Jahre später nach Estelle sind wir in den nächsten Generationen der Familie Vanderborg. Louisa ist Schauspielerin in Berlin und das Gut Blankensee soll wieder in den Besitz der Familie zurückgeführt werden. Im Gegensatz zu Louisas Mutter, tritt die junge Schauspielerin das Erbe an. Das Herrenhaus hat viele Jahre auf dem Buckel und ist stark renovierungsbedürftig. Mit ihren Freunden macht sie sich an die Arbeit und es bahnt sich die Liebesgeschichte zwischen ihr und Marc an, während in ihren Träumen ein Unbekannter ihr Herz höher schlagen lässt. Während ihres Aufenthalts erfährt sie nun einiges über ihre Familie. Von ihrer Großmutter bis hin zu ihrer Ururgroßmutter Estelle. Band drei ist besser als Band 2, aber kommt an Band 1 nicht heran. Obwohl die ersten Bände schon schwerfällig waren, wird es auch in Band drei nicht besser. Die Autorin hat auch hier wieder einen zähen Schreibstil mit viel Geschichte im Hintergrund, was es oft sehr schwer macht den Text zu lesen und am Ball zu bleiben. Sie lässt hier geballtes Geschichtswissen auf den Leser los. Die Geschichte ist wieder logisch aufgebaut und folgt dem roten Faden. Dennoch fehlt mir ein wenig die Spannungskurve, wie auch im vorherigen Band. Es gibt zwar der Geschichte einen gewissen Reiz, dass alte Bekannte auftauchen, aber alles in allem konnte es mich wenig begeistern. Auch das Ende ist sehr bescheiden ausgefallen und war sehr unspektakulär. Im großen und ganzen war die Geschichte ganz nett, aber viel zu schwer durch die vielen Geschichtselemente und der geringen Spannungskurve. Ich habe, als ich mit Band 1 angefangen habe, einfach mehr durch den Klappentext erwartet. Es hätte viel mehr Potential herausgeholt werden können.
Im zweiten Band „Die dunkle Chroniken der Vanderborgs“ geht es um Amanda, die ihre Geschichte in der Ich-Perspektive erzählt. Amanda ist in einer Anstalt, leidet an Gedächtnisverlust und hat den Drang nach Blut. Durch den Psychiater Lenz kommen Erinnerungen hoch und zwischen ihnen entsteht die Liebesgeschichte des Bandes. Amanda ist also die nächste Generation der Familienchronik der Vanderborgs. Während in Band eins sehr klar war, dass die Protagonistin ein Vampir ist, ist es in Band zwei nur dem Leser klar. Amanda wirkt am Anfang sehr apathisch und der Band nimmt schneller Fahrt auf. Er ist spannender und es ist interessant dem Prozess zu lesen, wie Amanda stärker wird. Conrad Lenz ist sehr einfühlsam und wirkt sehr sympathisch. Der Schreibstil der Autorin bleibt für mich weiterhin ungewohnt und an einigen Stellen sehr zäh zu lesen. Die Spannung blieb auch sehr kurzweilig und es gab viele historische Punkte im Buch und eine lange Geschichte über das dritte Reich, die es allen in allem langatmig machten. Es gab viel deutsche Geschichte, die es oft schwer machte. Die wichtigsten Handlungsstränge wurden kurz und nebenbei behandelt. Das Ende kam schnell und auch, wenn es sich um einen historischen Vampirroman handelt, war es einfach zu viel Geschichte. Ein guter Anfang, der viel zu schnell in einer Geschichtsstunde endete.
