31. Mai
Rating:5

Das ist eine Rezension für beide Teile des Hörspiels aus der Gruselkabinett-Reihe.

Cathrine Morland reist nach Bath und lernt dort Henry Tilney kennen. Da sie eine Freundschaft zu dessen Schwester Eleanor eingeht, wird sie auf den Landsitz der Tilneys - Northanger Abbey - eingeladen. Das düstere Schloss scheint ein unheimliches Geheimnis zu verbergen. Wird Catherine es lüften? Dieser Jane Austen Roman gilt als Persiflage auf die damalige Schauerliteratur. Austen nimmt sich der Romane von Ann Radcliffe an und erzählt durch ihre Geschichte, wie überzogen die Geschichten dargestellt werden und wie sie die Gedanken der Leser*innen beeinflussen können. Catherine liebt die Romane von Radcliffe. Sie hängt in Tagträumen den Gedanken an romantische Geistererscheinungen und verwunschenen Schlössern nach. So ist es nicht verwunderlich, dass sie in Northanger Abbey auch ein schauerliches Geheimnis vermutet. Dazu kommt, dass sie von Henry gerade zu dazu aufgefordert wird, nach einem Geheimnis zu suchen, da er von geheimen Nischen und Verstecken erzählt. Doch die Düsternis des Schlosses, hat einen ganz anderen Ursprung. Ich mag die Geschichte von Northanger Abbey und ich finde sie wurde als Hörbuch sehr gut umgesetzt. Doch mir scheint sie, trotz der Verbindung zur Schauerliteratur, nicht ganz in diese Hörspielreihe zu passen, da wenig Unheimliches passiert und der Hauptaugenmerk auf der Beziehung der Charaktere liegt. Wer Austen mag, wird hier voll abgeholt, wer hier Grusel vermutet, wird eher enttäuscht werden.

Gruselkabinett - Folge 40
Gruselkabinett - Folge 40by Jane AustenBastei Lübbe