
Cosy, spannend, erfrischend. Eine Prise Schicksal, eine Portion Freundschaft und Löffel der Vergangenheit ergeben ein gutes Buch.
„Ein Hausboot für die Liebe“ gehört, als zweiter Band zur Reihe »Die Mädels von der Burg«. Der Hauptschauplatz befindet sich auf der Lassburg. Immer wieder treten neue Details um die Lassburg auf, die wichtig für die Stories von Nora Gold sind. Zwischen der Historie und den Protagonisten im Buch zieht sich immer wieder ein durchsichtiger Faden, der Vergangenheit und Gegenwart verbindet. Der zweite Teil widmet sich völlig Britts Leben. Das Rennen gegen die Vergangenheit kann man nur verlieren. Das spürt Britt am eigenen Leib. So vieles wäre anders, gar leichter zu ertragen, wenn man kein Stillschweigen bewahrt. Es fehlt zwar noch ein Teil von Nora Golds Roman-Reihe »Die Mädls von der Burg«, doch ihr cosy, romantischer Schreibstil bietet mir eine wohlige Auszeit. Sie trägt mich durch die Stunden des Lesens und lässt mich ruhig werden. Nora benötigt keine brutalen Morde oder komplizierte Verbrechen, um einen spannendes Buch zu verfassen. Oftmals reichen Überlieferungen, Architektur, Liebe und Freundschaft aus, um den gewünschten Spannungsbogen zu erzielen. Mir gefällt auch, dass trotz der einen Hauptprotagonistin, es nie so wirkt, als seien deren Freundinnen plötzlich weg, nicht wichtig. Weiterhin mag ich, wie Nora ein passendes Gegenstück aus der Vergangenheit mit der Hauptprotagonistin findet und in Einklang bringt. Dazu gehört einiges an schreiberischen Talent. Ich genoss meine Auszeit, mit der Cosy-Decke bei dem tristen Wetter.


