Unaufgeregter Ausflug in die Ruhe eines Dorfes und die Frage was man im Leben wirklich will
Das Haus des Großvaters und die Natur waren schön beschrieben und ich konnte mich gut in die Szenerie eindenken. Die Geschichte um Alina und ihren Großvater ist schön und tiefgründig. Allgemein also ein schönes Buch zum Entspannen und als Pause in einem hektischen Alltag, um sich doch immer mal zu fragen: möchte ich das Leben so führen oder bin ich nur daran gewöhnt? Dennoch haben mich einige Dinge gestört. Das so viele junge, teils progressive Menschen im Dorf leben und allgemein alle so super lieb und unterstützend sind, kommt mir doch etwas utopisch vor (ich habe bei mir in der Gegend jedenfalls leider kaum Dörfer erlebt, in denen so eine harmonische Gemeinschaft denkbar ist, in der man an einer beliebigen Tür klingelt und seinen Kaffee mit Hafermilch bekommt). Mir gefällt, dass die romantische Beziehung zwischen Elias und Alina lange nicht im Vordergrund steht, mir fehlt hier aber die Emotion. Alina hat Elias kaum als jemanden für sie romantisch interessanten Menschen beschrieben und ich kann bei ihrer Annäherung wenig mitfühlen. Auch Alinas Renovierungen am Haus gehen unrealistisch schnell, in einem Monat hat sie gefühlt das ganze Haus saniert, hier neue Fenster, da die Dämmung und Elektrik erneuert, dort allein alle Zimmer oben neu tapeziert und gestrichen. Was für andere Jahre dauert, schafft sie mal eben in wenigen Wochen. Und zu guter Letzt fand ich den Mittelteil des Buches eher zäh. Der Anfang hat mir sehr gut gefallen, dann bleibt es aber eher ereignislos.
Mein Fazit ist also eher gemischt: die grundlegende Fragen, die das Buch stellt, die Szenerie und der Fokus auf Alina und ihren Großvater haben mir sehr gut gefallen. Die genaue Umsetzung ist für meinen Geschmack aber leider nicht ganz gelungen.
Eine gefühlvolle Geschichte über eine junge Frau und ihren Großvater, über Selbstfindung neue Lebensabschnitte, Träume und Wünsche.
Das Buch bietet Ruhe und Entschleunigung und breitet sanft seine Geschichte aus, in die man einfach abtauchen kann.
Ein schönes Buch über das Ankommen und sich selbst zu finden.
Alina flüchtet aus Frankfurt zu ihrem Opa aufs Land weil ihr Freund und sie sich getrennt haben. Ihren Job hat sie auch noch gekündigt. Alles ist nicht mehr das, was sie will. Bei ihrem Großvater lernt sie sich selbst wieder kennen, schätzt die Natur und lernt Elias kennen. Sie kommt zur Ruhe und baut die Verbindung zu sich selbst wieder auf. Sie hält inne, kommt bei sich an und macht weiter - aber nicht mehr als die Alina, die sie mal war. ✨🤍
Als Alinas Beziehung in die Brüche geht beschließt sie ihren Job zu kündigen, ihre Heimatstadt Frankfurt zu verlassen und mit dem Zug nach Spechthausen zu fahren. Dort stattet sie ihrem Großvater, zu welchem sie seit ca. 20 Jahren keinen Kontakt hatte, einen unangekündigten Besuch ab. Für sie beginnt ein neuer Lebensabschnitt mit alten Bekannten, Gartenarbeiten, Haussanierungen und Bieberforschungen.
Was mir direkt ins Auge gesprungen ist, ist das wirklich schöne Cover. Für mich ist es sehr gut getroffen, da es die unaufgeregtheit und Ruhe des Romanes widerspiegelt.
Das Buch enthält weder besonders spannenden Wendungen oder bietet eine tiefgründige Geschichte, welche einen mitreißt. Es handelt sich aber durchaus um ein "Wohlfühlbuch", dass bei mir den Wunsch nach Ländlichkeit und Natur geweckt hat.Gerade jetzt im Frühjahr bereitete es mir ein paar schöne Lesestunden im Garten.
Auch die handelnden Personen waren allesamt sympathisch und deren Beziehungen größtenteils harmonisch. Richtig mitfühlen konnte ich jedoch nicht mit den Protagonisten.
Franziska Fischers Schreibstil ist wirklich sehr angenehm und sowohl die Idee als auch die Umsetzung des Romanes haben mir an sich gut gefallen. Einzig und allein, die im Titel genannten Biber, sind für mich etwas zu kurz gekommen.
Alles in allem ein unaufgeregtes, kurzweiliges Lesevergnügen und somit ein Buch, welches ich für lockere Lesestunden wie z.B. im Urlaub empfehlen werde.
In den Wäldern der Biber zu lesen, ist wie nach Hause kommen. Schon lange habe ich nicht mehr so ein schönes und herzerwärmendes Buch gelesen. Öfters bin ich über Sachen und Thematiken gestolpert, die mir bekannt vorkamen, aber nie ohne dieses wohlige Gefühl zu verlieren.
Die Umgebung (ein kleines Dorf am Waldrand) gefiel mir sehr gut. Generell war es mir aber zu flach, zu vorhersehbar, zu unglaubwürdig und mit viel zu vielen Floskeln. Da entstand keine Tiefe obwohl das Potenzial dafür da war.
Ich habe genau zur richtigen Zeit zu diesem Buch gegriffen. Ich hatte Lust auf eine ruhige, tiefgründige Geschichte und genau die habe ich bekommen.
Es passiert gar nicht mal so viel und doch ist mir die Geschichte noch länger im Kopf rumgegangen.
Das Buch fühlte sich tatsächlich nach einer kleinen Auszeit an.
Der Schreibst war toll und auch die Protagonisten habe ich alle gleich ins Herz geschlossen. Der Umgang untereinander ist total warmherzig und ehrlich. Das hat mir dehe gefallen.
Es geht vor allem um das Thema Familie in vielen verschiedenen Facetten.
Das einzige, was ich etwas schade fand war, dass das Ende doch sehr abrubt kam. Da hätte ich mir noch etwas mehr gewünscht.
Ein absoluter Wohlfühlroman für gemütliche Lesestunden, ohne viel Drama. Ganz klare Empfehlung!
sommerlich nette Geschichte für zwischendurch, dennoch oberflächlich und vorhersehbar
Ehrlich gesagt hatte ich mit dem Titel "In den Wäldern der Biber" von Franziska Fischer schon ganz bestimmte Erwartungen verbunden. Ich hatte mich hier auf eine Geschichte voller Naturverbundenheit, ruhiger Reflektion und einer feinfühligen Annäherung zwischen den Generationen gefreut. Doch leider wurden diese Hoffnungen nur zum Teil erfüllt...
Aber kommen wir doch zuerst einmal zum Inhalt: Als ihr wohlgeordnetes Leben ins Wanken gerät, flüchtet Alina aus dem hektischen Frankfurt zu dem einzigen Menschen, der ihr einfällt: ihr Großvater, der in einem kleinen brandenburgischen Dorf lebt. Seit achtzehn Jahren hat sie keinen Kontakt mehr zu ihm.
Der alte Mann wohnt allein in einem viel zu großen, renovierungsbedürftigen Haus am Waldrand. Er hält Hühner, pflegt den Garten, backt Brot, beobachtet Biber – und nimmt seine Enkelin bei sich auf, ohne viele Fragen zu stellen. Dunkel und fast ein wenig unwirklich sind Alinas Kindheitserinnerungen an die Ferien bei ihren Großeltern; im Alltagsstress gefangen, hat sie seit Jahren nicht mehr an die Sommer im Dorf gedacht. Nun, inmitten der Natur, kehren die Erinnerungen zurück. Ehe sie sichs versieht, verliebt sie sich nicht nur in den Ort und die umliegenden Wälder. Doch bevor sie sich ein neues Leben aufbauen kann, gibt es einiges, wovon Alina sich befreien muss.
Der Schreibstil der Autorin ist flüssig, fast schon bequem (im positiven Sinne) und äußerst leicht zugänglich. Auch die Kapitel zeugen von einer angenehmen Länge, was das Lesen grundsätzlich angenehm macht. Rein sprachlich hatte ich demnach keine Schwierigkeiten mit dem Buch, im Gegenteil: Es liest sich zügig und ohne Stolpersteine. Doch genau hier liegt auch ein Teil meines Problems, denn es liest sich zwar leicht, ist aber zu oberflächlich, zu vorhersehbar.
Ich hätte mir beispielsweise sehr gewünscht, dass die titelgebenden Wälder der Biber mehr Raum bekommen hätten... Bildhafte Naturbeschreibungen, stille Momente der Einkehr, ein Gefühl für die Umgebung, das Dorf, das Leben dort. Leider blieb all das auffallend blass, zumindest für mein Empfinden. Der Titel findet sich inhaltlich demzufolge kaum wieder.
Und dann wäre da noch Alina... Mit der Hauptprotagonistin des Buches wurde ich leider absolut nicht warm. Ihr Verhalten gegenüber ihrem Großvater war für mich nur schwer nachvollziehbar. Nach fast zwei Jahrzehnten der Funkstille taucht sie plötzlich bei ihm auf, als sei nie etwas gewesen, ohne erkennbare Zurückhaltung, ohne vorsichtige Annäherung. Stattdessen übernimmt sie direkt das Ruder, stellt seinen Alltag auf den Kopf und beginnt, sein Haus nach ihren Vorstellungen umzugestalten. Es fehlt ihr meiner Meinung nach an jeglichem Feingefühl, denn warum sucht sie nicht erst einmal das klärende Gespräch? Warum fehlt jeglicher Versuch, alte Wunden behutsam zu öffnen und endlich richtig zu verbinden?
Auch emotional bleibt vieles an der Oberfläche. Die Beziehung zwischen Enkelin und Großvater, die so viel Potenzial für leise, bewegende Momente gehabt hätte, wird nur angerissen. Stattdessen liegt der Fokus vor allem auf Alinas Nachbarn, ihrer neuen Liebe und – das ist kein Scherz – auf der Hausrenovierung! Ein Großteil dieser Themen wirkte auf mich leider viel zu banal und konnte mich daher emotional auch nicht abholen.
"In den Wäldern der Biber" bleibt somit zwar ein sommerlicher Roman, der sich auch irgendwie weglesen lässt, mehr aber auch nicht. Für mich ist es lediglich eine nette, entschleunigende Geschichte für zwischendurch gewesen. Wer Tiefe, Natur, leise Töne und ehrliche zwischenmenschliche Entwicklungen sucht, wird wahrscheinlich enttäuscht sein.
»𝘌𝘴 𝘨𝘪𝘣𝘵 𝘔𝘰𝘮𝘦𝘯𝘵𝘦, 𝘥𝘪𝘦 𝘴𝘪𝘤𝘩 𝘪𝘯 𝘥𝘪𝘦 𝘌𝘸𝘪𝘨𝘬𝘦𝘪𝘵 𝘦𝘳𝘴𝘵𝘳𝘦𝘤𝘬𝘦𝘯. 𝘋𝘪𝘦 𝘴𝘤𝘩𝘰𝘯 𝘌𝘳𝘪𝘯𝘯𝘦𝘳𝘶𝘯𝘨𝘦𝘯 𝘴𝘪𝘯𝘥, 𝘸ä𝘩𝘳𝘦𝘯𝘥 𝘮𝘢𝘯 𝘴𝘪𝘦 𝘭𝘦𝘣𝘵, 𝘸𝘦𝘪𝘭 𝘮𝘢𝘯 𝘴𝘱ü𝘳𝘵, 𝘸𝘪𝘦 𝘴𝘪𝘦 𝘢𝘯 𝘦𝘪𝘯𝘦𝘮 𝘛𝘢𝘨 𝘪𝘯 𝘥𝘦𝘳 𝘧𝘦𝘳𝘯𝘦𝘯 𝘡𝘶𝘬𝘶𝘯𝘧𝘵 𝘻𝘶𝘱𝘧𝘦𝘯, 𝘦𝘪𝘯𝘦𝘮 𝘛𝘢𝘨, 𝘢𝘯 𝘥𝘦𝘮 𝘮𝘢𝘯 𝘢𝘯 𝘥𝘪𝘦𝘴𝘦𝘯 𝘔𝘰𝘮𝘦𝘯𝘵 𝘻𝘶𝘳ü𝘤𝘬𝘥𝘦𝘯𝘬𝘵. 𝘝𝘪𝘦𝘭𝘭𝘦𝘪𝘤𝘩𝘵 𝘨𝘭ü𝘤𝘬𝘭𝘪𝘤𝘩, 𝘷𝘪𝘦𝘭𝘭𝘦𝘪𝘤𝘩𝘵 𝘯𝘰𝘴𝘵𝘢𝘭𝘨𝘪𝘴𝘤𝘩, 𝘷𝘪𝘦𝘭𝘭𝘦𝘪𝘤𝘩𝘵 𝘦𝘪𝘯 𝘣𝘪𝘴𝘴𝘤𝘩𝘦𝘯 𝘵𝘳𝘢𝘶𝘳𝘪𝘨. 𝘐𝘤𝘩 𝘯𝘪𝘤𝘬𝘦 𝘥𝘪𝘦𝘴𝘦𝘮 𝘡𝘶𝘬𝘶𝘯𝘧𝘵𝘴-𝘐𝘤𝘩 𝘻𝘶, 𝘢𝘶𝘤𝘩 𝘸𝘦𝘯𝘯 𝘦𝘴 𝘮𝘪𝘤𝘩 𝘯𝘪𝘤𝘩𝘵 𝘴𝘦𝘩𝘦𝘯 𝘬𝘢𝘯𝘯. 𝘈𝘭𝘭𝘦𝘴 𝘸𝘪𝘳𝘥 𝘨𝘶𝘵, 𝘥𝘦𝘯𝘬𝘦 𝘪𝘤𝘩. 𝘋𝘦𝘯𝘯 𝘪𝘳𝘨𝘦𝘯𝘥𝘸𝘢𝘯𝘯 𝘮𝘶𝘴𝘴 𝘦𝘴 𝘥𝘢𝘴 𝘦𝘪𝘯𝘧𝘢𝘤𝘩. 𝘐𝘳𝘨𝘦𝘯𝘥𝘸𝘢𝘯𝘯 𝘮𝘶𝘴𝘴 𝘦𝘴 𝘴𝘪𝘤𝘩 𝘳𝘪𝘤𝘩𝘵𝘪𝘨 𝘢𝘯𝘧ü𝘩𝘭𝘦𝘯, 𝘥𝘦𝘳 𝘔𝘦𝘯𝘴𝘤𝘩 𝘻𝘶 𝘴𝘦𝘪𝘯, 𝘥𝘦𝘳 𝘮𝘢𝘯 𝘪𝘴𝘵. 𝘔𝘪𝘵 𝘢𝘭𝘭𝘦𝘯 𝘛𝘳ä𝘶𝘮𝘦𝘯 𝘶𝘯𝘥 𝘞ü𝘯𝘴𝘤𝘩𝘦𝘯, 𝘥𝘪𝘦 𝘮𝘢𝘯 𝘩𝘢𝘵, 𝘶𝘯𝘥 𝘮𝘪𝘵 𝘢𝘭𝘭𝘦𝘯 𝘛𝘳ä𝘶𝘮𝘦𝘯 𝘶𝘯𝘥 𝘞ü𝘯𝘴𝘤𝘩𝘦𝘯, 𝘥𝘪𝘦 𝘮𝘢𝘯 𝘯𝘪𝘤𝘩𝘵 𝘩𝘢𝘵.«
Genau die Art von Entschleunigung, die man sich wünscht. Eine warmherzige Geschichte über eine ebenso lustige, wie sympathische Frau, die in ihre Heimat zurückkehrt, um neu anzufangen. Die Charaktere sind so sympathisch, wie das Setting - und realistisch!
Es handelt sich bei der Geschichte ein Stück weit um einen Ort, den man sich selbst herbeisehnt. Der Roman liest sich wie eine Auszeit auf dem Land, einfach schön!
In den Wäldern der Biber war für mich ein richtig, richtig schönes Buch. Die Geschichte hat mich total abgeholt, die Themen waren genau meins - und die Naturbeschreibungen einfach schön.
Auch die kleine Liebesgeschichte hat mir super gefallen. Ein wunderbar angenehmer Roman, der beim Lesen einfach ein warmes, gutes Gefühl hinterlässt.
Ins Lesen verliebt und so traurig, dass ich es schon zu Ende gelesen habe.
Ein wunderbarer Roman über Neuanfänge, Natur, Sommer, Familie, Freunde und die Kunst sich von der Härte des Lebens frei zu machen, zu akzeptieren und trotzdem frei zu sein.
Eine kurzweilige , friedvolle und entspannende Geschichte für zwischendurch- eine kleine Auszeit um über die wirklich wichtigen Dinge im Leben nachzudenken.
Das Buch erzählt von einer jungen Frau, die aus ihrem alten Leben flieht, um sich selbst neu zu entdecken. Ihre Reise führt sie zu ihrem Großvater, den sie seit ihrer Kindheit nicht mehr gesehen hat und eigentlich fremd ist. Während sie bei ihm lebt, tauchen vage Kindheitserinnerungen auf. Während des Aufenthaltes lernt sie, für sie wichtige Menschen (neu) kennen.
Obwohl es ein wirklich unaufregendes Buch ist, war ich beim lesen trotzdem immer wieder ein bisschen gefesselt -sei es die Kuriosität mit einem eigentlich fremden alten Mann zu leben, der Vermutung, wie eine mutmaßliche Liebesgeschichte wohl weiter gehen könnte oder die Frage, wie die Protagonistin ihre Zukunft mit ihrem alten Leben vereinen wird.
Zwar hatte ich aufgrund von Titel und Cover mehr Naturbeschreibungen erwartet, doch die subtile Liebe zur Natur und den Tieren, die in der Geschichte mitschwingt, macht das Buch zu genau zu dem Richtigen, für eine kurze Pause in den ersten Sonnenstrahlen des Jahres.
3,5-4 Sterne
"Wir trinken schweigend, was sich nicht einmal unangenehm anfühlt. Wie ein Nachdenken zum anderen hin, ein lautloses Gespräch, bis einer von uns die richtigen Worte findet."
Alina befindet sich in einer dieser Umbruchphasen, die manchmal ungeahnt über einen hereinbrechen: Beziehung beendet, Job verloren, Ziel: unklar. Also flüchtet sie sich zu ihrem Großvater Siegfried, der sie trotz langer Kontaktlosigkeit bei sich aufnimmt. "In den Wäldern der Biber" und im Dorf davor scheint noch eine heile Welt zu sein – mit freundlichen Nachbarn, gegenseitiger Hilfe und offenstehenden Türen. Und es kommt, wie es kommen muss: Alina verliebt sich natürlich auch gleich wieder.
Viel passiert nicht in diesem kleinen Buch und erst recht nichts Unvorhersehbares. Dafür schafft Franziska Fischer eine Stimmung, in der man am liebsten selbst Werkzeug holen und ein altes Haus im Grünen auf Vordermann bringen will. Alles ist irgendwie schön, irgendwie gemütlich, irgendwie hat man beim Lesen Waldesrauschen als White Noise im Ohr. Ein hübscher, kurzer Roman, der den Kopf ausruhen lässt.
Lust auf eine Geschichte in der Natur, durch Wälder ziehen und Biber finden?
Suche anderswo danach, hier wirst du es kaum finden.
Stattdessen bekommen wir die Story einer jungen Frau, die sich neu erdenken muss oder im besten Falle, sich wieder finden will. Dafür geht sie zurück zu ihrem Grossvater, den sie immer geliebt, aber lange nicht gesehen hat.
Das Buch ist so simpel geschrieben wie es klingt, der Inhalt schnell erzählt, die Story sehr vorhersehbar. Immer wieder wird gebacken, gekocht, renoviert und sich leider, gerade aus einer Beziehung geflüchtet, schnell wieder verliebt. Leider schon 100 x so ähnlich gesehen und so banal wie es klingt umgesetzt.
Im Hörbuch gibt Charlotte Puder der Protagonistin eine schöne Stimme und hat mir gefallen.
Ansonsten eher eine Enttäuschung.
Hab’s als Hörbuch gehört. Ein richtiges Cozy Buch für alle die gerade einen dicken Neuanfang durchmachen. Hätte bisschen mehr Emotionen haben können. Aber war ganz okay
In den Wäldern der Biber ist für mich ein ruhiges, unaufdringliches Wohlfühlbuch, das durch seine Erzählweise überzeugt. Allerdings hätte ich mir mehr Fokus auf die Natur und die Wälder selbst gewünscht – die Beschreibungen sind schön, aber bleiben oft an der Oberfläche. Ein tieferer Einblick in die Waldlandschaften und die Tierwelt, besonders die Biber, hätte das Buch sicher besser gemacht.
Insgesamt ist es kein herausragendes Werk, aber wer eine entspannte Lektüre sucht, wird mit diesem Buch sicher zufrieden sein ☺️
Falls es noch jemand lesen sollte, was ist denn in dem Päckchen, welches Alina am Schluss unter den Weihnachtsbaum legt? …irgendwie habe ich das wohl überlesen
Ganz ganz seichte leichte Lektüre. Sehr einfach wegzulesen. Leider etwas zu leicht für mich. Mir fehlte Tiefgang, ein twist, etwas in der Story, das nicht vorhersehbar ist.
Das Ende war mir auch zu nett für die Thematik, um die es geht. Und der familiäre Konflikt bleibt auch ungeklärt.
Es wirkte ein bisschen so als ob die Autorin egtl noch 200 Seiten schreiben wollte, dann aber gezwungen wurde das Buch auf 20 Seiten enden zu lassen.
Schade egtl. , denn der Schreibstil und die Idee der Story haben mir gut gefallen.
Eine Erzählung über Selbstfindung, über das Erkunden verschiedener Lebensentwürfe, erforschen eigener Bedürfnisse und verhandeln gemeinsamer Lebenswege.
Auf eine sanfte Art und Weise werden hier verschiedene Leben miteinander verwoben. Mich hat das Buch sehr berührt, einzig den Bezug zur Natur hatte ich aufgrund des Titels und der Covergestaltung etwas stärker erwartet.
Abtauchen in eine andere Welt voller Ruhe und Liebe, Gelassenheit und Hoffnung, Vergangenheit und Zukunft. Alina wächst einem direkt ans Herz und irgendwie sind jede ihrer Gefühle und Gedanken so echt und nachvollziehbar. Ein Buch mit ganz viel Herz, was einem einen geborgenen Platz gibt, wenn man mal wieder zu sich selbst sucht.
Hinten drauf steht "ein Roman, der sich wie eine kleine Auszeit liest" und ich finde das trifft es zu 100%. Am Anfang brauchte ich etwas um in die Geschichte herein zu kommen aber dann hat sie auch bei mir viele schöne Erinnerungen an die Kindheit in Brandenburger Wäldern, Seen und Feldern geweckt.
Eine ganz besondere Geschichte über Familie, Freundschaft und das Finden des Selbst. Durch dieses Buch lernte ich die Definition von Achtsamkeit zu verstehen. Der Schreibstil ist wunderschön und fühlt sich wie eine Umarmung an. Gerade in schwierigen Zeiten sehr zu empfehlen, liest sich sehr leicht obwohl es an Tiefgründigkeit nicht fehlt.
"Es gibt Momente, die sich in die Ewigkeit erstrecken. Die schon Erinnerung sind, während man sie lebt, weil man spürt, wie sie an einem Tag in der fernen Zukunft zupfen, einem Tag, an dem man an diesen Moment zurückdenkt."
Franziska Fischer erzählt hier gekonnt eine schöne, ruhige und irgendwie sehr poetische Geschichte, die die Beziehungen ganz unterschiedlicher Menschen in den Vordergrund stellt. Automatisch hält man inne und lässt sich ein auf die Natur, den Wald, das Landleben und einen tiefen Frieden, den man in all dem finden kann.
Nach einer Trennung sitzt Anja im Zug zu ihrem Großvater, den sie nichtmehr gesehen hat seit sie 11 war. Was vielversprechend klingt, dauert leider sehr lange zu erzählen, nur dass am Ende Zeitsprünge eingebaut werden, um die Geschichte doch noch voranzubringen.
Ich musste mich wirklich bemühen weiter lesen zu wollen. Schade
Die herzerweichende Geschichte eines Opas und seiner Enkelin
Alina flüchtet aus einer nichtssagenden Beziehung zu dem einzigen Menschen, der sie niemals verurteilen würde. Ihrem Opa Siegfried. Dort trifft sie unverhofft auf alte Freunde aus Kindertagen und beginnt völlig unbewusst ein neues Leben und verliebt sich nicht nur in einen Mann, sondern auch in dieses wundervolle kleine Örtchen.
Ich habe dieses Hörbuch verschlungen und konnte kaum aufhören. Siegfried erinnert so sehr an meinen eigenen Opa, dass ich hier gefühlsmäßig voll involviert war. Dieses blinde Vertrauen der beiden hat mich tief berührt. Auch die Freundschaft zu Meica, ihrer besten Freundin, war wunderschön, denn obwohl sie sich ewig nicht gesehen haben, machen sie einfach da weiter, wo sie aufgehört haben. Ähnlich ist es bei den Nachbarn, die in Opas altes Haus gezogen sind.
Eine wundervolle Geschichte über Freundschaft, Familie, Liebe und das Leben. Sehr berührend, tiefgreifend und zum Nachdenken. Für viele wird sie seicht sein, doch genau dieses Ruhige macht diese Geschichte aus und führt am Ende genauso zum Ziel.
Ein super friedliches Buch, ohne wirklichen Spannungsbogen. Es wirkt eher wie eine Beschreibung darüber, wie eine Person wieder zu sich selbst findet und lernt, sich so zu akzeptieren, wie sie ist :)
Das Gefühl von Urlaub und Kindheitserinnerungen trifft auf den Erwachsenenalltag
Die ersten drei Worte des Klappentextes beschreiben die Geschichte hinter "In den Wäldern der Bieber" sehr gut: Innehalten, ankommen, weitermachen. Genau das erlebt Alina nach der Trennung von ihrem Freund mit gleichzeitigem Verlust der Wohnung und Kündigung ihres Jobs. Sie flüchtet an einen Wohlfühlort ihrer Kindheit, arbeitet ihre Familiengeschichte sowie ihre bisherigen Lebensentscheidungen auf und entdeckt die Vorteile des Lebens in einer Kleinstadt mit Waldnähe sowie in der Nähe von alten und neuen Freunden.
Ich mag die Ruhe und Unaufgeregtheit des Romans, das Gefühl von Kindheitserinnerungen vermischt mit der Realität des Erwachsenseins, das Urlaubs- und Familiengefühl, die wertvollen Freundschaften, die Zeit in der Natur und der Weg der Selbstfindung bzw. das Wiederentdecken von Lebenszielen und Wünschen. Obwohl die Geschichte sehr alltagsnah ist kann man in ihr Abtauchen und den Alltag vergessen. Trotz der nicht so einfachen Erwachsenenthemen wirkt die Geschichte trotzdem leicht und wohlig, wie eine Umarmung, und man möchte am liebsten ein Teil dieser Geschichte sein. Etwas ungewohnt war für mich die Tatsache, dass romantische Szenen entweder komplett übersprungen wurden oder ganz schnell abgehandelt wurden, als ob sie unerwünscht wären, das hat es mir etwas schwerer gemacht, die Verbindung zwischen den zwei Personen zu fühlen. Davon abgesehen hat mir die Geschichte sehr gut gefallen und es wird die Erste aber nicht die letzte Geschichte der Autorin sein, die ich gelesen habe.
Ein Buch, das mich von der ersten Seite an abgeholt hat. Wunderbar anschaulich wurde erzählt wie sich Alina und ihr Großvater wieder näher gekommen sind und dass Jugendfreundschaften auch nach 20 Jahren wieder aufblühen können.
" "Das tue ich nur, um mein schlechtes Gewissen zu beruhigen." Eigentlich sollte der Satz scherzhaft klingen, aber die Wahrheit ist ein tückisches Ding, sie schimmert hindurch, egal, wie man sie verkleidet."
Nachdem Alinas Leben in Frankfurt auseinanderbricht reist sie zu ihrem Großvater, den sie lange nicht mehr gesehen hat. Dort findet sie nicht nur ein freies Zimmer sondern auch Zeit und Ruhe um ihr Leben neu zu ordnen.
Ganz leise und unaufgeregt, in wunderschönen Worten, die Bilder malen, erzählt uns Autorin Franziska Fischer diese Geschichte. Es geht um Trauer und Verlust, um Träume und Wünsche und um die Realität, die manchmal etwas dagegen hat, dass diese Wünsche wahr werde. Aber es geht auch um Vertrauen und Freundschaft, um Geborgenheit und Liebe und darum, aus der Vergangenheit zu lernen und Altes loslassen zu können.
Manchmal fand ich Alina etwas übergriffig, sie bestimmt in einigen Dingen schon sehr über ihren Großvater, plant Renovierung bereits nachdem sie eine Woche da ist.
Dafür liebe ich den Großvater und auch der ein oder andere - vermeintliche- Nebencharakter ist mir ans Herz gewachsen. Und sogar die Hühner habe ich lieb gewonnen. Die Personen sind so wunderbar normal, so der "Mensch von nebenan".
Die Geschichte, so leicht sie auch dahinfließt, ist dennoch nicht leicht, sondern trifft schwere Themen und ist voller Tiefgang. Am Ende sind lange nicht alle Fragen beantwortet, nicht alle Probleme gelöst, nicht alle Wünsche erfüllt. Was ich sehr gut finde, die Geschichten gehen weiter.
Das Buch ist einfach schön, innen wie außen. Ein bisschen mehr Biber hätte ich mir gewünscht aber dafür sind wir viel im Wald und entschleunigen zusammen mit den Protagonisten. Ein Buch über Selbstfindung, über Ankommen und offene Träume.
3,5 Sterne.. Wir lernen in diesem Wohlfühlroman Alina kennen, die nach der Trennung von ihrem Freund etwas haltlos im Leben scheint. Sie fährt überstürzt zu ihrem Opa in ein ländlich gelegenes Dorf, in dem sie viele Sommer ihrer Kindheit verbracht hat. Leider riss der Kontakt zu ihm nach dem Tod ihres Vaters für viele Jahre ab und die beiden müssen sich quasi neu kennenlernen. Ich mochte den naturverbundenen, schweigsamen und knorrigen Opa sehr. Gern hätte ich noch mehr von seinen Wanderungen in die umgebende Natur, die Wälder, den Fluss mit seinem Biberbau usw gelesen. Das erhoffte Waldsetting war dann doch eher beschränkt auf ein paar Ausflüge.
Ich würde diesen Roman als vorhersehbaren Wohlfühlroman mit zarter Liebesgeschichte beschreiben, der mich gut unterhalten hat. Der Schreibstil war recht einfach, hatte aber schöne Momente und Formulierungen und neigte Gott sei dank nicht zum Kitsch.
Diese wunderbare Geschichte ist facettenreicher als es zunächst scheint. Es ist eine Familiengeschichte, Freundinnengeschichte und Liebesgeschichte zugleich. Man erlebt Alinas persönliche Entwicklung. Beim Lesen hatte ich das Bedürfnis, jeden Charakter einmal ganz fest in den Arm zu nehmen. Jede/r Einzelne ist so liebenswert. Hat seine eigenen Träume, aber auch mit der Realität zu kämpfen.
Besonders toll fand ich, dass das Buch so befreit von Klischees ist. Ehrlich, etwas hart, aber auch eine Schmusedecke.
Der liebe Dumont Verlag hat sich auch beim kürzlich erschienenen Taschenbuch viel Mühe bei der Gestaltung gegeben. Das tolle Strukturpapier und die farbige Innenseite haben es mir genau so angetan wie das Cover an sich.
5/5🦫🌳🦫🌳🦫
Ab der ersten Seite hat mich die Geschichte bereits in ihren Bann gezogen. Der Schreibstil ist sehr einfühlsahm, authentisch und ruhig. Durch die Landschaftsbeschreibungen fühlt es sich an, als wäre man selbst vor Ort und kann die Äste im Wald beinahe selbst schon knacken hören. Ein wunderschöner, ruhiger Roman zum entschleunigen.
Die Geschichte war ohne wirkliche Highlights. So entschleunigt, dass ich mir etwas mehr Fahrtwind gewünscht hätte. Die Idee fand toll und die vielen positiven Rezensionen haben es mich voller Vorfreude kaufen lassen. Eine ok erzählte Geschichte-für mich.
Lieblingsroman 2022: In den Wäldern der Biber ist ein sehr ruhiger und atmosphärischer Roman von der Autorin Franziska Fischer.
Es war schön in die Geschichte und das Leben von Alina einzutauchen und zu sehen, wie sehr einen doch die Vergangenheit prägt bzw. wie schnell man daran anknüpfen kann.
Das Gefühl in ländlicher und ruhiger Umgebung genau richtig zu sein kann ich extrem gut nachvollziehen und fand die Beschreibungen deshalb wie nach Hause kommen.
Alinas Leben zerfällt von einem Tag zum anderen. Erst trennt sich ihr Freund von ihr, damit verliert sie ihre Wohnung und auch der Job ist nach der spontanen Kündigung weg. Da beschließt sie zu ihrem Großvater zu fahren, den sie lange Zeit nicht mehr gesehen hat. Siegfried lebt in Spechthausen, sein altes Haus hat er an Isabel und ihren Bruder Elias verkauft. Er nimmt Alina spontan auf und bald spielt sich ein gemeinsamer Alltag ein. Als Siegfried dann einen Unfall hat, muss Alina sich klar werden, wie ihr Leben weitergehen soll.
Ich muss sagen, dieses Buch hat mich sehr berührt. Alina wird von einem Tag auf den anderen aus ihrem gewohnten Leben gerissen und nutzt die Zeit bei ihrem Großvater, um zu verstehen, wie es weitergehen soll. Siegfried nimmt sie ohne große Worte bei sich auf, auch wenn sie sich Jahre lang nicht gesehen haben. Bei den gemeinsamen Gesprächen wird bald klar, dass die Familie einiges zu erleiden hatte und dass die Verbindung nicht grundlos abbrach. Und trotzdem ist da nichts bitteres, sondern eher Bedauern, die Zeit nicht besser genutzt zu haben.
Franziska Fischer lässt Alina in Ich-Form von ihrem Leben und ihren Eindrücken erzählen. Normalerweise tu ich mir mit solchen Geschichten schwer, hier hat es aber perfekt gepasst. Ich war Alina sehr nahe und konnte ihre Gefühle und Zweifel gut nachvollziehen. Neben der Beziehung zu Siegfried baut sich auch noch eine tolle Freundschaft zu Isabel, ihrer Tochter Mia und ihrem Bruder Elias auf, die das alte Haus des Großvaters gekauft haben. Hier findet Alina den Rückhalt und die Bestätigung, dass sie genau richtig ist, wie sie ist.
Ich kann dieses Buch nur empfehlen! Es war eine Auszeit, wirkte entschleunigend und ich mochte die Protagonisten so sehr. Jeder ein liebenswerter Mensch mit Ecken und Kanten. Ich hoffe dieses Buch wird viele Leser finden und Franziska Fischer wird noch mehr so schöne Bücher schreiben. Für mich war es definitiv eines meiner Jahreshighlights!
Ich habe auf ein entschleunigendes Buch gehofft und genau das bekommen. Die Stimmung hatte mich ab Seite eins gefangen genommen und ich konnte mich nicht entscheiden, ob ich das Buch aus der Hand lege, um die Stimmung besser wirken zu lassen, oder einfach durch lese. Ich hab es in jedem Fall sehr genossen.
Alinas Handlungen konnte ich an den meisten Stellen sehr gut nachvollziehen, nur was das Haus ihres Großvaters angeht, war sie mir ein bisschen zu übereifrig. Sie ist an vielen Stellen ganz anders als ich selbst, was sie für mich als Charakter sehr interessant gemacht hat. Die Verbindung zwischen Isabel und Alina mochte ich sehr gerne. Aber auch das vorsichtige Annähern zwischen Alina und ihrem Großvater war schön. Schade fand ich, dass die Beziehung zwischen Alina und ihrer Mutter so schwierig ist.
Außerdem mochte ich, dass es eine kleine Anzahl an Protagonisten gab. Hier und da werden Bewohner aus der Gegend erwähnt, aber der Fokus bleibt durchgehend auf Alina, ihrem Großvater, sowie Isabel und Elias.
Mit der Spannung ist es so eine Sache, die Handlung plätscherte nie einfach so dahin, trotzdem war es auch nicht so, dass ich immer schneller gelesen habe. Aber genau das war es auch, was mir so gefallen hat.
Zum Abschluss noch kurz zum Cover: Das hat mir sehr gut gefallen. Es strahlt Ruhe aus und passt damit wunderbar zur Geschichte. Besonders toll fand ich auch, dass es ein Lesebändchen hat.
Für mich ist es ein wirklich tolles Buch, was mich von der Stimmung an "Alte Sorten" von Ewald Arenz erinnert hat. Ich vergebe hier verdiente 5 Sterne und eine Empfehlung.
>>...Der Geruch nach regen benetzt die kühl gewordene Abendluft, eine Schwere darin, die etwas Schläfriges hat. So als würde unbemerkt etwas zu Ende gehen, obwohl es gerade erst begonnen hat.<>...Zurück im Garten bleibe ich für einen Moment in der vollen Morgensonne stehen und atme ihn ein, diesen warmen Geruch nach beginnendem Sommertag, in dem noch ein letzter Rest langsam verdunstender Nachtfeuchte wohnt. ...<<
"Alles wird gut, denke ich. Denn irgendwann muss es das einfach. Irgendwann muss es sich richtig anfühlen, der Mensch zu sein, der man ist. Mit allen Träumen und Wünschen, die man hat, und mit allen Träumen und Wünschen, die man nicht hat." S.226.
...ein Gefühl, das ich so gut kenne!
Der Roman erzählt die Geschichte von Alina, die vor ihrem alten Leben in Frankfurt zu ihrem Großvater nach Spechthausen flieht, wo sie versucht in der Ruhe des ländlichen Lebens die Trennung von Freund, Job und altem Leben zu verdauen. Dabei schafft sie sich einen ganz neuen Alltag mit Aufgaben wie Marmelade kochen und Hühner füttern und findet zurück zu ihren Wurzeln und zu ihrem Ruhepuls.
Ich konnte förmlich mitfühlen, wie Alina immer ruhiger und zufriedener wird und wie das beschauliche Leben in Spechthausen immer mehr zu ihrer Selbstfindung beiträgt. Sie lernt sich selbst nochmal ganz neu kennen und erkennt, was sie wirklich vom Leben will. Und ist es nicht das, wonach wir alle streben?!
Eine Geschichte über das Gefühlsleben einer jungen Frau, die an einem der wohl wichtigsten Punkte ihres Lebens steht und eine große Entscheidung trifft. Dazu noch die herrliche Kulisse eines alten Landhauses zwischen Wäldern und Wiesen, in die man, dank des Schreibstils der Autorin, regelrecht eingesogen wird.
Mein Leseeindruck:
Alina verlässt Hals über Kopf ihr zu Hause in Frankfurt. Urplötzlich gerät ihr geordnetes Leben ins Wanken: ihre Beziehung beendet, der Job gekündigt. Ohne es vorher geplant zu haben fährt sie in das kleine, anschauliche Dorf Spechhausen, um für eine Weile bei ihrem Großvater Zuflucht zu suchen, den sie seit achtzehn Jahren nicht mehr gesehen hat. Dieser lebt mit seinen Hühnern und einem renovierungsbedürftigem Haus am Waldrand. Ohne weitere Nachfragen nimmt er seine Enkelin bei sich auf. Ihr Großvater beobachtet die Biber im Wald, backt Brot und kümmert sich um den Garten. Ein ganz beschauliches und ruhiges Leben.
Alina trifft auf alte Bekannte aus Kindertagen, an die sie sich nur noch bruchstückhaft zu erinnern vermag.
Warum hat sie ihren Großvater seit achtzehn Jahren nicht mehr gesehen noch gesprochen? Und was hat ihre Mutter damit zutun?
Ein Buch zum innehalten, entschleunigen. Ein Roman, mit poetischen Landschaftsbeschreibungen und einer Geschichte der Generationen, die wahnsinnig liebevoll war und mich berührt hat. Man sollte keine allzu aufregende und spannende Geschichte erwarten, es ist wirklich ein sehr ruhiger, unaufgeregter und sommerlicher Roman über eine sehr berührende Großvater-Enkelin Beziehung und den Frieden der Natur.