
Ein berührender Roman mit Herz, aber nicht ganz ohne Schwächen
Pauline ist eine Figur, die mir schnell nahegekommen ist. Mit ihren Unsicherheiten, ihren emotionalen Schwankungen, ihrer Verletzlichkeit, aber auch ihrer leisen, oft unterschätzten Stärke. Auch die Nebenfiguren,vor allem Ben, bringen Wärme in die Geschichte. Ja,ich mag ihn. Der Schauplatz Arcachon verleiht dem ganzen eine besondere Atmosphäre, fast wie ein kurzer gedanklicher Tapetenwechsel. Und die Darstellung einer unperfekten Familie wirkt ehrlich und lebensnah. Mehr als einmal musste ich meine Tränen zurückhalten. Schade, dass es keine Scheibenwischer für die Augen gibt, der Gedanke kam mir dabei tatsächlich sehr passend vor. Auch wenn manche Wendungen etwas vorhersehbar wirken und einige Konflikte recht schnell aufgelöst werden, verliert der Roman nie seine Stärke. Er ist emotional zugänglich, warm erzählt und schafft es den Leser mitzunehmen. Ein gefühlsstarker, nahbarer Roman, der berührt und zum Innehalten einlädt, auch wenn er stellenweise etwas mehr Tiefe vertragen hätte


