Ich glaube das war die beeindruckendste Buchreihe die ich jemals gelesen habe. Nur das Ende lässt einen etwas unzufrieden zurück.
Im Nachgang habe ich ein bisschen das Gefühl nach Band 2 falsch abgebogen zu sein. Von Band zu Band wurde die Geschichte komplexer und verwirrender. Eigentlich hätte man sich jedes einzelne Puzzlestück notieren müssen, um am Ende die Logik überprüfen zu können. Es hätte zwischendrin Pausen geben dürfen, während derer man das bisher Erfahrene zusammen mit den Protagonisten reflektiert. Es ist wahnsinnig viel passiert und zwar ohne Atempause. Dennoch wurde der Kern des Buches verständlich gelöst. Einige Szenen jedoch wirken etwas unvollendet und aus dem Kontext gehoben. Mit Blick auf das Ende und die daraus resultierenden Hypothesen, die man aufstellen könnte, machen aber gerade auch diese gefühlt „losen“ Szenen wieder Sinn. Die Autorin hat aus meiner Sicht leider die Möglichkeiten, die ihr unfassbares Worldbuilding geboten hätten nicht ausgeschöpft. Wir sind mit Ophelia und Thorn von Anima, zum Pol und nach Babel gereist, dabei wäre viel mehr möglich gewesen. Als Band 4 wieder auf Babel spielte, war ich unfassbar enttäuscht. Vielleicht auch weil Babel mir aufgrund der Beschreibungen schon nicht gefallen hat. Vom rauen Pol zum tropischen Babel war für mich persönlich schon eine Enttäuschung. Dann aber nichts von den anderen Archen zu erleben, war unbefriedigend. Man könnte im Kontext dieser Welt noch tausende Geschichten weben. Leider scheint die Autorin ihre Reise hierhin wirklich beendet zu haben. Komplex, verwirrend, fesselnd, humorvoll und dennoch fehlt ein Quäntchen um mich als Leserin wirklich zufrieden zurückzulassen.






