22. Mai
Rating:4

Eigentlich ganz schön. Genau richtig für eine kurze Pause von meinen geliebten Sommerromanen. Und ich war felsenfest überzeugt, dass ich den zweiten Teil dieser Reihe höre. Jedoch musste ich feststellen, dass es sich um den dritten Teil handelt. Fehlt also noch der zweite, der aber noch eine Weile auf mich warten muss. Dieser hier war gar nicht schlecht. Und ich habe ihn wirklich gerne gehört. Beschreibung laut Skoobe Im Leben von Marescialla Bianca Rossi ist endlich Ruhe eingekehrt. Ihr Peiniger ist hinter Gittern und ihr Alltag verläuft in ruhigeren Bahnen - bis direkt vor ihren Augen ein aufsehenerregender Mord passiert. Der aus Malcesine stammende Opernsänger Leandro Pavone bricht auf der Seebühne in Salò tot zusammen. Schnell wird klar: Es war Mord, doch jeder im Umkreis des Opfers hat ein Alibi. Zusammen mit ihren Kollegen nimmt Bianca die Ermittlungen auf. Während Bianca in die Ermittlungen vertieft ist, trifft sie eine weitere schlechte Nachricht. Ihr gewalttätiger Ex ist wegen guter Führung vorzeitig entlassen worden. Ein atmosphärischer Gardasee-Krimi über Verrat, Macht und die dunklen Seiten der Liebe - und eine Ermittlerin, die diesmal selbst um ihr Leben kämpfen muss. Jetzt müssen aber wieder romantische Bücher her 😊

Ein Aperol in Moll
Ein Aperol in Mollby Heidi TroiAutaria
5. Apr.
Spannendes Finale der Reihe
Rating:5

Spannendes Finale der Reihe

Es ist der dritte und letzte Band der Reihe und ich empfehle unbedingt, zuerst die beiden anderen Bücher zu lesen. Es geht wieder nach Malcesine, wo Bianca Rossi die Marescialla der dortigen Polizeistation ist. In dem gemütlichen Örtchen ist es im Moment erstaunlich ruhig und die Polizei kann eine ruhige Kugel schieben. Für Bianca trifft das aber nicht wirklich zu. Ihr ehemaliger Partner, der sie in große Gefahr gebracht hat, und ihren Lebensgefährten Amedeo lebensgefährlich verletzt hat, sitzt zwar hinter Gittern, aber sie kann einfach nicht vergessen. Drei Jahre ist es nun her und Bianca wird immer noch von Alpträumen geplagt. Ihre größte Angst ist, was geschieht, wenn er seine Strafe abgesessen hat? Als dann der Schauspieler Leandro Pavone mitten auf der Bühne tot zusammenbricht, kann sie sich zumindest mit der Ermittlungsarbeit ablenken und sie und ihre Kollegen können endlich etwas anderes tun, als nur die Streifenwagen und die Polizeistation zu wienern. Der Fall ist sehr mysteriös und es gibt verschiedene Verdächtige. Wendungen lassen alles immer wieder in einem neuen Licht erscheinen. Die Ermittlungen bringen so Einiges zu Tage und die Auflösung war dann wirklich krass. Neben den spannenden Ermittlungen gibt es aber für Bianca eine Sache, die ihr nicht aus dem Kopf gehen will. Was ist, wenn Tiziano aus der Haft freikommt? Diese Angst konnte ich beim Lesen förmlich spüren. Sie ist für Bianca wirklich allgegenwärtig. Es gibt immer wieder Momente, die sie triggern und in helle Panik versetzen. Auch, wenn sie eine taffe und couragierte Frau ist, welche die Polizeistation souverän leitet, ist sie in solchen Momenten vollkommen hilflos und panisch. Eine große Stütze ist ihr dann Amedeo. Aber auch er kann ihr die Angst nicht nehmen. Das Buch ist in personaler Erzählperspektive von Bianca geschrieben. Aber es gibt kurze Kapitel, in denen in der Ich-Form von Tiziano geschrieben sind. Er schmiedet fürchterliche Rachepläne und seine Gedanken sind so düster und haßerfüllt, dass man beim Lesen Gänsehaut bekommt. Biancas Freund Amedeo ist ein ganz toller Charakter. Ihn muss man einfach ins Herz schließen. Er ist so einfühlsam, bedrängt sie nie und ist ihr Fels in der Brandung. Er würde jederzeit sein Leben zu ihrem Schutz aufs Spiel setzen. Einen wie ihn kann man sich nur an seiner Seite wünschen. Zum Buch möchte ich nicht zu viel erzählen, um nicht zu Spoilern. Der Schreibstil gefällt mir wirklich sehr. Heidi versteht es hervorragend, ihn entsprechend der unterschiedlichen Situationen und Themen anzupassen. Der Mordfall und die Ermittlungen dazu ist sachlich, aber spannend erzählt. Das Thema um Bianca und Tiziano ist hingegen sehr einfühlsam und mit dem notwendigen Ernst behandelt. Es kommt sehr deutlich zum Ausdruck, was eine toxische Beziehung und Gewalt in der Beziehung mit dem Opfer machen. Auch die Schuldumkehr wird beschrieben. Bianca fragt sich, ob es ihre Schuld war, dass Tiziano sie so behandelt hat. Sie überlegt, ob sie Fehler gemacht hat und sich falsch verhalten hat. Ein typisches Opferverhalten. Auch das Thema Femizid ist sehr eindrücklich behandelt. Das Setting ist wieder einmal wunderschön. Das liegt am in diesem Fall sehr bildhaften Schreibstil. Man hat die schöne Gegend direkt vor Augen. Und wenn man, wie ich, Malcesine kennt, wird viele schöne Ecken wieder erkennen. Ich habe dieses Buch geradezu verschlungen und gebe hier meine unbedingte Leseempfehlung.

Ein Aperol in Moll
Ein Aperol in Mollby Heidi TroiAutaria
1. März
Rating:5

Bianca Rossi darf nicht sterben!

Das Leben der Carabinieri Marescialla Bianca Rossi erscheint langweilig. Seit drei Jahren leitet sie die Station in Malcesine und seitdem gibt es nichts für sie zu tun. Nur dass ihr gewalttätiger Ex-Ehemann Tiziano irgendwann aus dem Gefängnis kommen wird, bereitet ihr Alpträume. So ist sie dankbar, dass sie im Falle des getöteten Opernstars Leandro Pavone in die Ermittlungen einbezogen wird. Ein Fall, der viele Fragen aufwerfen wird und die dunklen Seiten von Menschen ans Licht bringt. Zudem ahnt sie noch nicht, wie nah ihre Alpträume einer Verwirklichung sind… Porca Missera, es ist vorbei! Mit Hoffen und Bangen habe ich auf diesen dritten Band um die Marescialla Bianca Rossi von der Autorin Heidi Troi gewartet: Die Hoffnung, das Buch bald lesen zu können, war gepaart mit dem Bangen, wie es mit der Geschichte zwischen Bianca und dem gewalttätigen Tiziano weitergehen wird, wird sie ihre Freiheit erlangen oder kann er seine Rache ausleben? Das alles liegt wie ein düsterer Schatten über den Ermittlungen von Bianca, die zudem durch Kompetenzgerangel, Eifersüchteleien, Sexismus und Missgunst behindert werden. Bei kleinen eingebauten Spitzen über „italienische Verhältnisse“ stellt man fest, dass unser Land hier nicht unbedingt besser dasteht… Ein Krimi, der nicht mit Brutalität, sondern mit der wachsenden Spannung zwischen Bianca und Tiziano den Leser von Anfang bis zu mit einem Knall kommenden Ende fesselt. Noch ein Aufruf am Ende: Häusliche Gewalt gegen Frauen ist kein Kavaliersdelikt, jede erhobene Faust ist eine zu viel. Ermutigt Betroffene, sich dagegen zu wehren und steht ihnen mit den euch zur Verfügung stehenden Mitteln zur Seite!

Ein Aperol in Moll
Ein Aperol in Mollby Heidi TroiAutaria