Ein psychedelisches Abenteuer, das die Grenzen zwischen Realität und Wahnsinn verschwimmen lässt…
Der Roman von Susan Abyss hält sich nicht lange mit unnötigen Details auf. Schnell werden wir in die zunehmend mysteriöse Handlung geworfen, und es wird klar, dass sich hier ein echtes Horrorszenario abspielt. Es geht um die Nautilus Noir; ein U-Boot, das vor einer englischen Industriehochburg vor Anker liegt. Mitten in diesem Steampunk-Setting, zwischen verrauchten Gassen und brodelnden Maschinen, begleiten wir einen ebenso verrauchten und vor Hoffnungslosigkeit brodelnden Privatdetektiv namens Victor Blackwell. Eigentlich war Blackwell einmal Kommissar, doch der Umstand, dass er seine Position verloren hat, machte ihn zu einem resignierten, versoffenen und mürrischen Privatdetektiv. Während Blackwell vor lauter Whisky kaum aus dem Bett kommt, spielt sich auf der Nautilus Noir etwas Mysteriöses ab: Auf dem Schiff, das eigentlich nur Wissenschaftler, Techniker und reiche Touristen beherbergt, wird ein Passagier vermisst. Einer der Wissenschaftler ist spurlos verschwunden… und das wohlgemerkt unter Wasser! Was unmöglich scheint, sorgt natürlich dafür, dass Ermittlungen aufgenommen werden. Und aufgrund einer bestimmten Sache aus Victor Blackwells Vergangenheit scheint er geradezu perfekt für diesen Fall geeignet zu sein. Die Chance witternd, wieder ein namhafter Kommissar zu werden, lässt sich Victor auf die Ermittlungen ein. Und was ab hier passiert, ist… ein Spoiler. Daher lasst es mich in drei Worten ausdrücken: WHAT THE HELL? Mir hat das Lesen dieses Romans unfassbar viel Spaß gemacht. Ein zweiter Teil ist bereits erschienen, und allein wegen des kurzen Umfangs lohnt sich der Ausflug auf die Nautilus Noir allemal. Eine ganz klare Empfehlung! Adnan Turan














