Eine ganz besondere Geschichte…
Wir begleiten das Leben von Hazel, welche als dreizehntes Kind in einer sehr armen Familie im alten Frankreich geboren wurde. Während sie von ihrer Familie nicht gewollt ist, ist das Interesse der Götter an dreizehnten Kindern jedoch umso grösser. Und so kommt es, dass ausgerechnet der Endgültige, der Gott des Todes, bei Hazels Geburt die Patenschaft für das Mädchen übernimmt. Hazel ist eine wunderbare Protagonistin, welche sich im Laufe der Geschichte von einem vernachlässigten und misshandelten Mädchen zu einer starken, selbstbewussten Frau entwickelt. Trotz der vielen Schicksalsschläge und der Einsamkeit ihres jungen Lebens, versinkt sie nicht in Selbstmitleid sondern versucht stets, das Beste aus sich und ihrer Situation rauszuholen. Auch ihr Pate, der Gott des Todes höchstpersönlich, ist ein äusserst interessant ausgearbeiteter Charakter. Im Umgang mit seiner Patentochter wirkt "Merrick", wie sie ihn nennt, oft sehr menschlich. Beim Umgang und Dialogen der Beiden miteinander könnte man beim Lesen schnell vergessen, dass es sich hier eigentlich um eine düstere Schattengestalt handelt und welch unheilvolle Aufgabe der Endgültige eigentlich innehat. Die Charakterentwicklung von Hazel ist toll - Mit jedem neuen Lebensjahr und jedem neuen Lebensabschnitt wird sie mutiger, selbstbewusster und eigenbestimmter. Auch wenn ihr Leben eigentlich von den Göttern vorbestimmt ist, nimmt Hazel es selber in die Hand und scheut auch nicht davor zurück, sich gegen die Gottheiten ihrer Welt zu stellen. Denn schnell wird in der Geschichte klar, dass auch die mächtigsten Götter nicht vor Gefühlen wie Gier, Neid und Eifersucht gefeiht sind. Der Schreibstil der Autorin hat mich von Anfang an komplett überzeugt. Sie schreibt sehr atmosphärisch und märchenhaft, absolut passend zum Setting des Buches. Auch wenn es keinen grossen Spannungsbogen gibt, konnte mich die Geschichte sehr schnell fesseln und ich habe viele verschiedene Emotionen beim Lesen durchlebt. Hazels Geschichte ist nicht fröhlich und bunt - Jedoch auch nicht gänzlich trostlos und grau.

































































