3. Dez.
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RufMORD!

In Rabenstein, einem kleinen Dorf in einem engen Tal Südtirols, ist Ende September nicht nur das Wetter bedrückend. Seit Wochen regnet es und es nähert sich der 29.09., der Michaelitag, an dem in den letzten drei Jahren jeweils eine Frau zu Tode gestürzt war. Die Untersuchungen der Polizei ergaben zwar immer einen Unfall als Todesursache, doch für die Dorfbewohner war klar, dass Schneider, der seit drei Jahren allein auf einem Einsiedlerhof in den Bergen lebt, der Mörder ist. Ausgerechnet er schreibt jetzt Gedichte, die Vera, Redakteurin einer Grazer Tageszeitung, so faszinieren, dass sie für ein Interview zu ihm fahren möchte. Geplanter Termin: der 29. September… Die Autorin Heidi Troi hat in diesem Thriller es besonders gut verstanden, eine unheimlich und bedrohliche Stimmung zu schaffen. Das Wetter und die wortkargen Dorfbewohner bilden die stimmige Kulisse für die Geschichte, deren Thema Rufmord wie bedrohliche Nebelschwaden durch den ganzen Plot geistert. Beim Lesen wird einem vor Augen geführt, wie Gerüchte und falsche Anschuldigungen Leben und Existenzen vernichten können. Denn wie oft hört man auch ich richtigen Leben den Satz: Ich will ja nichts sagen, aber… Ein Buch, das mich von Anfang bis zum Ende gefesselt hat und dessen Ende ich nicht so erwartet habe. Tja und wieder hat die Autorin ein brisantes Thema hervorragend in eine Story eingebaut. Respekt Heidi Troi!

Ein letztes Opfer
Ein letztes Opferby Heidi Troitolino media