Komplexe, tiefgründige High Fantasy
Eine Prophezeiung über die Rückkehr des Eises. Für die einen ist sie ein Hoffnungsschimmer nach Jahren des Exils. Andere sehen in ihr eine dunkle Bedrohung. Aber was ist die Wahrheit? Und: Kann man Prophezeiungen trauen? In Janne Birks multiperspektivisch erzählter Geschichte haben Handlungen oft unerwartete Konsequenzen. Lirg Beren, dem es bestimmt ist, das Eis in seine Heimat zurückzurufen, wurde als Druide erzogen und weiß um das empfindliche Gleichgewicht der Elemente. Aber trotz seiner Erfahrung kann er nicht alles überblicken. Vor allem ahnt er nichts von der Angst der Steinvölker vor der Rückkehr des Eises. Tek Dillon wurde von seiner Großmutter zum Kräuterhexer ausgebildet. Dass seine Fähigkeiten weit mehr als die Gabe der Heilung umfassen könnten, ahnt er nur. Mit „Magie“ ist er nicht vertraut. Dennoch ist er es, der als Antwort auf die vermeintliche Bedrohung der Steinvölker durch den „Eishexer“ eine noch größere herbeiruft. Die Handlung die sich von diesem Punkt aus entwickelt, ist überaus spannend. Ich habe mit den Figuren gelitten und nicht nur einmal vor Erleichterung Tränen verdrückt, weil sich unerwartet ein Hoffnungsschimmer offenbarte. Die Geschichte zeigt, dass Unwissen nicht vor den Folgen schützt - dass die gemeinsame Arbeit an Lösungen aber wichtiger ist als die Schuldfrage. Damit ist die Geschichte nicht nur Weltflucht - wofür sie sich allein aufgrund der großartigen Naturbeschreibungen hervorragend eignet - sondern besitzt auch Bezüge zur Gegenwart mit all ihren Herausforderungen und sinnlosen Konflikten. Eine große Leseempfehlung für Fans komplexer, tiefgründiger High Fantasy mit Elementarmagie!




