10. Jan.
Rating:4

Die männliche Hauptfigur des Buches - ihr Name bleibt ungenannt - ist Anfang Zwanzig und lebt in England. Er hat sein Studium abgeschlossen und weiss nicht, was er mit seinem Leben tun soll. Familie, Freunde, Besitz, all das bedeutet ihm nichts. Zynismus und Unverstädnis prägen sein Weltbild. Aus einer Laune heraus verlässt er seine Familie, angeblich um mit einem Freund nach Nepal zu gehen, tatsächlich jedoch ziellos. Ein LKW nimmt ihn mit, doch auch das Ziel des LKWs bleibt ihm unbekannt. So gerät er zusammen mit dem LKW-Fahrer in eine Polizeikontrolle in einem fremden Land bei der, der Fahrer erschossen wird und die Hauptfigur des Romans zum verfolgten Mörder wird. Vieles an diesem Buch ist brilliant. Das Ende ist überraschend (das ist immer gut), die Bilder sind dicht und interessant, die Sprache ist präzise und lebendig und einige Passagen sind einfach wundervoll. Leider versucht der Autor in diesem Buch zuviel. Sein Plot ist gut, aber Entwichlungsroman, Psycho-Thriller und poltische Satire sind zu viele Genres die bedient werden. So bleibt das Buch unter dem, das es erreichen könnte. Ich konnte der Hauptfigur ihre Wandlung nicht abnehmen, zu viele Zufälle führen in die richtige Richtung.

Die Gesellschaft der Anderen
Die Gesellschaft der Anderenby William NicholsonEichborn