Wenn Zeitreisen auf die deutsche Geschichte trifft. Elana und Niclas reisen durch die deutsche SS Zeit. Mit spannenden Begegnungen und bewegender Familien Geschichte. Elana hasst Niclas, was natürlich auf gegenseitig beruht. Aber wie sollte es auch anderes sein verändert sich der hass im laufe des Buches. Dieses Buch ist so spannend. Zum Glück habe ich den zweiten Band schon parat. Ich muss einfach wissen wie es weitergeht.
Manche Bücher liest man, legt sie nach dem letzten Kapitel zur Seite und kehrt sofort wieder in den Alltag zurück. Und dann gibt es Bücher, die nachhallen, die noch Tage später Gedanken und Gefühle in Bewegung halten. Elana – Who I Am von Melanie Ober gehört eindeutig zur zweiten Kategorie. Für mich war dieses Buch ein intensives, fast schon persönliches Erlebnis: flüssig, berührend. Ich kann nur sagen das es einfach klasse ist.
Inhalt und Handlung
Im Mittelpunkt der Geschichte steht Elana, eine junge Frau, die sich mit den großen Fragen des Erwachsenwerdens auseinandersetzt: Wer bin ich eigentlich? Wo gehöre ich hin? Und wie finde ich den Mut, zu mir selbst zu stehen? Melanie Ober begleitet sie auf einer Reise, die nicht nur äußerlich spannende Wendungen bereithält, sondern vor allem auch eine innere Entwicklung beschreibt.
Ohne zu viel zu verraten, lässt sich sagen: Die Handlung ist geprägt von Selbstfindung, von Begegnungen mit Menschen, die Elana prägen, und von Situationen, die sie herausfordern, über sich hinauszuwachsen. Dabei geht es nicht nur um Freundschaft und Liebe, sondern auch um Zweifel, Ängste und die Suche nach der eigenen Identität. Gerade dieser Aspekt macht das Buch so nahbar – denn wer kennt diese Fragen nicht im eigenen Leben?
Sprache und Stil
Einer der größten Pluspunkte des Buchs ist für mich der Schreibstil. Melanie Ober schreibt so flüssig, dass die Seiten förmlich an einem vorbeifliegen. Man taucht sofort ein, findet leicht in die Handlung und bleibt von Anfang bis Ende gefesselt. Trotz der Leichtigkeit ist der Stil keineswegs oberflächlich. Im Gegenteil: Die Autorin schafft es, Emotionen in wenigen Sätzen so eindringlich zu schildern, dass man fast das Gefühl hat, selbst Elana zu sein.
Die Sprache ist modern und klar. Besonders gelungen finde ich die Balance zwischen Dialogen und inneren Gedanken der Figuren. Dadurch entsteht ein authentisches Bild, das nah an der Lebensrealität junger Menschen ist, aber auch junge Erwachsene anspricht.
Figuren und Charakterentwicklung
Elana ist eine Hauptfigur, die man schnell ins Herz schließt. Sie wirkt nicht perfekt – und genau das macht sie so glaubwürdig. Ihre Zweifel, ihr Zögern, ihr innerer Konflikt zwischen dem Wunsch nach Zugehörigkeit und der Sehnsucht nach Selbstbestimmung spiegeln universelle Themen wider.
Auch die Nebenfiguren sind nicht bloß Statisten, sondern Menschen mit eigenen Geschichten und Motivationen. Sie fungieren als Spiegel, als Gegenpol oder als Antrieb für Elanas Entwicklung. Besonders berührt hat mich, wie die Autorin die Beziehungen zeichnet – sei es Freundschaft, erste Liebe oder familiäre Bindungen. Jede Begegnung hinterlässt Spuren, jede Interaktion trägt zur Antwort auf die zentrale Frage „Who am I?“ bei.
Themen und Botschaft
Das Herzstück des Romans ist die Suche nach Identität. Es stellt sich die Frage, wie wir herausfinden, wer wir sind – und was wir brauchen, um diesen Weg mutig zu gehen. Dabei geht es nicht um einfache Lösungen, sondern um einen Prozess, der von Rückschlägen und Zweifeln begleitet wird.
Weitere Themen wie Selbstakzeptanz, Freundschaft, Vertrauen und die Bedeutung von Ehrlichkeit sich selbst gegenüber sind eng damit verknüpft. Besonders berührt hat mich, wie das Buch zeigt, dass Schwäche kein Makel ist, sondern Teil der eigenen Stärke sein kann. Diese Botschaft ist zeitlos und wertvoll – nicht nur für Jugendliche, sondern für alle Altersgruppen.
Emotionale Wirkung
Selten hat mich ein Buch in letzter Zeit so tief bewegt. Es gab Momente, in denen ich lachen musste, Stellen, die mich nachdenklich gemacht haben, und Passagen, die mich wirklich emotional getroffen haben. Man fühlt mit Elana, fiebert mit ihr, und manchmal erkennt man sich selbst in ihr wieder.
Die Geschichte hat etwas Tröstendes: Sie zeigt, dass wir alle auf der Suche sind und dass es in Ordnung ist, nicht immer alle Antworten zu haben. Gerade diese emotionale Ehrlichkeit macht es für mich zu einem besonderen Buch.
Gesamtbewertung
Für mich war dieses Buch ein rundum positives Erlebnis. Der flüssige Schreibstil, die authentischen Figuren und die tiefgründige Botschaft ergeben zusammen einen Roman, der sowohl unterhält als auch bewegt. Melanie Ober gelingt es, ein Thema aufzugreifen, das viele Menschen betrifft, und es in eine packende Geschichte zu kleiden, die leicht zugänglich bleibt und dennoch Tiefe hat.
Kurz gesagt: Elana – Who I Am ist ein Buch, das ich nur empfehlen kann. Es hat mich berührt, begeistert und inspiriert – und genau so stelle ich mir ein gelungenes Leseerlebnis vor.
Fazit
Wer ein Buch sucht, das sich leicht lesen lässt und dennoch lange nachklingt, sollte unbedingt zu Elana – Who I Am greifen. Es ist eine Einladung, über die eigene Identität nachzudenken, Mut zu fassen und sich selbst treu zu bleiben. Für mich persönlich ist es eines jener Werke, die einen besonderen Platz im Bücherregal und im Herzen bekommen.
„Krebs ist ein erbarmungsloses Arschloch.“ – dieser Satz aus den ersten Kapitel zeigt schon, wie ungeschönt und direkt Melanie Ober schreibt. Who I Was ist nicht nur ein temporeicher, spannungsgeladener Jugend-/New-Adult-Roman, sondern auch eine emotionale Achterbahnfahrt, die zwischen Alltagsdrama, Familienschmerz und einer geheimnisvollen, actionreichen Enthüllung pendelt.
Die Protagonistin Elana ist sympathisch, schlagfertig und authentisch – jemand, bei dem man sich schnell denkt: mit ihr möchte ich befreundet sein. Gleich zu Beginn wird man in ihre Welt gezogen, in der Prüfungsstress, ein geliebter Kater, und die kräftezehrende Krankheit ihrer Oma aufeinanderprallen. Besonders die Szenen im Krankenhaus sind herzzerreißend, wenn Omi sagt: „Versprich mir, dass ihr dafür sorgt, dass sie sich nicht aufgibt!“ – und man als Leser selbst mit einem Kloß im Hals dasitzt.
Der Roman überrascht jedoch mit einer Wendung ins Mystery-Action-Genre: eine Begegnung mit dem cholerischen Niclas, eine unerklärliche Verwechslung mit einer „Zwillingsschwester“, die es laut Elana gar nicht geben dürfte – und plötzlich landet man mitten in einer Organisation, die angeblich „die Geschichte wahrt“. Als Niclas offenbart: „Wir wahren die Geschichte. Und das tun wir, indem wir persönlich verhindern, dass die Vergangenheit verändert wird“, kippt die Stimmung von realistisch zu hochspannend.
Kleine Abzüge gibt es für den teilweise sehr abrupten Genrewechsel – wer eine reine Liebesgeschichte oder ein klassisches Drama erwartet, könnte von den Sci-Fi-/Zeitreise-Elementen überrascht werden. Doch genau diese Mischung macht das Buch für mich so besonders.
Freue mich schon sehr auf den 2ten Teil 🫶🏻
Eigentlich bin ich kein Freund von Slow Burn, aber zu der Geschichte passt es unglaublich gut. Mir kommt das Thema Zeitreisen zwischendurch leider etwas zu kurz 😕
Das Buch wollte ich, seit ich es das erste Mal gesehen hatte, unbedingt lesen, da ich die Grundidee mega cool fand und auch nicht wirklich enttäuscht wurde.
Am Anfang hatte ich noch ein bisschen das Gefühl, dass die Inspiration von der Edelsteintrilogie kam, aber die Charaktere und der Plot selbst haben mich dann doch vom Gegenteil überzeugt.
Elana fand ich unfassbar stark, nicht nur wegen ihrer Verluste, sondern auch wegen ihres Zwiespalts bezüglich Pflichtgefühl, Familie und Wahrheit. Ab und zu konnte ich ihre Entscheidungen und Gefühle zwar nicht richtig verstehen, da sie halt zwischendrin ziemlich starke Emotionen gegenüber der Handlung hatte, welche jedoch relativ schnell wieder weniger geworden sind, was ich aufgrund der Situation und Lage nicht wirklich nachvollziehen konnte.
Niclas mochte ich auch sehr gerne, wobei ich ihn auch nicht immer ganz verstehen konnte und mir ein bisschen mehr Offenheit ihm gegenüber Elana gewünscht hätte.
Bezüglich des Endes kann ich zu ihm daher nichts weiter sagen als "what the hell?!".
Den Schreibstil fand ich gut und flüssig, sodass man schnell in die Geschichte reinkam, wobei mir einige Handlungen etwas zu schnell und voreilig waren, weshalb ich mir da ein wenig mehr Tiefe gewünscht hätte.
Alles in allem war das Buch unfassbar spannend, aber auch zwiespältig, weshalb ich sehr gespannt auf den zweiten Teil bin.
✨Tropes✨
- slow burn
- forced proximity
- time travel
„Elana – Who I Was“ ist ein emotionaler, fesselnder Auftakt, der Geschichte greifbar macht und dabei mit viel Feingefühl erzählt wird.
💬: Stell dir vor, du lebst ein ganz normales Leben – bis du plötzlich Teil einer Zeitreise-Organisation wirst und mitten in der deutschen Vergangenheit landest. „Elana – Who I Was“ ist ein emotionaler, fesselnder Auftakt, der Geschichte greifbar macht und dabei mit viel Feingefühl erzählt wird.
Eigentlich führt Elana ein normales Leben – Studium, Familie, Zukunftsfragen. Doch dann bringt eine einzige Unterschrift alles ins Wanken. Plötzlich ist sie Teil einer Organisation, die sich dem Schutz der deutschen Geschichte verschrieben hat. Bei ihrer ersten Mission landet sie ausgerechnet in einer Zeit, die niemand freiwillig besuchen will: im Nationalsozialismus.
Das Buch ist intensiv – auf vielen Ebenen Melanie Ober schafft es, schwierige Themen wie Nationalsozialismus, Verlust, Trauma und Erinnerung mit großem Respekt und Tiefe zu behandeln. Gleichzeitig gelingt ihr das Kunststück, Elanas persönliche Entwicklung, die konfliktreiche Beziehung zu Niclas und die innige Verbindung zu ihrer Großmutter tiefgründig und nachvollziehbar zu erzählen.
Besonders berührt hat mich, wie viel Menschlichkeit zwischen all den schweren Themen durchscheint – leise Momente, mutige Fragen und eine Heldin, die man sofort ins Herz schließt. Elana ist verletzlich, stark und vor allem eines: echt.
Der Schreibstil ist flüssig, klar und emotional mit ganz viel Gefühl zwischen den Zeilen.
⏳ Fazit:
Ein Roman über Verantwortung und Identität, der Vergangenheit und Gegenwart auf eindrucksvolle Weise verbindet.
Von mir gibt’s ⭐️⭐️⭐️⭐️⭐️ – für eine Geschichte, die mutig ist, emotional und nachdenklich macht.
Ein Herzensbuch – und ich kann es kaum erwarten, Band 2 zu lesen.