„Nie, nie, nie“ ist ein echt ehrliches Buch, das einen immer wieder zum Nachdenken bringt. An einigen Stellen hatte ich richtig das Gefühl, abgeholt und verstanden zu werden.
Ich würde es allen empfehlen, die Lust haben, gewohnte Denkmuster mal ein bisschen zu hinterfragen.
Wenn du aber einen unerfüllten Kinderwunsch hast, solltest du wissen, dass das Buch ganz schön emotional werden kann.
Es war total spannend für mich, die Auseinandersetzung einer Frau mit ihrem nicht-Kinderwunsch zu lesen, da ich immer wusste, dass ich Kinder haben möchte. Ich empfinde die Gedankengänge und Wünsche an das Leben der Protagonistin als total nachvollziehbar und ehrlich und ich mag es, wie sehr sie bei sich bleibt und dennoch (meist) liebevoll mit dem Kinderwunsch ihrer Freund:innen umgeht.
Das Buch hat eine nachdenkliche und ehrliche Stimmung erzeugt, die trotz des Wunsches nach Alleinsein so viel Lebensfreude verbreitet.
Ach schwierig.
Ich finde gut, dass auch diese Lebensrealität in der Literatur als Hauptthema Erwähnung findet - eine die so oft Klischees, Unverständnis und Verurteilung gegenübersteht.
Ich weiß aber nicht, ob man dem ganzen einen Gefallen tut, wenn man dann nur eine Seite der Lebensrealitäten präsentiert und doch wieder mit Klischees (bei allen) arbeitet.
Ein paar bleiben einfach so stehen andere bekommen ein Glück auch eine andere Sicht und werden so aufgedröselt (die Szene mit dem fremden Baby vs der Umgang mit Ella zB).
Auch habe ich mich selbst so oft während des Lesens gefragt: "Ja aber was ist denn nun DEIN Grund?" - es wird so oft um den Brei geredet. Ist halt so.
Irgendwann kam dann Mal ein leises "ich will mich nicht selbst verlieren" und ich dachte, jetzt geht's los. Aber leider bleibt es an der Stelle stehen.
Es ist eine Sicht der Dinge und dann eine so klein angedeutete - das fand ich schade.
Ich finde, es verliert sich so ein wenig an der Oberfläche, ich hätte mir etwas mehr Tiefe gewünscht.
Dass dann ausgerechnet auch das Ende in so eine Klischeekerbe haut ... ich weiß nicht.
"Nie nie nie" macht auch einiges richtig und ich finde, man kann es auch gut lesen, selbst wenn es nicht ganz die eigene Lebensrealität widerspiegelt, aber ich hoffe, das Verständnis, dass es vermitteln soll (und so dringend braucht!), leidet nicht an dem ein oder anderen Klischee, dem man in dem Buch begegnet.
Das Buch hat mir richtig gut gefallen, vor allem weil die Autorin so viele unterschiedliche Sichtweisen bzgl. Kinderkriegen zeigt. 😊 Ich mochte, dass verschiedene Figuren und Gedanken vorkommen und man dadurch merkt, wie individuell das Thema Kinder kriegen ist und welche Gedanken und/oder Absichten Menschen zu diesem Thema haben.
Besonders gut fand ich, dass das Buch weder sagt „Kinder sind das Beste“ noch „Kinderfrei leben ist besser“. Das Buch gibt zu keinem Zeitpunkt eine Antwort vor. Obwohl die Protagonistin sich klar dagegen entscheidet, fühlt es sich nie belehrend an. Stattdessen geht es eher um dieses ständige Nachdenken und Abwägen, gesellschaftliche Erwartungen sowie persönliche Zweifel, die mit dieser Entscheidung verbunden sind. ✨
Für mich war das Buch deshalb spannend, weil es ein wichtiges Thema sehr ehrlich und ruhig erzählt, ohne einem eine Meinung aufzudrängen. Ich habe mir sehr viel an unterschiedlichsten Stellen markiert, weil ich die Gedankenwelt der Protagonistin und ihr Abwegen gut nachvollziehen konnte. 🤗
Das Buch regt zum nachdenken an, wie man eigentlich sein Leben gestalten möchte, welche Veränderungen die Entscheidung für/gegen Kinder mit sich bringt und vor allem eins - und das ist für mich ganz wichtig -, dass man solche Entscheidungen selbstbestimmt treffen sollte. ‼️ Für keinen Partner, für keine Eltern oder Freunde und erst recht nicht um jemanden einen Gefallen zu tun und/oder eine Beziehung zu „retten“, sollte man sich für ein Kind entscheiden, obwohl man im Kern weiß, dass man das gar nicht so sehr möchte. 😊
Ein unglaublich tolles Buch! Es war wirklich lange auf meiner Tbr Liste, jetzt hab ichs gelesen und es war wundervoll!
Das Thema Kinderwunsch / kein Kinderwunsch ist ein Thema, dass mich und auch mein Umfeld immer mehr beschäftigt. Die ersten Personen in meinem Alter sind schon Mütter oder Väter geworden und auch dadurch werden meine Gedanken zum Thema Kinderwunsch immer mehr.
Ich fand es großartig, die Perspektive einer Person zu erleben, die keinen Kinderwunsch hat, ihr Blick auf das Leben, Partnerschaft und Mutterschaft. Ich fand es erstaunlich, wie oft sich die Protagonistin erklären musste, und wie enttäuscht Menschen in ihrem Leben von der Entscheidung waren, dass sie keinen neuen Menschen zur Welt bringt. Und ich glaube es ist unglaublich anstrengend, mit der Entscheidung, kein Kind zu bekommen, nicht nur eine Entscheidung zu treffen sondern immer wieder Menschen zu enttäuschen.
Ich fand die Protagonistin richtig sympathisch und mochte auch alle anderen Personen in der Geschichte. Die Erzählperspektive hat mir gut gefallen und ich hab richtig mitgefiebert. Große Empfehlung für alle Menschen egal ob mit oder ohne Kinderwunsch, egal welchen Geschlechts!
Emotional beschreibt die Autorin den gesellschaftlichen Druck des „Mutter-werdens“ und die innerliche Zerissenheit, die durch diesen Druck oft ausgelöst wird. Sehr realitätsnah, wie die Protagonistin sich vielen Meinungen aussetzen muss und ständig mit sich hadert.
Mein Leben, meine Entscheidung und die Konsequenzen
Das Buch greift ein Thema auf, das immer noch erstaunlich aufgeladen ist: Kinder ja oder nein? Und vor allem wer entscheidet das eigentlich wirklich? Die Autorin macht ziemlich klar: Diese Entscheidung gehört allein dir. Und genau das fand ich stark. Sie spricht offen an, wie subtil und manchmal auch ziemlich direkt gesellschaftlicher Druck aufgebaut wird, gerade gegenüber Frauen. Wer sich gegen Kinder entscheidet, wird schnell abgestempelt. Das wird hier nicht beschönigt, sondern ehrlich auf den Tisch gelegt.
Besonders gelungen fand ich, wie gezeigt wird, was passiert, wenn in einer Beziehung die Lebensentwürfe auseinandergehen. Das ist unbequem, realistisch und trifft einen Punkt, den viele gern verdrängen. Liebe allein reicht eben nicht immer, wenn die grundlegenden Vorstellungen vom Leben nicht zusammenpassen.
Was mich allerdings gestört hat: Das Elternsein wird teilweise ziemlich einseitig negativ dargestellt. Klar, Schlafmangel, Überforderung gehört alles dazu. Aber dieses Bild von ausschließlich erschöpften, genervten „Zombies“ wirkt irgendwann überzogen und fast schon klischeehaft. Da hätte ich mir mehr Balance gewünscht. Weniger pauschales Eltern-Bashing, dafür mehr Tiefe in der eigentlichen Beziehungsgeschichte, das wäre spannender gewesen.
Unterm Strich ist es trotzdem ein wichtiges Buch. Gerade in einer Zeit, in der die Entscheidung für oder gegen Kinder nicht mehr einfach „nebenbei“ getroffen werden sollte. Es regt zum Nachdenken an, auch wenn es nicht in allen Punkten fair bleibt.
Hmmm vielleicht hatte ich mich selbst ins AUS geschossen, weil ich zu hohe „Erwartung“ hatte.
Von der Thematik her, gibt es meines Wissens wenige Bücher über eine „standhafte“ Frau mit einem Wunsch nach einem kinderlosen Leben…
das man ab und zu doch drüber nachdenkt oder fantasiert ist menschlich, so wie wir all unsere Entscheidungen,von allen Seiten betrachten sollten.
In diesem Buch fehlte mir leider eine Stimme die FÜR die Protagonistin spricht… alle(leider wirklich alle) versuchen Sie zu ändern und am Ende schafft es das Buch nicht,sie als souverän darzustellen und es bleibt ein Geschmack des Mitleides übrig. Schade 🤷🏽♀️
Grossartig 🥲🫶🏼
„Nie Nie Nie“ ist ein Buch, welches dazu anregt, die eigene Meinung im Bezug auf ein Leben ohne Kinderwunsch entweder zu überdenken oder, wie in meinem Fall, deutlich zu bestärken!
Ich habe so oft mit der Protagonistin mitgefühlt, wenn es im Familien- und/oder Freundeskreis mal wieder um dieses „leidige“ Thema ging 🙈. Toll, dass sie trotzdem ihren eigenen Weg gegangen ist und an ihrer Einstellung festgehalten hat 💪🏼.
Leseempfehlung 📖 🫶🏼
Ich musste mich erst an den Erzählstil gewöhnen, mochte ihn dann aber echt gerne. Die Geschichte ist nicht einfach zu lesen und hat in mir viel aufgewühlt. Ich finde es schön, wie intensiv sich die Autorin in der Geschichte mit dem Thema „Kinderwunsch“ befasst.
Das Ende hat mich echt gekriegt.
Kann ich jedem empfehlen, der sich auch schonmal gefragt hat, warum alle immer Kinder kriegen und mal selbst nicht diesen Wunsch hat.
Im Zentrum steht eine 35-jährige Frau, die eine Entscheidung getroffen hat, die in unserer Gesellschaft noch immer erklärungsbedürftig scheint: Sie will keine Kinder.
Was euch erwartet:
• Geflecht aus Erwartungen
• Leise Zweifel
• Gesellschaftlicher Druck
• Innerer Auseinandersetzung
Stil:
Für mich war u.a der Schreibstil das, was dieses Buch so besonders gemacht hat. Er wirkt zunächst „unscheinbar" und nüchtern, aber genau darin liegt seine Stärke. Ich hatte ständig das Gefühl, nicht einfach zu lesen, sondern einer Stimme zuzuhören, die ehrlich und unverstellt spricht. Die Sätze sind klar, oft kurz, aber sie treffen. Ich bin durch die Seiten geglitten und musste trotzdem immer wieder innehalten, weil einzelne Gedanken mir so nah gingen.
Haltung:
Sie zeigt, wie sehr unsere Gesellschaft daran gewöhnt ist, Zeit immer „nutzen" zu müssen. Dieses ständige Gefühl, etwas erleben, erreichen oder optimieren zu müssen und wie irritierend es wirkt, wenn jemand einfach sagt:
Ich will gerade nichts. Es hat für mich etwas total Ruhiges und Selbstbestimmtes. Nicht laut oder „kämpferisch" aber trotzdem ein klares Nein zu all den Erwartungen von außen.
Sie beschreibt Elternschaft, wie ich finde, sehr ehrlich und respektvoll - in all ihrer Intensität, zwischen Erschöpfung und überwältigender Liebe. Da ist keine Abwertung, sondern ein echtes Anerkennen dessen, wie viel Tiefe und Extrem in diesem Lebensweg liegt. Gleichzeitig sagt sie, dass auch ein Leben ohne Kinder nicht weniger intensiv oder erfüllend sein muss.
Fazit
Die Geschichte schafft Raum für alle Perspektiven, ohne zu werten. Elternschaft wird nicht abgewertet, sondern in ihrer ganzen Intensität ernst genommen, genauso wie der bewusste Verzicht darauf. Es geht hier nicht um ein „richtig" oder „falsch", sondern um die Freiheit, das eigene Leben selbst zu definieren, ohne sich ständig erklären zu müssen.
Ich empfehle dieses Buch ALLEN. Egal ob mit Kinderwunsch, ohne, mit Kindern oder ohne. Weil es nicht darum geht, jemanden zu überzeugen, sondern darum, Verständnis zu schaffen. Und gerade auch Männern (!!!) um zu zeigen, mit welchen Erwartungen und unterschwelligen Bewertungen
Frauen immer noch konfrontiert sind
Emotional, nachdenklich, wunderschön.
Ich hab das Buch beendet und würde es am liebsten nochmal von vorne beginnen. So ehrlich, so nah. Das Thema Kinder wollen/ nicht wollen aus einer herzergreifenden Perspektive, lest dieses Buch!
Zwischen Selbstbestimmung und Erwartung. Klare Leseempfehlung 🫶🏻
Der Roman Nie, Nie, Nie von Linn Strømsborg hat mich komplett gepackt. Ich habe ihn in anderthalb Tagen durchgelesen, weil ich ihn einfach nicht aus der Hand legen konnte. Der Schreibstil ist klar und direkt, man ist sofort mitten in der Geschichte und fühlt sich den Figuren nah.
Mich hat vor allem beschäftigt, wie aktuell das Thema ist. In einer Zeit, in der viel über Selbstbestimmung und Rollenbilder gesprochen wird, zeigt das Buch sehr ehrlich, wie der Wunsch, als Frau kinderlos zu bleiben, noch immer auf Unverständnis stößt. An vielen Stellen hat es mich zum Nachdenken gebracht und auch dazu, meine eigenen Sichtweisen zu hinterfragen. Ich bin wirklich dankbar für die Perspektiven, die hier vermittelt werden.
Neu für mich war der Aufbau des Romans, ohne klassische Kapitel und bin teilweise sehr überschaubaren Seiten. Aber im Nachgang hat genau das absolut zu der Geschichte gepasst.
Für mich eine klare Leseempfehlung, ganz egal, ob man selbst Kinder möchte oder nicht.
Was für ein Glück, dass ich diesen Roman gelesen habe!
Eine Frau, die weiß, dass sie niemals Kinder bekommen möchte, beleuchtet das Mutter- bzw. Elternsein von allen Seiten. Ganz neutral, aber auch wahrhaftig. Ein Buch, das mich schon auf den ersten Seiten so berührt hat und auch bis zum Schluss nicht damit aufgehört hat.
Ein echtes Highlight!
Eine Frau, die bewusst keine Kinder bekommen möchte und permanent von ihrem Umfeld daran erinnert und hinterfragt wird.
Ein einzigartiger Schreibstil. Ich hoffe es wird bald mehr von Stromsborg übersetzt! Ein absolutes Highlight der letzten Wochen.
Kurze Seiten, häufig nur eine halbe Seite. So fliegt man durch das Buch und kann es problemlos an einem Nachmittag lesen.
Lesenswert besonders für diejenigen, die keine Kinder möchten.
Das war richtig interessant, angenehm & erfrischend zu lesen 💛
Die Autorin begeistert mit einem wunderbar leichten und zugleich einfühlsamen Schreibstil. Sie greift sensible Themen auf, ohne dabei belehrend oder aufdringlich zu wirken, sondern erzählt authentisch, ehrlich und erfrischend nahbar. Das Buch wirkt zu keiner Zeit penetrant. Sowohl die Entscheidung für Kinder als auch gegen Kinder wird respektvoll und balanciert dargestellt – beide Perspektiven haben ihre Daseinsberechtigung. Mich persönlich hat die Geschichte dennoch noch einmal zum Nachdenken gebracht und mir wertvolle Impulse für meine eigene Entscheidung mitgegeben. Von mir gibt es ganz klar eine Leseempfehlung!
Keine großen Dramen, sondern ehrliche Gedanken über Lebenswege, Zweifel und Ambivalenz. ✨ Dieses Buch zeigt, dass jede Entscheidung auch einen Abschied bedeutet – und dass genau darin Wahrheit liegt.
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Inhalt: 📚
Dieser Roman erzählt von einer Frau, die sich bewusst gegen das Muttersein entschieden hat. Mit fünfunddreißig sieht sie sich immer wieder mit Erwartungen konfrontiert – vom zweifelnden Partner, der hoffnungsvollen Mutter bis zur besten Freundin, deren Leben sich mit einem Kind grundlegend verändert.
Meinung: 💭
nie nie nie von Linn Strømsborg hat mich leise, aber nachhaltig berührt. Es ist kein lautes Buch, kein dramatischer Roman mit großen Wendungen – sondern ein ruhiger, fast schon nüchterner Blick auf eine Entscheidung, die gesellschaftlich immer noch als selbstverständlich gilt: die Frage nach Kindern.
Die Protagonistin entscheidet sich bewusst gegen ein Leben mit Kind – und genau darum dreht sich das Buch.
Interessant war für mich die Beziehung zu ihrer besten Freundin, die einen anderen Lebensweg wählt. Hier zeigt sich, wie unterschiedlich Prioritäten werden können, ohne dass jemand „im Unrecht“ ist. Trotzdem entstehen leise Spannungen, Distanz, Unsicherheiten. Diese Dynamik wurde sehr fein beobachtet und realistisch dargestellt – manchmal fast schmerzhaft alltäglich.
Auch die Beziehung zu ihrem Partner spielt eine zentrale Rolle. Sie ist keine große, dramatische Liebesgeschichte, sondern eine Beziehung, die getragen wird von Gesprächen, Unsicherheiten und unausgesprochenen Erwartungen. Gerade hier zeigt sich, wie sehr Lebensentscheidungen nie nur individuell sind, sondern immer auch das Gegenüber betreffen. Diese ruhige, erwachsene Auseinandersetzung hat mir gefallen – auch wenn ich mir stellenweise gewünscht hätte, dass die Konflikte noch etwas tiefer ausgelotet werden.
Ein Zitat, das für mich das Herzstück des Romans bildet:
„Ich glaube nicht mal, dass mir nie etwas fehlen wird, mir wird alles fehlen, wogegen ich mich entscheide. Bestimmt könnte ich ein genauso schönes Leben haben, wenn ich einen anderen Weg einschlüge, ich bin mir sicher, ich könnte viele schöne Leben haben, die meinem jetzigen mal mehr, mal weniger gleichen, aber für irgendein Leben muss man sich ja entscheiden.“
Genau das ist es. Dieses Buch handelt nicht von Reue oder Überzeugungsarbeit, sondern von der Erkenntnis, dass jede Entscheidung auch einen Verlust bedeutet – und dass das völlig in Ordnung ist. Diese Ambivalenz fand ich unglaublich ehrlich.
Der Schreibstil ist schlicht, reduziert, fast kühl – aber gerade dadurch sehr klar. Keine übertriebenen Emotionen, keine künstlichen Konflikte. Alles wirkt realistisch, alltäglich, nah. Gleichzeitig erzeugt genau diese Zurückhaltung eine gewisse Distanz, die das Mitfühlen manchmal etwas erschwert hat.
Fazit: 🥀
Ein leiser, reflektierter Roman, der sich mit großer Klarheit einer gesellschaftlich hoch aufgeladenen Frage widmet und gerade durch seine Zurückhaltung Wirkung entfaltet.
Highlights & Kritik:
✔ Thematik & Haltung: Der Roman argumentiert nicht, sondern reflektiert – und eröffnet damit Raum für Ambivalenz.
✔ Gesellschaftliche Beobachtung: Subtile Erwartungen, unausgesprochene Normen und leise Zweifel werden sichtbar gemacht, ohne dramatisiert zu werden.
✔ Zentrale Botschaft: Die Erkenntnis, dass jede Entscheidung auch einen Verzicht bedeutet, wird ehrlich und nachvollziehbar vermittelt.
➖ Emotionale Distanz: Der reduzierte, nüchterne Stil erzeugt Klarheit, erschwert jedoch stellenweise ein tieferes emotionales Mitgehen.
➖ Konflikttiefe: Einige Spannungsmomente – insbesondere innerhalb der Partnerschaft – hätten noch stärker ausgelotet werden können.
Ein kluges, ruhiges Buch über Selbstbestimmung, gesellschaftliche Erwartungen und die Ambivalenz von Lebensentscheidungen.
Es scheint die Frage unserer Generation zu sein: Will ich *wirklich* Kinder?
Die Protagonistin dieses Romans hat eine ganz klare Antwort auf diese Frage: Nie, nie, nie.
Dass sie keine Kinder will, weiß sie eigentlich schon immer. Doch mit Anfang 20 kann man diese Einstellung deutlich einfacher vertreten als mit Mitte 30, wenn auf einmal alle um einen herum Kinder wollen, haben oder bekommen und vielleicht sogar der eigene Partner von neun Jahren auf einmal sagt: "Ja, mensch, ich dachte du änderst deine Meinung vielleicht irgendwann noch."
Die Geschichte der Protagonistin ist wahrscheinlich "OH TOO RELATEABLE" für alle Frauen in ihren Dreizigern, die keine Kinder wollen.
"Aber warum denn nicht?"
"Was, wenn du es später bereust?"
"Aber du weißt erst, was echte Liebe ist, wenn du ein eigenes Kind hast!"
"Mach es doch- deinem Partner zu liebe."
... Und so weiter. Für mich war das Buch teilweise, ohne das als Kritik zu meinen, anstrengend zu lesen, einfach weil ich mich über Bezugspersonen der Protagonistin aufregen musste, die nicht akzeptieren wollten, dass sie nun mal keine Kinder möchte. Immer wieder muss sie sich rechtfertigen und wird in ihrer Entscheidung nicht ernst genommen. Das ist selbst als Leserin unfassbar frustrierend. Ich frage mich aber auch, wie Leserinnen, die selber unbedingt Kinder wollen und einen nicht vorhandenen Kinderwunsch nicht verstehen können, das Buch empfunden haben. Vielleicht ganz anders als ich?
Ich denke es werden sich besonders Frauen, die keine Kinder wollen, sich aber in einer Bubble mit reichlich Kinderwunsch bewegen, gesehen fühlen in diesem Buch. Ich selber bin in meinem Freund*innenkreis nur eine von vielen, die keine Kinder möchte, daher kenne ich diese (ignoranten!) Diskussionen persönlich kaum.
Was mir etwas missfallen hat ist, dass die Protagonistin oft "Gründe" nennt, um ihre Entscheidung zu rechtfertigen und mir persönlich viel zu selten der wichtigste Grund genannt wurde: Weil. Kein. KINDERWUNSCH. Da. Ist.
Das ist für mich ein unfassbar wichtiger Punkt, der gerne vergessen wird.
Außerdem waren die teilweise extrem kurzen Kapitel oder Absätze nicht so ganz mein Ding. Dadurch hat mir das "Romangefühl" manchmal etwas gefehlt- was zum Ende hin aber besser wurde. Trotzdem hat mich das beim Lesen irgendwie so gestört, dass ich erst nur 3 Sterne geben wollte. Aber: ich habe im Anschluss noch viele Tage über das Buch und das Thema nachgedacht und reflektiert. Das Buch hat mich also nachhaltig beschäftigt- daher gibt es doch einen halben Stern mehr und damit 3,5/5 Sterne und ein generelles "ich würde das Buch weiterempfehlen". :)
2.5 ⭐
Anfang und Ende waren ehrlich gesagt gut, alles was mittendrin kam, hat mich leider so gar nicht abgeholt, teilweise gelangweilt. Das Thema ist wichtig, allerdings hätte ich es anders verpackt gebraucht. Teilweise war es mir zu oberflächlich und emotionslos. Der ständige Wechsel von Zeit und Personen war nichts für mich und im Mittelteil wurden verschiedene Treffen mit Menschen abgefrühstückt, die nur eine Sichtweise kennen: ihr eigene. Und die lautet immer nur: ohne Kind? wenn du das Mal nicht bereust.
Durchaus real, aber für mich nicht gut genug verpackt.
„Ich will keine Kinder, nicht mit ihm. Mit niemandem. Schon gar nicht mit mir selbst.“
Der Schreibstil - außergewöhnlich. Eingängig und absolut fantastisch. Das Buch besticht vor allem , durch die Erzählperspektive und die dazugehörigen kleinen Anekdoten , die immer mal wieder die Geschichte unterbrechen und gleichzeitig, der Geschichte enorm gut tun.
Auf jeder Seite transportiert das Lyrische-Ich uns all seine Gefühle und das in einer absurd puren Weise, die absolut berührt und genau trifft.
Das Buch fängt auf, hält fest und lässt einen nicht los.
Klare Empfehlung- auch für alle , die einen Kinderwunsch haben.
Ein kurzweiliger, aber intensiver und berührender Roman, der aufzeigt, vor welchen Schwierigkeiten Frauen stehen (können), wenn sie sich dafür entscheiden, kinderlos zu bleiben. Selten hab ich ein Buch so verschlungen wie dieses. Sehr bewegend und kommt ohne „Kindershaming“ aus. So ehrlich und realitätsnah, dass durchaus Tränen kullern können.
Toller Schreib- und Erzählstil. Ich bin selbst noch in meinen frühen Zwanzigern, aber viele Werte kamen mit vertraut vor.
Am Ende kamen leider auch ein paar Tränen und die große Frage: Was will ich selbst eigentlich?
Großartiges Buch, für den letzten halben Stern hat mir noch das gewisse Etwas gefehlt, da mich das Buch nicht komplett umgehauen hat.🌱
Starkes Buch über ein viel zu selten besprochenes Thema: Frauen, die keine Kinder möchten.
Der Sinn des Lebens besteht doch ausschließlich darin, dass man sich fortpflanzt, oder? - In dem Buch wird sich genau dem Thema Kinderwunsch bzw. Kein-Kinderwunsch gewidmet, denn die Protagonistin ist eine Person, die „nie, nie, nie“ Kinder möchte. Wie reagiert das Umfeld, wie geht man in einer Partnerschaft damit um, was passiert, wenn die beste Freundin plötzlich ein Kind bekommt? Die Sprache ist so klar und auf den Punkt, mitfühlend kann man der Protagonistin folgen. Der Text hat mich tief bewegt und berührt. Es war für mich echtes Highlight zum Jahresabschluss.
Super gutes Buch! Ein gut gewählter Einblick in die Situation einer Frau die nicht Mutter werden möchte. Ich fühlte mich beim lesen der Szenerie sehr nah und fand den Schreibstil wirklich erfrischend echt & lebendig.
NIE NIE NIE - ist wirklich ein sehr gutes Buch. Es fasst so gut auf, wie der Gedankengang einer Frau sein kann, wenn diese sich bewusst dazu entscheidet keine Kinder bekommen zu wollen. Wie ihr Umfeld reagiert, wie sie selbst Mutter, Kind, Großmutter Beziehungen betrachtet und erfahren hat. Wie viel Bedeutung hinter der Verantwortung als Mutter sein steht & gleichzeitig immer wieder ganz viel Selbstbestimmung in der Hauptprotagonistin liegt, ihr Leben schön, bewusst, langsam mit Buch und dem Sommer ohne den Wunsch nach Kindern zu gestalten. Der Konflikt der Beziehung zu ihrem Freund, den sie liebt, zu ihrer besten Freundin die sie so genau beobachtet und unterstützt in ihrem Prozess des Mutter Werdens und Seins- dieses Buch lädt ein Perspektiven zu wechseln und Bewusstsein für unterschiedliche Lebensrealitäten zu schaffen.
„Nie, nie, nie“ hat bei mir insgesamt leider einen sehr enttäuschenden Eindruck hinterlassen. Ich bin mit ganz anderen Erwartungen an das Buch herangegangen und hatte mir inhaltlich deutlich mehr erhofft.
Die Gedanken und Perspektiven wirkten oft lose aneinandergereiht, ohne wirklich aufeinander aufzubauen oder sich sinnvoll zu ergänzen. Dadurch fehlte mir ein roter Faden. Auch die Figuren konnten mich nicht überzeugen: Sowohl die Freundin als auch die Mutter der Protagonistin empfand ich als sehr anstrengend und unsympathisch. Aber auch die inneren Monologe der Protagonistin selbst waren stellenweise schwer nachvollziehbar und wirkten auf mich eher irritierend als tiefgründig.
Insgesamt bleibt für mich der Eindruck, dass das Buch viele bekannte Argumente rund um das Thema Kinder, Kinderlosigkeit und gesellschaftliche Rollenbilder aufgreift, ohne neue Perspektiven oder Erkenntnisse zu liefern. Wer sich bereits ansatzweise mit diesem Themenfeld beschäftigt hat, wird hier kaum etwas Neues finden.
„Als Philip und ich mal darüber sprachen, wie es wäre, ein Kind zu haben, meinte ich, dass ich vielleicht einen guten Vater abgeben würde.
Er lachte. »Du meinst eine gute Mutter?«
»Nein, einen guten Vater. «“ 🫠
Ein so wichtiges Buch, welches ohne über andere Lebensentwürfe zu urteilen beschreibt wie es ist, als Frau in unserer Gesellschaft keine Kinder zu wollen.
Es gibt viele kurze „Kapitel“, in denen die Erzählerin ihre Gedanken und inneren Konflikte sehr ehrlich teilt. Auch wenn sie genau weiß was sie möchte und nicht möchte, hinterfragt sie sehr viel. Und auch wenn oder gerade weil es auf keine ihrer Gedanken eine klare Antwort gibt, ist es total aufklärend und realistisch. Mich hat es als Leserin total dazu angeregt, über meine eigenen Vorstellungen nachzudenken!
Ich denke immernoch fast jeden Tag an das Buch, und ich kann es wirklich weiterempfehlen - vor allem wenn man sich für feministische Themen interessiert 🫶🏼
Hier ein paar von den unzähligen Zitaten, die ich toll fand:
„Warum enttäuschen wir die Menschen, die wir lieben? Weil wir uns selbst enttäuschen, die ganze Zeit, weil wir uns verändern, weil sich unsere Wünsche verändern, weil wir plötzlich andere Erwartungen haben, weil wir die Welt nicht mit ihren Augen sehen, weil uns Gefühle umtreiben, weil wir aneinander vorbeireden, uns missverstehen, weil wir immer vom Schlimmsten ausgehen, weil wir vor Traurigkeit wütend und vor Wut traurig sind. Ich weiß ja selbst kaum, was ich fühle, wie soll ich da wissen, was er fühlt?“
„Wenn man sich für etwas entscheidet, schließt man immer etwas anderes aus. Man muss Prioritäten setzen und bereit sein, etwas zurückzulassen, was einem vorher wichtig war. Aber wenn ich mal keine Zeit mehr für die Dinge habe, mit denen ich mein Leben füllen wollte, will ich nicht meinen Kindern die Schuld geben.“
Es gibt Fragen, die wirken harmlos und sind doch tiefgreifend. „Nie, nie, nie“ von Linn Strømsborg kreist genau um eine von ihnen und legt offen, wie selbstverständlich wir Lebensentscheidungen kommentieren und bewerten.
Im Mittelpunkt steht eine Frau, die sich bewusst gegen Kinder entschieden hat. Diese Klarheit bewahrt sie jedoch nicht vor Nachfragen und unterschwelligen Vorwürfen. Besonders deutlich wird dabei, wie fest die Vorstellung verankert ist, dass ein erfülltes Frauenleben zwangsläufig mit Mutterschaft verbunden sein muss.
Besonders gefallen hat mir an diesem Buch die spürbare Nähe zur Realität. Immer wieder wird deutlich, wie schnell eine persönliche Entscheidung zur öffentlichen Angelegenheit wird. Warum glauben wir, ein Recht darauf zu haben, diese Frage zu stellen und weshalb fällt es uns so schwer, ein Nein zu akzeptieren?
In dem Buch geht es in erster Linie um gesellschaftlichen Normen, mit Rollenbildern und mit der eigenen Haltung.
„Nie, nie, nie“ ist ein ehrliches Buch. Es hat mich an einigen Stellen nachdenklich gemacht und mir das Gefühl gegeben, verstanden zu werden.
Eine klare Leseempfehlung für alle, die bereit sind, gängige Selbstverständlichkeiten zu hinterfragen. Personen mit unerfülltem Kinderwunsch sollten sich jedoch bewusst sein, dass diese Lektüre emotional fordernd sein kann.
Hat mir sehr gut gefallen und ich konnte viele Gedankengänge der Protagonistin gut nachvollziehen. Auch den Schreibstil fand ich sehr angenehm! Ich bin gespannt auf das andere Buch der Autorin, das bereits auf meinem SUB wartet☺️
Mich hat das Buch wegen des Themas angesprochen und sehr gut gefallen.
Sehr flüssig zu lesen und toll geschrieben. Ich habe mich in vielem wieder erkannt und konnte sehr gut mit der Protagonistin mitfühlen. Vermutlich, weil ich mich so sehr wieder erkannt habe, war ich sehr schnell in der Geschichte drin und fiel mir auch erst nach etwas der Hälfte auf, dass man ihren Namen nie erfährt. Was wiederum vermutlich auch dazu beitrug, dass ich gut mitfühlen und mich in ihr wieder finden konnte.
Ich fand es sehr unaufgeregt, die Erzählweise so, als wäre es eine Art Unterhaltung. Das Thema Kinderwunsch (ob vorhanden oder nicht) sehr gut umgesetzt, ohne, dass es meinem Gefühl nach zu schwer war.
Und besonders toll fand ich das Ende.
So unfassbar gut. Ich werd hier noch oft dran denken.
Als Frau, die selber keine Kinder will, finde ich mich hier auf vielen vielen Seiten und in unglaublich vielen Worten und Momenten wieder.
Teilweise hab ich hier den ein oder anderen Stich ins Herz bekommen und selbst völlig verbittert an die Situationen gedacht, in denen man mir meine eigene Meinung über mein Leben und meine Zukunft, meinen Kopf, meine Gefühle genommen hat.
Die Protagonistin wird ständig von allen um sich herum kleingehalten und bevormundet. Das tolle daran: sie lässt es nicht mit sich machen. Macht ihr Ding. Sagt Nein. Sagt nie, nie, nie.
Phänomenal. Eine laute Stimme für alle, die sich nicht trauen etwas gegen die Erwartungen der Gesellschaft zu sagen.
Ich vergebe selten Sterne aber bei diesem Buch ist es mir ein tiefes inneres Bedürfnis es nach draußen in die Welt zu schreien. Dieses Buch trifft so viele Nägel auf den Kopf. Es zeigt eindrücklich womit sich viele junge Frauen täglich rumschlagen müssen: veraltete Rollenbilder, romantisiertes Kinderkriegen und seltsame Ansprüche auf den Lebensweg einer anderen Person. Mit viel Feingefühl und Empathie beschreibt die Autorin alltägliche Situationen. Gedanken, Sorgen, Ängste. Ich habe mich so gesehen gefühlt in jedem Satz und mich oftmals gefragt, ob wir dieselbe Person sind. Hatte richtig Gänsehaut beim lesen. Es ist ehrlich, sachlich und ruhig geschrieben und beleuchtet so viele verschiedene Facetten und "Probleme".
Die Gesellschaft drückt so vielen jungen Frauen auf das Kinder ihr Ziel seien, und sie komisch sind, wenn sie das nicht wollen. Aber die frage ist doch ist nicht die Gesellschaft komisch so etwas zu verlangen? Wie oft ich diese Debatten und fragen schon aushalten musste. Was geht es andere Menschen denn an, wieso ich keine Kinder will und woher nehmen sie sich die Freiheit mich von "der richtigen" Meinung überzeugen zu wollen? Wieso beschäftigt es andere denn überhaupt so, es ist doch nur eine Entscheidung wie jede andere auch. [Dieses ständige romantisierej in Bezug auf Kinder irritiert mich sowieso maßlos... ein Leben kann genauso erfüllt sein OHNE Mutter zu sein.]
Ich empfehle dieses Buch wirklich allen jungen Menschen insbesondere als Geschenk für die Deppen, die unsere Meinung zu diesem Thema nicht akzeptieren wollen & euch sagen ihr wärt zu jung um das zu entscheiden. Ihr seid nicht zu jung. Eure Meinung ist valide. Niemand hat das Recht euch reinzureden.
This hits close to home.
Der Struggle, die inneren Gedankengänge, die Reaktionen des Umfelds.. krass wie eindrücklich alles beschrieben wurde. Es sind so viele Zitate gefallen, die ich mir markiert habe. Das Ende war mir persönlich bisschen zu abrupt und ich habe zuerst überlegt 4 Sterne zu geben, aber nein, das Buch hat eindeutig 5 verdient.
Das Buch Nie Nie Nie setzt sich mit dem Thema des nicht existierenden Kinderwunsches auseinander und wie das Leben davon beeinflusst wird. In reportähnlichen Kapiteln lesen wir die Gedanken und Erfahrungen einer 35-jährigen Frau, die bereits in jungen Jahren schon wusste, dass sie keine Kinder möchte. Doch so langsam ändert sich alles, die beste Freundin bekommt ein Kind, die Mutter schreit nach Enkeln und auch der Partner, der kein Problem damit hatte, kann die Entscheidung nun doch nicht mehr unterstützen.
Also vorweg, es ist für mich ein Highlight-Buch, auch wenn es weder ein Meisterwerk ist, noch bis zur letzten Stelle spannend war. Aber allein die Tatsache, ein solches Buch lesen zu dürfen, macht mich in gewisser Weise "ehrfürchtig". Getreu dem Motto 'Sowas hätte es früher nicht gegeben' bin ich froh, dass Frauen solche Romane schreiben und veröffentlichen dürfen. An sehr vielen Stellen habe ich meine eigenen Gedanken, Sorgen und Ängste wiedergefunden und war dadurch emotional teilweise sehr angeschlagen und habe stumme Tränen vergossen. Ich bin mir durch das Lesen des Buches aber nicht sicherer oder unterstützt in meiner Einstellung, dafür dient das Buch in keinster Weise. Es ist eher wie ein tiefes und langes Gespräch, ein Hand halten, der Austausch von Erfahrungen und Gefühlen mit einer namenlosen Komponente, ein "Ich verstehe dich, deine Gedanken sind normal".
Den Schreibstil fand ich toll, auch wenn er durch das gesamte Buch weg sehr unterschiedlich gewichtet ist, was Tempo und Tiefgründigkeit angeht. Manche Kapitel sind nur eine halbe Seite lang und beschreibend, andere erzählen in schmerzhaftem, fließendem Prosa wie einen die Dysbalance zwischen anerzogenen gesellschaftlichen Standards und dem eigenen Ich im Inneren zerreißen kann.
Gerade, da heute (Gott sei Dank) immer mehr zeitgenössische Texte auf die unbeschönigten Tatsächlichkeiten des Mutterseins eingehen und einen Blick dafür öffnen, ist dieses Buch ein super Gegenstück, dass meiner Meinung nach genau so mit offenen Armen bewusst gelesen werden sollte.
keine kinder zu wollen, ist eine entscheidung, die so so oft kritisiert und runtergeredet wird. in dem buch erzählt die protagonistin davon. wirklich sehr empfehlenswert und super relatable! schreibstil hat mich auch total angesprochen.
Via Instagram bin ich auf das Buch aufmerksam geworden und ich wusste dass ich es lesen muss. Das Titelbild hat mich förmlich angesprungen!
Das Thema aus diesem Buch ist kein Leichtes.
Ein sehr aktuelles, der heutigen Zeit entsprechendes bewegendes Thema. Wichtig und richtig. Finde es super dass darüber gesprochen wird.. Das… Nicht immer nur die andere Seite beleuchtet wird.
Auch mich betrifft dieses Thema. Vielleicht geht es mir gerade deswegen so nah. Es geht um das Thema Kinderwunsch bzw. nicht Wunsch. Es geht darum, wie die Erwartungshaltung der Menschheit über das Leben von Frauen „bestimmen will“. Übertrieben ausgedrückt. Dass es quasi so vorgegeben, vorbestimmt ist, dass Frau Kinder gebärt und warum soll es bitte anders sein!? Dennoch ist das Buch in keinster Weise bösartig oder hasserfüllt. Es beschreibt liebevoll aber bestimmt. Es beschreibt tiefgründig und ehrlich. Und auch mit einer gewissen Distanz.
Es geht um die Protagonistin die aber genau weiß, dass sie keine Kinder haben möchte, dennoch immer wieder mit dem Thema Kinder konfrontiert wird. Es geht darum, dass die Liebe manchmal so groß sein kann wie sie will, wenn in einer Beziehung dann doch unterschiedliche Zukunftsvorstellungen und Wünsche existieren. Ich hatte ein wenig pipi in den Augen, an manchen Stellen. Und ja. Ich mochte es sehr. Wie sie schreibt und lebt und fühlt. Denn mitgefühlt habe ich sehr.. Ein großes Lesehighlight für mich! Kann es sehr empfehlen.
An mehreren Stellen wird mir aus der Seele gesprochen. Die Gefühle und Gedanken der Protagonistin sind sehr gut nachzuempfinden. Dennoch habe ich mir von der Story und dem Schreibstil etwas mehr erhofft.
An einem Sonntag weg gelesen! Ein starkes Plädoyer dafür, unterschiedliche Lebenswege nicht nur zu tolerieren, sondern ernst zu nehmen!
„nie nie nie“ von Linn Strømsborg ist eines dieser leisen Bücher, die lange nachhallen. Unaufgeregt, klar und unglaublich ehrlich erzählt es von einer Frau, die sich bewusst gegen Kinder entscheidet – und davon, wie sehr diese Entscheidung mit Erwartungen, Rechtfertigungen und inneren Konflikten verknüpft ist.
Was mich besonders berührt hat, ist der Ton: ruhig, reflektiert, ohne Provokation. Das Buch will niemanden überzeugen, sondern verstehen. Es zeigt, dass Selbstbestimmung kein Angriff auf andere Lebensentwürfe ist, sondern ein Akt von Mut und Ehrlichkeit sich selbst gegenüber.
„nie nie nie“ stellt große Fragen mit erstaunlicher Leichtigkeit:
Was schulden wir der Gesellschaft? Wie frei sind unsere Entscheidungen wirklich? Und warum fällt es uns so schwer, ein klares Nein stehen zu lassen?
Ein kluges, feministisches Buch, das Raum zum Nachdenken lässt – egal, ob man die Entscheidung der Protagonistin teilt oder nicht. Für mich ein starkes Plädoyer dafür, unterschiedliche Lebenswege nicht nur zu tolerieren, sondern ernst zu nehmen. 📖✨
5 ⭐️; ich kann die Überlegung der Protagonist nachempfinden, daher für mich ein sehr wertvolles Buch mit vielen Ansichten, bei denen man sich dank des Buches nicht allein fühlt. Bei solchen Büchern ist mir das Ende wichtig, hier ist es passend gelungen.
Wie reagiert dein Umfeld wenn du keine Kinder haben möchtest? Wie gehst du damit um, wenn du ständig darauf angesprochen wirst. So viele Gedanken zum Frau sein, Mensch sein, auch ohne Kinderwunsch.
Die Geschichte hat mich zum nachdenken gebracht und zum Schluss hab ich eine Träne verdrückt 🤗
Wenn du ähnliche Romane kennst, kannst du mir gern eine Empfehlung da lassen, ich würde mich freuen ☺️
Berührendes Buch über der Thematik keine Kinder zu wollen
Der Roman ist spannend, weil er ungeschönt zeigt, wie einsam ein konsequenter Lebensentwurf machen kann, aber auch, wie befreiend.
Er rührt auf stille Weise auf, bohrt an wunden Punkten und stellt Fragen, die man nicht so leicht wieder loswird.
Ein kraftvolles, mutiges Buch über Selbstbestimmung, Zweifel und die Freiheit, sein Leben jenseits traditioneller Erwartungen zu gestalten.