29. Juli
Rating:4

lebendig, schaurig, spannend

Jon muss ins Internat und wird dort das erste Mal mit echten Geistern konfrontiert, die ihm nach seinem Leben trachten. Doch das lässt er nicht auf sich sitzen und sucht hilflos nach Rat bei einer verrückten Oma und der Mitschülerin Ella – ein Bündnis mit dem toten Ritter Longspee soll die Antwort auf seine Frage sein. Doch ein Abenteuer folgt dem anderen: Geheimnisse werden aufgedeckt, Skandale gelüftet, Menschen entfürt. Eindrucksvoll startet das Hörbuch mit der Stimme Stourton und reißt einen mit Gänsehaut in die düstere Atmosphäre, in der man sich erstmal befinden wird. Hier ist die hervorragende Leistung der Synchronsprecher*innen hervorzuheben! Eine großartige Umsetzung der verschiedenen Charakteren, sodass man sich sogleich in die Welt der Geister, des Spuks und dem Leben eines jugendlichen Protagonisten, der mit seinem Leben nicht mehr zufrieden ist. Cornelia Funke beeindruckt einen wieder mit ihrem Talent Details in den richtigen Momenten geschmackvoll einzuarbeiten. Schon in den ersten paar Minuten hängt man an den Lippen der Sprecher*innen und staunt über die schlichte Art und Weiße der Sprache, die mit ihrem Detailreichtum vergoldet wird. Es erleichtert einen sich mit den Hauptcharakteren zu identifizieren und eine emotionale Bindung aufzubauen. Alles in Allem war es ein gelungenes Hörbuch, das durch die gekürzte Fassung leider etwas an dem Volumen verloren hatte, welches man an entsprechenden Stellen erahnen konnte. Nichtsdestotrotz ist ein gruseliger Zeitvertreibt für werdende Jugendliche.

Geisterritter
Geisterritterby Cornelia FunkeDressler
18. Juli
Rating:4

Kurzbeschreibung: Jon Whitcroft hat es schwer. Seine Mutter und ihr neuer Freund schicken ihn aufs Internat nach Salisbury. Strömender Regen, dunkle Gemäuer, enge Flure, fremde Gesichter und ein Zimmer, das er sich mit zwei Mitschülern teilen muss. Jon ahnt nicht, dass dies bald seine geringsten Sorgen sein werden. Denn in seiner sechsten Nacht im Internat erscheinen plötzlich drei Geister unter dem Fenster seines Zimmers und starren zu ihm herauf. Zum Glück gibt es jemanden in Salisbury, der sich bestens mit Geistern auskennt. Zur Autorin: Cornelia Funke ist die international erfolgreichste und bekannteste deutsche Kinderbuchautorin. Heute lebt sie in Los Angeles, Kalifornien, doch ihre Karriere als Autorin und Illustratorin begann in Hamburg. Nach einer Ausbildung zur Diplom-Pädagogin und einem anschließenden Grafik-Studium arbeitete sie als freischaffende Kinderbuchillustratorin. Da ihr die Geschichten, die sie bebilderte, nicht immer gefielen, fing sie selbst an zu schreiben. Zu ihren großen Erfolgen zählen Drachenreiter, die Reihe Die Wilden Hühner und Herr der Diebe, mit dem sich Cornelia Funke international durchsetzte. Mit der Tintenwelt-Trilogie stürmte sie weltweit die Bestsellerlisten. Ihr letzter Roman Reckless - Steinernes Fleisch ist im Herbst 2010 im Dressler Verlag erschienen. Über 50 Bücher hat Cornelia Funke mittlerweile geschrieben, die in mehr als 40 Sprachen erschienen sind. Zahlreiche Titel wie z.B. Hände weg von Mississippi, Herr der Diebe und Tintenherz wurden verfilmt. Aber auch in Preisen und zahlreichen Auszeichnungen spiegeln sich ihre Beliebtheit und ihr Einfluss wider. Zum Illustrator: Friedrich Hechelmann wurde 1948 geboren. Er studierte an der Akademie der Bildenden Künste in Wien und lebt seit 1973 als Maler, Illustrator und Filmemacher in Isny im Allgäu. Bereits 1972 illustrierte Friedrich Hechelmann sein erstes Märchenbuch Zwerg Nase. Dem folgten zahlreiche Buchillustrationen, Filmproduktionen, Ausstellungen, Bühnenbilder und Bühnenausstattungen sowie Publikationen im In- und Ausland. Geisterritter ist das erste Buch von Cornelia Funke, das Friedrich Hechelmann illustriert. Rezension: Der 11-jährige Jon Whitcroft ist am Boden zerstört, denn er soll, den Wünschen seiner Mutter entsprechend, auf ein Internat nach Salisbury gehen, da er sich absolut nicht mit dem neuen Freund seiner Mutter, von ihm nur "der Vollbart" genannt, versteht. Kaum dort angekommen, erscheinen ihm drei Geister, die sich des Nachts auf Pferden vor seinem Fenster versammeln und ihn beobachten. Nur leider ist Jon der Einzige, der sie sehen kann, seine beiden Zimmergenossen Angus und Stu bekommen davon nichts mit. Bald schon wird Jon klar, dass die Geister es auf ihn abgesehen haben. Zusammen mit seiner neu gewonnenen Freundin Ella und deren Großmutter Zelda, die sich sehr für Geister und Gespenster interessiert und vieles über sie weiß, macht sich Jon auf, das Geheimnis zu erkunden. Warum genau sind die Geister hinter ihm her? Und was hat es mit dem sagenumwobenen Ritter William Longspee auf sich, der ihm angeblich helfen kann, der aber auch bereits seit Jahrhunderten tot ist? Mit "Geisterritter" ist Cornelia Funke wieder einmal ein wunderbares und zauberhaftes Kinderbuch gelungen, das mit ihrer letzten Veröffentlichung "Reckless" rein gar nichts gemein hat und das mir im Übrigen auch nicht sehr gut gefallen hatte. Doch "Geisterritter" vermochte mich genauso zu begeistern, wie es schon die "Tintenwelt"-Trilogie geschafft hat. Jon, der 11-jährige Protagonist des Romans, war mir von Anfang an sympathisch. Für sein Alter hat er bereits auf der einen Seite schon recht erwachsene Ansichten, ist aber auf der anderen Seite auch noch Kind. Seine anfängliche Angst vor den mysteriösen Geistern ist gut nachvollziehbar, doch durch die Freundschaft zu Ella und deren Großmutter, die ihm mit Rat und Tat zur Seite stehen, entwickelt er sich während der Handlung zu einem doch unerschrockenen Charakter. Ella und ihre Großmutter waren meine Lieblingscharaktere. Ella ist ein starkes Mädchen, das vor nichts Angst zu haben scheint und im Umgang mit Geistern eine regelrechte Abgebrühtheit an den Tag legt. Zelda hingegen ist ein eher skurriler und schrulliger Charakter und sorgt für einige humorige Szenen, die die Geschichte auflockern. Cornelia Funke stellt in "Geisterritter" dar, wie wichtig Freundschaften und auch der Zusammenhalt von Freunden und innerhalb der Familie sind. Etwas gestört hat mich allerdings, dass das Buch von dem erwachsenen Jon erzählt wird (wie man an vielen Stellen heraushört), aber nicht näher erwähnt wird, wie alt er mittlerweile ist und wie es mit seiner Freundschaft zu Ella, die zwar platonisch bleibt, für die er aber doch etwas mehr zu empfinden scheint, weiterging. Als gelungen empfand ich, dass sich Cornelia Funke nicht nur an fiktiven Personen bedient, sondern auch Charaktere miteingeflochten hat, die real existiert haben. Auch die Orte, die in der Erzählung vorkommen, existieren wirklich. Dies kann man im beigefügten Glossar nachlesen, das nochmals die vorkommenden Personen, Orte und spezielle Begriffe näher beleuchtet. Sehr erwähnenswert sind auch die grandiosen farbigen Illustrationen von Friedrich Hechelmann. Diese ziehen sich durch die ganze Geschichte, manchmal einseitig, manchmal doppelseitig und obendrein jeweils zum Kapitelanfang als kleinerer Bildausschnitt. Mit "Geisterritter" ist Cornelia Funke abermals ein Kinderbuch gelungen, dass nicht nur Leser ab 10 Jahren begeistern wird. Auch als Erwachsener wird man von dieser Geschichte genauso bezaubert sein! Zur Gestaltung des Buchs: Das in verschiedenen Blautönen gehaltene Cover ziert eine Illustration von Friedrich Hechelmann, in der man Jon und den Geist des William Longspee in der Kathedrale sieht. Fazit: "Geisterritter" hat alles, was ein Kinderbuch braucht - eine spannende Abenteuergeschichte, in der Gespenster die Hauptrolle spielen und die Botschaft, wie wichtig Freundschaft und auch die Familie sind, unterstützt von wundervollen Illustrationen, die die Geschichte noch untermauern. Absolut empfehlenswert, nicht nur für Kinder!

Geisterritter
Geisterritterby Cornelia FunkeDressler
5. Mai
Rating:3

Eine schöne Geschichte. Die Illustrationen passen zum Gruseleffekt! („verstörend“ als Tag finde ich hier jedoch nicht passend, denn die Schrecken werden ganz klar aufgedeckt und das Gute gewinnt am Ende)

Geisterritter
Geisterritterby Cornelia FunkeDressler
28. Feb.
Rating:3

3.5⭐️ Reread! In the past I read this before going to Salisbury and I remember the experience being so nice. So since I really dreaded going there lately (because I really did love it) I decided to do a reread. Since I saw Salisbury Cathedral and Stonehenge already, I could picture the places so well and it took me back to that time, which I loved. I do wish I would’ve read my copy rather than listening to the audiobook, because I do think that would’ve been a better experience. Since our narrator in the book is only like 10/11 the narrator of the audiobook just didn’t fit that well (nothing against him, he did a good job, but still I thought it didn’t fit that well).

Geisterritter
Geisterritterby Cornelia FunkeDressler
17. Nov.
Rating:4

Er sah so wunderbar aus. Genau wie die Ritter, von denen ich geträumt hatte, wenn ich in unserem Garten auf die Brombeerranken eingeschlagen und mir dabei vorgestellt hatte, gegen Drachen und Riesen zu kämpfen, mit einem Schwert, das unbesiegbar machte und einer Rüstung, die vor allem schützte, was einem mit sechs Jahren Angst macht - ältere Kinder, bissige Nachbarhunde, ein Gewitter in der Nacht oder die Frage meiner kleinen Schwester, wann mein Vater endlich zurückkommen würde. Ich brachte eine unbeholfene Verbeugung zustande. Ich wusste nicht, was ich sonst tun sollte. Alles, was ich wusste, war, dass meine Angst fort war, als hätte Longspee sie mir vom Herzen gewischt. Erster Satz: Ich war elf, als meine Mutter mich aufs Internat nach Salisbury schickte. Inhalt: Der elfjährige Jon Whitcroft, hatte bisher ein sehr schweres Leben. Nach dem Tod seines Vaters, fühlt er sich gegenüber seiner kleinen Schwester und seiner Mutter verantwortlich, denn nun ist er der Herr im Haus, der Beschützer seiner Familie. Als seine Mutter jedoch einen neuen Mann an ihre Seite lässt und diesen sogar zu heiraten gedenkt, gerät Jons Welt voll und ganz aus den Fugen. Nun muss er seinen Platz, als Beschützer der Famile, räumen. Doch Jon wäre nicht Jon, wenn er nicht alles erdenkliche versuchen würde, um den Vollbart, den neuen Freund seiner Mutter, aus ihrem Leben zu verjagten. So unternimmt er alles, um ihm das Leben zur Hölle zu machen. Doch statt von seiner Mutter als Held gefeiert zu werden, wird Jon auf ein Internat geschickt. Noch ahnt er nicht, dass er mit seiner Ankunft in Salisbury, in das wohl größter Abenteuer seines Lebens schlittert. Denn in dem kleinen Dorf, treibt ein ganz besonderer, böser und gemeiner Geist sein Unwesen, der Rache an der Familie von Jon will. Begleitet von der kecken und frechen Ella, stürzt sich der kleine Jon in eine abenteuerliche Reise durch die Zeit, in der Freundschaft, Edelmut und Tapferkeit alles zu sein scheinen. Schreibstil: Der Schreistil von Cornelia Funke ist anders als in ihren anderen Büchern nicht so poetisch und bildhaft gehalten. Stattdessen sprühen die Sätze vor Leichtigkeit, denn die Autorin hat in dieser Geschichte einen relativ simplen und einfachen Schreibstil verwendet. Angesehen an der Tatsache, dass dieses Buch als "Kinderbuch" veröffentlicht wurde, ist dies sehr passend. Denn trotz allem, verliert ihr Schreibstil nicht an Schönheit. Ganz im Gegenteil, gerade diese Leichtigkeit macht dieses Buch am Ende aus. Zudem schafft es C. Funke trotz allem, durch ihre Art und Weise, mit Wörtern zu spielen, eine märchenhafte und somit perfekt Stimmung für diese Geschichte zu kreieren. Idee/Umsetzung: Die Idee, die sich hinter der Geschichte verbirgt ist genauso einfach und leicht gehalten, wie auch der Schreibstil. Es geht um einen kleinen Jungen, der auf der Suche nach sich selbst, eine abenteuerliche Reise bezwingen muss, in der es um Mut, Freundschaft, Edelmut und Tapferkeit geht. Ich finde diese Geschichte zeichnet sich vor allem dadurch aus, dass sie eine gewisse Moral verfolgt und sich durch ein schönes, herzliches "Happy End", in das Herz jedes Lesers schleichen wird. Dabei ist es wohl nebensache, ob man jung oder alt ist, denn die Idee und Umsetzung von Cornelia Funke, wird für jeden, ein süßes und schönes Leseerlebnis bieten. Zwar wird man sich bestisich durch eine, herzliche Geschichte, gut unterhalten fühlen. Charaktere: Die Charaktere in diesem Buch sind genau so, wie man es sich als Kind in einem tollen Märchen vorstellt. Hauptfiguren in dieser Geschichte sind vorallem Jon und Ella. Als Jon, sehr enttäuscht in Salisbury eintrifft, und direkt mit der Anwesenheit der Geister konfrontiert wird, trifft er auf das Mädchen Ella. Ihr Großmutter, namens Zelda, führt Geistertouren mit den Touristen und als Ella von Jons Schreckenbegegnung erfährt, nimmt sie ihm die Angst. Sie erklärt ihm alles, was sie über Gesiter weiß und macht ihm immerzu Mut. Damit bietet Ella das Gegenstück zu Jon. Denn ist Jon oft verunsichert und etwas schüchtern, so ist Ella hingegen sehr frech, clever und keck. Zusammen sind die Beiden ein unschlagbares Team. Schnell wachsen sie zusammen und teilen eine enge Freundschaft. Deshalb war es für die Beiden nicht allzu schwer, sich in mein Herz zu schleichen. Doch auch andere Figuren dieses Buches, sind mir sehr ans Herz gewachsen und haben diese kleine Lesereise, für mich zu etwas ganz besonderem gemacht. Aber auch die bösen Figuren in der Geschichte sind genau so, wie man es von einer märchenhaften Gruselgeschichte erwarten würde: böse, gmein und vor allem gruselig. Zwar für mich als älteren Leser wohl weniger gruselig, aber ich denke für Kinder wäre sie es bestimmt. Deshalb kann ich festhalten, dass jede Figur in diesem Buch, perfekt in die Geschichte und auh zur Altersklasse passt. Man fiebert und bangt mit Jon und Ella und verfolgt voller Spannung ihr Geisterabenteuer. Cover/Innengestaltung: Die Innengestaltung dieses Buches ist definitiv ein Hingucker für Jedermann. Denn passend zu einem Märchen, befinden sich hier sehr viele Bilder. Auch wenn diese, diesmal nicht von der Autorin selbst stammen, sondern von Friedrich Hechelmann, so sind sie doch sehr passend und vorallem: wunderschön! Teilweise habe ich mich in manchen Bildern richtig verloren und mir vorgstellt, ich wäre ein Teil dieser Geschichte. Deshalb kann ich nur mein Lob aussprechen, für diese gelungenen Bilder. Jedoch muss ich hier noch etwas anmerken und zwar, fand ich einige der Bilder, bezogen auf den Inhalt, sehr beängstigend. Es ist die eine Sache, etwas gruseliges vorgelesen zu bekommen und die Andere, auch noch Biler davon vor Augen zu haben. Da dieses Buch auch für kleinere Kinder ist, weiß ich nicht, wie diese, manche der Bilder aufnehmen würden. Aber ansonsten wie schon erwähnt, bin ich mehr als zufrieden mit den Bildern. Auch das Buchcover, ist eine Zeichnung von F. Hechelmann. Sie ist passend zu einem Kapitel in dem Buch, in welchem man sie auch nochmals, abgedruckt wiederfindet. Für mich, war das Titelbild auch einer meiner Lieblinge, einfach weil es die ganze Stimmung und Atmosphäre in der Geschichte einfängt. Fazit: "Geisterritter" von Cornelia Funke, ist ein spannendes und herzliches Märchen, für Jung und Alt. Dabei zeichnet sich dieses Leseerlebnis vorallem durch liebevolle Charaktere aus, eine schöne und gruselige Grundidee, wie auch einen leichten, aber dennoch magischen Schreibstil. Der Autorin ist hier, eine sehr schöne und bewegende Geschichte gelungen, die nicht nur in das Regal jedes Kindes gehört, sondern auch für ein paar schöne Lesestunden für Erwachsene sorgt. Besonders die sehr schönen und passenden Bilder, versüßen einem das Lesen und ziehen einen immer tiefer in das Abenteuer von Jon und Ella. Ich jedenfalls hatte ein paar tolle Stunden, auch wenn dieses Buch für mich nicht an die "Tintenherz-Trilogie" herankommt, so kann ich dieses Buch, wirklich jedem wärmstens ans Herz legen. Man sollte bloß nicht mit zu hohen Erwartungen an die Geschichter heran gehen, denn sie ist simpel und einfach gestaltet, da sie für Kinder ansprechend sein soll - aber sie bietet einem eine kleine Flucht aus dem Alltag und macht trotzdem sehr viel Spaß. Denn dieses Märchen hat alles, was man sich als Leser wünscht und noch viel mehr. Denn wann man zwischen den Zeilen liest und die Geschichte noch einmal an sich vorbeiziehen lässt, dann hat sie auch eine wunderbare Moral - man kann gar nicht anders, als nach der letzten Seite, seufzend und glücklich, noch eine Weile in der Welt von Jon und Ella zu versinken.

Geisterritter
Geisterritterby Cornelia FunkeDressler