📚 **Rezension: „Der schlauste Mann der Welt“ von Andreas Eschbach
Ich muss sagen: Mein erstes Buch von Eschbach und ich wurde richtig gut unterhalten.
Es ist unfassbar witzig geschrieben, teilweise wirklich absurd, aber genau das macht den Reiz aus. Die Story hat mich direkt abgeholt, ich war schnell drin und habe definitiv mitgefiebert.
Auch wenn es sich im Kern um die „Biografie“ eines Bankräubers handelt, ist die Hauptfigur überraschend sympathisch. Seine eigenwillige, fast schon schräge Lebensweise – einfach nichts tun, Geld verprassen und dabei niemandem wirklich schaden – hat etwas merkwürdig anziehendes.
Klar: Das Buch ist kein literarischer Tiefgang und keine Geschichte, die lange nachhallt. Aber es will das auch gar nicht sein. Es ist unterhaltsam, kurzweilig und genau richtig, wenn man einfach mal gut unterhalten werden möchte.
Ich hatte es schnell durch und habe jede Seite gerne gelesen.
Und Der schlauste Mann der Welt? So viele Lebensweisheiten, die einen wirklich zum Nachdenken bringen.
Der schlauste Mann der Welt = echte
Lebensweisheiten
Ich liebe die Gedankenexperimente von Andreas Eschbach - aber das ist mein absolutes Lieblingsbuch. Es hat mich selbst zum nachdenken gebracht und ich kann mir vorstellen, das es früher einfach genauso 100% ig möglich gewesen sein könnte 😄 bin begeistert!
Ich fand die Geschichte, wie Jens zu seinem Geld gekommen ist und was er damit gemacht hat interessant. Eine ganz andere Lebenswelt als die meine und auch kein Wunsch von mir. Seine Geschichte konnte teils auch zum Denken anregen und würde sehr kurzweilig und angenehm geschrieben.
Ein Einblick in die Lebensweisen der Reichen und Mächtigen - ganz im Zeichen der Achtsamkeit. Und zugleich ein Manifest dafür, das Leben auch mal ruhig angehen lassen zu dürfen.
Lässt man den ganzen Luxus beiseite, gibt einem das Buch viele Gedankenanstöße für ein angenehmes Leben:
Sich nicht von seinen Sorgen übermannen zu lassen, sich selbst Priorität zu geben, in stressigen Situationen Ruhe und Gelassenheit zu bewahren. Und vor allem, dass der Wert eines Menschen nicht an dem gemessen ist, was er tut oder besitzt. Ganz im Gegenteil.
Gerade Bücher, die eine Botschaft hinter der Geschichte vermitteln, bleiben mir immer lange im Gedächtnis. Reichtum ersetzt jedoch nicht das, was zwischenmenschliche Verbundenheit ausmacht. Zwischen Unabhängigkeit und Einsamkeit verläuft oft nur ein schmaler Grat. Wieder mal ein gelungener Eschbach, den ich bis zum Ende verschlungen habe.
Ich mag die Bücher von Andreas Eschbach sehr, dieses hat mich überrascht. Mal keine science fiction Geschichte, hat mir trotzdem gefallen, die Lebensgeschichte eines Lebenskünstlers, vielleicht sollte ich eher Gauners sagen.
Ganz besonders hat mir der Sprecher gefallen, Matthias Köberlin hat einfach großartig gelesen.
Eschbach geht immer!! Ich habe mich durchgehend gut unterhalten gefühlt – die Mischung aus Humor, Skurrilität und groteskem Ernst macht den Reiz des Buches aus. Für alle, die Lust auf eine ungewöhnliche, originelle und kluge Lektüre haben, ist dieses Buch ein echtes Vergnügen.
Eins von Eschbachs dünneren Büchern. Ich fand den Einstieg etwas zäh, aber vor allem gegen Ende wurde es sehr spannend!
Es gibt schon seeeeehr viele Zufälle in diesem Buch 😅 Und ich bin mir nicht sicher, ob ich Jens leiden kann… Seine Lebensphilosophie ist einerseits buddhistisch, andererseits braucht er dann doch so viel Luxus, dass es gar nichts mit Buddhismus zu tun hat.
Durch einen Zufall erhält Jens Leunich die Chance, mehrere Millionen Dollar zu stehlen. Von da an verbringt er sein Leben in Luxushotels überall auf der Welt. Abgesehen davon tut er - nichts. Gar nichts. Denn nichts zu tun sei der beste Weg, die Welt zu retten, so schreibt er in seinen Memoiren. Die zu verfassen hat er noch 10 Tage Zeit, denn dann wird er sterben.
„Je angenehmer ein Job ist, desto besser wird er bezahlt.“
Das Buch ist kurzweilig, unterhaltsam und dabei nicht, trotz der einzigartigen Geschichte, realitätsfern.
Was mir besonders gefällt, ist die Aussage in dem Buch, über die oft vorhandene Sinnlosigkeit von Sorgen. Es werden viele Weisheiten genannt, die so mit der eigentlichen Geschichte nichts zu tun haben und sie doch gut ergänzen, da die eigentliche Geschichte erst durch ihre Vollständigkeit weise wird und eine tiefe Aussage erhält.
„Dass ich einen solchen Entschluss nicht fasste, lag an zwei Dingen. Das eine war, dass ich noch die Stimme von einem der Gurus im Ohr hatte, wie sie in diesem typisch indischen Englisch sagte: »Sich ein Ziel zu setzen heißt, sein Leben auf später zu verschie-ben, und je größer das Ziel ist, desto weniger bist du im Hier und Jetzt. Jetzt ist aber alles, was du hast! Dieser Augenblick, diese Gegenwart, das ist dein Leben - alles andere ist entweder Phantasie oder Erinnerung, das heißt, es existiert nur in deinem Geist.«“
Ich bin froh, das Buch gelesen zu haben.
⭐️⭐️⭐️⭐️💫
Mein erster Eschbach und einfach mal eine ganz andere Art Buch!
Unser Protagonist ist im Nachhinein gesehen ein echter Lebenskünstler. Er hatte Glück.... oder war es Erfolg und er ist am Ende doch der "schlauste" Mann der Welt?
Das sollte jeder für sich entscheiden. 🙂
Manche wird der anscheinend faule und dabei überheblich wirkende Charakter ärgern, doch wenn man ihm zuhört, sich der Gedanken annimmt, hat Jens nicht vielleicht sogar Recht?
Mittlerweile denke auch ich darüber nach, ob wir nicht alle zu sehr in einem System, gar Kreislauf gefangen sind und durch Arbeit, Bestreben und Einsatz unserer Lebenszeit für den Konsum aller Art uns selbst und gar die Umwelt mehr zerstören, als uns selbst bewusst ist.
Zitate: "Nicht du besitzt die Dinge, die Dinge besitzen dich". & "Es sind die Fleißigen, die uns in den Untergang treiben."
Warum sagt Jens beim Schreiben seiner Geschichte eigentlich immer wieder, dass er nur noch 10 Tage zu leben hat? Lest und hört es selbst. 🙂
Ich liebe die Bücher von Andreas Eschbach und dieser kurzweilige Roman war kaum 36h in meinem Besitz, da hatte ich ihn auch schon beendet.
Und was soll ich sagen?
Wie immer war es wirklich großartig, wenn auch dieses Mal weniger langatmig und dennoch sehr unterhaltsam, brauchte man sich doch nur einen Namen merken und sich einfach darauf einlassen.
Wirklich herrlich. Mehr kann ich dazu auch nicht sagen ohne zu Spoilern.
Eine nette Geschichte eines modernen Baron von Münchhausen oder Felix Krull. Auch wenn der Unterschied zwischen kompletter Fiktion und Realismus des Protagonisten nicht ganz eindeutig ist, ist die Geschichte höchst interessant und amüsant.
Ein lebensnaher Schreibstil lässt einen glauben, dass sich die Geschichte tatsächlich so ereignet haben könnte. Man sieht sich manchmal auch selber davon träumen, ein erschwindeltes Leben in den luxuriösesten Häusern dieser Erde verbringen zu können.
Echt richtig gut! Spannende und lustige Geschichte gepaart mit Lebensweisheiten, aber nicht cringe, sondern wirklich so, dass ich ne Menge im Buch markieren musste :) werde ich definitiv nochmal lesen
Ich mochte den Schreibstil sehr gern.
Die Geschichte gefiel mir auch ganz gut.
Leider fand ich für so wenig Seiten das Buch und auch das eBook ganz schön teuer.
Mein erster Eschbach. Ich mag seinen Schreibstil und werde auf jeden Fall noch weitere Bücher von ihm lesen.
Eine wunderbare Story über den schlausten Mann der Welt, den man auch gut den faulsten Mann der Welt nennen könnte. Es macht Spaß die Geschichte seines Lebens mitzuverfolgen. Neben humorvollen Passagen, gibt es auch immer wieder Lebensweisheiten, die ich mir direkt notieren musste:
„Vergangenheit ist nur Erinnerung, Zukunft nur Erwartung, das wirkliche Leben dagegen findet in ewiger Gegenwart statt.“
„Das alles, erkannte ich, waren nur Ängste, nichts Wirkliches. Was mich würgte, waren meine Gedanken, die ich festhalten oder weiterziehen lassen konnte, ganz, wie ich mich entschied.“
Lohnt sich auf jeden Fall zu lesen.
Mein erster Eschbach - und ich bin mir noch nicht ganz sicher, was ich von diesem Buch halten soll.
Der Hauptprotagonist ist provokant unsympathisch, die Geschichte plätschert einigermassen unterhaltsam dahin und als Leserin fragte ich mich zusehends, warum ich einen solchen Groll gegen Jens Leunich entwickelte. Was sehr spannend ist und wohl auch so gewollt sein könnte, immerhin hallt die Geschichte in mir nach und stößt zur Selbstreflexion an. Ein etwas weiter aufgespannter Spannungsbogen hätte dem Ganzen in meinen Augen dennoch gut getan.
Eschbach überrascht hier mit einer Geschichte über den Sinn, oder vielleicht auch Unsinn des Lebens. Mit für den Autoren nach meiner Ansicht ungewöhnlichen Tiefe widmet er sich dem Thema Meditation in Form von „Nichtstun“, Schicksal, Lebensentwürfen sowie Rückschau auf ein Leben mit Gelassenheit und Dankbarkeit.
Eine ungewöhnliche Geschichte, der zu folgen grossen Spass gemacht hat.
Ein sehr besonderes Buch, welches ich uneingeschränkt jedem empfehlen kann.
Mein absolutes Lesehighlight. So wenig Seiten mit soviel Klugheit angefüllt und diesmal hatte ich kein Problem mit dem Ende, wie sonst bei Herrn Eschbachs Werken. Jens Leunich ist wirklich der schlauste Mann der Welt.
Nette kleine Geschichte über einen wohlhabenden Mann der sein ganzes Leben in Luxushotels verbringt. Dabei wird unterhaltsam über Kapitalismus, Arbeitswelt, Banken und Faulheit sinniert.
"Der schlauste Mann der Welt" zählt sicher nicht zu Eschbachs besten Werken, aber es ist definitiv erfrischend anders, hat leichte Gauner-Vibes und ist einfach eine wundervoll leichte Lektüre für Zwischendurch.
"Also: Es gibt ein anderes Wort für Nichtstun - ein sehr schönes, Ehrfurcht einflößendes, gesellschaftlich ganz und gar akzeptiertes Wort: Meditation. Verblüfft Sie das? Ich versichere Ihnen, es stimmt. Meditation ist nichts anderes, als dazusitzen und absolut nichts zu tun. Es ist die Kunst des Nichtstuns. Eine heilige Kunst, wie manche meinen."
"Der schlauste Mann der Welt" ist eine ganz andere, teils auch recht amüsante Geschichte von Andreas Eschbach. Sie ist anders als alles, was ich bisher von ihm gelesen habe.
Darum geht's: Nach dem Abitur und in Ermangelung eines Studienplatzes, reist Jens Leubich mit einem Freund nach Indien. Während sein Freund außer Frauen, Sex und Drogen keine weiteren Interessen an irgendetwas zeigt, begibt sich Jens zu einer spirituellen Reise, bei der er lernt sein Schicksal anzunehmen. So kommt es auch, dass er nicht wie geplant nach Deutschland zurückreist, sondern seinen Aufenthalt notgedrungen etwas verlängern muss. Das jedoch in einem der besten Luxushotels Indiens. Wie es dann dazu kommt, dass Jens den Rest seines Lebens in solchen Luxushotels verbringt, und er, obwohl er nicht arbeitet, Millionen auf dem Konto hat, davon erzählt er uns in diesem Buch.
Wie schon erwähnt ist dieses Buch gänzlich anders als alles, was mir jemals von Eschbach in die Finger geraten ist. Es ist keine Science Fiction - absolut nicht - und trotzdem hat mich dieses Büchlein sehr gut unterhalten. Es ist eine Ode an die Faulheit und ans Nichtstun. Eine Geschichte, die uns lehrt auch mal alle fünf gerade sein zu lassen und das ohne ein schlechtes Gewissen zu haben.
Ich mochte es sehr, wie Leubich seine Geschichte erzählt und wie er dem Schicksal offen begegnet und das bis zum Schluss. Mit einer kleinen Ausnahme zwischendurch, die sich allerdings auch gerächt hat. Das Ende des Buches entlockte mir dann auch noch einmal einen Schmunzler, hatte ich mir das doch nicht so vorgestellt. Und ich denke, wenn Jens noch nicht gestorben ist, so lebt er noch heute in irgendeinem Luxushotel, irgendwo auf der Welt...
Ist hier wirklich Eschbach drin? Lesbar. Mehr aber auch nicht. Wir „lauschen“ einem Protagonisten, der seine nicht allzu spannende Lebensgeschichte herunterrasselt, von seinen Ausschweifungen und Belanglosigkeiten. Den Sinn hinter diesem Buch habe ich leider vergebens gesucht.
Was würde ich tun, wenn ich so viel Geld hätte, dass ich für den Rest meines Lebens nichts mehr tun müsste? Hat sich das nicht jeder schon einmal gefragt? Jens Leunich hat schon sehr früh erkannt, dass er fürs Nichtstun geschaffen ist und das im wahrsten Sinne. Geprägt hat ihn eine Indienreise nach der Schulzeit, bei der er auch mit dem Buddhismus in Berührung kam. Daraus hat er einige Weisheiten in sein weiteres Leben mitgenommen. Durch mehr oder weniger geplante „Zufälle“ schafft er es tatsächlich schon in jungen Jahren an eine Summe zu gelangen, die ihm für den Rest seinen Lebens den eigenen „Broterwerb“ erspart. Wie sein weiteres Leben verläuft, das erzählt er in diesem mit 220 Seiten recht schmalen Roman auf eine solch spannende und sprachlich wunderschöne Weise, dass ich das Buch fast in einem durchgesuchtet habe.
Von mir gibt es eine ganz große Leseempfehlung für dieses neueste Werk des Autors, der mir bisher durch seine Thriller bekannt war. Für alle, die gerne einmal etwas andere, auf einem guten sprachlichen Niveau geschriebene Geschichten ohne zu viel „drumherum“ mögen.
Ich fand dieses Buch richtig klasse und hatte großen Spaß beim Lesen. Ich kann aber durchaus auch verstehen wenn jemandem dieses Buch überhaupt nicht gefällt.
Nachfolgend noch zwei meiner Lieblingszitate:
... denn nicht wir besitzen die Dinge, die uns gehören, sondern die Dinge besitzen uns und machen uns zu Ihren Sklaven. (S. 25)
Gier ist die Art und Weise, wie dumme Menschen versuchen, ihr Leben bedeutsam werden zu lassen. (S. 88)
Beschreibung /Klappentext:
Jens Leunich besitzt nur so viel, wie in zwei Koffer passt - und außerdem genug Millionen auf dem Konto, um sein ganzes Leben in den Luxushotels der Welt zu verbringen. Abgesehen davon tut er - nichts. Gar nichts. Denn nichts zu tun, hat er erkannt, ist der beste Weg, die Welt zu retten. Bloß ist nichts zu tun nicht so einfach, wie die meisten denken. Diese und andere schlaue Einsichten will er nun niederschreiben - doch ganz gegen seine Gewohnheiten muss er sich damit beeilen, denn er hat nur noch zehn Tage zu leben...
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Eschbach ist ein genialer Erzähler.
Seine Bücher sind intensiv und regen zum Nachdenken an. Es geht hier um den Weg, ein angenehmes Leben zu führen. Immer wieder wird der Abschnitt des “Nichtstun” erwähnt; darunter wird Meditation verstanden. Das Annehmen und Loslassen im Leben.
Ein wahrhaftig wundervolles Buch über das Vertrauen ins Leben und in den Tod.
Den Mut, das Schicksal anzunehmen und den Zufall zu erkennen oder auch gerne andersherum.
Auf jeden Fall eine klare Empfehlung.
Eine herbe aber zum Glück nur recht kurze Enttäuschung, deren Message ich für völlig fragwürdig/sinnbefreit halte und die scheinbar begleitende Ironie nicht zünden konnte!