Najra und die Magie
Das Buch habe ich auf der Leipziger Buchmesse entdeckt. Es macht optisch echt was her und da der Klappentext mich überzeugt hat, habe ich es mitgenommen. Und vorher noch von der lieben Autorin, Martina Volnhals, signieren lassen 😊 Najra lebt in einer Welt, in der Menschen mit Magie als verseucht bezeichnet und gejagt werden. Dank ihrer Magie konnte sie den Seuchenjägern bisher entkommen, aber durch ihr gutes Herz wird sie eines Tages gefangen. Gerettet wird sie ausgerechnet von Elweren, die sie eigentlich nur aus Legenden kennt und die keinen guten Ruf haben. Anfangs habe ich kurz gebraucht, um mich in dieser Welt zurechtzufinden. Sie ist aber schön gestaltet und ich konnte mir die unterschiedlichen Schauplätze gut vorstellen. Protagonistin Najra fand ich erst etwas anstrengend, weil sie sehr viel flucht. Eine etwas derbere Sprache stört mich nicht, aber wenn es zu häufig vorkommt und andere Menschen (meist Frauen) dann abfällig über ihr Äußeres definiert werden (dumme Pockennase, alte Rosine), nervt es mich schon. Im Laufe des Buches wird das aber glücklicherweise weniger. Ansonsten ist Najra mutig, empathisch und hat ein gutes Herz, während sie zugleich oft impulsiv handelt und schneller redet, als sie denkt. Die Welt war interessant, die harte und entbehrungsreiche Welt der Menschen, in der Magie als Fluch gilt, auf der einen Seite, und die strahlende, saubere Welt der Elweren, in der Magie einen hohen Stellenwert hat, auf der anderen Seite. Auch die tierischen Begleiter mochte ich sehr gerne. Einige davon haben sich direkt in mein Herz geschlichen. Der Schreibstil ist flüssig und atmosphärisch, sodass ich schön in die Geschichte eintauchen konnte. Es ist nicht durchgehend spannend, sondern es wird sich auch Zeit genommen, das Leben und den Alltag zu beschreiben, was ich gut fand. Am Ende passiert dann recht viel und mir ging es zu schnell. Es gibt zudem einige interessante Nebencharaktere, von denen viele liebenswert sind. Über sie hätte ich auch gerne mehr erfahren. Das Buch hätte für mein Empfinden also ruhig ein paar mehr Seiten haben können, um auf einige Sachen besser eingehen zu können. Insgesamt eine tolle Geschichte mit einer fluchenden, aber doch irgendwie liebenswürdigen Heldin.















