Ich kann das Buch nicht beurteilen, deshalb gebe ich 50%. Ich habe mich bis zum Ende durchgerungen, gedacht, vielleicht versteh ich die Geschichte. Mag so ein Hin und Hergespringe im Buch überhaupt nicht. Zuerst die Zukunft, dann springen wir in die Vergangenheit, beschreiben Probleme der Anderen um dann in der Gegenwart wieder bei dem persönlichen Problem zu sein. Und Wölfe, dir kommen weder in tierischer, noch in menschlicher Gestalt vor. Hatte mir unter dem Klappentext, der Buchbeschreibung eine anderes Thema vorgestellt. Also, Emily Fridlund bekommt keine zweite Chance bei mir.
this was one of these addictingly uncomfortable books (know what i mean?). the writing & voice were strong, there were detailed descriptions of the setting - a remote small town in the woods in minnesota - and of the thoughts of the teenage protagonist. the plot was pretty unique as well! i also enjoyed how the author played with time; we have a few different timelines that we jump around in messily, so everything seems connected even though the story stretches out over a few years. the themes of guilt and this "doing the right thing/acting on the right thoughts" were interesting as well! the ending left me a bit unsatisfied though, and i can't tell if this book will leave an impact on me yet.
also, how do i put this. i read a lot of similar books because i like the genre etc. this one was literary fiction with a bit of a thriller vibe, a remote setting, and a coming of age-arc. all of which i love.
but it reminded me of some books i've already read, like: the girls, where the crawdads sing, the wonder, eileen and also tell the wolves i'm home . so, read this one if you enjoyed some of these, i guess? but be aware it's similar? i don't know. this is such a general aspect of reading books omg!!
i read this in a day so it can't be bad!!
I somewhat changed my mind about this. I was disappointed the situation that led to what happened to Paul wasn't explored more, but then, this is not Fridlunds central theme, which is Lindas loneliness. I thought about it a lot and am awarding this 4 stars now.
Minnesota in den 80ern. Linda ist 14 und lebt mir ihren Eltern an einem See in den Wäldern in einer Hütte, die einmal das Zentrum einer Art Hippie-Community bildete. Nicht nur ihr abgelegener Wohnort macht sie zur Einzelgängerin, an der Schule wird sie schon mal „Freak“ genannt. Als an der gegenüberliegenden Seite des Sees eine kleine Familie einzieht, freundet Linda sich mit der jungen Mutter Patra an und beginnt, den vierjährigen Sohn Paul babyzusitten.
Schon früh in Emily Fridlunds Debütroman erfährt der Leser, dass irgendetwas in Lindas Beziehung zu der Nachbarsfamilie schief gelaufen sein muss. Eine ganze Zeit lang bleibt unklar, was genau passiert ist und was die Ursache dafür war. Es ist von einem Prozess die Rede. Linda berichtet uns als Ich-Erzählerin von den Ereignissen, die etwa 20 Jahre zurückliegen. Zwischendurch springt sie dabei etliche Male in ihre eigene Gegenwart und erzählt von ihrem aktuellen Leben. Und da setzt mein erster Kritikpunkt an, die in der Gegenwart angesiedelten Passagen empfand ich als unnötig, uninteressant und störend. Mag sein, dass Fridlund herausstellen wollte, dass Linda auch heute noch eine einsame Wölfin ist, dafür hätte aber meiner Meinung nach weniger Text aufgewendet werden müssen. Die einsame Wölfin, die Anschluss an ein Rudel sucht, das ist Linda und sie trifft mit dieser Motivation Entscheidungen, von denen sie im Grunde schon wusste, dass sie falsch waren. Das ist auch der Untertitel des Buches: „How far would you go to belong“. Etwa in der Hälfte des Buches erfährt der Leser, was in der Familie nicht stimmt. Ich möchte hier nichts dazu sagen, das wäre meiner Ansicht nach ein Spoiler. Ich hatte etwas anderes vermutet. In jedem Fall ist es ein sehr spannendes Thema, das viel Diskussionspotenzial geboten hätte. Ich war nach Abschluss des Buches enttäuscht, dass dieses Potenzial nicht ausgeschöpft wurde. Ich sehe ein, dass Fridlunds zentrales Thema Lindas Einsamkeit war und nicht das, was mit Paul passiert ist. Dennoch hätte ich mir mehr gewünscht und die Enttäuschung besteht nun mal. Mit Lindas Einsamkeit und ihrer Bereitschaft zu ungewöhnlichem Verhalten beschäftigt sich auch ein untergeordneter Handlungsstrang, der sich um eine Mitschülerin und einen Lehrer Lindas dreht. Der Lehrer entpuppt sich als mutmaßlicher Pädophiler, die Mitschülerin als möglicherweise clevere Nutznießerin. Trotzdem sucht Linda den Kontakt mit beiden.
Sehr gelungen an dem Roman ist die Atmosphäre, die Fridlund schafft, ihre Sprache ist gefällig, sodass ich sicher weitere Bücher von der Autorin lesen würde. Dennoch hinterlässt mich das Buch unbefriedigt, da ich mir mehr Fokus auf das erwähnte Thema gewünscht hätte. Natürlich aber muss man Fridlund die Konzentration auf ihren eigenen Schwerpunkt zugestehen, der ja durchaus interessant ist. Daher tue ich mich ein wenig schwer mit der Bewertung des Buches und ziehe nach vielem Überlegen meine „Abwertung“ von 4 auf 3,5 Sterne zurück.