Ganz gut, aber mit Schwächen
Wie alle Bücher von Kirsten Boie ist auch dieses sehr gut geschrieben, vor allem die einzelnen Charaktere. Die Geschichte ist spannend, nur gegen Ende zieht es sich etwas hin. Der Tod ist ein zentrales Thema. Obwohl das erste Drittel des Buches auch witzige Elemente hat, ist es ein eher ernsthaftes Buch. Die Tatsache, dass der Junge Gedanken lesen konnte (ist ja sogar der Titel des Buches) hat mich etwas gestört. Anfangs ein Thema, dann kommt es gar nicht mehr vor. Das ist ziemlich irritierend und unverständlich, und vor allem unpassend. Ich hatte den Eindruck der Autorin ist nichts eingefallen, wie der Junge auf das Verbrechen aufmerksam gemacht werden soll, nur deshalb hat sie sich das Gedankenlesen ausgedacht. Aber wenn das sogar der Titel des Buches wird, hätte man dieses Thema bis zum Ende zu einem Schlüsselelement machen sollen.

