„Wenn der erste Stern zur Erde fällt …“ – dann falle ich direkt mit, mitten hinein in ein Gefühlschaos der besonderen Art. Was als typische Romance à la Sarah Baines beginnt – mit Age Gap, starken Figuren und verdammt heißem Spice – entwickelt sich zu etwas viel Tieferem. Aurora, unsere Protagonistin, ist mehr als nur das „Problemkind“, als das man sie abstempelt. Mit Anfang 20 wird sie zu Sozialstunden verdonnert – auf einer abgelegenen Insel, wo sie auf Raymond trifft. Sie ist wütend, laut, frech, voller Mauern und Misstrauen – ständig ist ihr kalt und sie hat sich Kälte wie eine zweite Haut angezogen. Sex ist ihre Strategie, um diese Kälte für Momente zu vertreiben. Und ja, die Welt gibt ihr schnell einen Stempel. Doch dann ist da Ray. Ein Mann, der älter ist, schweigsam, rau – und der sie sieht. Wirklich sieht. Und zum ersten Mal in ihrem Leben ist ihr ... warm. Sarah Baines hat mit diesem Buch Figuren geschaffen, die leben und atmen. Sie sind laut, sperrig, tiefgründig – und ich habe jede einzelne Seite mit ihnen gefühlt. Tränen? Mehrfach. Herzklopfen? Dauerzustand. Ray? Ich bin verliebt. Punkt. Und dann kam dieser Plottwist im zweiten Akt – ich war kurz davor, der Autorin einen wütenden Brief zu schreiben. Stattdessen schickte ich ihr meine Liebe. Dieses Buch tut weh, heilt und lässt dich als Leser*in verändert zurück. Im dritten Akt wird’s dann göttlich – im wahrsten Sinne: wir bekommen Einblicke in eine Welt der Götter, wie man sie selten sieht. Menschlich, bissig, emotional – ich habe so oft gelacht, mitgefiebert, gelitten. Und apropos Götter: Es gibt Götter-Geschnetzeltes. Kein Witz. Also stellt euch schon mal Reis oder Nudeln bereit – ihr werdet es brauchen. Fazit: Ein heißes, emotionales, sprachlich starkes Buch mit Age Gap, Hidden Identity, Spice & Herz – und so viel mehr. Ich warte jetzt sehnsüchtig auf Band 2. Darf ich jetzt nochmal Ray sehen, bitte?
10. JuniJun 10, 2025
The Prophecy of Destiny and Time / Aurora Fallingby Sarah Bainesepubli
