Dieses Buch hatte alles in einem: Wut, Trauer, Verzweiflung, Empörung, Action…mit dem letzten Punkt habe ich keineswegs gerechnet. Es war eine Achterbahnfahrt der Gefühle. Dieses grüne Tagebuch…was da wohl sonst noch geschrieben wurde?
Es war ein schöner Gedanke, alles in ein Tagebuch in einem Waschsalon zu schrieben. Das fand ich am faszinierend und wie die Menschen zum Waschsalon gefunden haben.
Ich habe alles gespürt mit dieser Geschichte. Es war sehr emotional 🥰
Ruhiger Wohlfühlroman mit Schwermut und Hoffnung, das ein überraschendes Ende hat.
In einem kleinen Viertel von Seoul liegt ein Waschsalon mit einem kleinen Tagebuch, in dem Menschen ihre Gedanken und Sorgen loswerden können. Manchmal bekommen sie Antworten von anderen. Und einige Besucher*innen des Salons finden so auf schicksalhafte Weise zusammen und finden mit der Unterstützung der anderen Heilung und neuen Mut.
Das Buch war sehr schön zum Abschalten und zur Ruhe kommen. Die Charaktere und ihre Geschichten waren interessant, die Situationen meist nicht leicht, aber durchzogen von Hoffnung. Die Gemeinschaft über das Tagebuch war eine wirklich schöne Idee. Nur am Ende hat mich das Buch ein wenig verloren, weil sich die Geschichte etwas wild entwickelt hat, was für mich nicht ganz so passte. Aber trotzdem war es insgesamt definitiv lesenswert und der Schreibstil wirklich schön.
Cozy und mitreißend, nur der Krimi-Einschub hat mich nicht gepackt
Die Verbindung aller Protagonisten durch die Nutzung des Waschsalons und den Austausch im Tagebuch sind großartig. Dass Menschen immer miteinander verbunden und aufeinander angewiesen sind, ist eine tollen Botschaft. Nur der Abschnitt mit der Verfolgungsjagd hat für mich nicht richtig reingepasst.
"Das Tagebuch im Waschsalon der lächelnden Träume" erzählt die Geschichte eines kleinen Waschsalons im Herzen von Seoul, der mehr als nur ein Ort für saubere Kleidung ist. In diesem Salon liegt ein grünes Tagebuch, in dem Besucher ihre Sorgen, Ängste und persönlichen Geschichten niederschreiben. Andere Kunden, die das Tagebuch lesen, geben daraufhin anonym Rat und teilen ihre eigenen Erfahrungen. Durch das Tagebuch kreuzen sich die Wege von fünf Menschen mit unterschiedlichen Hintergründen. Sie entdecken nicht nur das Geheimnis hinter dem mysteriösen Tagebuch, sondern erleben eine Reise emotionaler Heilung, die ihnen neuen Lebensmut und Wertschätzung für das Leben schenkt. Die Geschichte zeigt, wie Fremde einander durch anonyme Worte unterstützen und so eine Gemeinschaft entstehen lassen, die tief verbindet.
"Das Tagebuch im Waschsalon der lächelnden Träume" ist eine wunderbar erzählte Geschichte voller Wärme und Mitgefühl. Die Begegnungen der Figuren im kleinen Waschsalon in Seoul sind berührend und authentisch, und jede Person bringt ihre eigenen alltäglichen Sorgen und Hoffnungen mit. Durch das grüne Tagebuch finden die Charaktere nicht nur Trost und Rat, sondern wachsen auch über sich hinaus und schaffen gemeinsam einen herzerwärmenden Ausgang. Der Schreibstil ist einfühlsam und bringt die innere Entwicklung der Charaktere lebendig zum Ausdruck. Ein schönes, hoffnungsvolles Buch über Gemeinschaft und die Kraft anonymer Verbindungen.
Machen wir es kurz - ja, es war in etwa so fürchterlich wie ich es erwartet hatte. Schnulzige Phrasen, vorhersehbare wie unglaubwürdige Handlungen wechselten sich in trägem Rhythmus ab und so plätscherte alles denkbar flach und reizlos dahin. Ich brach allein deshalb nicht ab weil ich dann doch ein paar Dinge über Südkorea erfuhr. Ob es kulinarische Dinge waren, regionale Befindlichkeiten oder auch die erschreckende Mentalität der verschiedenen, das Leben hier erdrückender gesellschaftlicher Zwänge.
Das Buch ist in mehrere Kurzgeschichten unterteilt. Alle haben eine Gemeinsamkeit - den Waschsalon und das sich darin befindende Tagebuch, in dem jeder seine Gedanken niederschreiben kann und Antworten von anderen erhält. So auch im Falle der Protagonisten dieses Buches.
Mir hat die Idee dahinter sehr gefallen. Durch die Tagebucheinträge und die Antworten darauf, wurde verpackt in schöne Kurzgeschichten die Wichtigkeit einiger Dinge im Leben neu betrachtet.
Schöne Idee, guter Schreibstil und mehrere tolle Botschaften über das, was wirklich wichtig sein sollte.
Einfach herzerwärmend!!!
Fünf Kurzgeschichten unterschiedlicher Menschen, die in unterschiedlichen Lebenskonzepten leben, die unterschiedliche Sorgen haben. Die ihre Sorgen in ein Tagebuch in einem Waschsalon schreiben. Und sich Antwort erhoffen. Am Ende führt das Schicksal zusammen, Freundschaften entstehen und für jedes Problem wird eine Lösung gefunden.
Hat mein Herz berührt!!
Hierauf hatte ich mich auch so gefreut, aber irgendwie war es etwas seltsam, auch die Formulierungen der Sätze bzw. Gespräche waren etwas seltsam… eine der Geschichten im Buch war sehr unvorstellbar und da wollte ich fast aufhören zu lesen…
Insgesamt ganz ok, aber kein Muss… leider…
Ich muss zugeben, das Buch habe ich ausgeliehen, weil ich den Titel so dämlich fand. Lächelnde Träume? Wer ist denn auf die Übersetzungsidee gekommen?
Das Prinzip ist in Japan groß geworden. Eine Sammlung Kurzgeschichten, die alle an einem _magischen_ Ort ihre große Wendung erfahren. Ein einprägsames weil total belangloses und underwhelmiges Buch seiner Art hatte ich in "Frau Komachi empfiehlt ein Buch" gelesen und dann eigentlich gleich das ganze Genre abgehakt.
Nun, also hier ein neuer Versuch und ich fand es gar nicht mal so schlecht!
Die erste Geschichte erzählt jeweils von einem alten Pensionär mit Hund und einer überlasteten Mutter, deren Wege sich im Binggul-Binggul-Waschsalon kreuzen. Jede der beiden Lebensgeschichten sind sehr eindrücklich und schön geschrieben.
Dann folgt die Story einer Schreibassistentin und eines Sängers in einem Kapitel. Später eine Studentin und einer Fundkatze, dann von einem Mann, der einen Verbrecher jagen will und abschließend geht es um den Sohn des Pensionärs.
Die Menschen treffen in einem der Kapitel alle aufeinander mit einer gemeinsamen Mission. Dieses Kapitel fand ich durchwachsen, es wirkte sehr konstruiert und war ein Bruch zur Machart der ersten Kapitel. Das ist auch mein größter Kritikpunkt. Das Schema "1 Kapitel 2 verwobene Geschichten" funktionierte sehr gut, auch die Idee, irgendwann alle Geschichten zusammenzubringen, ist okay. Aber wieso das dann so mittendrin geschah und das Schlusskapitel dann nur über den Sohn ging und sich dementsprechend behäbiger anfühlte...war taktisch unklug.
Hat mich berührt und wird mir noch länger in Erinnerung bleiben. Wirklich empfehlenswert.
Verschiedene Schicksale werden hier betrachtet, die nach und nach miteinander verflochten werden. Sei es der alte Mann, der seinen Sohn mehr liebt als dieser zu glauben mag oder die angehende Autorin, die an sich selbst zweifelt.
Sie alle haben mein Herz berührt und vielleicht fange ich auch wieder an Tagebuch zu schreiben.
Die ersten zwei Geschichten waren noch recht nett, aber danach war mir alles zu überzogen, zu dramatisch. Wie eine Soap Opera, ein typisches K-Drama. Nur leider kein gutes.
Ein Waschsalon, der Treffpunkt für Menschen ganz unterschiedlicher Herkunft ist? Ein grünes Tagebuch, in welches die Besucher ihre Sorgen schreiben und Trost oder Rat erhalten können?
Yes, please! Wären die Waschsalons in Berlin auch so gestaltet, würde ich glatt jeden Abend Wäsche waschen gehen.
Doch so vielversprechend und überzeugend die ersten beiden Geschichten auch waren, so überzogen dramatisch wurden diese im Verlauf des Buchs.
Schrullig-süß mit einem Hang zu sehr übertriebener Dramatik. Eine Soap Opera im Buchformat.
Die Sprache war holprig, gestelzt, klang sehr unnatürlich.
Die Handlungen reihten sich lückenlos aneinander, dem Lesenden blieb gar keine Zeit, die Geschichte zu verinnerlichen. Ein Umstand folgte dem nächsten, denn die roten Fäden wollten zusammengesponnen, die Schicksale miteinander verknüpft werden.
Und das Resultat erschien mir mehr naiv-lachhaft denn wirklich fesselnd und "erleuchtend".
Leider nicht ganz meins. Aber die Botschaft des Spektakels war dafür durchgehend omnipräsent: dass sich selbst oder gerade in Zeiten tiefster Verzweiflung oft die großartigsten Chancen eröffnen und wir glücklich über das sein sollte , was wir bereits haben.
Das Buch ist wunderbar. Es ist so schön zu lesen und regt sehr zum Nachdenken an, michbsichbund anderen Menschen nicht immer nur stur zu sein und zu versuchen etwas aus einer anderen Perspektive zu sehen. Einfach ein Herzens Buch
Ein Buch mit 5 unterschiedlichen Geschichten, die alle irgendwie mit dem Binggul-Binggul-Waschsalon zu tun haben.
Ich mochte die Geschichten sehr, die zum Schluss zusammengeführt werden.
Wir finden hier ein typisch asiatisches Seting und begleiten die unterschiedlichsten Menschen ein Stück auf ihrem Lebensweg.
In dieser Geschichte ist ein kleiner Waschsalon in einem Viertel in Seoul Dreh und Angelpunkt des Geschehens.
Verschiedene Menschen mit verschiedenen Problemen müssen durch unterschiedliche Ursachen und ihrer Wäsche den Waschsalon besuchen.
Ob der Hund, der das einzige verbliebene im Leben eines alten Mannes ist, auf die Decke gepinkelt hat oder die kleine Tochter der Mutter den letzten Nerv raubt weil sie immer noch nicht auf Toilette gehen kann. Oder die penible Ehefrau wegen jedem Staubkorn auf den Vorhängen oder Kaffeeflecken auf der Tischdecke zum Salon eilen muss.
Alle haben ihr Päckchen zu tragen. Einsamkeit, Überforderung, Krankheit, kein Selbstvertrauen, Geldsorgen und viele andere Dinge.
In diesem Waschsalon liegt ein Tagebuch. Eine Art Kundenbuch, in dem es sich so eingeschlichen hat, dass jeder Kunde sein Problem anonym reinschreibt. Und so manchen Problem kann wiederum durch andere Kunden gelöst werden.
So entstehen Freundschaften und ich fand die Idee so wunderschön!!! Wirklich, es wäre doch so einfach wenn Menschen sich Gegenseitig helfen können. So war das auch mal in unserer Gesellschaft. In Korea ist die Lebensweise anders als bei uns Europäern, aber früher waren auch unsere Herzen offener. Ich erinnere mich an meine Kindheit bei meinen Großeltern und dort war das so. Dort hat man sich Gegenseitig, jeder wie er konnte, geholfen. Das vermisse ich sehr. Vielleicht sollten wir aufhören immer nur gegeneinander zu gehen. Mehr miteinander und dann lösen sich vielleicht unlösbare Dinge von allein.
Ich fand die Geschichte wirklich sehr schön zu lesen und sehr inspirierend. Wenn ihr auch das Geheimnis des Tagebuchs lösen wollt, lest diese Geschichte!
Die Grundidee war wirklich schön und aber nach der 2 Kurzgeschichte wiederholte sich die Storyline und die Erzählung war leider wie in einem Kinderbuch gestaltet. Wobei der Hintergrund zu der Story eigentlich wirklich ein schöner und tiefsinniger Gedanke ist.
Ein schönes Buch mit herzerwärmenden koreanischen Kurzgeschichten
Alle Protagonisten finden sich irgendwann im Binggul-Binggul-Waschsalon wieder, der einen beruhigenden Geruch von Bernstein und Baumwolle verströmt.
Jede einzelne Geschichte erzählt kurzweilig von den Sorgen der einzelnen Menschen und wie ihnen ein unscheinbares hellgrünes Tagebuch im Waschsalon dabei hilft. Genau genommen die Antworten anderer Waschsalon-Besucher.
Und am Ende laufen ihre Geschichten auch noch schön zusammen.
Dies war erst mein zweites koreanisches Buch und es hat mir überaus gefallen. Vor allem die bildliche Sprache.
Das Buch wurde mir während der "Woche der unabhängigen Buchhandlungen" (2024) bei einem Vorstellungsabend der Lieblingsbücher der Buchhänderlinnen empfohlen. Und bin froh, dass ich es mitgenommen habe. Irgendwie hat mich das Thema, dass die Protagonisten sich nicht trauen jemandem ihre Sorgen zu erzählen, sich zu öffnen und vielleicht um Hilfe zu bitten, sehr berührt. Und war daher umso froher, weil jede Geschichte ihr Happy End hat.
In einem ruhigen Stadtviertel liegt ein kleines Geschäft, das vielleicht untergehen könnte und doch die richtigen Menschen zu sich zieht: Der Waschsalon der lächelnden Träume. Wer sucht dorthin verirrt wird ein grünes Tagebuch finden, indem man seine Träume, Ängste und Gedanken hineinschreiben und so mit anderen anonymen Menschen teilen kann...
In diesem Buch verfolgen wird ganz unterschiedliche Menschen, denen doch etwas auf der Seele liegt und die allesamt genau das im Waschsalon der lächelnden Träume finden, was sie gebraucht haben. Wer dieses Buch aufschlägt wird nicht nur den Geruch von Wachsmittel in der Nase haben, sondern selber auch ein bisschen Balsam für die Seele finden.
Mitten in einem charmanten Viertel von Seoul liegt ein kleiner Waschsalon, der mehr ist als nur ein Ort, an dem Kleidung gereinigt wird. Hier teilen Menschen in einem grünen Tagebuch ihre Sorgen, Ängste und Geschichten. Doch das Besondere daran: Andere Besucher antworten schriftlich, geben Rat und spenden Trost. Durch diese ungewöhnliche Form der Kommunikation entsteht ein Netz von Verbindungen zwischen fünf ganz unterschiedlichen Menschen. Gemeinsam entschlüsseln sie nicht nur das Geheimnis des rätselhaften Tagebuchs, sondern finden auch Heilung für ihre seelischen Wunden und entdecken den Wert ihres Lebens neu.
„Das Tagebuch im Waschsalon der lächelnden Träume“ reiht sich nahtlos in die Tradition asiatischer Literatur ein, die alltägliche Orte zu Schauplätzen für magische Begegnungen macht. Die Geschichte erinnert daran, wie kleine Wunder und einfache Gesten unser Leben nachhaltig verändern können.
Wer nach einem herzerwärmenden Roman sucht, der Leichtigkeit und Tiefgang auf stimmige Weise verbindet und in schwierigen Zeiten ein Gefühl von Gemeinschaft und Menschlichkeit vermittelt, wird hier fündig. Dieser Feel-good-Roman inspiriert dazu, das Gute in sich selbst und in anderen zu suchen und zu fördern.
Mich persönlich hat das Buch mit seiner einfühlsamen Erzählweise und der poetischen Beschreibung zwischenmenschlicher Beziehungen tief berührt. Geschichten wie diese zeigen, wie kostbar menschliche Verbindungen sind und regen dazu an, sich auf das Wesentliche zu besinnen. Besonders die koreanische Literatur hat mich in letzter Zeit begeistert, und auch dieses Werk ist ein wunderbares Beispiel dafür. Ein bezauberndes Buch, das man nicht mehr aus der Hand legen möchte – wie schade, dass es keinen Binggul-Binggul-Waschsalon in meiner Nähe gibt.
In dem Buch taucht man als LeserIn in Geschichten von unterschiedlichen Menschen aus unterschiedlichen Lebensbedingungen ein. Jede/r der Menschen hat sein eigenes Päckchen zu tragen und alle teilen ihre Sorgen in einem Tagebuch im Waschsalon des Wohnviertels. Dadurch finden alle ProtagonistInnen zueinander, um sich gegenseitig Hilfe und Unterstützung anzubieten.
Mir haben die Einblicke in die unterschiedlichen Geschichten sehr gut gefallen! Es war sehr angenehm, dass jede Geschichte einen Abschluss bekommen hat und dass die ProtagonistInnen zu einem späteren Zeitpunkt wieder in einer anderen Geschichte aufgetaucht sind. So wuchsen mir als Leserin die unterschiedlichen Charaktere alle ans Herz! Ich habe mich während des Lesens sehr wohl gefühlt 🧡
„Das Tagebuch im Waschsalon der lächelnden Träume“ von Kim Jiyun handelt von einem wohlriechenden Waschsalon in Seoul, in welchem die Menschen nicht nur ihre Wäsche waschen, sondern auch ihre Sorgen loswerden können.
Verlag: Limes / Penguin Random House Verlagsgruppe
Der Binggul-Binggul-Waschsalon ist nicht nur etwas günstiger, es duftet auch ungewöhnlich gut in diesem Salon. Herr Jang geht eines Tages dorthin, um die mit dem Urin durchtränkte Decke von seinem Hund Jindol zu waschen. Dort angekommen findet er ein Tagebuch mit dem anonymen Eintrag:
„Ich bin des Lebens überdrüssig. Warum ist es so schwer?“
Herr Jang antwortet auf diese Zeilen mit seiner aufrichtigen Art.
Ist es die Frau mit den blutunterlaufenen Augen, die gerade den Salon verlassen hat, welche die Nachricht geschrieben hat? Er ist neugierig und macht sich Sorgen um die junge Frau.
Herr Jang ist verwitwet und lebt in einem großen Haus mit seinem geliebten Hund Jindol. Sein Sohn, versucht ihn zu überreden, dass Haus umzubauen und zu vermieten. Er verdient als Arzt sehr gut, schickt jedoch seinen Sohn in eine Schule nach Kalifornien und seine Frau wird ihn begleiten. Er möchte kein durchschnittliches Leben für seinen Sohn, er möchte ihm mehr Möglichkeiten bieten und das kostet viel Geld.
Mira kümmert sich seit zwei Jahren um ihre Tochter Nahi und das Geld ihres Mannes für die Lebenshaltungskosten reicht hinten und vorne nicht. Sie können sich nichts leisten und selbst die Miete für ihre derzeitige Wohnung ist kaum zu stemmen. Der günstigere Waschsalon zieht auch sie an, vor allem nachts kann sie dort in Ruhe ihre Gedanken schweifen lassen.
Han Yeoreum ist Schreibassistentin und ihr Traum ist es, Drehbuchautorin wie ihre Chefin zu werden. Auch sie findet den Weg zum Binggul-Binggul-Waschsalon; ihre Chefin hat einen Sauberkeitsfimmel und Yeoreum flüchtet mit den Vorhängen vom Büro in diesen Salon. Sie versucht der Enttäuschung und der Schmach zu entkommen, dass eine jüngere Kollegin vom
Fernsehsender einen Anruf wegen ihrem Drehbuch erhalten hatte.
Hajun, ein Straßenmusiker mit einem Teilzeitjob im Mini-Markt, der vergeblich auf seinen Durchbruch wartet, findet das Tagebuch im Waschsalon und hinterlässt einen Eintrag.
Yeonwoo, Kunststudentin und derzeit Mittelpunkt von Gerüchten an der Uni, flüchtet sich in den Waschsalon und öffnet ihr Herz dem Tagebuch. Ihr Eintrag zeigt ihre herbe Enttäuschung der letzen Beziehung.
Sewoong, Yeonwoos Nachbar, der seinen Traum als Polizist nicht verwirklichen konnte, kommt in den Salon um seine Kleidung für den Weggang nach Hawaii zu waschen.
Die Personen schreiben ihre Ängste und Sorgen in das Tagebuch und ihre Schicksale verweben sich miteinander. Herr Jang selbst mit seinem geldgierigen Sohn gestraft, ist für die Gemeinschaft da und findet selbst Halt.
Die Autorin zeigt auf, wie wir einander helfen und wertschätzen können. Wie wichtig der Zusammenhalt für Menschen ist und wie herzerwärmend der Zuspruch anderer Menschen ist.
Ein warmherziger Roman, der Hoffnung gibt und uns aufzeigt, wie wichtig Mitgefühl und Menschlichkeit für jeden Einzelnen sind.
In dem Roman klärt sich auch das Geheimnis des Tagebuchs und das Schicksal des Besitzers.
Ein Wohlfühlroman mit Tiefgang, der uns zum Nachdenken anregt und in uns den Wunsch eines Binggul-Binggul-Waschsalon hervorruft.
Kim Jiyun zeichnet die Charaktere bildhaft, sympathisch und authentisch. Sie verbindet geschickt deren Schicksale und führt alles an dem unspektakulären Ort in Seoul zusammen.
Ein Highlight aus Südkorea, sehr empfehlenswert nicht nur für Fans der koreanischen Literatur.