🫐🦊Rezension Belladonna-Trilogie von Adalyn Grace🪻🥀
Achtung! Diese Rezension enthält Spoiler! Sie bezieht sich zudem nur auf Band 1, 2 und 3, nicht auf das Spin Off “Holly”. Sidenote #2: Hört euch unbedingt mal „Unknown“ von JJ an nachdem ihr Band 3 gelesen habt. Perfekte Musik für die Credits haha es passt einfach ZU gut. Das in meinen Augen sind keine Tränen … neiiin —————— „Von Wäldern umgeben liegt ein Geisterhaus mit Namen Thorn Grove.“ Klappentext „Belladonna: Eine verbotene Liebe und ein Geheimnis, das alles zerstören könnte ... Signa ist vom Tod berührt. Seit ihre Eltern gestorben sind, glauben ihre Verwandten, dass sie verflucht ist. Bis Signa eines Tages von ihrem Cousin in das wunderschöne Herrenhaus Thorn Grove eingeladen wird. Die rauschenden Bälle und eleganten Gäste faszinieren Signa, doch der Glanz verbirgt ein düsteres Geheimnis. Die Tochter des Hauses, Blythe, wurde vergiftet und der Täter steht der Familie näher als vermutet. Als der Tod dann höchstpersönlich erscheint, um Signa bei dem Rätsel zu helfen, weckt er in ihr verbotene Gefühle, die sie in einen dunklen Abgrund reißen könnten ... Handlung: ⭐️⭐️⭐️ Die Handlung ist interessant und insgesamt relativ rund, hat aber einige deutliche Schwächen. Dazu gehören Plotholes, sowie das Gefühl, dass manche Dinge nur passiert sind, weil der Plot sie gebraucht hat und die Autorin das so wollte und nicht, weil sie wirklich die Folge von etwas sind. Es wirkt mehr konstruiert und weniger organisch. Spoiler: So zum Beispiel der Verrat durch Percy am Ende des ersten Teils. Es war so ein Hans-Moment aus Frozen 1, wo auf einmal ein Twist Villain auftaucht bzw sich enthüllt, dessen Verrat aber nahezu gar nicht angekündigt worden war. Es kam aus dem Nichts und hätte definitiv besser vorbereitet werden müssen. So hat es weniger ein “woah” und mehr ein “hä” bzw „och nö“ bei mir verursacht. Die Geschichte wirft viele Fragen auf. Leider gelingt es Adalyn Grace nicht, alle zu beantworten und die, die beantwortet werden, werden es leider nicht immer zufriedenstellend. Und versteht mich nicht falsch: Manche Rätsel dürfen bleiben, sowas hält ein Buch auch nachhaltig im Geiste am Leben und öffnet Türen für Fortsetzungen. Ich fand die mysteriöse Verbindung zwischen Signas Mutter und dem Chaos zum Beispiel sehr faszinierend und habe da auch nicht mehr Gewissheit gebraucht. Mir ist aber zu vieles immer noch unklar: Was ist Signa jetzt eigentlich wirklich? Es wird oft erwähnt, dass sie eine Schnitterin ist, aber trotzdem braucht sie bis zum Schluss die Belladonna-Beeren und den Tod, um ihre Kräfte zu nutzen. Das ist etwas komisch. Und was hat das Schicksal dem Tod im Prolog von Wisteria versprochen? Das habe ich auch nicht ganz verstanden. Und an welchem Punkt hat Aris in Wisteria eigentlich aufgehört, Signa hinterher zu jammern? So es ergibt auf jeden Fall Sinn, dass er irgendwann über Mila hinweg war (oder zumindest soweit), dass er sich in Blythe verlieben konnte. Aber wann hat er aktiv aufgehört zu glauben, dass Signa Mila ist? Oder habe ich das verpasst? Band 1 und 2 sind teils sehr rasant im Plot. Das finde ich ganz gut, es gab immer wieder neue Fragen, Rätsel und Spannungsbögen, ich MUSSTE wissen, wer Blythe vergiftet, ich MUSSTE wissen, wer den Duke getötet hat, und ich MUSSTE wissen, ob Signa wirklich das Leben ist. Band 2 war mir da allerdings für meinen Geschmack etwas zu rasant und hat sich an den Stellen zu wenig Zeit gelassen, an denen sich Band 3 zu viel Zeit gelassen hat. Außerdem hätte ich mir für Band 2 wirklich mehr Anwesenheit von Foxglove gewünscht, immerhin heißt das Buch so. Ich wollte irgendwann einfach nur aus Thorn Grove raus und es hat sich nicht richtig angefühlt, da noch so lange rumzudümpeln und erst im zweiten Akt dorthin zu kommen. Band 3 war in der ersten Hälfte so öde. Jetzt ist es raus, ich habs gesagt. Trotzdem bin ich froh, dass ich es nicht abgebrochen habe. Die zweite Hälfte hat das Buch gerettet, insbesondere die letzten hundert Seiten. Ich wünschte, das Chaos wäre früher aufgetreten und man hätte wirklich STAKES gehabt, so wie in Band 1 oder 2. Wenn Signa den Fall nicht löst, stirbt Blythe oder Elijah. Das gab es in der ersten Hälfte des dritten Bandes nicht. Die einzige Frage, für die ich weitergelesen habe, war, wann Blythe und Aris checken, dass sie Mila ist und wie sich ihre Beziehung entwickelt. Die ganze Zwischenhandlung mit Brude war mir zu langgezogen. Auch diese Ausflüge der beiden haben immer wieder ein wenig unpassend gewirkt. Ich denke, die Autorin hätte das alles etwas besser einbetten können. Es war eine interessante Entscheidung, das Rampenlicht von Signa auf Blythe zu lenken und auch wie das große Rätsel um Signas Mutter bzw ihr Ableben geklärt wurde. Ich fand es ein wenig schade, wie gering die Rolle davon in Band 3 war, das hätte die Autorin alles anders plotten müssen. Also ja, Plot in Band 3 ist leider eine mittelkleine Katastrophe. Zum Glück war die Lovestory schön und das Ende, oh mein Gott das Ende, es war so wunder wunder wunder wunderschön. Ich bin immer noch nicht über die letzten Seiten hinweg. Ich hoffe, dass “Holly” dem Ende nichts unnötiges hinzufügt und die Handlung noch mal da zieht, wo sie es nicht braucht, es könnte meiner Meinung nach genauso stehen bleiben. Ich Charaktere: ⭐️⭐️⭐️⭐️ Die Charaktere sind für mich in dieser Buchreihe wirklich das Highlight gewesen, besonders Blythe und Aris. Allein mindestens drei der Sterne habe ich nur für die beiden gegeben. Ohne die beiden und ohne den dritten Teil bzw das Ende wäre meine Rezension wohl etwas weniger gut ausgefallen, dazu aber später mehr. Zunächst einmal zu den Hauptcharakteren der ersten beiden Bände, Sylas/der Tod und Signa, von der ich bis jetzt nicht weiß, wie ich ihren Namen aussprechen soll. Seina? Sina? Sikna? Keine Ahnung! Signa: Ist mir ein wenig zu handzahm gewesen. Ihre Charakterentwicklung war dennoch ganz gut. Mich stört nur, dass sie teilweise etwas widersprüchlich war. Spoiler: Erst sagt sie in Band 1, dass die Etikette und gesellschaftlichen Regeln ihr nicht mehr so wichtig sind, eine Seite später redet sie wieder darüber, wie sehr sie jetzt ihr Handbüchlein über die Benimmregeln (hab den Namen vergessen) bei sich hätte … das fand ich etwas seltsam. Es war aber richtig toll, sie mal durch Blythes Augen in Band 3 zu sehen, irgendwie habe ich Signa dadurch noch viel lieber gewonnen. Blythe: Vielen ist sie zu bissig. Am Anfang fand ich sie auch unausstehlich und habe mir gewünscht, die Story und Signa würden ihr Verhalten nicht die ganze Zeit entschuldigen. Im Nachhinein merke ich, dass Blythe die Zähne hat,die Signa fehlen und ihr leider erst wirklich am Ende wuchsen. Ich habe Band 3 ausschließlich für Blythe und Aris weitergelesen, die beiden haben mich einfach begeistert. Viele sagen, Blythe ist zu bissig. Nachdem wir Signa begleitet haben, fand ich das äußerst erfrischend und unterhaltsam. Sie hat endlich mal das ausgesprochen, was ich als Leserin dachte. Der Tod/Sylas: Ich mochte Sylas extrem, er war für mich wirklich ein sehr guter Loveinterest und gerade wenn man Vergleich zu Aris hat, passt es einfach sehr gut. Mit dem Tod bin ich nicht so warm geworden und ja I know der Tod und Sylas sind die gleiche Person, aber sie waren einfach zu verschieden geschrieben, anders als Aris. Ich habe Sylas in Band 2 wirklich vermisst und mir gewünscht, der Tod würde wieder mehr wie er auftreten. Das Schicksal/Aris: Definitiv mein Lieblingscharakter im Buch. The longing! Es war außerdem sehr unterhaltsam, dass am Ende jeder die Wahrheit über Blythe kannte AUßER ihm! Seine Charakterentwicklung war am glaubwürdigsten für mich. Er ist einfach ein Goldstück und je länger ich darüber nachdenke, desto klarer wird mir, wie sehr Sylas und er sich auch vom Charakter/Ego her ähneln, das hat die Autorin gut getroffen. Honorable mentions: Ohne Aris wäre Elijah mein Lieblingscharakter gewesen, er war so schön tragisch geschrieben, was ihm in Band 2 passiert ist, hat er nicht verdient. Ich bin so froh, dass er halbwegs ein Happy End bekommen hat und auch nicht durch Byram verraten wurde. Byram fand ich auch sehr gut geschrieben, er war das Realste im Buch und auch wenn er nicht sehr sympathisch war, er war menschlich! Worldbuilding: ⭐️⭐️⭐️ “Bringt mich nach Brude”, I screamed, as they are dragging me into my cell. Wunderschöne Kulissen, besonders Foxglove hat es mir angetan. ABER ich habe erst sehr spät wirklich gecheckt, dass es in Großbritannien spielen soll? Das macht für mich keinen Sinn. Warum nicht gleich eine fiktive Welt. Ich würde auch gerne wissen, was für andere Gottheiten es in dieser Welt gibt, das war mir alles zu oberflächlich. Wenn man schon mit so viel Fantasie die Welt beschreibt und auch das Reisen so sehr thematisiert in Buch 3 hätte ich doch gerne auch wirklich mehr über die Welt gewusst. Den Stern Abzug gibt es dafür, dass es fiktive Orte aber die echte Welt war. Die Autorin hätte sich da mehr Mühe geben können entweder Bezüge zur echten Welt aufzubauen ODER es ganz in eine fiktive Welt zu setzen. So wirkt es leider so als wäre es nichts halbes und nichts ganzes. Pluspunkt gibts wiederum dafür, dass mich Band 3 wirklich sehr an Howls Moving Castle erinnert hat x3 Schreibstil: ⭐️⭐️⭐️⭐️ Ich hätte mehr Sterne gegeben. Allerdings ist mir aufgefallen: Es gab nichts, was ich bemängeln konnte, aber auch nichts, was mir wirklich 5/5 Sterne herausragend auffiel. Zudem habe ich aktuell ein Buch vor der Nase, das meiner Meinung nach die 5/5 Sterne mehr verdient hätte. Insgesamt ist es aber solide. Mir gefiel sehr, wie die Autorin in Band 3 die Traumsequenzen und das Verschmelzen von Traum und Realität schrieb. Gesamtpaket:⭐️⭐️⭐️ Empfehlung? Für Romancejunkies, Bridgerton/Regency-Fans und Fans übernatürlicher Romancen ja definitiv. Ich würde die Bücher allein für Aris und Blythe und ihre Lovestory in Band 3 empfehlen, insgesamt habe ich auch echt Spaß gehabt, also ja, insgesamt ein dickes „Warum nicht“.




























































