
Ich hatte mich so auf das Buch gefreut - Bridgerton verknüpft mit Magie klang einfach voll und ganz nach meinem Geschmack. Leider konnte mich die Umsetzung aber nicht so ganz überzeugen, auch wenn das Buch viel Potenzial hat. Erstmal das Positive vorweg: Ich mochte das Setting super gerne! Auch die Idee des Magiesystems hat mir gefallen. Da kommen wir jedoch direkt zum ersten Kritikpunkt, denn ich fand es schwer, alles zu verstehen und nachzuvollziehen. Das startete vor allem mit dem Magiesystem, dass mir persönlich einfach zu wenig erklärt wurde und viele Fragen bei mir aufgeworfen hat. Zwischenzeitlich habe ich mich auch gefragt, auf was genau eigentlich die ganze Story hinarbeitet, mal abgesehen vom Klappentext. Denn leider hatte ich das Gefühl, dass nicht wirklich etwas passierte, obwohl etwas passierte. Sehr schade fand ich vor allem, dass mich die Lovestory nicht wirklich erreichte. Dabei mochte ich Aurelia, starr- und eigensinnig, und Jules, geheimnisvoll und etwas arrogant, als Protagonisten gerne. Beide wissen was sie wollen und tun alles, um dies zu erreichen. Aber der Funke, der zwischen den beiden sprüht, ist auf mich einfach nicht übergangen. Da war mir zu wenig Tiefe und die Entstehung zu undurchsichtig. Auch auf den großen Plottwist habe ich gewartet - bis zum Schluss. Dieser war quasi nicht vorhanden, da die Storyline einen klar verfolgten und stringenten Plan hatte. Da das Buch im Jahr 1813 spielt, war der Schreibstil teilweise etwas zu gewollt altmodisch. Lange Kettensätze mit x Satzzeichen haben hin und wieder mein Gehirn verknotet. Ein bisschen fluffiger hätte es gerne sein können. Auch wenn das nun alles ziemlich negativ klingt, hatte ich Freude an dem Buch und finde, dass die Idee großes Potential bietet, so dass eine Fortsetzung mit etwas mehr Spannung und Twists sehr fesselnd werden kann. Entsprechend bleibe ich gespannt und hoffnungsvoll, wie es weitergeht.


































