Köln im Jahr 1260. Der Tod eines berühmten Dombaumeisters sorgt für großes Aufsehen. Unser Protagonist Jacob lebt auf der Straße, wodurch er durch ein unglücklichen Zufall Zeuge des Vorfalls wurde. Er konnte genau sehen, dass der Dombaumeister vom Teufel höchstpersönlich getötet wurde. Daraufhin setzen höhere Mächte alles daran, um zu verhindern, dass Jakob redet. Es beginnt eine Jagd auf Leben und Tod.
Die Geschichte hat sich leider sehr gezogen. Ich musste mich regelrecht überwinden, das Buch zu beenden. Daher würde ich es nicht weiterempfehlen.
Oh man, was eine Reise! Ich bin absolut begeistert! Schätzing schreibt wie immer anspruchsvoll aber wer das weiß, der kann sich auf ein Abenteuer freuen, das vor Mord und Todschlag, Intriegen und Freundschaft berichtet! Historisch hinterlegt lernt man zusätzlich noch was über das mittelalterliche Köln, Leben und Verlust. Realistisch und detailliert beschrieben fühlt es sich mehr wie ein Film als ein Buch an!
Mir gefällt es sehr gut! Ich freue mich jetzt schon auf Band 2!
Wie in der Bibel - Probleme beginnen mit einem Apfel
Jacop will die Äpfel vom Baum des Bischofs, er hat einfach die Besten.
Als Dieb und Herumtreiber macht er sich auf den Weg um an die Äpfel zu kommen, siehst er etwas was er nicht sollte... einen Mord!
Aber es kommt noch schlimmer. Niemand hätte sehen sollen, dass es sich nicht um einen Unfall handelt. Jacop schwebt in größter Gefahr und kann sich seines Lebens nicht mehr sicher sein
Mir hat das Buch sehr gut gefallen, ich konnte mich richtig ins Köln 1260 rein versetzen und habe immer mit Jacop gefiebert, ob er ein weiteres Mal mit seinem Leben davon kommt.
Pageturner gefällig? Zugreifen hier! Wieder einmal der Fall "eigentlich nicht mein Thema, Genre, Stil". Aber: fast in einem Rutsch durchgelesen. Der flotte Sprachstil macht es möglich, der Plott gut konstruiert, sauber recherchiert, einfach ein gut lesbarer historischer Krimi!
Ich habe Tod und Teufel als Hörbuch gehört, das von Stefan Kaminski perfekt vorgelesen wurde. Er versteht es wunderbar, den Figuren unterschiedliche Stimmen zu geben, was der Geschichte eine ganz andere Dimension verleiht. 🤩
⚠️Achtung, es folgen eventuell ein paar Spoiler!!⚠️
Inhaltlich hat mir der Roman sehr gut gefallen, auch wenn er anfänglich manchmal ein paar Längen aufwies. Dranbleiben lohnt sich aber! Spätestens als unser Protagonist Jacop auf der Flucht vor seinen Häschern bei Richmondis und deren Vater Goddart sowie ihren Onkel Jasper unterkommt, wird es richtig interessant und spannend. Dabei mochte ich besonders den Physikus Jasper, der gerne zusammen mit seinem Schwager Goddart den Weinkeller plündert und lustige Streitgespräche führt. Jasper übernimmt in dieser Geschichte auch den lehrenden, informativen Part, denn er erzählt viele geschichtliche Hintergründe, das Leben im mittelalterlichen Köln, den Klerus und auch die Patritzier betreffend. Schön fand ich, wie Jasper Jacop zur Seite steht und ihm durch den Schlamassel hilft, in den er geraten ist.
Am Ende fand ich es sogar ein wenig schade, dass die Geschichte zuende ist. 😊
Tod und Teufel hat mich von Anfang an gepackt. Jacop ist eine Hauptfigur, die man sofort mag – ein Dieb, ja, aber mit Herz, Witz und Verstand. An seiner Seite steht Jaspar, der der Geschichte zusätzliche Tiefe und Wärme gibt. Der Mord am Kölner Dombaumeister und das Geheimnis, das damit verbunden ist, treiben die Handlung voran, ohne dass es sich wie ein klassisches Rätsel anfühlt.
Der Humor und die geistreichen Dialoge machen das Buch stark. Trotz des ernsten historischen Hintergrunds wirkt alles lebendig und erstaunlich leicht zu lesen. Die Charaktere tragen die Geschichte und wachsen einem mit der Zeit richtig ans Herz.
Das Finale ist stimmig und wirkt lange nach. Ich habe das Buch mit dem Wunsch zugeklappt, Jacop und Jaspar weiter begleiten zu können – umso schöner zu wissen, dass Schätzing rund 30 Jahre nach dem Erscheinen von Tod und Teufel tatsächlich einen zweiten Teil geschrieben hat. Eine klare Leseempfehlung.
Abgeschlossen: *Frank Schätzing - Tod & Teufel*
Nach meiner sehr positiven Leseerfahrung mit *Der Schwarm* hatte ich hohe Erwartungen an *Tod und Teufel*. Ganz erfüllen konnte der Roman diese jedoch nicht. Zwar hat mir die Hauptfigur Jacob der Fuchs ausgesprochen gut gefallen – seine Geschichte ist unterhaltsam, lebendig und grundsätzlich spannend aufgebaut.
Trotzdem wollte mich das Buch insgesamt nicht dauerhaft fesseln. Der Schreibstil wirkte auf mich diesmal sperriger und weniger mitreißend als erwartet, sodass ich die Geschichte mehrfach unterbrechen musste. Begonnen habe ich das Buch bereits im Juli, und es brauchte einige Anläufe, bis ich es schließlich im selben Jahr beenden konnte.
Am Ende bleibt ein zwiespältiger Eindruck: Die Figuren und die Grundidee überzeugen, doch der Funke sprang für mich nicht durchgehend über. Ob ich zum zweiten Teil greifen werde, weiß ich noch nicht – die Geschichte fühlt sich für mich auch ohne Fortsetzung ausreichend abgeschlossen an.
Mich überzeugte das Buch vor allem durch die glaubwürdige Atmosphäre und die Darstellung des mittelalterlichen Kölns.
Historie trifft auf Krimi und die Figuren sind vielschichtig dabei. Stilistisch ist das Buch gut lesbar, stellenweise jedoch recht ausführlich, was das Tempo gelegentlich reduziert.
5 🌟 Äpfel, Intrigen und Adrenalin. Wenn Jacop flitzt und Urquhart das Blut gefrieren lässt.
Ich bin völlig ahnungslos in dieses Buch gestolpert und was soll ich sagen? Ich kam für die Geschichte, aber ich blieb für die Gänsehaut. Die Geschichte beginnt mit einem nächtlichen, geheimen Treffen das bei mir sofort den Puls beschleunigt hat.
Da haben wir also Heinrich. Ein Mann, ein Name wie ein Glockenschlag. Ich dachte: „Ohaaaa, Heinrich, du bist ja ein ganz Süßer!"☺️❤️ Aber dann kam der Moment, in dem die literarische Sonne aufging (oder eher der Mond). Urquhart!🫦😍
Leute, ich war instant schockverliebt. Groß, muskulös, eine blonde Mähne die wahrscheinlich im Fackellicht glänzt wie pures Gold, und eine Aura so düster, dass man ihn sofort in den nächsten Vampir-Blockbuster casten möchte.
Wer braucht Edward Cullen, wenn man einen 13. Jahrhundert-Auftragsmörder mit schottischen Wurzeln haben kann?
Er ist der fleischgewordene „Bad Boy“ des Mittelalters. Während er so effizient und mörderisch durch die Gassen gleitet, saß ich nur da und dachte: „Bitte, bring mich nicht um aber sag meinen Namen noch mal mit dieser tiefen, sexy Stimme!“ (In meinem Kopf klang er so, ja! 😅)
Ich habe eine Obsession entwickelt die fast schon peinlich ist. Ich finde diese Namen nicht nur gut, ich finde sie... nun ja... sexy.
Ich verschaukle mich ja schon selbst! Wer wird bitteschön beim Lesen von „Godmunt“ schwach? ICH! Das klingt nach einem Mann, der ein ganzes Wildschwein mit bloßen Händen erlegt und danach ein Gedicht rezitiert. Oder Richmodis, ein Name wie schwerer Brokat der beim Aussprechen auf der Zunge zergeht. Selbst Jaspar klingt nicht nach einem schrulligen Gelehrten, sondern nach jemandem mit dem man bis morgens um vier bei einer Flasche Wein über das Universum (und andere Dinge) philosophieren möchte.
Ich bin an einem Punkt angekommen, an dem ich „Kevin“ oder „Marcel“ nicht mal mehr mit der Kneifzange anfassen würde. Wenn euer nächstes Date nicht mindestens einen Namen trägt der nach einer Belagerung oder einem kaiserlichen Edikt klingt, vergesst ihn!
Ach ja, ne Story gabs auch noch! 😅
Es ging um eine Verschwörung am Kölner Dom. Schätzing verknüpft historische Fakten so unverschämt gut mit diesem Thriller-Vibe, dass man sich fühlt als wäre man live dabei! Samt Matsch, Staub und inmitten der Gefahr. Und dann ist da natürlich Jacop. Mit seinen feuerroten Haaren, passenderweise „der Fuchs“ genannt. Er ist eigentlich der letzte Mensch den man in einer hochpolitischen Verschwörung sehen will. Er ist schlau, er ist flink und er hat diese herrlich diebische Art die ihn sofort sympathisch macht. Während ich bei Urquhart noch mit Schnappatmung zu kämpfen hatte, wollte ich Jacop eigentlich nur abklopfen, ihm einen anständigen Apfel geben und ihn fragen wie er es schafft so verdammt schnell durch die Kölner Gassen zu flitzen. Er ist das Herz der Geschichte und ein kleiner Underdog der den „großen Tieren“ ordentlich in die Suppe spuckt.
Ein rasanter, dreckiger und unglaublich atmosphärischer Ritt. Schätzing schreibt so filmisch, dass man Urquharts blonde Haare fast riechen kann (vermutlich nach Regen und Gefahr). Wer auf starke Charaktere, düstere Vampire-Vibes ohne Glitzer und Namen steht, die eine eigene Postleitzahl verdienen, muss zugreifen.
Warnung: Ich übernehme keine Haftung wenn ihr euer Erstgeborenes danach „Godmunt-Urquhart“ nennen wollt. Ich bin selbst schon kurz davor. 🫦
Die Geschichte ist Recht gut und auch spannend.
Zum Schluss konnte ich gar nicht mehr aufhören zu lesen und wollte endlich wissen wie es zu Ende geht.
Das Ende ist auch ganz gut gelungen.
Jedoch gibt es auch einige Sternabzüge.
Recht Früh zu Beginn oder Geschichte, verliert sich der Autor und wahnsinnig langweiligen Philosophieren, sowohl durch den Gefährten des Hauptcharakters und dessen Gegenspielers.
Stark verschachtelte Sätze, die teilweise ohne Punkt mehr als eine halbe Seite füllen, machen das lesen und verstehen zur einer Qual und frustrieren ziemlich schnell.
Sowas sollten Autoren grundsätzlich sein lassen und ist selbst jeden Hobbyschreibern klar.
Auch da die Frage wie kann ein Verleger sowas überhaupt durchgehen lassen.
Gute Hundert Seiten hätte man hier weg kürzen können, die die Geschichte auch in keinster Weise weiter gebracht hat.
Ein weitern Abzug gibt es für die Namenswahl der Charaktere.
Die Hauptperson Jacob und die zweit wichtigste Nebenperson Jasper, haben so ähnliche Namen und werden ständig zusammen erwähnt, dass man sehr schnell durcheinander kommt und sie ständig verwechselt.
Die drei Sterne gibt es dann wirklich nur, weil mir die Storie zum Schluss doch ziemlich gut gefallen hat.
Ich fand das Buch klasse. Ich habe zwar recht lange gebraucht, um es zu beenden aber jetzt nach Abschluss kann ich wirklich sagen, es hat Spaß gemacht es zu lesen. Der Schreibstil ist anspruchsvoll, aber gerade das hat es mir leichter gemacht, in das Köln aus dem 13. Jahrhundert einzutauchen.
Man merkt, wie viel Arbeit hinter diesem Buch steckt. Allein die Aufzählung der Charaktere zu Beginn, die Erläuterungen zu lateinischen Begriffen, die detaillierten Beschreibungen der Stadt Köln und die Darstellung der Anfänge des Kölner Doms geben dem Buch schon so viel Charakter.
Jacob der Fuchs ist ein toller Protagonist. Man schließt ihn schnell ins Herz und wird immer wieder von seinen Fähigkeiten und dem Glück bzw. dem Pech, welches ihn verfolgt, überrascht. Auch die anderen Menschen, denen Jakob über den Weg läuft, bringen immer wieder neuen Wind mit in die Handlung.
Es gab ein paar Stellen, welche sich etwas gezogen haben, aber die konnte ich meist schnell überwinden. Ich werde die Fortsetzung auf jeden Fall lesen, ich bin total gespannt, was da noch auf Jacob zukommen mag.
Soeben habe ich mein ReRead von "Tod und Teufel" (Bd. 1) aus der Feder von Frank Schätzing beendet.
Der Roman hat mir wieder außerordentlich gut gefallen und erntet daher wieder 4 Sterne.
Zudem - und dies ist fast wichtiger - schlägt er für mich jetzt die Brücke und Motivation zur diesjährigen Neuerscheinung "Helden" (=Bd. 2). Der lang ersehnte Folgeband.
Seit Beginn der 1990er Jahre ist Frank Schätzing als Schriftsteller tätig. Nach einigen Novellen und Satiren veröffentlichte er 1995 erstmals seinen historischen Kriminalroman "Tod und Teufel". Folglich sind jetzt fast 30 Jahre zwischen Bd. 1 und Bd. 2 vergangen. Krass!
Und weil mir "Tod und Teufel" (Bd. 1) jetzt wieder so gut gefallen hat, werde ich vsl. im Dezember ´24 mit "Helden" (=Bd. 2) beginnen. Ich bin gespannt, ob und wie sich Schätzig seither verändert hat und als Schriftsteller gereift ist.
Bereits "Tod und Teufel" ist beeindruckend, weil spannend, ohne hetzerisch zu sein, ausgewogen, ohne oberflächlich zu sein, und faszinierend, ohne zu historisch zu sein. Eine sehr gelunge Mischung aus Krimi, Thriller, Historie sowie Abenteuer- und Entwicklungsroman, wobei alle Zutaten eher sanft daherkommen ... keine Schocker oder Wendungen, die einen das Blut gefrieren lassen. Gleichwohl spannend, weil starker Protagonist (Jacob) und Antagonist (Urquhart) wundervoll gegeneinander agieren.
Wir lernen zudem das Köln des 13. Jhrd. kennen, die Machenschaften der Kaufleute / Patrizier und deren Widerstreit gegen die Kirche und den Bischof. Schätzing beleuchtet auch die Greuel und Folgen der Kreuzzüge.
Insgesamt einfach ein toller, interessanter und unterhaltsamer Genremix. Sehr zu empfehlen. Menno, jetzt bin ich echt heiß auf "Helden" (=Bd. 2).
𝙏𝙤𝙙 𝙪𝙣𝙙 𝙏𝙚𝙪𝙛𝙚𝙡
Juhu endlich wieder ein Mittelalterkrimi, der mir großen Spass gemacht hat.
Frank Schätzing entführt uns ins Köln des 13. Jahrhunderts. Die Stadt ist aufstrebend und bietet als Kulisse viele Möglichkeiten an Verstrickungen zwischen Klerus, Adel und dem erstarkenden Bürgertum - perfekte Bedingungen für Intrigen aller Art.
Und in so ein gefährliches Komplott gerät Jacob, genannt der Fuchs, als er einen Mord beobachtet und fortan selbst zum Gejagten wird...
Ich empfand das Buch als durchweg spannend, interessant und unterhaltsam.
Ja, natürlich prahlt Frank Schätzing unheimlich mit seinem Expertenwissen zur Mittelaltergeschichte und wir kriegen immer wieder zwischendurch gewisse Unterrichtseinheiten und Lehrtexte. Sicherlich hätte er das subtiler einflechten können.
Ich fand's dennoch gut und ein Krimi, den ich von der ersten bis zur letzten Seite spannend finde, hat seine Arbeit getan. Was will ich mehr?
Ich freue mich unheimlich auf Band 2 𝙃𝙚𝙡𝙙𝙚𝙣.
Hat das jemand von Euch schon gelesen?
Ich bin nun so richtig im Historische Romane-Fieber und sammle gerade viele Ideen für mehr.
Ein richtig guter und historisch gut recherchierter Thriller im Köln zur Mitte des 13. Jahrhunderts und bietet eine mögliche Erklärung für den mysteriösen Tod von Meister Gerhard (leider ist über denn Tod nicht viel bekannt).Schätzing vermischt Fiktives und Historisches sehr gut und zeigt, wie es innerhalb der Stadt zwischen Patriziat und Klerus zu Spannungen kam. Weiterhin wird auch das Leben der einfacheren Bevölkerung innerhalb der Stadtmauern gut dargestellt.
Mich faszinierte es sehr, dass die ganze Geschichte sich nicht über Jahre hinzieht sondern innerhalb weniger Tage stattfindet. Zwar gab es ein paar langwierige Passagen, aber die gibt es in jedem Buch. Der Thriller führt vor Augen wie schnell aus guten Menschen Monster werden und für ihre Mitmenschen als unbesiegbar erscheinen. Aber am Ende sind wir alle Menschen und sterblich.
Krasse Atmosphäre und ein geniales Konstrukt an Charakteren und Erzählsträngen. Man braucht zwar ein bisschen Geduld mit dieser Geschichte, aber am Ende sitzt man einfach nur sprachlos da.
Ich fand es super und freue mich auf das nächste Abenteuer mit Jakop dem Fuchs. 🦊
Wer Geschichte mag, der wird hier auf seine/ihre Kosten kommen.
Man erfährt sehr viel über die politischen Strukturen Kölns im Jahr 1260, aber auch wie die Stadt aufgebaut war.
Genau das ist aber mein Kritikpunkt. Ich hatte das Gefühl wann immer die Geschichte Fahrt aufnahm und es richtig spannend wurde, kam ein ellenlanger Text über die Machtstrukturen, die Bauweise des Doms oder sehr genaue Beschreibungen welche Gasse in welche Straße mündet und welche Gebäude dort stehen.
Ich hätte eigentlich einen mittelalterlichen Stadtplan gebraucht um mich ein kleines bisschen zurechtzufinden wohin die Figuren eigentlich unterwegs sind, weil es wirklich sehr detailliert beschrieben wurde. Die meiste Zeit war ich nur verwirrt und habs einfach runtergelesen. Die Politik fand ich dagegen interessanter, aber auch da hatte ich das Gefühl, dass Schätzing super viel recherchiert hat und möglichst viel seines Wissens einbauen wollte, was oft gekünstelt gewirkt hat.
Trotzdem hat mich das Buch gut unterhalten.
An alle Historienfans, go for it.
Ich hab‘s gern gelesen! Mir hat der Schreibstil gefallen, es war flüssig zu lesen!
Auch die Charaktere wurden sehr lebhaft und bildhaft dargestellt! Einige sind mir sehr ans Herz gewachsen! An vielen Stellen musste ich sehr schmunzeln… 😁
Mit hat es auch gefallen, beim Lesen zugleich geschichtliches Hintergrundwissen über Köln im Mittelalter und die Konflikte zwischen Klerus, Patrizier und einfachem Volk zu erfahren!
Würde das Buch jedoch niemandem empfehlen, der überhaupt kein Interesse an Geschichte hat! (Es könnte an einigen Stellen dann durchaus etwas langatmig werde….)
Für mich war es genau richtig so! 😁
Ein düsteres Köln, ein kluger Kölner – und ein komplexer, historischer Krimi mit Längen und Tiefgang.
Es hat etwas gedauert, bis ich in die Geschichte hineingefunden habe – aber ab dem Moment, als Jacop Zeuge eines Mordes wird, nimmt die Handlung richtig Fahrt auf. Was folgt, ist ein historischer Krimi mit vielen spannenden Wendungen, jede Menge Verfolgungsjagden und einem intensiven Blick in das Köln des Mittelalters.
Frank Schätzing lässt keine Zweifel daran, wie tiefgehend er recherchiert hat – das merkt man auf jeder Seite. Die Atmosphäre ist dicht, die Beschreibungen bildhaft, das Geschehen glaubwürdig. Gleichzeitig ist die Sprache oft der Zeit angepasst – sehr authentisch, aber dadurch auch stellenweise schwer verständlich. Vor allem die Verstrickungen zwischen Kirche, Adel und Stadt waren für mich nicht immer leicht zu durchblicken.
Stellenweise sorgen witzige, schlagfertige Dialoge für Auflockerung, und besonders das letzte Drittel war nochmal richtig spannend. Die vielen detailreichen Verfolgungsjagden waren mir persönlich etwas zu langatmig – hier hätte ich mir weniger Beschreibung und mehr Handlung gewünscht.
📚 Fazit: Ein klug erzählter, historischer Krimi mit starker Atmosphäre und viel Köln-Geschichte. Sprachlich und thematisch anspruchsvoll – wer sich für das Mittelalter interessiert, kommt hier auf seine Kosten. Für mich persönlich war es an manchen Stellen zu komplex und zu ausschweifend, aber trotzdem lesenswert.
Ich (als Kölner) kann das Buch immer wieder lesen. Das war jetzt mein drittes Mal. Es ist ein kurzweiliger Mittelalterroman mit herrlichem Humor. Ich liebe den Schreibstil und natürlich auch die Infos, die ich zu meiner Stadt ganz nebenbei vermittelt bekomme. Super recherchiert und eine Empfehlung für alle, die historische Romane mögen ☺️
"Dieser korrupte Klerus! Kein Wunder, dass die Christenheit zerrissen ist, wo jeder jeden verkauft." S.478
Dieses Zitat aus dem historischen Roman "Tod und Teufel" von Frank Schätzing, trifft den Nagel auf den Kopf und spiegelt genau meine Meinung wieder, die ich beim Lesen immer wieder hatte.
Wer historische Mittelalterromane über die Ständegesellschaft mit Krimicharakter mag, sollte diesen Auftakt einer Trilogie unbedingt lesen.
Man taucht hier nicht nur in die Welt des 13. Jahrhunderts ein, man lernt auch unterschiedliche Charaktere kennen, die vom Autor sehr gut beschrieben werden und die den krassen Unterschied zwischen den Ständen in der damaligen Zeit widerspiegeln.
Es gibt unterschiedliche Blickwinkel, wobei mir die Sicht auf Jacop, den Protagonisten am besten gefallen hat.
Der Blickwinkel auf die Patrizier war zwar informativ und fürs Verständnis der Hintergründe wichtig, hier gab es meiner Meinung aber ein paar langatmigere Passagen, die ich nicht gebraucht hätte.
Sehr gut gefallen hat mir die Liste der handelnden Personen, zu Beginn des Buches. So kann man immer wieder nachlesen, wer zu wem gehört.
Jacop und seine Erlebnisse habe ich mit Spannung verfolgt. Er gerät ständig in Gefahr, bekommt Hilfe von ihm zunächst völlig fremden Personen.
Gemeinsam haben sie das Ziel, den Mord am Dombaumeister aufzuklären, den Jacop beobachtet hat.
Doch der Täter und seine Auftraggeber haben kein Interesse daran, entlarvt zu werden und gehen über weitere Leichen....
Leseempfehlung.
Dies war mein 1. Buch von Frank Schätzing und ich bin begeistert. Ich habe noch nie so schnell ein Buch gelesen, wie dieses. Es war so spanned, dass man die Zeit um sich herum vergaß. Ich bin schon gespannt, wie der 2. Teil ist.
Da Frank Schätzung neues Buch „Helden“ veröffentlicht hat, entschied ich das Buch auszuleihen. Das Buch ist im Kölner Mittelalter und wurde von mir schnell ausgelesen und ab Mitte des Romans wurde es spannender und am Ende war ich enttäuscht dass das Buch schon wieder ausgelesen ist.
Am Anfang der Geschichte dachte ich mir noch, ob das wohl was wird aber im Laufe der Erzählung mochte ich die Charaktere immer lieber und fand die Ermittlung rund um den Mord am Dommeister sehr spannend. Den Plott habe ich nicht kommen sehen.
Solide Geschichte mit tollem Schreibstil und noch besserem Erzähler im Hörbuch.
FS hat mit "Tod und Teufel" einen sehr atmosphärischen Roman geschrieben.
Er hat mich mitgenommen ins raue Mittelalter und eindringliche Bilder entstehen lassen.
Das mühsame an diesem Buch waren für mich die sehr ausufernden und detaillierten Exkursionen in die Geschichte des Christentums.
Das war mir eindeutig zu viel und hat der Geschichte auch keinen Mehrwert gebracht.
Ansonsten war dieser Krimi (nach meinem Dafürhalten) gut recherchiert und authentisch geschrieben.
Außer einer Kleinigkeit: Der Begriff Kreuzzüge, der häufiger verwendet wurde, ist ein Begriff der Neuzeit.
Habe mir Tod und teufel geholt, weil es wohl die Vorgeschichte seines neuen Werkes „Helden“ ist, hatte aber nicht viel erwartet, weil man andere historische romane nicht unter 1000 Seiten stärke bekommt.
Aber ich wurde etwas besserem belehrt. Jakob der Fuchs, seine Geschichte zu Köln, die anderen Figuren… alles ins kleinste ausgearbeitet und dargestellt und trotzdem eine sehr spannende Story. Werde jetzt direkt mit dem Nachfolger weitermachen.
Köln, im Jahre 1260, der spektakuläre Neubau des Doms schreitet voran.Doch dann stürzt der geniale Dombaumeister Gerhard Morart vom Baustellengerüst in den Tod. Was wie ein Unglück aussieht, entpuppt sich als heimtückischer Mord! Jacop der Fuchs, ein junger Mann der sich mit kleinen Diebstählen über Wasser hält, wird Zeuge der Tat und muss nun selbst um sein Leben fürchten. Auf der Flucht lernt er die Färbertochter Richmodis und Jaspar, einen gelehrten Pleban kennen. Gemeinsam finden sie den Grund des Mordes heraus, ein großes Komplott der alten Patrizierfamilien. Doch was ist deren Ziel?
Und die Morde Gehen weiter . . .
Frank Schätzing zeichnet ein sehr detailgetreues Bild der Stadt Köln und des Lebens im Mittelalter. Ich fühlte mich völlig in diese Zeit hineinversetzt. Man kann die Sorgen, Nöte und Ängste der Menschen fühlen, die Gerüche und den Lärm der Stadt wahrnehmen. Was mir besonders gut gefallen hat, wie der Autor verstanden hat, die Geschichte der Zeit und die Denkweise der Menschen damals in der Story verpackt dem Leser nahe zu bringen. Obwohl diese Zeit ja schon lange vergangen ist, bleibt sie so nicht vergessen. Wer genau liest, kann erkennen, dass der berühmte Kölner Klüngel schon seit Jahrhunderten besteht . . . Kölnkenner werden sicherlich auch viele der Handlungsorte wieder erkennen.
Eine Sache, die Jaspar Jacop vermittelte, ist auch heute noch absolut gültig: ein Menschenleben lässt sich nicht mit einem anderen gegen rechnen.
Von mir eine klare Leseempfehlung und ich freue mich schon auf den nächsten Band der Trilogie „Helden“!
Eigentlich habe ich das Buch nur gekauft, weil es die Vorgeschichte zu Schätzing‘s neuem Buch Helden ist, und war dann äußerst angenehm überrascht was ich da zu lesen bekam….Crime Scene Mittelalter vom allerfeinsten! Sehr spannend, viel wissenswertes, sehr bildhaft geschrieben, man hatte alles gleich vor Augen….was will man mehr!👍👍👍👍👍
Ein schönes Buch mit Protagonisten, die man einfach gern hat!
Die erste Hälfte des Buches war meiner Meinung nach etwas „zäh“, aber die Hauptpersonen waren so gut geschrieben, dass man trotzdem weiterlesen wollte. Gott sei Dank, denn ab der zweiten Hälfte wollte ich das Buch nicht mehr aus der Hand legen. 🙏🏼
Nachdem ich vor einigen Jahren das Meisterwerk „Der Schwarm“ gelesen habe und es direkt auf meine Liste der Lieblingsbücher geschafft hat wagte ich mich nie wieder an ein Buch von Frank Schätzing. Zu groß war Eindruck des Werkes auf mich. Klingt komisch, ist aber so.
Durch diverse Medien wurde mir nun „Helden“ schmackhaft gemacht und dies wanderte direkt auf meinen SUB. Gab es ja einen Vorgänger den es erst zu lesen galt. Gesagt, getan.
Frank Schätzing führt uns ins Köln des Jahres 1260 und lässt uns eine Hetzjagd durch die Straßen erleben die wirklich eigentlich mehr die Bezeichnung Thriller verdient. Er schafft es tatsächlich uns Geschichte erleben zu lassen ohne das es ansatzweise langatmig oder wie im Unterricht rüber kommt. Die Sprache wurde etwas moderner gestaltet, damit der Lesefluss nicht ausgebremst wird. Das mag einige stören, mich nicht im Geringsten.
Ein wenig stört mich nur das Philosophieren der Protagonisten. Aber auch das ist zu verzeihen.
Die Geschichte ist wirklich gut erzählt und bringt einen Antagonisten aufs Tableau der mir viel Spaß bereitet hat.
Der Auftakt der sich zu einer Trilogie entwickelten Geschichte ist auf jeden Fall gelungen.
Und bald wird den „Helden“ die Buchdeckel geöffnet.
Freu mich schon. 😊
Köln 1260: Jacop der Fuchs, liebenswerter Dieb und Herumtreiber, wird unfreiwillig Zeuge, wie eine düstere Gestalt den Dombaumeister vom Gerüst stößt. Kurze Zeit später ist jeder, dem er von dem Mord erzählt hat, tot. Wer ist der finstere langmähnige Hüne, der so kaltblütig und effizient mordet?
Noch ahnt Jacop nicht, dass er mitten zwischen die Fronten eines politischen Machtkampfes geraten ist. Doch ihm ist klar, er muss den Täter entlarven, bevor auch er zum Opfer wird …
———
Eines meiner absoluten Lieblingsbücher hat ein neues Gewand bekommen. Es durfte im Regal nicht fehlen und wurde sogleich auf der FBM bei Emons gekauft.
Kaum zu Hause wurde es als ReRead mit meinem lieben G. S. Foster im BuddyRead gelesen.
War es erneut so gut, wie beim ersten Mal vor über 25 Jahren? Ein eindeutiges JA!
Nicht nur, dass Frank Schätzing - den ich in Frankfurt kennenlernen und mit ihm plaudern durfte - thematisch hervorragend recherchiert hat, auch die gewählte Sprache und die Namen sind neben dem grandiosen Schreibstil so authentisch, dass man mittendrin ist in der Geschichte und im alten Köln.
Geschäfte, Intrigen, Macht- und Amtsmissbrauch - hat sich bis heute nicht wirklich etwas geändert. Eine spannende Geschichte vom ersten bis zum letzten Wort.
Als ich letzte Woche vor dem Kölner Dom stand und ihn bewundernd betrachtete, fragte ich mich, von wo genau der Dombaumeister fiel und wo Jacop wohl stand. Was und wieviel dieses Bauwerk im Laufe der Jahrhunderte alles gesehen hat und seine Mauern es schweigend hinnehmen mussten.
Eine ganz klare Leseempfehlung und eindeutige 5/5.
Vielen Dank lieber Frank, für diese tolle Geschichte. Und lieben lieben Dank Basti, für unser gemeinsames Lesen und Austauschen.
*Fangirlbeitragende*
Ob Sachbuch, spannendem Thriller oder wie in dem Fall, ein historischer Roman, Frank Schätzing kann einfach wunderbar schreiben.
Das Tempo, mit dem die Handlung in diesem Buch voranschreitet, ist sehr ordentlich. Wo Schätzing die Handlung in "Der Schwarm" noch sukzessive aufgebaut hat, wird man hier ziemlich schnell rein geworfen und den Takt behält er dann auch bis zum Ende durch. Dabei bleibt allerdings noch genug Zeit, um historische Begebenheiten, humorvollen Bemerkungen und philosophische Fragen einzustreuen, die dann von den handelnden Personen erörtert werden. Die Personen wuchsen mir auch schnell ans Herz, genau wie die vermeintlichen Antagonisten, was mir persönlich immer sehr gefällt.
Der einzige größere Kritikpunkt ist, dass sich die Charaktere leider einer Sprache und einer Verhaltensform bedienen, die sehr unrealistisch sind aufgrund ihres Standes. So verhält sich Richmodis sehr aufgeklärt und Jacops Reden entsprechen leider ins keinster Weise seiner bäuerlichen Erziehung.
Das beeinträchtigt die Handlung nicht übermäßig negativ, macht allerdings gelegentlich doch schon mal stutzig.
Nichtsdestotrotz ist das ein wirklich gutes Buch, das ich gerne weiterempfehlen werde!
Köln in der Mitte des 13. Jhr. Man bekommt einen Eindruck verschiedener Stände und Personengruppen der Zeit.
Primär verfolgen wir Jacop der Fuchs, eine Person des untersten Respekts in der Gesellschaft, der eine spannende Entwicklung mitmacht.
Ein Dombaumeister wird vom Teufel ermordet und Jacop ist einziger Zeuge. Innerhalb von 5 Tagen wird hier die Handlung erzählt, was ein spannendes Zeitfenster ist, da kaum Zeitsprünge stattfinden und quasi jeder Schritt verfolgt werden kann.
Diesmal sind nur wenige Personen historisch belegt und auch die Story folgt keinem historischen Beispiel, allerdings kann man sich vorstellen, dass solche Intrigen tatsächlich stattfanden, erinnert man die Gräueltaten in den Kreuzzügen, die hier auch angesprochen werden und heute leider auch wieder Relevanz haben.
Der Roman folgt also eher einer klassischen Erzählweise mit einem Protagonisten und einer Hand Nebenfiguren - also nicht dem "klassischen" Schätzing Schema. Trotzdem kann man sich gut in die Figuren und die Zeit hineinfühlen.
rund um den mysteriösen Tod des ersten Dombaumeisters von Köln.
Dieser Roman hat einiges zu bieten: Intrigen, Machtkämpfe, menschliche Tragödien. Und trotzdem hat mancher Dialog bei mir ein Schmunzeln hervor gerufen. Zusammen mit dem geschichtlichem Hintergrundwissen war es ein sehr interessantes, krzweiges Hörvergnügen und ich freue mich auf den nun erschienen Band 2.
Ein unterhaltsamer historischer Krimi, der in Köln im Jahr 1260 spielt. Beim Äpfelklauen beobachtet Jacop den Mord am Dombaumeister. Und auch der Mörder hat ihn gesehen. Von nun an hat Jacop keine ruhige Minute mehr. Er wird verfolgt und wem er sich anvertraut, wird umgebracht. Doch schließlich kommt er zusammen mit ein paar Anderen einer großen Intrige auf die Spur.
Schriftstellerisch fand ich es keine absolute Glanzleistung. Ich mag es z.B. nicht, wenn sehr viele historische Details in Form von Dialogen vermittelt werden, das wirkt unauthentisch.
Schreiben kann der Autor, egal in welcher Zeit. Ging total flüssig und wieder super recherchiert. Sprache auch gut angepasst, aber die große Krux war eben die Spannung. Da fehlte so einiges an Cliffhanger und man wusste genau wie es endet... Sehr schade, der Start war super...