Ein sehr freier Umgang mit der Rungholt-Sage, aber grauenhaft glaubhaft.
Von Anfang an habe ich mich bei der Protagonistin und auf Sylt sehr wohlgefühlt. Und gleich am Anfang wurde auf ein sehr aktuelles und akkutes Problem auf Sylt erkennbar. - Die Wohnungsnot für Einheimische.
Dass sich am Ende genau auf dieses Thema dann auch der Fall aufbaut, wurde erst zum Schluss wirklich klar und ersichtlich.
Die Handlung ist spannend und wird sehr detailreich und bildhaft erzählt. Ich hatte bei der Lektüre ein wirklich großartiges Kopfkino. Und ich konnte kaum von der Lektüre lassen. Nur Job und Krankheit konnten mich hier aufhalten.
Es handelt sich hier um eine Serie von bis jetzt zwei Bänden. Aber die Bücher lassen sich auch sehr gut unabhängig voneinander lesen, da jedes Buch für dich ei abgeschlossener Roman ist.
Nachdem ich so viel gutes gehört und gelesen habe über dieses Buch hatte ich doch die Erwartung das es mir auf jeden Fall gefallen würde. Leider war dem nicht so. Ich fand es größtenteils langweilig, es kam für mich überhaupt keine Spannung auf, sowohl die Geschichte als auch die Charaktere blieben an der Oberfläche. Auch die Rückblicke in die Vergangenheit waren für mich nicht notwendig und viel zu lang. Ich habe sie dann auch nur noch überflogen. Schade 🫤
Meinung:
Schon bevor ich angefangen hatte das Buch zu lesen, war ich begeistert. Denn das Cover hatte es mir angetan. Ich finde, dass Nord-Deutschland, vor allem die Strände dort, wirklich etwas Besonderes an sich haben. Genau das hatte man in diesem Cover eingefangen.
Doch auch der Inhalt sorgt bei mir für Begeisterung. Dafür, dass es sich hierbei um "nur" einen Kriminalroman und keinen Thriller handelte, war das gesamte Werk über sogar spannender als mancher Thriller, den ich bisher gelesen habe. Bis zum Schluss weiß man nämlich nicht, wer genau hinter den ganzen seltsamen Vorkommnissen steckt. Erst ganz am Ende weiß man, wer auf der guten Seite steht. Auch die unterschiedlichen Legenden, welche im Buch behandelt werden, finde ich äußerst interessant, gemeinsam mit den Rückblenden. Vor allem aber hat man das ganze Buch hinweg diese gewisse angespannte Grundstimmung gespürt. Auch die Handlung ist in meinen Augen sehr gelungen - weder zu übertrieben unglaubwürdig, noch zu langsam dahinplätschernd. Außerdem muss anmerken, dass es nicht nötig ist, den ersten Teil zu lesen und die beiden auch unabhängig voneinander genossen werden können!
Was die Protagonisten angeht, kann ich ebenfalls nichts Negatives sagen. Ich habe ganz besonders einen Narren an der Hauptprotagonistin gefressen, doch auch der Rest hat einen Platz in meinem Leserherz gefunden. Vor allem die vielen Details in sowohl positiven als auch negativen Charakterzügen hat mich vollkommen überzeugt. Keine der handelnden Personen ist charakterlich glatt. Deshalb habe ich nicht nur die Handlung, sondern auch die Protagonisten sehr authentisch gefunden.
Der Schreibstil hat mich persönlich auch sehr gut gefallen. Man hat zwar Rückblenden, aber diese machen im Kontext durchaus Sinn und passen an die Stellen, an die sie gesetzt wurden. Zusätzlich hat man eigentlich so gut wie keinen Wechsel in den Perspektiven, damit man die Geschichte nicht zu kompliziert gestaltet. Dafür hat man einen sehr guten Einblick in die Gefühlswelt von Lene bekommen, was in diesem Fall komplett ausgereicht hat. Allgemein finde ich den Schreibstil des Autoren sehr angenehm, wodurch man beim Lesen durchaus angestachelt wird. Ich habe dadurch das Buch recht schnell beenden können - ein wahrer Pageturner also!
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Fazit:
Alles in allem muss ich an dieser Stelle eine riesige Empfehlung sowohl für das Buch als auch für den Autoren aussprechen!
Eine faszinierende Geschichte über den Untergang einer ganzen Insel. Leider ist der Krimi selbst eher blass und man sollte wirklich den ersten Teil lesen, damit die Figuren nicht fremd sind.
Der nächste Fall mit und von Lene steht an. Auch diesmal ranken sich einige Mythen um Sylt und Lene ist wieder mittendrin. An ihrer Seite ihr Vater, Michi aus München, der Däne Victor und die Kollegin Schafböck, gemeinsam kämpfen sie gegen Sylter Geister und Legenden, als eine geheimnisvolle Schatztruhe mit Goldmünzen an den Strand gespült wird. Lenes zweiter Fall kommt gänzlich ohne Leichen und Morde aus, es wird richtig politisch, denn es steht die Wahl zum Bürgermeister an, beide Kandidaten werben um Stimmen. Ob sie dabei unlautere Mittel anwenden, verrate ich an der Stelle nicht. Mir hat der Krimi wieder sehr gut gefallen, insbesondere bei Michis bayerisch hab ich mich weggeschmissen (sooo astrein ist es nicht).