
Band 3 von Verliebt in die Nacht bringt eine frische Portion Humor in die Reihe und ist für mich bisher der unterhaltsamste Teil. Es gibt deutlich mehr zu lachen als in den vorherigen Bänden, und die Dynamik zwischen Yoru und Akito wird immer verrückter – im positiven Sinne. Besonders amüsant ist die Szene nach Yorus Verführungsversuch, bei dem Akito plötzlich abblockt. Als dann einer ihrer Bekannten und sogar die Haushälterin beiläufig den Begriff „schlaffe Nudel“ ins Spiel bringen, googelt Yoru das natürlich sofort – und ist fest überzeugt, ihr Ehemann sei impotent. Ihre Reaktionen darauf sind herrlich überzogen und sorgen für viele Lacher. Die Wahrheit ist natürlich eine ganz andere: Akito hält sich zurück, weil der Fluch, der auf Yoru liegt, durch körperliche Nähe gebrochen würde – was ihre Erinnerungen zurückbringen könnte. Und davor hat er Angst, denn sie hat ihn früher offenbar gehasst. Dieses emotionale Hin und Her zwischen Zurückhaltung, Missverständnissen und unausgesprochener Zuneigung macht den Band nicht nur witzig, sondern auch berührend. Trotz aller Verwirrung wird die Story runder und charmanter. Für mich klare vier von fünf Sternen.


