24. März
Rating:2.5

Naja...

War mal etwas Anderes. Ein Buch über Identität, Sprache, die Geschichte der Großmutter, des eigenen Seins und ganz viel Sex dazwischen. Das Spiel mit Sprache ist wirklich gewöhnungsbedürftig und sorgt mMn dafür, dass nicht wirklich ein Lesefluss entstehen kann..

Blutbuch
Blutbuchby Kim de l'HorizonDuMont Buchverlag
13. März
Rating:4

It‘s art

Anfangs dachte ich dieses Buch sein ein Roman über Non-binary person und über Selbstverwirklichung. Aber es ist viel mehr, es ist einfach Kunst. Kunst, die ich nicht zu 100% verstehe, aber auch nicht verstehen muss. Es ist auf seine eigene Art und Weise genial, philosophisch und autobiografisch. Auf jeden Fall wert es zu lesen, weil mensch so etwas noch nie gelesen haben wird.

Blutbuch
Blutbuchby Kim de l'HorizonDuMont Buchverlag
1. März
Rating:3.5

Blutbuch war eine sehr interessante Autobiografie über eine nicht-binäre Person. Kim hat uns seine Kindheit aber auch sein aktuelles Lebe nähergebracht. Ich hätte jedoch gerne noch mehr über seine Kindheit erfahren.  Es ging vorwiegend um die Beziehung zu seiner Mutter und Großmutter. Zwar hat er auch seinen Struggle, in die binäre Geschlechtervorstellung zu passen dargestellt, doch das hätte für mein Interesse ruhig mehr sein können. 

Blutbuch
Blutbuchby Kim de l'HorizonDuMont Buchverlag
14. Feb.
Rating:3

Kunst, psychische Selbsthilfe oder ein Roman?

Ich kann die Frage nicht klar beantworten. Falls es Kunst ist, ist es Geschmacksache und, bis auf einige Aspekte nicht ein zu mir sprechendes „Werk“. Ich umreiß die Gesamtheit nicht. Falles es psychische Selbsthilfe ist, gebührt ihm mein Respekt und ich bin vielleicht niemand, der sich in diesen „Schmerz“ versetzten kann, aber ich denke das Buch hilft denen, zu denen es spricht. Falls es ein Roman ist: Ich hab mich durch Kapitel 1-3 „gekämpft“; Teil 4 war außergewöhnlich und ich hab es gerne gelesen. Teil 5 ist der für mich wichtigste Part des Buches. Er erklärt, er lässt verstehen, er umklammert die ganze Geschichte. Wer das Buch liest sollte mE in diesem Fall wirklich bis zum Schluss versuchen durchzuhalten.

Blutbuch
Blutbuchby Kim de l'HorizonDuMont Buchverlag
1. Jan.
Rating:1

Empfand ich den Anfang des Buches noch interessant und angenehm zu lesen und zu hören, so nahm dies immer weiter ab. Der Fokus mancher Passagen des Buches wird stark auf die Sexualität der Erzählfigur fokussiert und ist dabei schlicht vulgär geschrieben. Diese Passagen beinhalten Informationen die ich schlicht und einfach nicht wissen möchte und nicht lesen möchte. Die Abhandlung eines kompletten Kapitles über die Geschichte der Blutbuche war zu dem einfach nur langweilig zu lesen. All das konnten die sprachlich wirklich exzellent geschrieben Passagen nicht aufwiegen. Für mich war dieses Buch leider ein Flop.

Blutbuch
Blutbuchby Kim de l'HorizonDuMont Buchverlag
9. Dez.
Rating:2.5

Was soll ich sagen? Wenn ich es kurz und knapp sagen müsste: Ich bin mit der Art, wie das Buch von Kim geschrieben wurde, absolut nicht klar gekommen. Ich probiere es trotzdem etwas ausführlicher. Insgesamt drei Anläufe hat es gebraucht, bis ich in die Geschichte gefunden habe und auch dann war es ein zäher, anspruchsvoller Brocken. Zumindest so lange, bis mensch bei diesem Text in die Vergangenheit eintaucht und versucht das komplizierte Beziehungsgeflecht zu verstehen, das die Grundlage von Blutbuch bildet. Doch so einfach ist das alles nicht zu durchdringen. Gerade wenn ich dachte, ich habe einen Zugang gefunden, nahm die Geschichte wieder Tempo heraus und es wurde über Identität und Zweifel gesprochen, wohin der Körper nun gehört. Mann, Frau, beides, gar nix - das wird ausgeweidet bis es nicht mehr auszuhalten ist. Dazu kommt dann noch die ganze Fickerei, die sich einem wirklich ätzend und schwitzig auf die Haut brennt. Es macht zwar wirklich Sinn, weil es zur Figur Kim gehört, weil sie sich treiben lässt, weil sie ihre Unsicherheit darin ertränkt. Aber für mich als Lesenden war das irgendwann zuviel Sex, zuviel schwülstige Bettgeschichten, über die sich die Figur definiert. Alles in allem ein Buch mit ein paar wirklich starken Passagen, die für mich den ganzen anderen Rest leider nicht wettmachen können. Ich lese ja wirklich gerne auch abseitige, auch Geschichten mit queeren Charakteren bzw Plots, wenn allerdings der erotische Faktor überhand nimmt und, wie in Blutbuch geschehen, massiv explizit beschrieben wird bin ich raus. Es dient dann in meinen Augen nicht mehr der eigentlichen Geschichte oder ist einfach nur übertrieben. Ich für meinen Teil kann das Buch also nur stellenweise empfehlen und es muss schon extrem gut passen, dass einem diese Geschichte zusagt.

Blutbuch
Blutbuchby Kim de l'HorizonDuMont Buchverlag
8. Dez.

Abgebrochen

Schon der Klappentext macht deutlich, dass Blutbuch kein Roman ist, der sich einfach in eine Schublade stecken lässt. Erzählt wird aus der Perspektive einer Figur, die sich weder als Mann noch als Frau identifiziert und zwischen Herkunft, Erinnerung und Identität ihren Platz sucht. Als die Großmutter an Demenz erkrankt, löst das eine Bewegung in die Vergangenheit aus – ein Nachspüren zwischen Generationen und Familiengeheimnissen. Kim de l’Horizon verbindet diese Suche mit einer sehr eigenen Sprache, die nicht nur erzählt, sondern experimentiert: fließend, offen, manchmal gebrochen, immer suchend. Es geht um Identität, Körper, Geschlecht – aber auch darum, was wir von unseren Vorfahren mit uns tragen, ohne es zu merken. Ich habe das Hörbuch gehört, das Kim de l’Horizon selbst eingesprochen hat – und das war tatsächlich ein Erlebnis für sich. Die Stimme, die schwebend zwischen Ernst und Poesie variiert, die gesungenen Passagen, das Schweizerdeutsche, das so liebevoll eingewoben ist – das alles hat eine enorme Ausdruckskraft. Sprachlich ist Blutbuch ohne Frage ein Kunstwerk. Aber es ist auch ein Werk, das fordert – und in meinem Fall: überfordert hat. Nach etwa dreißig Prozent habe ich das Hörbuch abgebrochen. Nicht, weil ich es schlecht fand, sondern weil ich irgendwann gemerkt habe, dass es mich immer weniger berührt. Ich hatte anfangs erwartet, dass die nonbinäre Identität stärker im Zentrum stehen würde, aber das Thema zieht eher leise Kreise im Hintergrund. Stattdessen entfaltet sich ein collageartiger Text aus Erinnerungsfetzen, Gedankensprüngen, Reflexionen und inneren Stimmen – schwer greifbar. Ich bin mir sicher, dass vieles an mir vorbeigeflossen ist, was ich einfach nicht verstanden habe. Trotz meines Abbruchs bleibt für mich der Eindruck eines mutigen, eigenwilligen Buches, das Grenzen sprengt – formal, sprachlich, thematisch. Für mich war es letztlich eher ein Kunstobjekt zum Bewundern als ein Roman zum Eintauchen.

Blutbuch
Blutbuchby Kim de l'HorizonDuMont Buchverlag
20. Nov.
Rating:3.5

Intensiv, poetisch, fordernd

🌳 👵 🩸 Ich habe Blutbuch als Hörbuch gehört, gelesen von Kim de L'Horizon selbst. Und das war für mich tatsächlich die stärkste Art, dieses Buch zu erleben. Die Stimmführung, die Nuancen, der Schweizer Dialekt, ... all das hat es sehr authentisch gemacht. Inhaltlich ist Blutbuch eine schonungslose, manchmal schmerzhafte Auseinandersetzung mit der eigenen Familiengeschichte, vor allem mit der Mutter und der Großmutter. Das Erinnern, Erzählen, Umkreisen dieser Figuren hat mich an vielen Stellen berührt. Manches war wirr, überfordernd und fast zu viel. Ein Buch, das nicht um Gefallen bemüht ist, sondern seine eigene Sprache findet. Tief, suchend, radikal ehrlich.

Blutbuch
Blutbuchby Kim de l'HorizonDuMont Buchverlag
3. Nov.
Rating:2

Ich war neugierig auf Blutbuch, weil mich der Klappentext interessiert hat. Relativ schnell war ich aber irritiert über den Aufbau mit den vielen Unterabschnitten. Obwohl ich moderne Schreibweisen und inklusive Sprache mag, hatte ich hier stellenweise wirklich Schwierigkeiten mit dem Wording. In einzelnen Abschnitten war mir das Buch auch einfach zu derb geschrieben. Mich hat das Buch leider nicht abgeholt, ich habe nach etwa 100 Seiten abgebrochen.

Blutbuch
Blutbuchby Kim de l'HorizonDuMont Buchverlag
2. Nov.
Rating:5

Ein Buch, das fordert, das Grenzen sucht und überschreitet. Eine schreibende Suche nach der eigenen Sprache, Identität, Familiengeschichte. Es erzählt eine non-binäre Stimme mal poetisch in wunderschönen Bildern, mal derb, roh und mit aller Vehemenz nicht linear, sondern spiralförmig in die Tiefe blickend von dem, was es heißt, keinen Platz zu haben in der Heteronormativität. Das ist neu, außergewöhnlich und faszinierend für Lesende, die Gegenwartsliteratur lieben.

Blutbuch
Blutbuchby Kim de l'HorizonDuMont Buchverlag
28. Sept.
Rating:1

Ohne Worte.. und dafür den deutschen Buchpreis

Es ist einfach ein schlecht geschriebenes Buch. Teils total verschrobelt, dann etwas emotional, zwischendurch wird dann eine unglaublich detaillierte sexuelle Handlung eingeworfen (pornoähnlich) und dann soll es stilvoll weitergehen. Was soll das? Und das beste ist: Kim selbst weiß um diesen schlechten Schreibstil, entschuldigt sich dafür und bekommt dennoch den Buchpreis?! Enttäuschung. Das kann nicht mal der Inhalt wieder gut machen. Das schlechteste, was ich dieses Jahr lesen musste.

Blutbuch
Blutbuchby Kim de l'HorizonDuMont Buchverlag
21. Sept.

Keine Sterne, weil was war das? Es hat so gut angefangen und dann? Rassistische und homophobe Sprache und trotzdem Buchpreis? Ich bin mit offenem Blick an dieses Buch ran: Genderfluides Erzählen, autofiktionaler Stil, Sprachgrenzen sprengen - let's fucking go, i guess? Und ehrlich: Die ersten Seiten waren sehr stark, fragmentiert, poetisch, eigen. Ich war in diesem Schmerz drinnen, in dieser Suche, in dem Spiel der Identität, dem Körper der Sprache. All das hat mich neugierig gemacht. Aber dann? Ein Absturz, den ich selten so beim Lesen hatte. Die Grundidee ist eigentlich stark. Wir haben hier eine queere, nicht-binäre Erzählerfigur, die sich auf Spurensuche in der eigenen Familiengeschichte begibt, Traumata aufarbeiten will, sich vom Erbe lösen will, aber auch irgendwie daran andocken möchte. Es geht um die Demenz der Großmutter, um Fragen nach Weiblichkeit, Körper, Begehren, Scham, Sprache. Doch anstatt das zu erzählen, was zwischen den Generationen geschieht, wird das Buch zunehmend ein endloser innerer Monolog über das eigene Begehren (inklusive expliziter Beschreibungen, die weder etwas zum Plot beitragen noch irgendwie reflektiert werden). Ich bin nicht prüde. Aber ich bin irgendwann einfach müde geworden von dem, was sich da Seite für Seite entlädt (ACHTUNG, AB HIER SPOILER): 1. Sexualisierte Gewalt wird beschrieben, aber nie kritisch eingebettet: Die Erzählerfigur beschreibt mehrfach, wie sie Männer verfolgt, ihnen nachstellt, sie zum Sex nötigt, teilweise in gefährlichen Situationen, in denen Einvernehmlichkeit fragwürdig bleibt. Es wird davon erzählt, wie sie ungeschützten Sex hat, obwohl eine Ansteckung wahrscheinlich ist, ohne dass das moralisch oder narrativ je reflektiert oder hinterfragt wird. Die Schilderungen wirken eher wie ein Tabubruch um des Tabubruchs willen. Es fehlt die Auseinandersetzung mit der eigenen Verantwortung, die in einem autobiografisch gefärbten Text besonders wichtig wäre. 2. Die Sprache wird bewusst derb, aber manchmal auch schlicht ekelhaft (ohne Mehrwert): „…dass es sich teuflisch gut anfühlt, durch die Straßen zu gehen und zu spüren, wie das Sperma extrem langsam den Körper wieder verlässt, langsamer als Honig, langsamer als die Tannenzapfenmelasse…“. „Wenn ich Käse oder Karotten raffle, raffle ich mich mit.“ Diese Sätze wollen provozieren, klar. Aber sie driften ins Groteske ab, ohne dass Sprache hier noch Bedeutung stiftet. Es wirkt wie pubertäre Grenzüberwindung statt sprachlicher Subversion. 3. Rassistische Stereotype werden reproduziert und nicht hinterfragt: Die Erzählerfigur formuliert sinngemäß, dass „wir Weißen“ insgeheim alle „von Arabern hart gefickt werden wollen“ und spricht auch vom "Drecksaraber". Das ist nicht nur zutiefst rassistisch, sondern bedient koloniale Fantasien und sexualisierte Exotisierung. Dass diese Aussage unkommentiert bleibt, ist sooo gefährlich. 4. Homophobie und Misogynie blitzen in Sätzen auf, die angeblich „subversiv“ sein sollen, aber letztlich nur verletzen: Die Mutter der Erzählinstanz wird als ungebildet, konservativ und „faschistisch“ dargestellt, weil sie sich mit ihrer Herkunft befasst oder einen Gentest gemacht hat. Dabei wird sie in Dialogen regelrecht abgekanzelt, anstatt dass ein echter Austausch stattfindet. Körperliche Diversität wird thematisiert, aber in Formulierungen, die Ekel hervorrufen sollen. Die Body Positivity, die der Text zu wollen vorgibt, kippt dabei ins Gegenteil. Und währenddessen wird einem suggeriert: Das muss jetzt so sein. Weil politisch und queer. Sorry, aber nein, so funktioniert das nicht. Ja, das Buch experimentiert viel mit Sprache, Struktur, Form. Briefe, Gedichte, Gedankenstrudel, Sprachbilder. Aber irgendwann hatte ich das Gefühl, ich bin nicht in einem Roman, sondern in einem Monolog, der permanent Aufmerksamkeit fordert, ohne irgendwas zurückzugeben. Es ist, als würde jemand auf der Bühne stehen, Spotlight auf sich selbst richten, und rufen: Schaut mich an, ich bin so dekonstruiert, dass es schon wieder Kunst ist. Aber Dekonstruktion ist kein Selbstzweck. Und Kunst darf weh tun, aber sie muss dabei nicht gegen marginalisierte Gruppen treten. Ich war verwirrt und genervt und irgendwann auch wütend. Wütend, weil da so viele kluge, wichtige Ansätze waren, die einfach untergehen in diesem Strudel aus Ego, Überinszenierung und Grenzverletzung. Wütend, weil die queere, literarische Sichtbarkeit, die dieses Buch bekommen hat, so dringend gebraucht wird, aber hier leider durch problematische Bilder beschädigt wird. Wütend, weil da jemand ganz offensichtlich schreiben will, um zu heilen und sich dabei trotzdem wieder auf Kosten anderer inszeniert. Und ganz ehrlich: Ich verstehe nicht, wie dieses Buch den Deutschen Buchpreis gewonnen hat, weil es in Teilen schlicht gefährlich ist. Weil es rassistische Bilder nicht bricht, sondern weiterschreibt. Weil es Übergriffigkeit nicht benennt, sondern in poetischen Nebel packt. Weil es behauptet, für alle zu sprechen, aber eigentlich nur für sich selbst schreit. Fazit: Gibt’s nicht. "Blutbuch" ist kein Roman, den ich bewerten kann.

Blutbuch
Blutbuchby Kim de l'HorizonDuMont Buchverlag
20. Sept.
Rating:1.5

Ich war ein paar Mal entsetzt. Leider so gar nicht mein Fall!

Die Geschichte handelt von Kim und seiner Familiengeschichte. Kim nimmt uns mit auf die Entdeckung der Geschichte seiner Vorfahrinnen und beleuchtet dabei seinen Weg als nonbinäre Person in der Welt der 90er und 2000er in Bern. Das Buch reist so viele aktuelle gesellschaftskritische Themen an, legt so viele Finger voll Salz in die Wunden, gewinnt Preise nicht zuletzt für eine gewaltige Sprachjonglage .... und enttäuscht mich bitter! Die Sterne gebe ich gerne für das Aufgreifen der wichtigen Themen und teilweise gewaltige Wortkunst, einen tiefgründigen Aufbau des Buches (die verschiedenen Schreibstile von Buchteil zu Buchteil haben mich trotzdem massiv im Lesefluss gestört) , aber offensichtlich ist das keine Rettung. Es gab Episoden, die wollte ich einfach nur schnell durchlesen und hinter mich bringen. Beim Lesen habe ich mich richtig unwohl gefühlt und einfach nur gehofft, dass es schnell vorbei geht! Trotzdem das Thema Queernes natürlich ein absolut wichtiges gesellschaftliches Thema ist und hier viel aufgearbeitet werden muss, muss es nicht so formuliert werden, dass mir übel wird und ich mich frage, wo ich im Untertitel "harter Porno" überlesen habe. Bei einem derart gesellschaftskritischen Roman erwarte ich bei solchen Inhalten Triggerwarnungen! Entsprechend hätte ich das Buch definitiv links liegen gelassen. Literarisch hat das Buch definitiv seine Raffinesse, seine Einzigartigkeit, aber ich persönlich würde es in seiner Gesamtheit niemandem ehrlich empfehlen können.

Blutbuch
Blutbuchby Kim de l'HorizonDuMont Buchverlag
11. Juli

Ein Wiedererkennen; eine zarte Vertrautheit, die sich in diesem Text versteckt und mich in den ersten Kapiteln erstaunt, in der Mitte verwirrt und am Schluss grübelnd zurückgelassen hat. Ich habe Intimes gelesen, ohne aber mich Kim nah zu fühlen. Je offener und detailreicher die Darstellung, desto kälter und verschlossener wirkten die Szenen auf mich. Wen oder was versucht mensch hier zu verstecken?

Blutbuch
Blutbuchby Kim de l'HorizonDuMont Buchverlag
2. Juli
Unklarer Roman mit verstörenden Elementen
Rating:1

Unklarer Roman mit verstörenden Elementen

Zunächst möchte ich festhalten, dass meine Bewertung ausschliesslich auf meinem persönlichen Leseerlebnis basiert und nicht auf der Person, die das Buch geschrieben hat. Der Buchtitel und das Cover fallen sofort ins Auge. Nach der Lektüre kann ich jedoch nicht sagen, warum genau dieser Titel gewählt wurde. Das Buch liest sich für mich nicht wie ein Roman, da die Erzählung nicht im Vordergrund steht. In einem Roman sind die Handlung, die Charaktere, der Spannungsbogen und die narrative Struktur zentral. Das konnte ich bei diesem Buch nicht erkennen. Auch nach Beendigung des Lesens bleibt für mich unklar, was KIM DE L’HORIZON eigentlich mitteilen möchte. Ich habe stets darauf gewartet und gehofft, dass noch etwas passiert oder sich mir etwas erschliesst, doch das blieb aus. Besonders die Fragen, warum sich die Hauptfigur im eigenen Körper nicht wohl fühlt oder welchen Einfluss Kindheit, Aufwachsen und Bezugspersonen hatten, blieben für mich unbeantwortet. Auch die Frauenbiografien konnten mir keine Klarheit verschaffen. Ich vergebe einen Stern, weil mir das Buch nicht gefallen hat. Ich empfand die Schilderungen als zu vulgär und mehr verstörend als erhellend. Es ist wahrscheinlich, dass ich mich kaum an etwas erinnern werde. Warum dieses Buch den Literaturpreis 2022 erhalten hat, werde ich noch recherchieren.

Blutbuch
Blutbuchby Kim de l'HorizonDuMont Buchverlag
28. Juni
Rating:2.5

Sprachgewaltig, emotional und etwas verstörend

Als ich in den Rezensionen gelesen habe, dass das Buch "sprachgewaltig" sei, hatte ich nicht damit gerechnet 😂 Die sehr ungeschönte Ausführung der Sexszenen waren überwältigend auf eine Art die mich beim Lesen ordentlich aus dem Konzept gebracht hat. Mehrmals habe ich mir aber die Frage gestellt, pb es mich vielleicht nur verstört weil ich das offen und ehrliche ansprechen nicht gewohnt bin? Kein:e andere:r Autor:in ist mir bis jetzt unter den Weg gekommen mit ähnlichem Stil. Kim de l'Horizon schreibt auf ehrlichste Weise die eigenen Gedanken nieder und kritisiert dabei auch oft sich selbst. Die Reflektion der familiären Vergangenheit und das Aufarbeiten der Generationentraumata sind ein bewegendes Thema. Für mich waren jedoch nur die Retrospektiven zu Beginn des Buchs wirklich interessant. Gegen Ende musste ich mich doch eher durch das Buch zwingen und habe mir immer weniger Gedanken um den Text gemacht. Was ich jedoch sehr anregend fand war die offensichtliche Konfrontation mit einer Welt, die Menschen in zwei Kategorien teilt, egal ob bewusst oder unbewusst. Als nicht-binäre Person hat Kim de l'Horizon mich regelmäßig über Wörter stolpern lassen wie "jemensch" oder "niemensch" oder "mensch" als generisches Pronomen. Ich habe mich zugegebenermaßen bis jetzt wenig mit inklusiver Sprache über Gender-Sternchen hinaus beschäftigt. Hier wurde mir aufgezeigt, wie patriarchal mein eigener Sprachgebrauch ist und wie tief in meinem Denken sich dies verankert. Ein toller Denkanstoß!

Blutbuch
Blutbuchby Kim de l'HorizonDuMont Buchverlag
28. Juni
Rating:4

"Blutbuch" (2022) ist ein autofiktionaler Roman von Kim de l'Horizon. Geschichten aus dem eigenen Leben vermischen sich mit solchen der Mutter und Großmutter. Es gibt seltene Momente der Vertrautheit und Verbundenheit, häufiger aber beherrschen Kälte, Gleichgültigkeit und Schweigen die Familiendynamik. Im Verlauf des Buches findet de l'Horizon einen Familienstammbaum, der die bislang nicht dokumentierten Geschichten der weiblich gelesenen Vorfahren erzählt. Die Suche nach der eigenen Herkunft ist nicht Selbstzweck, sondern soll die familiären Prägungen aufdecken, um sich von ihnen zu befreien. Eine zentrale Rolle spielt der Körper. "Blutbuch" zeigt, wie die binäre Geschlechterordnung Menschen beschränkt. Weiblich gelesene Personen werden, sobald sie als solche sichtbar werden, auf ihre Körperlichkeit reduziert. Nicht nur trans Personen, sondern wir alle leben nach de l'Horizon in einer permanenten Dissoziation mit unserem Körper, sind also eingeschränkt in unserem Körperempfinden. Der Körper wird daher häufig eher als hinderlich wahrgenommen, insbesondere wenn er nicht gesellschaftlichen Konventionen entspricht. Grandios fand ich vor allem die Sprache. Die sehr kunstvoll ausgearbeitete Geschichte nimmt Bezug auf philosophische und feministische Theorien, etwa die von Silvia Federici und Donna Haraway. Heftig fand ich die recht expliziten Sexszenen, die ich teilweise als erniedrigend - verbunden auch mit rassistischen Beleidigungen und sexualisierter Gewalt - empfunden habe. Diese und andere Stellen fand ich auch laut und anstrengend. Aber vielleicht geht es genau darum: dass das Buch nicht scheinheilig belehrt, sondern einfach beschreibt und dadurch aneckt und provoziert.

Blutbuch
Blutbuchby Kim de l'HorizonDuMont Buchverlag
26. Juni
Rating:5

Hatte ich durchgehend eine gute Zeit beim Lesen? Nein. Fand ich manche Stellen zu krass? Durchaus. Aber ging mir die Thematik und die Art Trauma zu beschreiben persönlich so nah, dass ich auf so gut wie jeder Seite mindestens einen Satz unterstrichen habe und dass ich jetzt eine Hausarbeit darüber schreibe? Ja :‘) Wenn ein Buch es mir so antut und mich zu einer Hausarbeit inspiriert kann ich nicht NICHT 5 Sterne geben.

Blutbuch
Blutbuchby Kim de l'HorizonDuMont Buchverlag
9. Juni
Rating:1

Dieses Buch habe ich nicht verstanden

Unklarer Roman mit verstörenden Elementen Zunächst möchte ich festhalten, dass meine Bewertung ausschliesslich auf meinem persönlichen Leseerlebnis basiert und nicht auf der Person, die das Buch geschrieben hat. Der Buchtitel und das Cover fallen sofort ins Auge. Nach der Lektüre kann ich jedoch nicht sagen, warum genau dieser Titel gewählt wurde. Das Buch liest sich für mich nicht wie ein Roman, da die Erzählung nicht im Vordergrund steht. In einem Roman sind die Handlung, die Charaktere, der Spannungsbogen und die narrative Struktur zentral. Das konnte ich bei diesem Buch nicht erkennen. Auch nach Beendigung des Lesens bleibt für mich unklar, was KIM DE L’HORIZON eigentlich mitteilen möchte. Ich habe stets darauf gewartet und gehofft, dass noch etwas passiert oder sich mir etwas erschliesst, doch das blieb aus. Besonders die Fragen, warum sich die Hauptfigur im eigenen Körper nicht wohl fühlt oder welchen Einfluss Kindheit, Aufwachsen und Bezugspersonen hatten, blieben für mich unbeantwortet. Auch die Frauenbiografien konnten mir keine Klarheit verschaffen. Ich vergebe einen Stern, weil mir das Buch nicht gefallen hat. Ich empfand die Schilderungen als zu vulgär und mehr verstörend als erhellend. Es ist wahrscheinlich, dass ich mich kaum an etwas erinnern werde. Warum dieses Buch den Literaturpreis 2022 erhalten hat, werde ich noch recherchieren.

Blutbuch
Blutbuchby Kim de l'HorizonDuMont Buchverlag
12. März
Rating:3

"Ich denke daran, wie nahe ich mich dir fühle, wenn ich dir schreibe, und ich denke daran, wie fern ich mich dir fühle, wenn ich dich sehe." Das 'Blutbuch', das 2022 den Deutschen Buchpreis gewonnen hat, ist sicherlich eins: außergewöhnlich. Stilistisch bricht Kim de l'Horizon mit dem, was man kennt, was man erwartet, wenn man einen Roman aufschlägt. Jedes Kapitel ist in Form und Ton anders als das zuvor, die Perspektive und selbst die Sprache wechselt innerhalb des Buchs. Inhaltlich setzt sich die Erzählfigur intensiv mit der eigenen Identität auseinander, mit der eigenen Sexualität, mit Männlichkeiten und Weiblichkeiten und auch mit den Frauen in der Familie - sowohl den lebenden, als auch den längst verstorbenen in Form von Ahnenforschung. Sprachlich schafft Kim de l'Horizon es, sehr dichte und beeindruckende Bilder zu schaffen. Doch auch, mit Sprache zu irritieren und zu verstören - sei es auf harmlose Art, wenn Schweizerische Begriffe verwendet werden. Oder auch auf sehr brutale Art, wenn diskriminierende und rassistische Sprache verwendet wird - meinem Empfinden nach zu krass, habe nicht verstanden, warum das so da drin stehen muss. Auch, wenn mich das Buch immer wieder fasziniert und mich einige Passagen sehr berührt haben, hat es mir doch insgesamt nicht so gut gefallen. Einige der verwendeten Schreibstile fand ich zu anstrengend, zu provokant obszön oder dann wieder zu hochliterarisch poetisch. Es war auf jeden Fall ein Erlebnis, das sich sicherlich gut dafür eignet, sich ein eigenes Bild von zu machen. CN: Fettf3indlichkeit, Kindst0d, Ras$ismus, Tierleid, selbstv3rletzendes Verhalten, häusliche G3walt, Verg3waltigung, Abtr3ibung, Abl3ismus, Demenz, T0d, F3mizid, I-Wort, Transf3indlichkeit

Blutbuch
Blutbuchby Kim de l'HorizonDuMont Buchverlag
12. Jan.
Gewaltige Sprache, kraftvolle Bilder:  Zwischen Zartheit und Zertrümmerung auf der Spurensuche nach dem Ich  🌳🩸🌊 Deutscher Buchpreis 2022
Rating:4

Gewaltige Sprache, kraftvolle Bilder: Zwischen Zartheit und Zertrümmerung auf der Spurensuche nach dem Ich 🌳🩸🌊 Deutscher Buchpreis 2022

Die Sprache dieses Buches hat mich mitgerissen, seine Themen haben Tiefe und schwingen zwischen verletzlicher Zartheit und Zertrümmerung. Die sprachliche Gewaltigkeit führt in einer besonderen Handlung auf einen Weg, der die Geschichte von der befreienden Suche nach dem Ich im Spiegel des Erlebens und Weitergebens von Generationstraumata -- besonders als Spurensuche nach den Erfahrungen von Müttern und Großmüttern -- erzählt. Sie bricht das anerzogene Schweigen und hört auf, brav zu sein. Sie schwingt mit ihrer Sprache zwischen unterjochenden und unterjochten Urgewalten der ‘Mütter’ (Natur), deren Wirken „das“ Kind ausgesetzt ist. Die Handlung taumelt melodisch zwischen der Dissoziation von und Fragen nach der Assoziation mit dem eigenen Selbst. 📖🌊✨ Die Prämierung mit dem deutschen Buchpreis 2022 ist gerechtfertigt! Ich persönlich habe empfunden, dass manche Passagen für mich zu viel waren, dass manches für mich persönlich zu explizit war. Aber das macht das Buch irgendwo auch aus. Es wird authentisch und ohne Blatt vor dem Mund ausgesprochen, was die Erzählperson denkt, fühlt - was und wie sie lebt. (Alte) Wunden werden auf ihren Ursprung hin untersucht; ihren Schmerz spürt man selbst und bezeugt gleichzeitig die Werdung des Selbst im Spiegel der Auseinandersetzung mit der vergessenen Geschichte der Frauen, die „das Kind“ prägen und formen. Ist man dieser Formung ausgesetzt? Oder formt man sich selbst? Im Strom, niemals stillstehend, kraftvoll und an jeder Stelle mitreißend bringt dieses Buch Stereotypen und tradierte Rollenbilder ins Wanken, führt zu Anfragen und regt zum Denken an. Sprachlich meisterhaft! „Das richtige Sprechen der Meersprache. Das Schweigen, was Bravsein genannt wurde. Die Angst vor Unbekannten, was Fremdeln genannt wurde. Das Zurückhalten von Tränen, was Starksein genannt wurde. Die Angst vor dem Schlafengehen; die Angst, nie mehr aufzuwachen, und die Angst, im Dunkeln das Augenlicht zu verlieren, ohne es zu merken (denn mensch sieht ja nichts). Dies wurde mühsam genannt. Zum ersten Mal die Balance auf dem Fahrrad zu finden und das daraus resultierende Gefühl einer rasenden Euphorie, als wäre die ganze Welt aus Schokolade gemacht; das Gefühl, bis ans Ende der Welt fahren zu können, bis nach Amerika, um den Mond und zurück.“ (29) 🚲🌙🌳

Blutbuch
Blutbuchby Kim de l'HorizonDuMont Buchverlag
2. Jan.
Rating:1

Buch abgebrochen - Wie kann so ein miserables Buch den Buchpreis gewinnen? So etwas Schlechtes habe ich schon lange nicht mehr gelesen. Da merkt man, wie heutzutage die Buchbranche funktioniert… Falls ihr Interesse an keinerlei Handlung, einer Mischung aus Bio-Zeitschrift und Porno-Skript habt, go for it. War nur leider nicht das, was ich erwartet habe.

Blutbuch
Blutbuchby Kim de l'HorizonDuMont Buchverlag
26. Dez.
Rating:4

Wow wow wow ✨

Unglaublich poetische Auseinandersetzung mit den Themen Traumata, Geschlechter und Identität. Die non-binäre Person in dieser Geschichte befreit sich aus der Schweigekultur der Familie. Teils sehr vulgär, teils meisterhafte Popkulturelle Lyrik.

Blutbuch
Blutbuchby Kim de l'HorizonDuMont Buchverlag
21. Dez.
Rating:5

Nachdem ich das Buch beendet hatte, begann ich hier eine meiner typischen Rezensionen zu schreiben; wohlwissend, dass dies hier kein typisches Buch ist. Auch für mich persönlich nicht. Nachdem ich später noch einmal durch den Text durchgegangen war und mit meiner Frau über bestimmte Passagen gesprochen hatte. Nachdem ich wieder den Tränen nahe war, nachdem ich immer wieder Stellen aus dem Buch rezitierte - da wusste ich - es geht nicht. Ich kann über dieses Werk keine 0815-Rezension raushauen wie über alle anderen Bücher. Auch diese Sternebewertung gebe ich nur, um dem Bewertungssystem gerecht zu werden. Für mich befindet sich dieses Werk ausserhalb jeglicher Bewertungs- und Beurteilungsnorm. Wenn ein Mensch die Worte findet und niederschreibt, die einem selbst fehlen, die mensch selbst nicht finden kann; die dann aber plötzlich vor einem stehen, direkt in die Seele blicken - dann ist das ein unbeschreibliches Gefühl. Ich weiss nicht, wie Menschen, die nie an ihrer Körperlichkeit, an ihrem Selbst gezweifelt haben, dieses Buch lesen. Verstehen. Oder eben nicht. Wenn mensch sich aber wie Kim in unserer Gesellschaft manchmal verloren, falsch, anders fühlt, dann versteht mensch. Dann ist das hier ein ganz besonderes Buch.

Blutbuch
Blutbuchby Kim de l'HorizonDuMont Buchverlag
8. Dez.
Rating:2

Das einzige interessante an dem Buch ist die Auseinandersetzung und Recherche der Frauen aus dem Leben des*der Protagonist*in, die viele Jahrhunderte zurückreicht. Der Rest reicht von übergriffigem Verhalten bis hin zu langweiligen Erzählungen und einen Schreibstil, durch den ich mich eher gequält als ihn genossen habe.

Blutbuch
Blutbuchby Kim de l'HorizonDuMont Buchverlag
18. Nov.
Rating:5

In meiner Stammbuchhandlung hat mir ein Mitarbeiter dieses Buch empfohlen, weil ich es in der Hand hatte. Er sagte es sei großartig, als ich fragte ob es sich auch gut lesen lässt, antwortete er: „Nein.“ Wahrscheinlich war ich dadurch ganz gut auf das Leseerlebnis vorbereitet und habe es extra zu einem Zeitpunkt gelesen, als ich mich für ein „schwieriges“ Buch bereit fühlte. Ich fand es sehr stark und konnte viele Empfindungen, die Kim in Bezug auf die eigene Familie und Herkunft hat, nachempfinden, obwohl wir wenig bis nichts gemeinsam haben. Ich würde empfehlen sich auf den Stil und die Sprunghaftigkeit einzulassen, das Konzept von einem Roman wie man es typischerweise kennt nicht zu erwarten, und sich eher überraschen zu lassen. Das Blutbuch ist nichts für Menschen, die ✨ viel Wert auf einen stimmigen Plot legen ✨ sich mit expliziten Sexszenen schwertun Es könnte dir gefallen, wenn du ✨ dich für kreativen Umgang mit Sprache begeistern kannst ✨ ein diverses Leseverhalten hast ✨ du auf dem Land aufgewachsen bist

Blutbuch
Blutbuchby Kim de l'HorizonDuMont Buchverlag
17. Nov.
Rating:3

Ich bin sehr froh, dass ich dieses Buch nun endlich durchgelesen habe - aber nun mit gemischten Gefühlen verbleibe. Einerseits ist es ein ganz wichtiges Thema und ich konnte dieses Familienkonstrukt sehr gut nachvollziehen und verstehen, wie man darunter leidet. Andererseits fand ich viele Passagen ziemlich langatmig und mir fehlte dann die Motivation dranzubleiben. Definitiv nicht für jede/n was, aber das habe ich bei den durchmischten Rezensionen schon vor dem lesen befürchtet 😅

Blutbuch
Blutbuchby Kim de l'HorizonDuMont Buchverlag
13. Nov.
Rating:4

Rezension zu „Blutbuch“ von Kim de l’Horizon „Blutbuch“ von Kim de l’Horizon ist ein außergewöhnliches Werk, das 2022 mit dem Deutschen Buchpreis ausgezeichnet wurde. Ich habe mich an die Hörbuchfassung herangewagt, gelesen von der Autor*in selbst. Dabei erschloss sich mir eine kraftvolle, zutiefst persönliche Geschichte über Generationentrauma und Identitätssuche, die in Fragmenten erzählt wird und immer wieder neue Perspektiven aufwirft. Im Zentrum des Buches steht die Verarbeitung des Familien- und Generationentraumas – mir kam da das Wortspiel „TrauMAMA“ in den Sinn, das den Schmerz und die Verwobenheit in der Familiengeschichte eindrucksvoll zum Ausdruck bringt. Die autobiografischen Elemente verweben sich mit poetischen Erzählsträngen und reflektieren den aktuellen gesellschaftlichen Kontext ebenso wie die Beziehungen zur Mutter und zu früheren Generationen. Der Ausdruck „Meer“ (Mutter) und „Großmeer“ (Großmutter)durchzieht das Buch. Das Wort „Meer“ (zusammenhängende Wassermasse) als solches, wirkte für mich aber auch als Symbol für die Weiten der generationsübergreifenden Wunden und Abhängigkeiten, die das Leben prägen. De l’Horizon greift im dritten Teil dabei auch auf provokante Themen zurück, die Tabus herausfordern, wie etwa Sexualität jenseits heteronormativer Vorstellungen. Gerade diese Offenheit könnte für manche Leser*innen ungewohnt oder verstörend wirken – ein Aspekt, der den Text aber auch umso interessanter und relevanter macht. Die Auseinandersetzung mit Themen wie männlicher Dominanz und die Hinterfragung gesellschaftlicher Rollenbilder bringen eine Tiefe und Ehrlichkeit ins Werk, die in der deutschsprachigen Gegenwartsliteratur nicht oft zu finden ist. Stilistisch ist „Blutbuch“ ein fragmentarisches, nicht-linear erzähltes Werk. Die lose Struktur lässt sich am besten als eine Sammlung von Gedanken, Erinnerungen und inneren Monologen beschreiben. Beim Hören fiel es mir gelegentlich schwer, den roten Faden zu behalten; das mag aber auch an der Hörbuchform liegen. Hier empfehle ich, das Buch selbst in die Hand zu nehmen, um einzelne Passagen nachzulesen und die Zusammenhänge in aller Ruhe zu erschließen. Es ist kein Werk, das sich zum „Durchlesen“ eignet, sondern eher zum Eintauchen und Reflektieren. Insgesamt beeindruckte mich „Blutbuch“ sowohl inhaltlich als auch stilistisch – es ist ein Werk, das Konventionen bricht und zum Nachdenken über das eigene Erbe, die eigene Identität und gesellschaftliche Strukturen anregt. Ein Stern Abzug von der Höchstwertung gibt es lediglich, weil die fragmentierte Erzählweise es gelegentlich erschwert, der Geschichte zu folgen. Nichtsdestotrotz ist es ein Buch, das ich sicherlich noch einmal zur Hand nehmen werde – diesmal, um die Passagen und Fragmente in meinem eigenen Tempo zu durchdringen.

Blutbuch
Blutbuchby Kim de l'HorizonDuMont Buchverlag
30. Okt.
Rating:3

Speziell, aber horizonterweiternd

Definitiv ein einmaliges Buch. Ein krasser Wechsel zwischen sehr tiefgründigen (und auch nachhallenden) Aussagen und dann wiederum sehr flachs geschriebenen fast bockigen und skandalösen Sätzen. Es ist wirklich schwer das Buch mit Sternen zu bewerten. Jetzt, nachdem ich das Buch angeschlossen habe, bin ich unschlüssig ob mir das Buch gefallen hat oder nicht. Besonders ist es in jedem Fall.

Blutbuch
Blutbuchby Kim de l'HorizonDuMont Buchverlag
26. Okt.
Rating:5

Kein Buch sondern ein Kunstwerk

Ich hatte definitiv etwas anderes erwartet. Ich würde nicht sagen, dass es sich hierbei um einen Roman handelt. Das Buch ist eine seltsame und einzigartige Mischung aus Lyrik, Essay, Briefen und Reflektionen. Die Thematik und die Auseinandersetzung damit ist alles andere als leicht. Ich hatte zwischenzeitlich das Gefühl das persönliche Tagebuch einer Person zu lesen, die getrieben von Emotionen einfach all ihre Gedanken niederschreibt - teils zusammenhangslos. Mal war das Buch wie ein Autounfall und ich konnte nicht wegsehen, mal hat es schockiert und zwischendrin hat es mich an manchen Stellen aber auch verloren und es fühlte sich gezogen an. Ich mag mir gar nicht anmaßen hier wirklich ein Urteil zu fällen, denn das Buch ist einfach Kunst.

Blutbuch
Blutbuchby Kim de l'HorizonDuMont Buchverlag
18. Okt.
Rating:5

Ein sprachlich herausragendes und herausforderndes Buch. Kim de L'Horizon hat einen ganz besonderen und eigenen sehr abwechslungsreichen Sprachstil, ich kann es gar nicht beschreiben. Das Thema, das sehr aktuell ist, wird von einer ganz anderen Seite angegangen und brauchte in meinen Augen die teils sehr derben, klaren, dann wieder sehr einfühlsamen, tiefgründigen, humorvollen und intelligenten Ausführungen. Ich bin noch ganz gebannt von dem Buch und sehr gespannt auf die Entwicklung von Kim de L' Horizon. Ganz großes Highlight.

Blutbuch
Blutbuchby Kim de l'HorizonDuMont Buchverlag
14. Okt.
Rating:3

Das Buch ist poetisch, künstlerisch und lyrisch, gleichzeitig sehr intim und explizit. Ich glaube, dass dieses Buch ein wertvoller Beitrag für die queere Community ist, für nicht-binäre Menschen und Menschen, die sich mit generationsübergreifenden Traumata beschäftigen. Ich kam aber in den Stil überhaupt nicht rein und fand es teilweise viel zu schwer, intellektuelle und verkopft. Auch diese ellenlangen Fußnoten zu den Baumrecherchen fand ich weird bis öde. Vll bin ich auch einfach zu banausig 😅 hab’s nach der Hälfte abgebrochen weil mich auch die Beziehung der Hauptperson zu ihrer Großmutter wahnsinnig gemacht hat - was wohl auch so sein sollte

Blutbuch
Blutbuchby Kim de l'HorizonDuMont Buchverlag
3. Sept.
Rating:2

Erkenntnis/Message des Buches: "Gebt Eure Traumata nicht an Eure Kinder weiter" - redet über Eure Gefühle- ein "Buch der Angst", ohne "Klarheit oder Präzision", geschrieben von einer "überempfindlichen" Person. Die " stehen für Aussagen, die Kim in dem Buch selber trifft. Was denn für Traumata, welche Ängste? Irgendwie kann oder will sich keiner daran erinnern. Also "bedeutet Schreiben das Fehlende neu zu arrangieren". Das Buch ist das Ringen, um diese Leerstellen. Gerungen wird in Teil 1 und 2 aus Kindersicht: kindliche, naive Sprache. Banalitäten werden in poetischen Zucker gehüllt. Anspruchslos, langweilig, im Stile des wegberichtens. Der Stil ist insgesamt nicht gelungen. Kim scheint sich an [b:Wer hat meinen Vater umgebracht|42621093|Wer hat meinen Vater umgebracht|Édouard Louis|https://i.gr-assets.com/images/S/compressed.photo.goodreads.com/books/1541271431l/42621093._SY75_.jpg|61430300] orientiert zu haben. Eine ähnliche Konstellation an Briefen, essayistischen Passagen und Memoiren. Edouard Louis wird neben Eribon auch als Vorbild im Buch erwähnt. Dieses Wegberichten findet sich ua. in vielen Referenzen zu Autoren und Büchern, die Kim gelesen hat und deren Inhalt wiedergekäut werden. Insgesamt stört mich, dass viel Papier darauf verwendet wird, zu beschreiben, welche Lektüre besonders lohnenswert ist und wie das mit der genossenen Bildung zusammenhängt. Hier kommt die gleiche ekelhafte Arroganz der eigenen Klasse gegenüber hervor, die auch Louis ganz toll beherrscht. Sämtliche Theorien zum neuen Materialismus, Hexenverfolgung und Feminismus und weiteren Philosophen werden verrührt. Aber nicht in einem Plot verarbeitet, sondern in Form des berichthafen: der sagt das, da stand jenes. Ganz grauenvoll, die unansprechende Aufarbeitung der Forschungen zur Blutbuche. Da kann ich auch nen Fachartikel aus "Biologie heute" (keine Ahnung ob's die Zeitschrift gibt) lesen. Teil 3 ließ mich zunächst entzückt aufatmen: "angestrengt popliteratisch", selbstironisch, aggressiv. Leider gab's aus dieser Wundertüte nur ein paar Seiten zu lesen. Der Versuch Jugendsprache einzusetzen, gelingt nur mäßig. Ein "Dude" kommt aus Rezos Mund irgendwie authentischer rüber. Sorry Kim. Teil 4 zergeht in der Rekonstruktion der Familiengeschichte bis ins Jahr 13xx zurück. Lauter Stammbaumeinträge der Mutter, zur weiblichen Linie, die völlig überflüssig und unsinnig sind. Stinklangweiliger und uninspirierter kann man nun wirklich nicht davon schreiben, dass es eigentlich um die Frau als Opfer der Geschichte geht, um Unterdrückung, Konformismus, Entbehrungen. Der 5. Teil der Briefe, muss dafür herhalten zu erklären, was das Wirrwarr vorher zu bedeuten hatte. Es gibt damit tatsächlich ein rundes Bild des Buches ab. Und das erkenne ich auch respektvoll an. So collagenhaft das Ganze gearbeitet ist, mit Gedankensprüngen, Erinnerungsfetzen, ergibt es Sinn. Sinn, wenn man daran glaubt, dass die Last der Traumata der Familie in Geisterform in den eigenen Körper fahren können und das Leben zur Bürde machen und man davon überzeugt ist, in der Vergangenheit rumzuwühlen zur Problemlösung beiträgt, als aktiv die Zukunft zu gestalten. Sinn, wenn man sich eine hoch empfindsame Person vorstellt, die als Kind ein Trauma erleidet, weil es feststellt, dass die Spielsachen ihre Magie verlieren. Hier kann man glaub ich auch gut die Referenz zu [b:Die Stunde zwischen Frau und Gitarre|25821326|Die Stunde zwischen Frau und Gitarre|Clemens J. Setz|https://i.gr-assets.com/images/S/compressed.photo.goodreads.com/books/1435623683l/25821326._SY75_.jpg|45678527] ziehen. Das Wasser zieht sich als bedeutungsschwerer Begriff durch das gesamte Buch. Virginia Woolf wird in diesem Zusammenhang als die Mutter der Erzählstimme genannt und der Glaube an übergeordnete Zusammenhänge. " Ich selbst habe diese wasserhaftigkeit meiner Existenz immer gespürt. Ich bin eine Flüssigkeit, mein Körper schwingt. ich bin in ständiger tiefer Resonanz mit dir, mit der Vergangenheit, mit den Geistern, die du nicht begraben hast, mit den Gefühlen, die du nicht gelebt hast". Teil 5 ist furchtbar pathetisch geschrieben. Das Essayistische weckt den Widerspruchspandabären in mir. Er greift den neuen Materialismus auf. Kim erwähnt den Körper-Geist Dualismus "ich war nie mein Körper". Hierzu möchte ich [b:Süßwasser|41592403|Süßwasser|Akwaeke Emezi|https://i.gr-assets.com/images/S/compressed.photo.goodreads.com/books/1535870560l/41592403._SY75_.jpg|56785192] empfehlen, das zwar mit einem ganz anderen Ansatz arbeitet, aber genau diese Thematik herausragend gut bearbeitet. Die Genderfluidität wird tatsächlich nur als Nebenthema eingewoben. Hatte nicht den Eindruck, dass dies Seitens des Familientraumas eine Rolle spielte. Hier wurde mehr in Bezug auf die Interaktion mit männlichen Sextoys ein Blickwinkel aufgemacht und die Fluidität lediglich als erschwerendes Fragment im großen Traumatapuzzle hinzugefügt. Fazit: Eine Form der Kunst, die mir in wenigen Sequenzen zugesagt hat, deren Gesamtbild ich zwar erkenne, die Umsetzung zur Themensetzung allerdings ehr missglückt finde. Ich geh dann mal in Resonanz mit anderen Buchwelten....

Blutbuch
Blutbuchby Kim de l'HorizonDuMont Buchverlag
5. Aug.
Rating:2

Es ist definitiv mal etwas ganz anderes. Ich persönlich kann mit dieser "neu-Lyrik" leider nur sehr wenig anfangen. Während der ersten Hälfte musste ich mich zwingen, dass Buch nicht abzubrechen. Die zweite Hälfte hat mir besser gefallen aber soweit muss man erst mal kommen. Es wirkt irgendwie sehr wannabe-edgy. Auch wenn manche Textpassagen mich zum Denken angeregt haben, würde ich dieses Buch niemandem empfehlen können.

Blutbuch
Blutbuchby Kim de l'HorizonDuMont Buchverlag
1. Aug.
Rating:1

Uff ehrlicherweise weiß ich gar nicht, was ich zu diesem Buch sagen soll. Es ist poetisch, künstlerisch und lyrisch. Während es an anderen Stellen sehr direkt und grafisch ist. Ich glaube, dass dieses Buch ein wertvoller Beitrag für die queere Community ist, für nicht-binäre Menschen und Menschen, die sich mit generationsübergreifenden Traumata beschäftigen. Mir persönlich hat der Schreibstil eher weniger zugesagt. Es geht um Identität, das eigene Selbst, wer mensch ist und um die Beziehung zu weiblichen Verwandten im Leben von Kim de l’Horizon. Zwischenzeitlich hatte ich das Gefühl, dass das Buch extra kompliziert geschrieben ist, um die Elite des Bildungsbürgertums abzuholen und möglichst viele Buchpreise zu bringen. (Was mit dem deutschen und schweizerischen Buchpreis 2022 ja auch geklappt hat). Ich habe mich als be Leser*in als ein “Mittel zum Zweck” gefühlt, was ich persönlich eher unschön, unsympathisch und nicht wirklich künstlerisch empfand. Man muss dem Buch lassen, dass es ehrlich, offen, intim geschrieben ist und viele wichtige Themen adressiert. Ich persönlich habe allerdings nicht sehr viel Freude beim Lesen empfunden.

Blutbuch
Blutbuchby Kim de l'HorizonDuMont Buchverlag
9. Juli
Rating:3

Ein Buch über Sprache und das Suchen nach Identität in derselbigen. Ich verstehe warum es den Buchpreis erhalten hat. Da meine Realitätswahrnehmung maximal entfernt ist, fällt es mir schwer die Distanz zu überwinden.

Der Erzähler, man entschuldige den Maskulinum generalis, sucht nach seinen Wurzeln nachdem klar wird, dass die Grossmeer immer tiefer in die Demenz rutscht und damit ein Teil der eigenen Identität zu verschwinden droht. Das Erforschen der Blutbuche aus dem Garten manifestiert die Bilder nach der Ich-Suche, dem Ich-Werden. Alle gesellschaftlichen Konzepte werden in der Auseinandersetzung mit der Familiengeschichte, ausdrücklich auch mit der eigenen Mutter, in sich aufgelöst, ja müssen in der Auflösung enden, sie sind nichts als nutzlose Rahmen wenn sie der eigenen Identität im Wege stehen. Ich konnte nicht mitfühlen, aber der anderen Blickwinkel war doch an Stellen interessant genug weiter zu lesen. "My mother tongue is talking, my father tongue is silence."

Blutbuch
Blutbuchby Kim de l'HorizonDuMont Buchverlag
29. Juni
Rating:4

Die autofiktionale Figur Kim nimmt die fortschreitende Demenz der Großmutter zum Anlass, ihr schonungslos offene Briefe zu schreiben. Darin geht es um Queerness und Selbstfindung, aber insbesondere um die Aufarbeitung der familiären Geschichte. Kim versucht herauszufinden, was mit der verstorbenen Schwester der Großmutter geschah und wo sich die Großtante befindet, die in jungen Jahren verschwand. „Blutbuch“ ist in fünf sehr verschiedene Teile gegliedert. Diese unterscheiden sich insbesondere durch den gewählten Stil. Dadurch wirkt das Buch insgesamt weniger einheitlich, mehr experimentell und mir hat dies sehr gefallen. In den ersten beiden Teilen geht es vor allem um Kims Kindheit, im dritten recherchiert Kim über die Blutbuche, welche in enger Verbindung zur Familiengeschichte steht. Im vierten Teil geht es dann um die Vorfahrinnen, deren Geschichte zuvor unsichtbar war und zuletzt schreibt Kim Briefe auf Englisch direkt an seine Großmutter. Ich konnte mit diesen Teilen unterschiedlich viel anfangen: Während ich mich mit den ersten beiden Teilen eher schwergetan habe, fand ich die restlichen drei Teile sehr interessant und habe diese auch viel schneller durchgelesen. Im Buch geht es um eine ganze Reihe an Themen und die Umsetzung dieser fand ich insgesamt sehr gelungen auf eine künstlerische Weise. Es geht um Queerness, Gender, Klassismus und Traumata. Es geht auch um Sprache, darum, wie sich unsere Muttersprache auswirkt, was man auf welcher Sprache sagen oder eben nicht sagen kann. Gerade dieser Anteil hat mir sehr gut gefallen. Einige Themen dagegen konnten mich weniger begeistern, auch wenn ich dennoch sagen muss, dass auch diese künstlerisch sehr gut eingebracht wurden. Insbesondere der gesamte Themenbereich der Körperlichkeit hat mich etwas ratlos und unangenehm berührt zurückgelassen. Zweiteres war sicher Absicht, aber dennoch konnte ich letztendlich nichts damit anfangen. Ebenfalls etwas schwergetan habe ich mich mit dem Aspekt der Ahnenforschung. Für mich wurde nicht ganz ersichtlich, ob die dort aufgetanen Geschichten Erfindungen waren, oder ob dies eine tatsächliche Familiengeschichte darstellen sollte. Aus Erfahrung weiß ich, dass es eigentlich nicht möglich ist, so genaue Details von so langen verstorbenen Vorfahrinnen zu erhalten, sofern man nicht einem Adelshaus angehört. Doch wenn es sich um ausgedachte Familiengeschichte handeln sollte, dann erschließt sich mir nicht der Wert dieses Abschnitts für die Geschichte. Fazit: „Blutbuch“ war ein intensives Buch, welches auf experimentelle Weise eine große Menge an Themen künstlerisch aufarbeitet. Auch wenn ich mit einigen Themen nicht so viel anfangen konnte, wie mit anderen, hatte ich doch nur wenig ernsthafte Kritikpunkte.

Blutbuch
Blutbuchby Kim de l'HorizonDuMont Buchverlag
25. Juni
Rating:2.5

Der erste Teil begeisterte mich in seiner Lyrik und Erzählkunst - nach der vom Autor selbst beschriebenen Schreibblockade und der abrupten Änderung des Schreibstils, musste ich mich im zweiten Teil leider durch quälen.

Blutbuch
Blutbuchby Kim de l'HorizonDuMont Buchverlag