Kleine, bezaubernd bissige Kurzgeschichte
Gut geschriebenes Buch mit tollen Humor, hat mich aber auch nicht umgehauen. Wie immer ist die Gesseltschaftskritik von Atwood präsent und wichtig
I really enjoy her style of writing but I was missing the full scope of her poignant humour.
Ich musste beim Lesen lachen. In der Öffentlichkeit. LAUT. Das ist eigentlich schon genug für eine Empfehlung, oder?
Dieses *Büchlein* - wichtig, es reicht nämlich eine halbe Stunde oder so, um sich durch dieses schlanke Exemplar, circa Handgröße-Größe, zu schmökern. Was ein Bibliotheksfund! Ich muss gestehen, dass ich noch nichts von Atwood gelesen habe, also auch nicht die Kurzgeschichte, aus der Atwood-Leser den illustren Kreis an älteren Akademikerinnen bereits kennen. Diese Damen jedenfalls beschließen, dass sie einen Mord begehen wollen. Aber nicht nur einen, sondern acht (oder neun? Da sind sie sich selbst nicht mehr ganz sicher). Jedenfalls sollen die Möchtegern-Literaten, die eine ihrer Freundinnen damals in Buchrezensionen so zerrissen haben, dass es ihre Psyche ruiniert hat dran glauben. Und in diesem Handlungsrahmen entspinnen sich auf wenigen Seiten teils melancholische, teils urkomische Dialoge über‘s Älter Werden, über Rache (recht komplexes Thema, wer hätte es gedacht?), über „die Jugend von heute“ (schlecht, ist klar) und den Literaturbetrieb. Ich sag‘s mal so: das mit der Rache ist dann vielleicht etwas komplizierter als gedacht. Und es hat etwas ganz herrlich Shakespeare-Verwechslunskomödien-haftes, wie der Plan nach hinten los geht. Was Margaret Atwood und damit sagen will? Manchmal sind Sachen garnicht der Weltuntergang, für die wir sie halten. Und manchmal bekommen Leute tatsächlich was sie verdienen, und das Leben ist fair. Wahrscheinlich irgendwie sowas. Von einer so hochpolitischen Autorin wie Margaret Atwood also eine Story, die vor allem der Seele gut tut, und aus der wohl wirklich die Weisheit des Altes spricht.
Karma is a bitch
Nette Geschichte über vier Freundinnen, die ihre Freundin für vor langer Zeit angetanem Unrecht rächen wollen. Klappt nicht wirklich. Ist auch nicht nötig. Regelt das Leben schon selber.
Kleiner skurriler Krimi über ältere Damen im Literaturbetrieb, die es den Männern, die sie gemobbt haben, heimzahlen möchten... ... witzig und absurd
In der Kürze liegt die Würze
Drei alte....nein, ältere Frauen wollen ihre Freundin Fran, die nicht mehr allzu lang zu leben hat, rächen. An Männern, die ihr Buch absichtlich zerrissen haben, um ihr zu schaden. Sie schmieden Pläne, merken aber schnell, dass der perfekte Mord gar nicht so leicht umzusetzen ist. Somit ändern sie ihre Pläne, so dass aus Mord ein Angriff mit Haschisch-Brownies wird. Und doch geht gleich der Angriff auf das erste Opfer schief. Alles in allem nett zu lesen, aber irgendwie keine runde Geschichte. Die Zutaten wären da gewesen, die vier Damen hätten das Potenzial gehabt, einen tollen Krimi zu schreiben, aber aus irgendwelchen Gründen wurden nur etwas über 60 Seiten damit gefüllt. Schade!
"Es gibt keine Vergangenheit. Zumindest nicht, bis die Sachen angegangen sind." Drei beste Freundinnen. Drei ältere Frauen, die die vierte in ihrem Bunde rächen möchten. Nur das diese davon gar nichts weiß, geschweige denn es möchte. Außerdem ist der Auslöser dieser Fehde Jahrzehnte her... "Ziel ist es, dass diejenigen, die wir noch nicht ermordet haben, begreifen sollen, was ihnen droht. Sie sollen die Hufschläge der Verdammnis hören. Sie sollen vom Grauen der Vorahnung heimgesucht werden." So weit, so gut... Doch schon beim 1. Racheakt geht einiges gewaltig schief! In dieser Kurzgeschichte zeigt sich einmal mehr Margaret Atwoods sprachliches Talent. Wortgewandt, bildgewaltig, direkt und humorvoll liest sich diese wunderbare, kleine Story super weg. Sehr unterhaltsam!
Langweilig. Habs kürzlich beendet und fast alles vergessen.
Nette Kurzgeschichte. Das Ende fand ich etwas zu schnell. Sonst war es eine nette Geschichte für Zwischendurch.
An sich eine coole Kurzgeschichte
Die Geschichte ist cool verfasst, obwohl ich immer noch nicht sicher bin in welcher Zeit sie spielt. Das Ende fand ich zu schnell und irgendwie hatte ich mir auch bisschen mehr erhofft. An sich war die Geschichte jedoch sehr erheiternd.
Kurze, knackige Story die sich nicht nur um späte Rache sondern auch um div Gesellschaftliches handelt!
Niedlich zu lesen
Ich habe beim Klappentext eher mit einem super spannenden Mordbuch gerechnet 😂 Aber bei 62 Seiten hab ich mich schon gefragt, wie das funktionieren soll… stattdessen ist es ein unglaublich uhriges Buch 😂 eine witzige Gruppendynamik und gutes Ende. Bin echt begeistert 😄
Eine gut geschriebene Kurzgeschichte. Die Autorin schafft es, dass einem die Damen bereits auf den wenigen Seiten ans Herz wachsen.
"Schwierige Sache mit dem Karma", sagt Leonie. "Außer dass es sich manchmal in der Adresse irrt." (S. 60) Bei Crackern, Käse und ein paar Drinks sitzen Chrissy, Leonie und Myrna zusammen und schmieden Mordpläne. Dran glauben soll eine Clique von Männern, die ihrer Freundin Fern einst übel mitgespielt haben. Erfolgreiche Autorin war sie, bis ihr guter Name in den Schmutz gezogen wurde. Und das nur, weil sie das Ego eines Schriftstellers verletzt hatte. Doch wer zuletzt lacht, lacht bekanntlich am besten. Eine kleine, feine Geschichte über Frauen und Männer im Literaturbetrieb, über Sichtbarkeit von Frauen in der Wissenschaft sowie über die Macht von Rache und Karma. Rund 60 Seiten, die einen zum Schmunzeln bringen und schnell Nähe zu den Figuren schaffen. Auch wenn sie, aufgrund der Kürze, nicht in die Tiefe gehen können. Als Snack ganz nett. Nicht so feurig, wie man sie sonst kennt, aber durchaus etwas für Liebhaber:innen von Margaret Atwood.
Einfach eine ganz tolle Kurzgeschichte. Hätte gern noch länger den Damen beim Pläne schmieden zugehört, wirklich amüsant.















