Ein Sommercamp voller Hoffnung. Über die heilende Kraft der Tiere und den Mut, die Mauern um das eigene Herz einzureißen.
In "Auf vier Pfoten ins Glück" entführt uns Rachel Lacey in ein herzerwärmendes Sommercamp für Kinder. Der Schreibstil ist gewohnt locker und leicht, was die Geschichte zur perfekten Lektüre für zwischendurch macht. Besonders berührt hat mich die Darstellung der Beziehung zwischen den Hunden und den Kindern. Es ist faszinierend zu lesen, wie die "Rasselbande" von Protagonistin Merry es schafft, selbst traumatisierten Kindern oder dem autistischen Noah ein Lächeln ins Gesicht zu zaubern. Merry ist eine ehrliche und willensstarke Frau, die ihr Leben den Tieren und ihrer Arbeit auf der Kinderstation widmet. Dass sie nach einem traumatischen Erlebnis in ihrer Vergangenheit vorsichtig in Sachen Liebe ist, macht sie sehr authentisch. TJ, der aufopferungsvolle Tierarzt und "Cowboy", braucht zwar eine kleine Aufwärmphase, überzeugt dann aber durch seine Liebe zu seinem Neffen Noah. Dass die Liebesgeschichte zwischen den beiden fast eine Nebenrolle spielt, während die Entwicklung der Kinder und Hunde im Vordergrund steht, fand ich sehr angenehm. Ein paar kleine Kritikpunkte gibt es jedoch: TJs Hundephobie wirkte in der Umsetzung etwas unrealistisch, da er trotz seiner großen Angst sehr kontrolliert reagiert. Auch sein Hang dazu, Merry als "Weib" zu bezeichnen, war gewöhnungsbedürftig. Zudem passte die Beschreibung von Merrys rosa "Püppchen-Outfits" für mich nicht ganz zu ihrem bodenständigen Charakter. Trotz dieser kleinen Mängel und eines etwas überladenen Endes ist es eine wundervolle, emotionale Geschichte, die ich besonders Tierliebhabern ans Herz legen möchte. Hintergrundinfos Die Autorin Rachel Lacey nutzt auch in diesem zweiten Band der Love to the Rescue-Reihe ihr Fachwissen über Tierschutz und Verhaltensarbeit mit Hunden. Der Roman legt einen starken Fokus auf Inklusion und Therapie. Die Figur des autistischen Noah und seine Interaktion mit der Hündin Amber geben der Geschichte eine besondere Tiefe.

