
Gute Fortsetzung mit Abstrichen
Dieser 2. Band hat mir definitiv besser gefallen als das 1. Buch. Es waren wesentlich weniger Längen zu spüren gewesen, vielmehr war ich ziemlich neugierig, wie am Ende alles zusammenhängen würde. Wir haben hier im Wesentlichen zwei Ereignisse, die wir verfolgen: Georginas Kollege Doug, der auch in einer Band spielt ist mit ebendieser plötzlich so erfolgreich und Doug selbst verhält sich, als würde er sich für ein übermenschliches Wesen halten. Das spitzt sich immer weiter zu und Georgina ist sich nicht nur sicher, dass hier irgendwelche Drogen zum Einsatz kommen, sie nimmt an Doug und seinen Bandkollegen auch eine unbekannte Signatur eines Unsterblichen wahr. Dann tritt auch Georginas langjähriger Freund Inkubus Bastien auf den Plan, der eine verheiratete Frau verführen soll, was nicht so recht klappen will. Und zwischendrin lesen wir natürlich von ihrer weiteren Beziehung mit Seth, die ziemlich holprig am entstehen ist. Ich fand es gut, dass in diesem Buch verschiedene Ereignisse, die sich immer wieder die Klinke in die Hand geben, erzählt werden. So wurde es nicht wirklich langweilig, auch wenn es bei einem mal nicht so richtig vorwärts ging. Und während ich der Sache mit Doug und der Band nur zu gern mit Georgina auf den Grund ging, waren die Geschehnisse mit dem Inkubus ziemlich zäh und wollten nicht so recht von der Stelle kommen. Zudem bin ich mit Bastien auch überhaupt nicht warm geworden, fast im Gegenteil ging er mir hier und da etwas auf die Nerven. Georginas Liebesbeziehung zu Seth konnte ich auch in diesem Buch nicht so richtig greifen. Da fehlt mir irgendwie einiges an überzeugenden Gefühlen. Aber nett zu lesen war es immerhin. Aber ich muss zugeben, ich wollte unbedingt wissen, was in der wirklich sehr geheimnisvollen Sache mit Doug, der Band und diesem mysteriösen Unsterblichen herauskommen würde und konnte daher das Buch kaum weglegen. Zumindest diese Geschehnisse haben mich wirklich in den Bann gezogen. Die Auflösung davon fand ich zwar nicht schlecht, aber das „Finale“ war dieses Mal fast noch schneller bestanden als im 1. Band. Das hätte ruhig noch etwas mehr Tiefe vertragen, auch wenn es im Nachgang in Gesprächen, die Georgina mit ihrem „Arbeitgeber“ dem Erzdämon Jerome und seinem Engelskumpel Carter hat, erklärt wird. Das hätte ich mir actionreicher ins Finale eingeflochten gewünscht. Fazit: Ich bin durch das Buch schnell durchgekommen, weil ich gern wissen wollte, wie es weitergeht. Mit den Figuren hadere ich immer noch ein bisschen. Zwar bin ich mit Georgina schon viel wärmer geworden als im 1. Teil, aber ich könnte nicht behaupten, dass sie mir ans Herz gewachsen wäre. Leider hält das Buch auch wieder so einige textliche Fehler parat, die den Lesefluss immermal stören. Auch wenn mir nichts fehlen würde, wenn ich diese Reihe nicht weiterverfolgen würde, werde ich dennoch weiterlesen, denn die Bücher stehen nun schonmal im Regal





