Ein richtig schönes Wohlfühlbuch mit einem tollen Protagonisten, das leider ein schwaches Ende hat. Trotzdem lesenswert für alle, die entspannte Geschichten mit Herz mögen. Ein Märchen für Erwachsene.
Als ich „elf tage in berlin” gelesen habe, war es wie eine gemütliche Reise. Am Anfang richtig entspannt und schön, aber zum Schluss wurde es etwas holprig. Ich muss ehrlich sagen, ich habe Arne sofort ins Herz geschlossen. Dieser junge Schwede, der trotz seiner Behinderung ganz allein nach Berlin fährt, um seine Mutter zu suchen, dass hat mich wirklich berührt. Er ist so liebenswert und sympathisch, dass man ihm einfach die Daumen drücken muss. Auch wie er mit der deutschen Sprache kämpft, war oft richtig witzig und süß. Was mir richtig gut gefallen hat. Das Buch liest sich super entspannt. Es ist wie ein Märchen für Erwachsene, ohne kitschig zu werden. Die beiden anderen Figuren, der etwas durchgeknallte Professor und Beate im Rollstuhl, waren auch sehr interessant. Nesser kann einfach tolle Charaktere schreiben, die einen begeistern könnten. Die Geschichte mit den Zeitsprüngen und der Hypnose fand ich am Anfang ziemlich spannend. Berlin ist ja sowieso eine Stadt voller Geschichte, und die Idee, dass alles miteinander verbunden ist, hat mir gefallen. Es war wie ein interessantes Gedankenexperiment. Aber dann kam das Ende, und da bin ich etwas enttäuscht. Es wirkte auf mich irgendwie unfertig, als hätte der Autor selbst nicht gewusst, wie er alles zusammenführen soll. Ich saß da und dachte, “Das war’s jetzt? Wirklich?” Es blieben zu viele Fragen offen, die mich eher frustriert als nachdenklich gemacht haben. Trotzdem ist es ein Buch, das ich gerne gelesen habe. Es hat mich gut unterhalten, auch wenn das Ende schwach ist. Für die schönen Momente mit Arne und die entspannte Erzählweise würde ich es weiterempfehlen. Nur das Ende hätte besser sein können.







