
Eine Siedlung und deren Bewohner
Im Sun Village geht es um einen Wohnkomplex, der als Sun Village bzw. Sunny Village bekannt ist. Dabei verfolgen wir Anfangs als auch so ein wenig gegen Ende eine hüllenlose Identität, die wie eine Art Erzähler fungiert. Diese gibt dem Leser schon kleine Schnipsel von dem, was auf den Leser zukommt. Denn im Kern sind es zusammenhängende Kurzgeschichten, die alle im Sun Village spielen, oder eng damit verbunden sind. Dabei haben wir zwei Haupthandlungen. Zum einen geht's um einen Jungen der Als Sterbehelfer Leuten den Selbstmord erleichtern will und eine Freundin hat die womöglich anders ist als er denkt. Die andere Geschichte dreht sich um einen Patchwork-Familie aus zwei Männern und einem Kleinkind. Wobei einer der Männer schon durch die Geschichte davor bekannt ist. Asano schafft hier wirklich grandios uns in eine andere Welt mitzunehmen. Alles beschränkt auf diese Wohnsiedlung und die Schicksale, die damit verbunden sind. Alle irgendwie ihr Leben leben ohne wirklich zu leben. Ebenfalls gibt einem die Geschichte starke Coming-of-Age Vibes da häufig nur die Kinder und Jugendlichen im Vordergrund stehen. Man merkt auch, dass es eines seiner frühen Werke ist, da er noch viel mit weißen oder schwarzen Blöcken und Text arbeitet, anstatt jedes Panel zu füllen. Mir hat Sun Village sehr gefallen. Und da merkt man einfach, was für ein Verlust es ist, dass die One-Shots von Asano leider nicht im Print gehalten werden.

