. Bald merkt Prometheus dann, dass er Schuld und Trauer nicht davonlaufen kann.
Bevor ich hier in die Geschichte steige – Liebe Jasmin Schreiber – alleine wegen dem „Hexen stehen immer zwischen Birken“ war ich schon begeistert. Das sieht man den guten Buchgeschmack durchschillern. Großartig.
Ich sag mal ganz unverblümt – ich mochte Prometheus nicht. Ich fand ihn narzisstisch, egoistisch, unangenehm und insgesamt einfach blöd, aber ich konnte trotzdem gut mit ihm mitfühlen. Er verspürt unfassbare Trauer, weil sein bester Freund gestorben ist und Schuld, aufgrund der Dinge die er getan hat, die ich jetzt nicht weiter ausführen werde (aus Spoilergründen). Da merkt man mal wieder, dass auch die Menschen, die einem unangenehm sind durch die selben dunklen Täler müssen wie man selbst..
Teilweise war dieses Tal so tief und dunkel, besonders auch durch die Flashbacks in denen wir Jakob kennenlernen (ich liebe Jakob!), dass es schwierig war für mich weiterzulesen. Es war so unfassbar tragisch und unangenehm! Es war definitiv schwerer als Marianengraben, zwar gibt es auch hier den einen oder anderen Schmunzler, aber nicht wirklich genug um meine Stimmung beim lesen nachhaltig aufzuheitern. Aber hey – das ist ok. Es ist ein Buch über Trauer und Schuld und Tragödie, das sind meistens (nicht immer) Themen die wehtun und manchmal, wie in Prometheus Fall auch wehtun müssen.
Und wenn ich das Buch über auch nicht eine Träne vergossen habe – die letzten beiden Seiten haben mich doch bekommen. Nicht wegen Prometheus, sondern wegen Jakob. Prometheus hat Jakob nicht verdient finde ich. Er war viel zu gut für diese Welt.
Sprachlich – ich hab das an anderen Stellen schon einmal gesagt – ich mag wie Jasmin Schreiber schreibt (höhö, Schreiber schreibt). Die Zeilen fliegen nur so dahin und die randomly eingestreuten Fakten zu Tieren und Pflanzen und auch der ein oder andere Popculture Einschub (hallllooo Moers), machen einfach einen schönen Text. Bin schon sehr gespannt auf ihr nächstes Buch.
Eine traurige und doch hoffnungsvolle Geschichte über Freundschaft und Tod
Jacob und Prometheus sind seit Kindertagen beste Freunde und gehen zusammen durchs Leben. Bis Jacob schwer erkrankt und er Prometheus bittet ihn in die Versuchsstudie der Immuntherapie bei Tumorerkrankungen aufzunehmen. Der Roman regt zum Nachdenken über den Tod und die Hoffnung der Überlebenden an.
Für mich eine Leseempfehlung. 👍
"Jakob konnte sowas, er aber nicht. Sowieso niemand, niemand konnte das so wie Jakob, weil niemand Jakob war, nicht einmal Jakob war noch Jakob - denn der war fort."
Das erste Buch von Jasmin Schreiber, "Marianengraben", hatte mich richtig begeistert. Deshalb wollte ich unbedingt weitere Bücher der Autorin lesen.
In "Der Mauersegler" geht es um Prometheus, der seinen besten Freund Jakob verloren hat und der die Schuld und Trauer nicht mehr aushalten kann. Er findet Zuflucht auf einem dänischen Ponyhof bei zwei älteren Damen.
Der Schreibstil hat mir wieder sehr gut gefallen und auch die speziellen Charaktere waren toll. Allerdings war das Thema des Buches für mich diesmal nur schwer zu ertragen. Krebs, Trauer, Schuld, verlorene Freundschaft und Liebe...
Mein Fazit: Sehr gut geschriebenes Buch, aber sehr schweres Thema, welches diesmal auch keine hoffnungsvollen Ausblicke bietet.
Hab von vorne bis hinten durchgeheult (fr),mir war nicht klar wie traurig dieses Buch sein wird...
Habs aber fast an einem Stück durchgelesen und fand es super ergreifend, es ist kurzweilig von der storyline, das Gefühl was das Buch auslöst, bleibt einem aber noch für ein Weilchen bestehen...
Ich liebe Jasmin Schreibers Art zu schreiben und zu erzählen ♥️ auch dieses Buch bietet wieder das gesamte Spektrum - man lacht, man weint und dabei lernt man sogar noch etwas. Ich finde auch die Anspielungen auf ihre anderen Bücher, die sich hin und wieder verstecken, total toll😍 es hat mir also wieder seeeehr gut gefallen.
Spätestens jetzt gehört Jasmin Schreiber zu den Autorinnen, deren Bücher ich lesen werde, ohne auch nur einen Blick auf den Klappentext geworfen zu haben (wobei ich das ehrlich gesagt bei diesem Buch schon nicht getan habe😅) 🫶🏻
"Viele Menschen stehen am Meer, weil man da nicht weiterlaufen kann."
Das Buch war für mich nach dem Highlight "Marianengraben" leider eher enttäuschend.
Es geht um Freundschaft und vor allem Schuld innerhalb der Freundschaft. Die Geschichte wirkte zu konstruiert und konnte mich daher emotional gar nicht abholen. Zudem war der Protagonist Prometheus ein ziemlich arroganter und unsympathischer Kerl.
Insgesamt zwar gute Ansätze, aber für mich nicht völlig überzeugend.
Das war mein mittlerweile 3. Buch der Autorin und ich bin weiterhin großer Fan ihres Schreibstils. Das Buch beschäftigt sich mit den Themen Schuld und Tod auf eine spielerische Art und Weise. Die Grundstimmung ist jedoch eher traurig und kühl, das muss man mögen.
"Der Mauersegler" ist ein überaus berührender Roman über Trauer, Freundschaft und auch Schuldgefühlen.
Jasmin Schreibers Debütroman "Marianengraben" hat mich ja schon total begeistert und so war ich sehr neugierig auf ihren zweiten Roman.
Wie auch schon in "Marianengraben" behandelt auch diese Geschichte vordergründig die Themen Tod und Trauer, aber auch die Themen Reue und Schuld werden miteinbezogen.
Ich habe beim Lesen eine Vielzahl an Gefühlen durchlebt, wie z.B. Traurigkeit, Fassungslosigkeit, Wut, Ohnmacht - aber auch jede Menge Liebe. Jasmin Schreiber hat ein großes Talent diese Gefühle zu transportieren, und doch bleibt auch der Humor nicht auf der Strecke.
Fazit: Ein tiefgehend-emotional und traurig-schöner Roman.
Ich kenne niemanden sonst, der über Trauer und Tod schreiben kann und dabei die Balance zwischen Humor und Hoffnung beibehält.
Nach ihrem Sachbuch "Abschied von Hermine" hat Jasmin Schreiber nun einen neuen Roman veröffentlicht: "Der Mauersegler". Darin geht es um Prometheus. Nein, nicht die Sagengestalt. Prometheus ist hier ein ganz normaler Mann, ein Arzt, zumindest war er das bis vor Kurzem noch. Jetzt ist auf der Flucht vor seiner Familie, seinen Freunden und der Polizei, sein bester Freund Jakob ist tot und er ist mit dem Auto auf dem Weg nach Dänemark, um so seinem schlechten Gewissen entkommen zu können. Doch in Dänemark angekommen läuft nichts so, wie sich das Prometheus vorgestellt hat, und er läuft zwei älteren Frauen in die Hände, die wenig Fragen stellen und selbst ihr eigenes Päckchen zu tragen haben...
Auch dieses Buch war wieder unglaublich stark geschrieben. Es gibt Autor:innen, die einen Stil haben, der mich mitreißt und so schnell nicht wieder loslasst, und zu diesen Autor:innen gehört Schreiber ganz eindeutig. Sie schreibt so gut, dass ich das Buch in einem Rutsch und an einem Tag durchgelesen habe und dann meine Mutter so lange mit diesem Roman genervt habe, bis sie sich dazu bereiterklärt hat, dieser Geschichte ebenfalls eine Chance zu geben.
Lange diskutiert haben meine Mutter und ich über den Namen des Protagonisten: Prometheus. Wie die meisten von euch wissen, stammt dieser Name aus der griechischen Mythologie und meine Mutter hat das gestört, dass das so ein ungewöhnlicher Name ist. Kann ich nachvollziehen. Ich persönlich fand den Namen aber passend, weil so zumindest bei mir ganz bestimmte Assoziationen aufgerufen werden, die meiner Meinung nach eine neue Ebene zur Geschichte hinzufügen. Das ist aber, wie man sieht, Geschmackssache und ich kann jeden nachvollziehen, der oder die das nicht ganz so cool fand.
Und weil ich weiß, dass ihr euch diese Frage stellen werdet, nachdem mich ja "Marianengraben" dazu gebracht hat, wie ein kleines Kind zu weinen und auch "Abschied von Hermine" bei mir zu Tränen geführt hat: Ja, auch "Der Mauersegler" zum Weinen gebracht. Aber ich war (Gott sei Dank!) bei Weitem nicht so emotional wie bei "Marianengraben".
Mein Fazit? Auch dieser Roman von Jasmin Schreiber konnte mich wieder begeistern. Super spannend!