3. Apr.
Rating:3

Ein leichtfüßig bitter-merkwürdiges Kinderbuch

Die Pfade der finnischen Kinderliteratur scheinen querfeldein durch die reale Erwachsenenwelt zu verlaufen. Vertraute Regeln gelten nicht. Kinder schlagen sich allein durch, während Erwachsene durch Abwesenheit glänzen, ohne dass dies Rechenschaft oder Konsequenzen nach sich zieht. „Die Monsternanny“ fühlte sich ähnlich an. So entsteht ein leichtes Fantasy-Gefühl, das jedoch weniger auf Zauberwelten setzt, sondern vielmehr Skurrilität in die Wirklichkeit einwebt. Minimale phantastische Elemente sind vorhanden, und doch stehen wir mitten in unserer Welt, neben vernachlässigten Kindern, die auf Hilfe hoffen dürfen, auch von Erwachsenen, aber eben nicht auf die typische erwachsene Art. Ein in jeder Hinsicht merkwürdiges Kinderbuch, das einen wichtigen Fokus auf das Thema Kindervernachlässigung legt. Der spielerisch-bittere Blick darauf bleibt dabei kindgerecht und schärft vermutlich den Blick auf Gleichaltrige und deren Lebensrealitäten.

Die Stadt der kleinen Wunder
Die Stadt der kleinen Wunderby Anja PortinarsEdition
14. März
Rating:5

Dieses Buch ist etwas ganz besonderes. Es wurde sehr gut eingesprochen und ich mochte zwischen den Kapiteln die Einspielungen mit dem Klavier sehr! Die Thematik ist wirklich unglaublich traurig und schwer aber in diesem Buch wird es kombiniert mit so schönen wohligen Elementen. Es war einfach wunderbar! Cozy fantasy (leichte fanatische Elemente) Liebling.

Die Stadt der kleinen Wunder
Die Stadt der kleinen Wunderby Anja PortinarsEdition
5. März
Rating:5

Alfred ist neun und lebt mit seinem Papa zusammen. Naja, wenn man das zusammen wohnen nennen kann. Denn Papa ist eigentlich immer unterwegs auf Arbeit. Mit dem Flieger. Und stellt Alfred zwar was zum Essen hin, das reicht aber nicht so wirklich. Und zum Essen kaufen kann er sich auch nicht so viel, weil Papa wenig Geld da lässt. Alfreds Mutter ist auch schon ganz lange verschwunden. So wurschtelt sich der kleine Alfred immer wieder so durch. Zuhause und auch in der Schule. Die Schule merkt zwar, dass da was nicht stimmt, aber wirklich helfen können sie da auch nicht. Eines Nachts bemerkt Alfred, dass da jemand vor seiner Tür ist, und das ist nicht sein Papa. Dafür Amanda. Und Amanda hat nicht nur Essen dabei, nein sie nimmt Alfred sogar mit. Amandas Haus ist ganz anders als es bei ihm zuhause ist. Viel gemütlicher, und herzlicher. Da gibt es immer leckere Sachen mit Äpfeln, denn Amanda hat einen tollen Garten mit vielen Apfelbäumen. Erst ist er verunsichert, aber es gefällt ihm immer besser bei Amanda. Zwar vermisst er irgendwie seinen Papa, aber dem fällt eh erstmal nicht auf, dass Alfred fehlt. Dafür hat Alfred bei Amanda auf dem Speicher ein Radio gefunden. Damit tüftelt er so lange, dass er sogar Funksprüche loslassen kann, und erreicht damit viel mehr Kinder. Alfred geht sogar mit Amanda auf Tour, um andere Kinder zu besuchen, oder sie sogar abzuholen. Denn die Kinder dürfen mit auf eine Weihnachtsparty. Denn viele Kinder haben es nicht so schön zuhause. Da fehlt ein Elternteil, oder es ist nicht ausreichend Geld für ein angenehmes Leben da, oder die Eltern streiten ganz fürchterlich. Für solche Kinder sind dann Menschen wie Amanda da. Von ihr gibt es nämlich noch einige andere, die sich die Stadt aufgeteilt haben. Jeder kümmert sich um die verlorenen Kinder, und ermöglicht ihnen viele Wunder. Wie ein Radio, was zu essen, eine gemütliche Weihnachtsfeier. Und so gibt es auch ein Happy End für Alfred. Aber das verrät euch das tolle Hörbuch. Mir hat das Hörbuch so sehr gefallen. Die Sprecher Timo Weisschnur und Rainer Bielfeldt holen uns ab in eine wirklich kleine Stadt der Wunder. Das Hörbuch selbst ist schon ein Wunder, denn so schön, wie das Cover gestaltet ist, die Hörbuchsprecher genau wissen, wie sie was betonen müssen, und Ruhe herein bringen. Auch die Autorin hat Ruhe in die Geschichte reingebracht. Allein wenn ein Neunjähriger alleine zuhause bleibt, weil sein Papa auf Reisen geht, müsste schon Panik herrschen. Aber nein, Alfred findet sich zurecht. Und bekommt an anderer Stelle Geborgenheit und Sicherheit. Die Stelle, wo Alfred mit Amanda in der Nacht durch die Stadt wandert, um die anderen Kinder zu besuchen, hat mir am besten gefallen. Gehört zur Liste – unbedingt anhören. Mehrfach!

Die Stadt der kleinen Wunder
Die Stadt der kleinen Wunderby Anja PortinarsEdition
18. Nov.
Rating:4.5

Berührend und schön! Eine warmherzige Geschichte über Einsamkeit und die Kraft der Freundschaft, nicht nur für Kinder

Wir alle wissen, dass es sie gibt: Kinder, um die sich nicht richtig gekümmert wird, aus ganz unterschiedlichen Gründen. Kinder, die ihr bestes geben, um der Norm zu entsprechen und nicht aufzufallen, die es zu Hause aber nicht leicht haben. In „Die Stadt der kleinen Wunder“ geht es genau um diese vergessenen Kinder, wie sie im Buch heißen. Es zeigt uns ihren Struggle, ihre Einsamkeit. Es zeigt uns aber auch ihren Mut und ihre unglaubliche Stärke und Kreativität. Im Buch lernen wir Alfred kennen, dessen Vater sehr oft verreist und ihn mit ein wenig Geld zurücklässt, wenn er es nicht vergisst. Alfred bekommt das Leben zwar auch so ganz gut hin, aber er ist allein und ungeliebt. Doch eines Nachts als er wiedermal nicht schlafen kann, hört er vor der Tür komische Geräusche. Sein Besucher verharrt dort kurz und zieht dann weiter. Diese „Begegnumg“ ist der Wendepunkt in Alfreds Leben, denn obwohl es so gruselig begann, stand Amanda vor der Tür, die die Vergessenen ein wenig Unterstützt. Ohne ins Detail zu gehen möchte ich schon verraten, dass zwischen Alfred und Amamda eine tiefe Freundschaft entsteht, aus der Alfred neuen Mut und viel Selbstbewusstsein zieht, weil er in deren Verlauf sogar eine eigene Radiosendung zum Laufen bringt. Auf geheimer Frequenz für alle anderen Vergessenen. Gespickt mit einer Prise Magie haben wir es hier mit einer Geschichte zu tun, die uns wiederholt aufgrund der Schicksale der Kinder frösteln lässt, die uns aber auch wärmen wird wie ein Kaminfeuer, weil sie uns zeigt, wie Stark das Band der Freundschaft sein kann. Das Buch liest sich wie ein Klassiker von Dickens und co (in modernerer Sprache). Zunächst dachte ich, ach, das ist aber weit hergeholt mit dem allein gelassenen Alfred. Aber dann fielen mir nach und nach Beispiele aus unserem Umfeld ein, in denen Kinder zwar nicht tagelang allein daheim sein müssen, aber es eben auch da einige Kinder gibt, die richtig viel allein meistern müssen, aufgrund Schichtarbeit, Armut oder Suchterkrankung der Eltern. Alles auch Beispiele aus dem Buch. Es ist eine wirklich berührende Geschichte, die ich sehr gern gelesen habe, für Kinder ab etwa 9-10 (das kommt immer aufs Kind an). Das Hörbuch kann ich ebenfalls sehr empfehlen, da es neben dem großartigen Sprecher zwischen den einzelnen Kapiteln noch zauberhafte Musik zu lauschen gibt. Der magische Anteil im Buch ist klein aber geschickt verpackt. So verwebt er sich perfekt mit dem reellen Part der Geschichte.

Die Stadt der kleinen Wunder
Die Stadt der kleinen Wunderby Anja PortinarsEdition
14. Nov.
Rating:4

Schön, poetisch und irgendwie still. Ein tolles Kinderbuch

Ein schönes und leicht poetisches Kinderbuch über all jene, die vergessen und unsichtbar sind. Ich mochte Alfred und seine Entwicklung in diesem Buch. Aber besonders gefällt mir der Gedanke, dass egal wie unsichtbar du dich gerade fühlst, irgendjemand sieht dich und es kann sich alles ändern.

Die Stadt der kleinen Wunder
Die Stadt der kleinen Wunderby Anja PortinarsEdition
17. Okt.
Rating:4

Ein ganz stilles, aber herzerwärmendes Buch. Beim Lesen hatte ich das Gefühl, der Lärm der Umwelt würde vom Schnee verschluckt werden. Dabei haben wir Mitte Oktober. Mich haben die vergessenen Kinder sehr berührt. Man wünscht sich, dass jedes Kind eine Amanda hat, wenn es eine braucht.

Die Stadt der kleinen Wunder
Die Stadt der kleinen Wunderby Anja PortinarsEdition
20. Sept.
Rating:4

Sprecher: 🐝🐝🐝🐝 Mir gefiel er hier. Soweit ich meine, habe ich schon mal etwas mit ihm angehört. Story: Ein bisschen traurig ist die Geschichte teilweise. Alfred findet nach und nach sein Glück wieder. Er kehrt dank Amanda wieder ins Leben zurück. Er hilft noch mehr Vergessenen. Die Kapitel werden zum Ende hin mit Musik beendet. Es war dann doch irgendwie eine ganz andere Geschichte wie ich mir eigentlich vorgestellt hatte. Ein bisschen traurig, aber die Hoffnung keimte wieder auf. Es war auch ein schönes Ende.

Die Stadt der kleinen Wunder
Die Stadt der kleinen Wunderby Anja PortinarsEdition