
⭐⭐⭐⭐.5
Es ist ein sehr schönes Kinderbuch und nur zu empfehlen.
“Ein Sommer in Sommerby” von Kirsten Boie ist ein Kinderbuch, das sich an eine Leserschaft ab etwa 10 Jahren richtig. Es geht um Martha und ihre beiden Brüder, die die Sommerferien bei der ihnen unbekannten Oma verbringen müssen, weil ihre Mutter in New York einen Unfall hatte und der Vater dorthin fliegen und sich um sie kümmern muss. Die Großmutter hat den Kontakt zur Familie abgebrochen, den Grund dafür erfahren wir am Ende des Buches. In Sommerby müssen die Kinder nun mit der groben und eher unfreundlichen Frau warm werden und erleben dann einige Abenteuer, und schon nach kurzem wächst ihnen der Ort ans Herz. Ich hatte mich wegen begeisterter Empfehlungen als ultimatives Kinder-Sommerbuch sehr auf dieses Buch gefreut, wurde aber leider enttäuscht. Dieser stets im Raum stehende Familienkonflikt verleiht dem Buch eine für mich zu negative Grundstimmung, genau wie die Erzählungen aus Marthas Sicht, die an der Schwelle zur Pubertät permanent die Verantwortung für ihre kleinen Brüder übernehmen muss, weil die Oma die Kinder einfach machen lässt, was auch zu brenzligen Situationen führt (Stichwort: Boot und Unwetter). Auch den kleinen Bruder, der bei jedem Wutanfall alle als kacka und Arsch beschimpft hat, fand ich unangemessen, weil selten jemand darauf eingegangen ist und das Verhalten der Großmutter zwischen egal und entschuldigend schwankte. Für mich kam da keine spürbare Verbindung zwischen den Protagonist*innen auf. Verwirrend fand ich darüber hinaus die Geografie der Geschichte. Ich habe fast bis zum Ende gebraucht um zu merken, dass sich das Haus der Großmutter in der Nähe des Dorfes Sommerby befindet, zu dem der Weg zugewachsen ist und die Stadt, in die die Kinder mit dem Boot fahren, ein weiterer Ort ist. Das hat während der Lektüre immer wieder Fragen aufgeworfen. Sehr problematisch fand ich übrigens das Essverhalten von Martha: immer wieder wird betont, dass sie sich kohlehydratarm ernähren muss, weil ihre Mutter das fordert und wie schlechte diese sind und dass sie sich beim Essen von Bratkartoffeln und Marmeladenbrot nur ausnahmsweise was davon gönnen darf, solange ihre Hose noch zugeht. Hallo Diätwahn und Gesellschaftsdruck! Das wird zum Ende hin bei Pommes und Fischstäbchen dann zwar nicht mehr thematisiert (Martha ist auch Vegetarierin), ich finde das aber in einem Kinderbuch, ohne dass es in der Handlung entsprechend reflektiert wird, höchst unangemessen. Vom Schreibstil her jedoch war die Geschichte eine angenehm leichte Lektüre. *Das Buch wurde mir von netgalley kostenfrei zur Verfügung gestellt.
Wohlfühlbuch
Die Geschichte von Martha und ihren Brüdern, die bei der fremden Oma bleiben müssen, weil die Mama im Krankenhaus in den USA liegt ist wunderschön erzählt. Die Charaktere sind sehr liebevoll gestaltet, Sommerby wird so gut beschrieben, dass man das Gefühl hat, direkt vor Ort zu sein und den Sommerduft zu riechen und die Meeresbrise zu spüren. Dazu kommt ein spannendes Abenteuer, dass die Kinder mit der Oma zusammen meistern. Fühlt sich für mich nach einer Mischung aus "Wir Kinder aus Bullerbü" und "Fünf Freunde" an und hat mich wirklich verzaubert.
Ein schönes Kinderbuch, auch gut zum Vorlesen.
Wunderschönes Kinderbuch, ein bisschen wie moderne Astrid Lindgren-Romane. Toll zu lesen und zu hören, ein bisschen spannend, ein bisschen zum Träumen, ganz viel zu lieben.
Wohlfühlbuch für Groß und klein
Das Buch ist einfach zuckersüß und herzerwärmend. Gespickt mit vielen kleinen Situationen die man entweder aus aus den Familienalltag oder aus der eigenen Kindheit kennt. Besonders hat gefällt mir immer wieder der „Kindermund“ von Marthas kleinen Geschwistern Mats und Mikkel
Tolles Kinderabenteuer
Hier werden drei Kinder durch ihre Oma ein wenig in den Alltag der Vergangenheit geholt. Kein Telefon, kein W-lan, mit der Hand spülen, Selbstversorgung und vieles mehr lernen die Kindern kennen. Ihre Oma liebt ihr einfaches Leben und es wird deutlich das diese Schnelllebigkeit gar nicht sein muss. Ein wunderschönes Hörbuch mit Herz ❤️
Am Anfang zieht es sich. Ab der Hälfte bin ich immer besser reingekommen und habe richtig mitgefühlt
Ein ganz tolles wohlfühl Buch für den Sommer 🍓⛱️☀️ kann auch sehr gut als Familie gelesen werden 💛
wirklich ein buch zum wegträumen
Ein kurzweiliges Buch, das nichts Neues präsentiert und zwischendurch leider etwas zu langatmig und zu viel aufeinander. Einige Enden der Abschnitte fand ich zu abrupt gewählt. Alle anderen Bände werde ich deswegen zwischendurch nur noch als Hörbuch hören.
In mir sind direkt Kindheitserinnerungen wach geworden. Auch als Erwachsene liebe ich die Geschichten von Kirsten Boie.
Ein Buch, mit steigender Leselust aber einem bitteren Beigeschmack.
Martha, Mikkel und Mats müssen durch einen Unfall ihrer Mutter zur Oma nach Sommerby. Diese 》alte Hexe《 lebt alleine mit Hühnern, Gänsen und einem Kater namens Tiger. Sie besitzt weder WLAN, noch Netz, noch einen funktionierenden Fernseher - sterbens langweilig, findet die heutige Jugend namens Martha. Was haben wir nur damals gemacht, ohne all die Technik... Leider ist die Schreibweise etwas schwierig, einige Passagen sind nicht flüssig und anstrengend zu lesen. Im Laufe der Geschichte fügt es sich aber ein und man gewöhnt sich dran, das es einen leicht nordischen Touch hat. Es finden verschiedene, auch teils spannende Abenteuer statt, sie lernen neue Leute und Kinder kennen und den Alltag, den die Oma zwischen Marmelade kochen und Bratkartoffeln schälen verbringt. Leider hat mich das eine Kapitel mit dem Bezug auf Kohlenhydratfreie Ernährung entsetzt. Marmelade würde ja direkt auf die Hüften gehen... und das in einem Buch für Kinder, die davon noch absolut keine Ahnung haben und sich erst recht keine Gedanke darüber machen sollten! Der Widerspruch findet dann eines Abends statt, an dem es Nuggets, Pommes und Fischstäbchen gibt. Davon ist dann keine Rede mehr. Schade das die Phrasen als ok abgenommen worden... Zitate: "[...] viel zu fett und viel zu viele Kohlehydrate." - "[...] wie sie den Knopf an ihrer Jeans nicht mehr zukriegt". - "Zum Frühstück hat es wieder nur Kohlehydrate gegeben, [...] solange ihr Jeansknopf keine Probleme macht [...]".
Ganz süß aber eher für jüngere.
Dieses Buch ist perfekt zum Eintieg in den Sommer. Es lässt sich sehr schnell und einfach lesen und man versinkt in der Welt. Da das Buch eher für jüngere geschreiben wurde, wurde es manchmal ein bisschen langweilig. Sonst aber ganz gut.
Die Geschichte hat mir eigentlich sehr gut gefallen. Martha war mir als Protagonistin leider nicht so sympathisch, dafür ihre goldigen Brüder aber umso mehr. Saftigen Abzug gibt es für die zahlreichen Aussagen, die NICHTS in einem modernen Buch (VÖ 2018!) - und schon gar nicht in einem Kinderbuch zu suchen haben. Dass sich eine 12-Jährige nahezu täglich Gedanken darüber macht, ob sie das Marmeladenbrot nun essen kann oder ob der Hosenknopf aufgrund der Kohlenhydrate dann nicht mehr zugeht, ist für mich abgrundtief verantwortungslos. Hinzu kommen stereotypische Passagen über Afrika und Herkunftsbeschreibungen, die auch schon vor 2018 outdated waren. So niedlich die Geschichte ist, gebt sie bitte nicht euren Kindern.
"Ein Sommer in Sommerby" ist ein Buch, dass den Sommer absolut perfekt symbolisiert. Der Titel ist Sommer und auch das Cover verspricht wahre Sommergefühle. Die Geschichte ist sehr unterhaltsam und hat von allem was für junge Leser. Es gibt jede Menge Sommerspaß und auch ein paar spannende und abenteuerliche Erlebnisse. Die sommerliche Atmosphäre kommt richtig gut rüber und die kleine abgelegene Insel ist einfach zauberhaft. Die Charaktere sind insgesamt schon sympathisch, besonders die kleinen Brüder von Martha sind wirklich niedlich. Aber teilweise hatte ich auch ein paar Probleme mit der Sprachweise von einigen Charakteren, insbesondere von dem kleinen Mats und der Oma Inge. Von den beiden fand ich die Sprachweise zum Teil sehr derbe und nicht wirklich passend für ein Kinderbuch. Hier hat es mich besonders gestört, dass Mats für seine Ausdrucksweise nur sehr selten zurecht gewiesen wird, denn so sollte ein Kind nicht mit anderen reden. Die Oma ist sehr eigenbrötlerisch und auf ihre Art doch interessant, aber dennoch fand ich einige Aussagen von ihr den Kindern gegenüber ziemlich unmöglich. Dies fand ich für ein Kinderbuch leider sehr unpassend. Insgesamt ist dennoch eine sehr schöne Sommergeschichte, die mich gut unterhalten konnte.