Vor der Tür steht ein Mann im Regen. „Ist denn ihr Vater da“, fragt er. Ich sage, ich hätte Geburtstag und mein Vater sei unterwegs, um Geschenke zu kaufen. „Herzlichen Glückwunsch“, sagt der Mann. Er sagt das, als hätte er noch nie Geburtstag gehabt.
Nach den ersten drei Geschichten war ich wieder total begeistert von Lekys Vermögen in einer Kurzgeschichte die ganze Welt (und den ganzen Weltschmerz) aufzuzeigen und es war gleichzeitig wahnsinnig erheiternd. Die folgenden Geschichten verblassen dagegen und ich empfand sie teilweise als irritierend. Gegen Ende des Buchs kann ich den Kurzgeschichten wieder mehr abgewinnen. In mindestens einer Erzählung merkt man, dass sie wohl in ihren späteren Veröffentlichungen auf diese schon früher erschienenen Figuren und Erzählstränge zurückgegriffen hat. Das zeigt auf interessante Weise wie vorige Ideen weiterentwickelt werden und dass Autor*innen keineswegs Geschichten aus dem Nichts erfinden. Wer Lekys einzigartigen Schreibstil und ihre Vorliebe für skurrile Situationen mag, wird diese Sammlung von Erzählungen nicht verschmähen.







