Zwischen Mordermittlungen, Tee und völlig absurden Situationen
Der Donnerstagsmordclub und die verirrte Kugel war für mich wieder genau das, was ich an dieser Reihe so mag: Es fühlt sich weniger an wie ein klassischer Krimi und mehr wie ein Wiedersehen mit alten Bekannten. Wie immer laufen unzählige Handlungsstränge parallel – Ermittlungen, persönliche Geschichten, Geheimnisse, Beziehungen und plötzlich auch noch Auftragskiller, die am Ende im Gästezimmer schlafen 😄 Trotzdem wirkt das Ganze nie chaotisch oder konstruiert. Richard Osman schafft es einfach, alle Fäden am Ende stimmig zusammenzuführen. Besonders liebe ich weiterhin Joyce mit ihren herrlich abschweifenden Tagebucheinträgen und diesen kleinen trockenen Details, die die Bücher so besonders machen. Die große Stärke der Reihe sind für mich aber ohnehin die Figuren und ihre Dynamik miteinander. Man liest diese Bücher nicht unbedingt, weil man atemlos wissen muss, wie es weitergeht, sondern weil man gerne Zeit mit diesen Menschen verbringt. Genau dieses Gefühl hatte ich auch hier wieder die ganze Zeit. Die Wendungen am Ende konnten mich teilweise nochmal überraschen, aber ohne dabei unrealistisch zu wirken – alles blieb nachvollziehbar und passend zur Geschichte. Für mich war es insgesamt ein wirklich gutes Buch, das sich unglaublich angenehm lesen ließ. Es hat mich jetzt nicht komplett „geflasht“, wie manche anderen Bücher es schaffen, aber genau das wollte dieses Buch auch gar nicht sein. Stattdessen war es clever, warm, witzig und einfach durchgehend unterhaltsam.


















































