Nicht mein Lieblings-Houellebeq
"Karte und Gebiet" ist der Roman von Houellebeq, der mir bisher am wenigstens lag. Die Handlung begleitet uns durchs Leben des Künstlers Jed Martin. Tja, das fand ich relativ ereignislos. Dann taucht der Autor noch als Romanfigur auf. Plötzlich ein Schnitt: ein einschneidender Vorfall tritt ein, der Blickwinkel und die Hauptfigur ändern sich, Jed Martin wird zur Nebenfigur und die Geschichte wird doch noch interessant. Houellebeq wäre nicht Houellebeq wenn er nicht trotz schleppender Grundgeschichte zumindest mit seinem kritschen Blick auf die Kunstwelt und die Menschheit im Allgemeinen so weit zu unterhalten wüsste, dass ich das Buch zumindest zu Ende las. Im zweiten Teil reißt er das Ruder doch noch rum und auch die Handlung selbst wird deutlich interessanter.


