14. Dez.
Rating:4

Ein bewegender Abschluss voller Hoffnung, Schmerz und Menschlichkeit

Die Heimkehr der Störche hat mich – genau wie bereits der erste Band – sehr ergriffen. Von Beginn an war ich gespannt darauf zu erfahren, wie es mit den vertrauten Charakteren nach dem Krieg und der Vertreibung aus Ostpreußen weitergehen würde. Es zeigt deutlich, das Leid nicht mit dem Ende des Krieges einfach verschwindet. Besonders gefreut hat mich, dass sich Doras Träume zu Beginn so schnell zu erfüllen scheinen. Doch da nicht alles Gold ist was glänzt haben mich einige Szenen sehr nachdenklich gemacht und mich wütend über die damalige Politik und den Umgang mit den Menschen zurückgelassen. Das Schicksal von Curt hat mich besonders entsetzt. Der kurze Funke Hoffnung, der aufgebaut wird, nur um dann wegen einer Lappalie wieder zunichtegemacht zu werden.Es fühlt sich brutal an, aber vermutlich war genau das die bittere Realität dieser Zeit. Als Dora und Clara schließlich nach München kommen und Dora nach all dem Stress und der Zerrissenheit in Berlin ihren Traum weiterleben darf, war ich so glücklich, als wäre ich selbst Teil der Geschichte. Auch die Hoffnung auf ein gutes Ende zwischen Dora und ihrem Liebsten hat mich bis zum Schluss begleitet und wurde einem beim lesen nach einem Mini Break Up auch endlich, endlich gewährt. Alles in allem ist Die Heimkehr der Störche ein wunderbares, emotionales Buch, das lange nachhallt. Eine würdige Fortsetzung, die Schmerz, Hoffnung und Neuanfang eindrucksvoll miteinander verbindet.

Die Heimkehr der Störche (Die Gutsherrin-Saga 2)
Die Heimkehr der Störche (Die Gutsherrin-Saga 2)by Theresia GrawHörbuch Hamburg