Hörbuchrezension Atticus muss sich jetzt erst einmal vor den Göttern aus Asgard verstecken, denn bei denen hat er sich durch seine letzte Aktion (Thor zu töten und einen goldenen Apfel zu klauen) sehr unbeliebt gemacht. Er täuscht seinen Tod vor und versteckt sich im Gebiet von Coyote. Der ist ihm noch einen Gefallen schuldig, nur leider ist Coyote auch ein Trickstergott und plötzlich muss Atticus gegen Skinwalker kämpfen, was ziemlich gefährlich für ihn wird. Ich bin wirklich sehr froh, dass auch der 4. Teil dieser Reihe als Hörbuch erschienen ist, denn Stefan Kaminski liest diese Reihe einfach herrlich vor. Die Stimme passt sehr gut zu den Charakteren. Besonders gelungen finde ich hier seine Darbietung von Oberon, dem irischen Wolfshund von Atticus. Die Dialoge zwischen Atticus und Oberon gehören mit zu den Highlights der Reihe. Auch der 4. Teil dieser Reihe hat mir wieder sehr gefallen. Die Handlung schließt nahtlos an den 3. Teil an und wir erfahren wie es Atticus ergangen ist, nachdem er für ziemliches Chaos in Asgard gesorgt hat. Jetzt befindet er sich bei Coyote, der ihn ganz schon reingelegt hat. Eigentlich will Atticus ja nur seine Ruhe haben und seine Schülerin Granuaile ausbilden, aber es kommt natürlich mal wieder völlig anders. Beim letzten Mal hat der Autor uns nach Asgard und zu den nordischen Göttern entführt, dieses Mal befasst er sich mit den Mythen der amerikanischen Ureinwohner. Mich konnte der Autor wieder mit seinem Humor und Wortwitz gefangen nehmen und ich habe jeder Sekunde dieses Hörbuches genossen. Jetzt kann ich einfach nur hoffen, dass auch der 5. Teil bald erscheint und auch als Hörbuch vertont wird. Von mir gibt es die volle Punktzahl.
Zur Gestaltung. Nach drei Bänden habe ich mich nun an die Cover / Format Umgestaltung gewöhnt und finde sie auch ganz schick. Das Cover mit der stimmigen Farbwahl und den alten Runen gefällt mir sehr gut. Der Schreibstil von Kevin Hearne ist eine Sache für sich und hat Wiedererkennungswert. Er schreibt auf eine intelligente und witzige Art, die sehr erfrischend ist. Selten findet man in einem Urban Fantasy Roman so viele Fremdwörter. Dies passt aber perfekt zum intelligenten Druiden Atticus O’Sullivan. Genauso wie der Humor, der nicht platt daher kommt sondern sich oft in Wortspielen und Spitzfindigkeiten findet. Lediglich die Chemischen Erklärungen waren mir etwas zu viel. Atticus O’Sullivan ist mein Lieblings Druide. Ok ich kenne nur einen Druiden. Aber trotzdem ist er ein sehr sympathischer Charakter. Er ist geistreich, charmant, witzig und verdammt schlau. Zumindest meistens, denn irgendwie schafft er es immer sich in Schwierigkeiten zu bringen. Da geht dann auch schon mal ein halbes Ohr oder ein Stück Luftröhre verloren. Ein Highlight ist sein Wolfshund Oberon. Mit diesem kann er mental kommunizieren. Diese Dialoge sind meist sehr humorvoll und es macht Spaß sie zu verfolgen. Oberon hat eine schwäche für Fleisch jeglicher Art und startet ein vielversprechendes Experiment unter dem Codewort " Kuschelkissen". Granuaile ist der Schützling von Atticus und befindet sich in der Druiden Ausbildung, sie bleibt leider ziemlich blass. Man erfährt zwar in Band 4 etwas mehr über sie, aber sie bleibt trotzdem hinter dem starken Druiden zurück. Die Handlung ist wie gewohnt sehr actionreich. Es gibt sehr viele Kampfszenen und somit ist für ausreichend Spannung gesorgt. Manchmal kann einem Atticus schon leidtun. Möchte er doch nur ein ruhiges Leben führen. Doch ergibt ein Ereignis das nächste und schon steckt er wieder bis zum Hals in Schwierigkeiten. Im 4 Band der Chronik des Eisernen Druiden stehen die Götter bzw. Rieten der Najavo im Mittelpunkt. Aber auch alte bekannte aus dem alt-irischen und nordischen Glauben tauchen wieder auf. Im Anhang gibt es zwar ein Glossar, dieses hilft aber mehr bei der richtigen Aussprache, als dabei den Überblick zu behalten. Deswegen ist es ratsam sein Handy oder ein Nachschlagewerk griffbereit zu haben, falls man z.B nicht auswendig weiß, wer Hel ist oder was es mit dem Fenriswolf aus sich hat. Fazit: Ein intelligenter und witziger Urban Fantasy Roman, der mit einem sympathischen Druiden auftrumpft. Wer sich für Mythologie interessiert und Wortwitze mag ist hier richtig. Da auch der Vierte Band der Chronik des Eisernen Druiden Reihe ohne Teenager Liebesdrama auskommt, ist er gut für die Erwachsenen Fantasy Leser geeignet.

