Puh... Der Band legt nochmal eine Schippe drauf was die Brutalität angeht.
Für Kanade war es das dann auch. Doch er war nicht der einzige, der es nicht geschafft hat...
Doch mit rechten Dingen ging das Ganze nicht zu. Im Hintergrund haben sich Engel zu ihrem eigenen Vorteil verbündet.
Und da waren es nur noch sechs...
Platinum End Band 8 bleibt spannend und ideenreich, verliert mich aber zunehmend bei der Hauptfigur. Die Konflikte eskalieren, während Mirai emotional und charakterlich auf der Stelle tritt.
Band 8 von Platinum End treibt die Handlung spürbar in Richtung Zuspitzung. Die Konflikte zwischen den Gottesanwärtern werden direkter, die Konsequenzen härter, und das Gefühl eines unausweichlichen Endspiels liegt immer deutlicher in der Luft. Inhaltlich bleibt der Band damit stark und konsequent in seiner düsteren Grundstimmung.
Mirai selbst bleibt jedoch weiterhin der größte Schwachpunkt für mich. Seine Haltung verändert sich kaum, obwohl die Situation zunehmend extremer wird. Statt innerer Entwicklung wiederholen sich bekannte Überzeugungen, was seine Rolle im Geschehen immer passiver wirken lässt. Gerade im Kontrast zu den entschlossener handelnden Nebenfiguren fällt diese Stagnation besonders auf und mindert die emotionale Wirkung vieler Szenen.
Die Engel und Gegenspieler tragen erneut einen großen Teil der Spannung. Ihre Perspektiven, Kommentare und Entscheidungen vertiefen die moralischen Fragen der Reihe und machen deutlich, wie unterschiedlich „Gerechtigkeit“ interpretiert werden kann. Zwar bleibt die Erzählweise weiterhin sehr erklärlastig, doch thematisch funktioniert dieser Ansatz hier besser als in manchen vorherigen Bänden.
Ohne zu spoilern lässt sich sagen, dass das Ende von Band 8 klar als Wendepunkt gedacht ist. Es verändert den Status quo, wirft neue Fragen auf und setzt einen starken Impuls für den weiteren Verlauf der Geschichte. Auch wenn mich die Figurenentwicklung nicht vollständig abholt, sorgt dieser Abschluss dafür, dass mein Interesse an der Fortsetzung deutlich erhalten bleibt.
Insgesamt ist Platinum End Band 8 eine spannungsreiche und inhaltlich wichtige Fortsetzung mit einem neugierig machenden Ende, leidet jedoch weiterhin unter einem Protagonisten, der sich kaum weiterentwickelt. 3,5 von 5 Sternen.
Spoiler - Warnung
Der achte Band setzt unmittelbar an den Ereignissen des Vorgängers an und treibt den Kampf zwischen Mirai und Metropoliman auf den Höhepunkt.
Im gewohnten »Platinum End« Stil gibt es hierbei für die Leserschaft weniger rasante Kampfszenen als viel mehr ausgeklügelte Mind - Games zu beobachten. Zweitere sollen den Fight letzten Endes auch entscheiden.
Doch dieser Band hat weitaus mehr zu bieten: Emotionen stehen diesmal hoch im Kurs. Mukaido verliert den Kampf gegen den Krebs und erliegt seiner Krankheit letzten Endes..
..und besonders Mirai trifft dies sehr hart, es breitet sich eine beklemmende Stimmung aus. Doch gleichzeitig soll dieser Schicksalsschlag ihn und Saki näher zusammenbringen und ihre Beziehung zunehmend vertiefen. Neben all der Tragik ist also auch ein Hauch Romance in der Luft.
Zudem wird schnell klar, dass der Kampf gegen Metropoliman nur der Anfang vom Ende war. Ein weiterer Gottesanwärter betritt das Spielfeld und von ihm geht scheinbar eine deutlich größere Gefahr aus, als von allen bisher da gewesenen Gegnern. Und auch bei den Engel tut sich etwas, doch Genaueres erfährt das Publikum dann erst in Band 09. 👀