Das Buch ist mir in der Buchhandlung ins Auge gefallen aber beim Lesen leider durchgefallen. Die Charaktere waren meiner Meinung nach ausbaufähig und auch der eigentliche Plot war zu vorhersehbar.
Was ein guter Start in den Mai!
Mit "Die Morde im Dekagon-Haus" hat man einen sehr gut aufgebauten Krimi, mit interessanten Charakteren (die es tatsächlich trotz der Anzahl auch gut auseinander zu halten geht und nicht wie Einheitsbrei wirken), einer guten Story und einem starken Plottwist. Und gut platzierte Hinweise - ich bin sogar an dem offensichtlichsten und eindeutigsten direkt vorbeigerannt. Habe ihn erkannt, ohne ihn erkannt zu haben - er hat mir quasi hinterher gewunken, während ich ihn nur angestarrt habe wie ein Auto. 🤣 100 Seiten haben sich hier weggelesen wie nix, man fliegt förmlich durch die Kapitel und merkt es nichtmal. Das Rätseln hier hat besonders Spaß gemacht, zumal es wohl zeitgleich eine kleine Hommage an dieses Genre ist. Ich bin jetzt im Genre Krimi nicht so bewandert, aber ich finde den hier sehr empfehlenswert. :)
Plump und klassisch zugleich.
Als großer Fan der klassischen Detektivgeschichten von Arthur Conan Doyle, hat mich dieses Buch eher gleichgültig hinterlassen. Ich wollte es so gerne mögen, aber die Dialoge und Charaktere waren sehr simpel und teilweise auch chlichehaft. Bereits nach den ersten Seiten hatte ich einen leisen Verdacht, wer der Täter sein könnte und das bestätigte sich dann auch. Die Herleitung und Aufklärung des Falls hinterließ mich auch eher emotionslos und es konnte nicht der üble Esprit dieses Krimi-Genres aufkommen. Der Ausgangspunkt mit der mysteriösen Insel und der einzigartigen Architektur eines elfeckigen Hauses konnte leider nicht fesseln.

Leseempfehlung für Fans für Agatha Christie
Das Buch hatte ich immer wieder in der Buchhandlung gesehen und fand das Cover schon sehr interessant…und irgendwann musste ich dass dann einfach kaufen. . Mich hat die Story direkt von Anfang an in ihren Bann gezogen, konnte es kaum aus der Hand legen - die Kapitel waren relativ kurz und ließen sich dadurch super schnell lesen. . Bis zum Schluss hatte ich tatsächlich keine Ahnung wer hinter den Morden stecken könnte…und so konnte ich dann auch bis zur letzten Seite rätseln wie die Geschichte ausgeht. . Für Fans von Agatha Christie ist dieser Kriminalroman definitiv ein Muss.

Mord auf zehn Seiten und keiner kommt von der Insel
Eine abgelegene Insel, ein merkwürdiges Haus mit zehn Seiten und eine Gruppe Studenten, die glauben, sie wären schlauer als jeder Täter. Klingt nach einem gemütlichen Krimi Wochenende. Fühlt sich aber schon nach wenigen Seiten eher an wie ein Spiel, bei dem man plötzlich merkt, dass jemand die Regeln verändert hat. Das Dekagon Haus selbst ist dabei der heimliche Star. Jeder Raum wirkt wie ein Puzzle, jede Bewegung der Figuren wie ein Schachzug. Während draußen das Meer rauscht, sitzt man innerlich schon mit Notizzettel da und versucht, alle Hinweise zusammenzuklauben. Und genau da packt das Buch. Dieses ständige Gefühl, dass irgendetwas nicht stimmt, wächst mit jeder Seite. Die Studenten bleiben bewusst ein wenig auf Distanz, was erst ungewohnt wirkt. Doch genau das verstärkt die klassische Detektivclub Stimmung. Jeder könnte es sein. Jeder hat ein Motiv. Und plötzlich misstraut man sogar den harmlosesten Dialogen. Kleine Bemerkungen fühlen sich an wie versteckte Fallen. Richtig stark ist das Tempo. Kein Actionfeuerwerk, sondern ein ruhiger Aufbau, der langsam Druck erzeugt. Wie ein Raum, in dem die Luft immer dünner wird. Und dann kommt dieser Moment, in dem alles kippt. Gedanken rasen, man blättert zurück, prüft Hinweise und merkt, dass man elegant aufs Glatteis geführt wurde. Am Ende bleibt dieses breite Grinsen. Weil man sich erwischt fühlt. Weil das Rätsel fair war. Und weil dieser moderne Klassiker zeigt, wie viel Spaß ein clever gebauter Mordfall machen kann, wenn er ohne Schnickschnack auskommt und einfach nur verdammt gut konstruiert ist.
Als ich diesen Krimi entdeckte, musste ich sofort an die Krimis von Seishi Yokomizo denken und die Vorfreude war groß. Aber weit gefehlt. Es fängt schon mit dem Prolog an: Der Mörder kündigt seine Taten an. Dies jedoch so plump vom Stil, dass ich bereits an der Stelle zurückzuckte. Das Buch teilt sich in zwei Handlungsstränge. In dem ersten Strang begleiten wir mehrere Studenten auf eine einsame Insel, auf der kürzlich ein Mehrfachmord stattgefunden hat. Die zweite Handlung spielt auf dem Festland, auf dem mehrere Männer einen ominösen Brief zu dem besagten Mehrfachmord erhalten und beginnen, in dieser Sache zu ermitteln. Und so wechselt regelmäßig der Handlungsort und der Leser bekommt mit, wie auf der einen Seite auf der Insel weitere Morde geschehen und auf der anderen Seite im Hintergrund Recherchen angestellt werden. So weit so gut (oder so schlecht). Ich bin ja sehr ein Fan von Krimis, die an einem Ort spielen, ein recht berühmter Krimi von Agatha Christie ist „Und dann gab’s keines mehr“, auf den sogar angespielt wird. Und was soll ich sagen? Das Buch ist letztendlich eine weitere Variante, nur leider nicht mit der Finesse und dem ständigen Gefühl, dass man weiß, was kommt. Der Autor bekommt es leider weder hin, eine gewisse Atmosphäre zu schaffen, noch, die Figuren nicht wie Marionetten darzustellen. Simple Dialoge, null Tiefe bei den Charakteren, Clichés (die Damen haben ständig Tee zubereitet und Essen gekocht, dazu die Kombi „unscheinbar“ trifft auf „Polarstern für Männer“) und ein Abarbeiten von den Verbrechen. Technisch durchaus nicht verkehrt, aber neben dem Aufbau lebt ein Krimi eben auch noch von dem „Drumherum“. Leider ein Autor, den ich nicht ein weiteres Mal lesen werde.
Zu konstruiert
Ich hatte die Mangas dazu bereits gelesen und wusste, worum es in der Geschichte geht. Sie hatten mir gut genug gefallen, um die Roman-Vorlage lesen zu wollen. Und trotzdem kann ich mich der Begeisterung einiger anderer Rezensenten kaum anschließen. So nett sich das auch alles liest - es ist einfach wahnsinnig konstruiert. So sehr, dass ich mich schwer tue, das einfach hinzunehmen und darüber hinwegzulesen. Insofern: Ganz nett, aber mehr auch nicht.
Ein absolutes Jahreshighlight!!! So spannend bis zur letzten Seite und lädt den Leser ständig zum rätseln ein. Die Auflösung ist sowohl unfassbar als auch grausam. Ein Autor, den man sich auf jeden Fall merken sollte.
“Die Morde im Dekagon-Haus” ist ein klassischer Krimi. Er ist in den 80ern erschienen, aber erst jetzt ins deutsche übersetzt worden. Es sind weitere Bände von Yukito Ayatsuji in Planung - und ich freue mich darauf. Mit „Die Morde im Dekagon-Haus“ haben wir viele Krimielemente, die das Krimiherz begehrt. Einen alten Mordfall, eine verlassene Insel, ein seltsames Haus und eine Hand voll Studenten, die im Krimi-Club sind, und das Rätsel des Dekagon-Hauses auf den Grund gehen wollen. Sobald sie jedoch auf der Insel angekommen sind, geht ein Mörder um … Gleichzeitig werden auf dem Festland ominöse Briefe verschickt. Es fühlt sich vom Aufbau her an, wie ein klassischer Kriminalfall. Die Studenten haben sich sogar die Namen berühmter Krimischriftsteller gegeben. Nun sitzen sie um den Tisch im Saal herum und rätseln zunächst über die schon länger zurückliegenden Morde, später dann über die frischen, wie bei einem komplizierten Puzzle werden alle Teile der Gleichung betrachtet - was mir persönlich gut gefallen hat. Sie erkunden die Insel und drehen so manchen Stein um. Man muss sich aber darauf einstellen, dass die Krimi-Gruppe einem nie wirklich nahe kommt. Dafür ist das Buch nicht konzipiert. Der Fall steht im Rampenlicht. Die Informationen über die Studenten sind sparsam gesät. Die zweite Plotlinie spielt auf dem Festland, wo die Briefempfänger ebenfalls Ermittlungen betreiben. Ich war manchmal hin und her gerissen. Gefällt mir nun die Inselgruppe besser oder finde ich die Festlandgruppe spannender? Auf jeden Fall haben die zwei Plots dafür gesorgt, dass ich immer weiter lesen wollte, da mich interessiert hat, was an beiden Orten geschieht. Die Morde waren übrigens ziemlich blutig. Es ist wie gesagt ziemlich klassisch. Hypothesen werden aufgestellt, Verdächtige unter die Lupe genommen und schließlich bekommen wir eine Auflösung geliefert, auf die die (Hobby)Ermittler hingearbeitet haben. Mir hat das Buch wirklich Spaß gemacht - ich muss zugeben, dass ich ein großer Fan von einem gewissen japanischen Oberschuldeketiv bin und deshalb den Fall auch durch seine Brille gesehen habe. Für mich war das ein kleiner Bonus. Ich empfehle „Die Morde im Dekagon-Haus“ all jenen, die klassische Kriminalliteratur lesen und die ihren Fokus lieber auf den Fall, anstatt auf die Charaktere oder die Psyche des Täters legen. Von mir gibt es vier Sterne.
Mega, toller Plott, bis zum Ende spannend. Jede Seite der rund 400 genossen bei diesem skurrilen Inseltrip.
🔎 Eine Liebeserklärung an klassische Detektivgeschichten 🔍
Ich glaube, ich habe beim Lesen dieses Buches etwas über mich selbst gelernt: Ich liebe klassische Detektivgeschichten. Wirklich. Sehr. Dies ist der erste Band einer Reihe und ein großartiges Beispiel für japanische Honkaku- bzw. Shin-Honkaku-Literatur – also genau die Art von Kriminalroman, bei der Logik, Rätsel und Fair-Play-Hinweise im Mittelpunkt stehen. Keine effekthascherischen Tricks, sondern ein Puzzle, das einen wirklich zum Mitdenken einlädt. Das isolierte Setting hat mich sofort gepackt. Gebt mir einen geschlossenen Kreis von Verdächtigen, eine unterschwellige Bedrohung und einen Mord, der aufgeklärt werden will und ich bin glücklich. Das Buch erinnert stark an das Goldene Zeitalter der Krimis und zollt ihm ganz bewusst Tribut, insbesondere Und dann gab’s keines mehr von Agatha Christie (was endgültig bedeutet, dass ich es dringend lesen muss). Besonders gefallen hat mir, wie selbstreflexiv dieses Buch ist. Es verweist immer wieder auf bekannte Detektivgeschichten, und als Leserin hatte ich das Gefühl, Teil dieses Dialogs zu sein. Als großer Detective-Conan-Fan (ebenfalls dem Shin-Honkaku-Genre zugeordnet) war das für mich gleichzeitig unglaublich vertraut und aufregend. Die Atmosphäre ist spannend, clever un5d angenehm nostalgisch. Es geht hier nicht um spektakuläre Twists, sondern darum, mitzudenken, auf Details zu achten und zu versuchen, das Rätsel selbst zu lösen. Der Nachfolger 𝘿𝙞𝙚 𝙏𝙤𝙩𝙚𝙣 𝙞𝙣 𝙙𝙚𝙧 𝙒𝙖𝙨𝙨𝙚𝙧𝙢ü𝙝𝙡𝙚 erscheint am 𝟮𝟵. 𝙅𝙪𝙡𝙞 𝟮𝟬𝟮𝟲, und ich kann es jetzt schon kaum erwarten, wieder in diese Welt einzutauchen. Außerdem gibt es eine Manga-Reihe, die ich vermutlich auch noch lesen muss 📚🖤 𝘶𝘯𝘱𝘢𝘪𝘥 𝘢𝘥 | 𝘳𝘦𝘷𝘪𝘦𝘸 𝘤𝘰𝘱𝘺 𝘛𝘩𝘢𝘯𝘬 𝘺𝘰𝘶 @team.bloggerportal & @penguinbuecher 𝘧𝘰𝘳 𝘵𝘩𝘦 𝘳𝘦𝘷𝘪𝘦𝘸 𝘤𝘰𝘱𝘺!
Mir hat das Buch nicht ganz so gut gefallen leider. Der Schreibstil war gewöhnungsbedürftig daher bin ich nicht so gut in die Geschichte rein gekommen. Schade...
Guten Krimi erwartet - Langeweile bekommen
Ich wollte dieses schöne Buch unbedingt mögen. Auch wegen der durchweg positiven Bewertungen. Leider habe ich mich schon auf den ersten Seiten zu Tode gelangweilt. Ich habe schon einige Bücher von japanischen Autoren gelesen und somit kein Problem mit der doch manchmal holprigen Ausdrucksweise und Satzstellung. Auch mit japanischen Namen bin ich vertraut. Aber hier war es mir einfach zuviel und durcheinander. Vielleicht bin ich nicht genug eingefleischter Alt-Krimi-Fan ala Christie, Holmes & Co. Schon nach den ersten Kapiteln wusste ich den Mörder und lag am Ende richtig. Vorhersehbar und langatmig. Leider.

Obwohl der Krimi ursprünglich aus den 1980er-Jahren stammt, liest er sich überraschend frisch. Die neue Übersetzung trägt ihren Teil dazu bei: Der Text ist klar, flüssig und macht es leicht, schnell in die Geschichte hineinzufinden. Ganz am Anfang brauchte ich einen kurzen Moment, um zu verstehen, wohin das alles führt, doch genau dieses leichte Unbehagen hat eher neugierig gemacht als abgeschreckt. Die Handlung spielt auf zwei Ebenen – auf dem Festland und auf einer abgelegenen Insel. Sieben Studierende, Mitglieder eines Krimi-Clubs, reisen auf die Insel Tsunojima, um dort eine Woche in einem auffälligen, zehnseitigen Haus zu verbringen. Was zunächst wie ein intellektuelles Spiel unter Krimifans wirkt, kippt jedoch rasch. Die Insel hat eine düstere Vergangenheit, und bald wird klar, dass die Ereignisse eng mit einem Vorfall aus der Vergangenheit verknüpft sind. Misstrauen wächst, Verdächtigungen machen die Runde, und die Atmosphäre wird zunehmend bedrückend. Parallel dazu wird auf dem Festland versucht, einen Fall aus der Vergangenheit zu entschlüsseln: Ein Jahr zuvor ereignete sich ein sogenannter „Zwangsdoppelmord“. Lange laufen beide Handlungsstränge scheinbar unabhängig voneinander – und genau das macht den Reiz aus. Der Krimi erinnert stark an klassische Whodunits à la Agatha Christie, fühlt sich dabei aber erstaunlich eigenständig an. Die Erzählweise ist kühl, präzise und fast schon nüchtern – weniger emotional, dafür umso logischer. Die Figuren stehen nicht so sehr im Vordergrund wie das Rätsel selbst, was hier sehr gut funktioniert. Zu Beginn hatte ich kurz die Befürchtung, dass der Roman zu sehr an bekannte Muster anknüpft, doch dieser Eindruck verlor sich mit jedem Kapitel. Am Ende blieb für mich ein sehr stimmiger, durchdachter Krimi zurück, der genau das geliefert hat, was ich mir erhofft hatte.
Dieser Krimi hat mir insgesamt gut gefallen. In der Mitte etwas zahnlos und es gibt doch die ein oder andere Wiederholung zu viel, aber schön komponiert. Ich weiß nicht, ob es an der Übersetzung liegt, aber manchmal ist der Lesefluss etwas gestört von ungewöhnlicher Satzstellung. Die Idee ist dennoch gut, ich hatte ein bisschen was anderes erwartet.
Sternebewertung fiktiv
Die Morde im Dekagon Haus“ ist ein Krimi aus Japan und genau so habe ich ihn auch gelesen. Auch dieser Roman is ein Zufallsfund. Beim Stöbern auf der Bloggerportal Seite @team.bloggerportal entdeckt. Ein verlässlicher Ort literarischer Inspiration. Cover, Titel und Herkunft haben sofort überzeugt. Der Roman wurde Mitte der 1980er Jahre geschrieben und liegt nun in neuer Übersetzung vor. Erstaunlich ist, wie frisch und gut lesbar sich der Text bis heute anfühlt. Zwar brauchte ich zu Beginn einen Moment, um vollständig zu erfassen, worauf die Geschichte hinauswill, doch genau dieses leichte Unbehagen hat meinen Ehrgeiz geweckt, dranzubleiben. Im Mittelpunkt stehen sieben Studierende, Mitglieder eines Detektivklubs, die alle Spitznamen tragen benannt nach berühmten Autoren. Gemeinsam reisen sie auf eine abgelegene Insel, auf der wenige Monate zuvor mehrere Menschen ums Leben kamen. Zwei Mitglieder bleiben auf dem Festland zurück, während die Gruppe auf der Insel zunehmend eine bedrohliche, mysteriöse Atmosphäre wahrnimmt. Was zunächst wie ein intellektuelles Spiel wirkt, kippt bald. Es kommt zu weiteren Todesfällen, Misstrauen breitet sich aus, Verdächtigungen nehmen zu. Der Roman erinnert stark an klassische Whodunits à la Agatha Christie, nur mit japanischer Präzision und einer ganz eigenen Erzählruhe. Ab etwa dem ersten Drittel nimmt die Geschichte deutlich an Fahrt auf, entwickelt einen starken Sog und hält die Spannung konsequent bis zum Ende. Besonders gelungen ist die Parallelführung der Handlung auf der Insel und auf dem Festland, die dem Rätsel zusätzliche Tiefe verleiht. Die Morde im Dekagon-Haus ist ein klassischer Rätselkrimi in moderner Verpackung. Dass es sich um den Auftakt einer Reihe handelt und sogar eine Manga-Adaption existiert (danke @narayasseitengefluester für diesen Hinweis) macht neugierig auf mehr. Für mich ein überzeugender Einstieg in Ayatsujis Werk und eine klare Empfehlung für alle, die klassische Krimistrukturen lieben und Lust auf japanische Erzählkunst haben.
Für Fans klassischer Detektivgeschichten
Die Geschichte spielt auf einer abgelegenen Insel, auf der eine Gruppe von Studierenden in einem ungewöhnlichen, zehneckigen Haus „Urlaub“ macht. Schon früh wird klar, dass dieser Aufenthalt nicht harmlos ist: Nach und nach geschehen Morde. Parallel dazu verfolgt der Roman Ermittlungen auf dem Festland, wodurch sich ein spannendes Wechselspiel zwischen zwei Handlungsorten entwickelt. Das Buch überzeugt vor allem durch seine konsequent konstruierte Handlung. Es ist weniger an psychologischer Tiefe interessiert als an Logik, Struktur und fairen Hinweisen für die Leserinnen und Leser. Wer Spaß daran hat, selbst mitzurätseln, wird hier bestens bedient. Besonders hervorzuheben ist die Idee hinter der Gesamtstruktur des Romans, die bis zum Schluss Spannung erzeugt und in einem überraschenden, aber schlüssigen Finale mündet. Die Morde im Dekagon-Haus ist ein intelligent konstruiertes Denkspiel. Für Fans klassischer Detektivgeschichten, cleverer Plot-Twists und logisch aufgebauter Krimis ist dieses Buch eine klare Empfehlung.
Ich bewerte. Nö, ich schreie: Es war krass. Die Geschichte ist banal, aber der Autor stellt die Handlung als ein richtiges Meisterwerk dar. Ich liebe Bücher, die logische Verbindungen haben. Alles spielt eine Rolle im großen Bild. Es geht um 7 Freunde, die entscheiden, auf die Insel zu fahren. Wie immer: Dort wurde eine Familie ermordet, und die Freunde wollten eine Antwort finden: Warum? Was ist passiert? Das klingt spannend, aber nichts Neues. Trotzdem war es so interessant, dass ich die ganze Nacht gelesen habe. Unmöglich aufzuhören. Und der Plottwist: Er war für mich eine große Überraschung. Mir gefällt das Puzzle. Ich mag auch die Geschichte, das Fazit und alles im Buch. Wenn ich jetzt darüber nachdenke, füge ich das Buch in der detektivischen Reihe des Jahres hinzu.
Sieben Studenten und Studentinnen, alle Mitglieder eines Krimiclubs, wollen eine Woche auf der Insel Tsunojima verbringen. Auf ihr steht das seltsame zehneckige Dekagon-Haus, in dem sie übernachten werden. Doch die Insel hat auch eine grausame Geschichte, denn vor einigen Monaten wurden hier im niedergebrannten Haupthaus vier Leichen entdeckt und der Täter bisher nicht gefasst. Das alles ist für Ellery, Carr, Agatha, Van, Orczy, Poe und Leroux, wie die Clubmitglieder sich nach ihren literarischen Vorbildern nennen, allemal ein interessantes Rätsel – bis auf der Insel die Morde beginnen. Auf dem Festland hingegen erhalten zwei Mitglieder, die nicht mitgefahren sind, seltsame Briefe. „Die Morde im Dekagon-Haus“ von Yukito Ayatsuji erschien im Original bereits im Jahr 1987; die Handlung ist daher 1986 angesiedelt, wirkt aber recht zeitlos. Die deutsche Übersetzung verfasste Sabrina Wägerle und neben dem Roman existiert auch noch eine Manga-Adaption. Literarisches Vorbild ist, wie der Autor auch selbst angibt, Agatha Christies „Und dann gab’s keines mehr“. Dabei spielt die Handlung immer abwechselnd auf der Insel und auf dem Festland, wo man bereits versucht, dem Geheimnis der Briefe auf die Spur zu kommen. Die scheinen nämlich vom früheren Hausherrn der Insel zu sein, der aber eigentlich in dem Feuer vor einigen Monaten umkam. Der Roman ist mit seinem abgeschlossenen Handlungsort und den mysteriösen Morden sehr klassisch aufgebaut. Ein starker Fokus liegt dabei auf den jungen Krimifans auf der Insel, die schon bald beginnen, einer zu misstrauen und sich gegenseitig zu verdächtigen, was eine sehr spannungsgeladene Atmosphäre zur Folge hat. Der Autor legt im Verlauf der Geschichte gekonnt falsche Spuren und die Auflösung am Ende ist wirklich clever. Einzig die Figuren bringt man, abgesehen von den beiden Frauen Agatha und Orczy, leicht durcheinander, da sie nicht besonders individuell gezeichnet sind. Für mich hat das den Lesespaß aber keinesfalls gemindert und ich würde mich freuen, wenn noch weitere Werke von Yukito Ayatsuji übersetzt werden.


















