12. Mai
Beklemmend, brillant und erschreckend nah an der Realität
Rating:5

Beklemmend, brillant und erschreckend nah an der Realität

NSA von Andreas Eschbach ist für mich aktuell ganz klar mein Jahreshighlight. Und gleichzeitig eines dieser Bücher, bei denen man nach dem Zuschlagen erstmal eine Weile die Wand anstarrt und still darüber nachdenkt, wie unfassbar dünn die Linie zwischen „erschreckende Fiktion“ und „eigentlich gar nicht so unrealistisch“ manchmal sein kann. Dabei ist die Grundidee allein schon genial unbequem: Was wäre passiert, wenn das Dritte Reich bereits über moderne Computertechnologie, Internet und soziale Medien verfügt hätte? Über Datenbanken, Bewegungsprofile, Suchverläufe, digitale Kommunikation? Andreas Eschbach setzt dieses Szenario auf eine Weise um, die gleichzeitig faszinierend und zutiefst beängstigend ist. Nicht reißerisch. Nicht überdramatisiert. Sondern nüchtern und so glaubwürdig, dass es einem beim Lesen immer wieder unangenehm kalt den Rücken hinunterläuft. Besonders stark fand ich die beiden zentralen Figuren. Helene Bodenkamp hat für mich das Leben vieler Frauen in dieser Zeit unglaublich nahbar gemacht. Diese permanente Ohnmacht, das ständige Kleingehaltenwerden, das Gefühl, als Mensch nur unter bestimmten Bedingungen überhaupt ernst genommen zu werden – das war stellenweise wirklich nur schwer auszuhalten. Nicht selten saß ich beim Lesen da und habe geweint. Vor Wut. Vor Frustration. Vor dieser himmelschreienden Ungerechtigkeit. Und dann Eugen Lettke… ach herrje. Was ein furchtbarer Mensch. Nicht einmal auf die spektakulär-böse Art, sondern viel schlimmer: auf diese erschreckend alltägliche Weise. Das kleinliche, selbstgerechte Mitlaufen und widerliche Bedürfnis nach Bedeutung durch Macht über andere. Genau die Sorte Mensch macht einem in Geschichten wie dieser oft am meisten Angst – weil sie so furchtbar real wirkt. Was mich an NSA besonders beeindruckt hat, war, wie präzise Eschbach zeigt, dass Technologie niemals neutral ist. Sie ist immer nur so harmlos wie die Menschen, die sie kontrollieren. Und das Buch trifft damit einen Nerv, der gerade heute unangenehm aktuell wirkt. Für mich ein großartiger, kluger und emotional unglaublich aufwühlender Roman, der mich bis zur letzten Seite – und ehrlich gesagt auch noch weit darüber hinaus – beschäftigt hat. Ein Buch wie ein kalter Luftzug im Nacken: Man sieht ihn nicht, aber man spürt ihn die ganze Zeit.

NSA - Nationales Sicherheits-Amt
NSA - Nationales Sicherheits-Amtby Andreas EschbachLübbe
11. Mai
Rating:5

Was für ein beängstigendes, fiktives Werk

Eschbach, was hast du hier geschrieben?! Fiktive IT Geschichte im Dritten Reich. Gespickt mit historischen und dystopischen Elementen. Ein totaler Überwachungsstaat. Die Bürger sind nur noch Zahlen und Namen auf dem Papier, Daten, die jederzeit abrufbar sind. Ungebremste Computertechnik bis hin zu Gehirnmanipulation durch Chips. Einfach nur erschreckend!

NSA - Nationales Sicherheits-Amt
NSA - Nationales Sicherheits-Amtby Andreas EschbachLübbe
9. März
Rating:4

Dystopie meets 2. Weltkrieg

Wirklich sehr gutes und interessantes Buch, in dem dargestellt wird, wie es zur Zeit des 2. WK ausgesehen haben könnte, wenn es damals schon Handy, Computer, Internet und KI gegeben und wie es weitergegangen wäre, eenn Deutschland den Krieg gewonnen hätte, sehr spannend! Das Ende fand ich etwas seltsam... Zum eine hätte ich mich natürlich gefreut, wenn Helene es geschafft hätte nach Brasilien zu kommen, und dass sie "umgepolt" wurde, fand ich iwie schade... Und das Ende von Eugen war natürlich auch dezent verwirrend ("Mama") 😅

NSA - Nationales Sicherheits-Amt
NSA - Nationales Sicherheits-Amtby Andreas EschbachLübbe
6. Feb.
Einer der besten Bücher die ich je gelesen habe...
Rating:5

Einer der besten Bücher die ich je gelesen habe...

Ich habe schon wirklich lange nach einem gutem 2. Weltkrieg Buch gesucht, weil mich das Thema ultra interessiert. Jedoch haben die meisten mich nie gepackt weil beispielsweise der Schreibstil nicht meins war. Dann kam NSA... Wow ich bin sooo begeistert!! Die Idee wie die Zeit Hitlers gewesen wäre wenn Computer und Smartphones existiert hätten, hat mich sofort gepackt. So kreativ und innovativ! Man begleitet die meiste Zeit Helene eine junge "Programmstrickerin" von klein auf und wie sie den Nationalsozialismus erlebt. Auch Lettke, ein sehr unympatischer Mann, bekommt einige Kapitel, in denen man hinter die dunkle Fassade dieser schrecklichen Person blicken kann. Ich war zunächst etwas skeptisch wie der Autor seine Idee umsetzt, jedoch waren meine Sorgen umsonst. Eschbach schafft es mit seinem Schreibstil seitenweise Technikerklärungen so rüberzubringen, dass es sich anfühlt als würde man einen spannenden Thriller lesen. Ich bin wirklich keine mathematische Person! Helenes Liebesgeschichte hat mich auch so mitgenommen und ich habe des Öfteren gegiggelt. Bei einem Buch über den 2.Weltkrieg!!!! Auch fand ich es mega interessant wie Andreas mit den Rollenbildern der damaligen Zeit spielt. Programmieren ist in dieser Parallelwelt außschließlich ein Beruf für Frauen. Aber das Ende, das war echt gemein... Also wirklich mein lieber Andreas... Abschließend muss ich sagen dass das Buch ein absolutes Lebenshighlight für mich ist. Spannend, ein wichtiges Thema und trotzdem kreativ. Ich kann es euch wirklich nur empfehlen und verspreche, dass man gut durch die 800 Seiten kommt. Ich vergebe ⭐️⭐️⭐️⭐️⭐️ strahlend helle Sterne!! Für noch mehr Eindrücke hört doch gerne in unseren Podcast "💜Plottpot💚" auf Spotify rein.

NSA - Nationales Sicherheits-Amt
NSA - Nationales Sicherheits-Amtby Andreas EschbachLübbe
25. Nov.
Rating:5

Oh, mein Gott was ein Werk. Wie erschreckend, brutal, gruselig und hammergenial geschriebenes Buch über eine Schreckensherrschaft, die tatsächlich so passieren könnte. Es ist der reinste Wahnsinn. Es endet in einem fuliminamtem Finale sondersgleichen, dass kein Mensch auch nur erahnen kann. Ich bin einfach dermaßen geflasht von dem Buch und schreie in die Welt hinaus! Ihr müsst es alle lesen!!!!! Wahnsinn!!!

NSA - Nationales Sicherheits-Amt
NSA - Nationales Sicherheits-Amtby Andreas EschbachLübbe
11. Nov.
Rating:4

Großartige kontrafaktische Dystopie!

Wie wäre die Geschichte verlaufen, wenn… Diese Herangehensweise nennt man kontrafaktische Geschichte und genau diesen Ansatz wählte Eschbach für seinen dystopischen Roman „NSA“. Der Leser findet sich im Nationalsozialismus wieder und begleitet die beiden Protagonisten Helene und Eugen. Die eine eine eher unscheinbare junge Frau mit einem besonderen analytischen Verstand und der Hoffnung, ihre große Liebe Arthur vor den Nazis zu verbergen. Der andere ein durch und durch arischer junger Mann, der an den Abgründen seiner eigenen Persönlichkeit letztendlich zerbricht. Der Twist? Es gibt Smartphones, Computer, das Internet. Eschbach stellt damit die Frage: was wäre gewesen, wenn im Nationalsozialismus bereits moderne Technik existiert hätte. Eugen und Helene sind dabei Angestellte im NSA - dem nationalen Sicherheitsamt. Einem Geheimdienst, das darauf ausgelegt ist, aus Computerdaten Informationen zu gewinnen. Helene ist dabei sogenannte Programmstrickerin, nutzt ihre Fähigkeiten jedoch, um den desertierten Arthur zu schützen, dem ihr Herz gehört. Eugen wiederum ist Analyst und missbraucht seine Stellung, um jenen Mädchen nachzustellen, die ihn als Jugendlichen gemobbt haben. Und neben diesen beiden individuellen Geschichten tobt der Weltkrieg und das NSA wird von zentraler Bedeutung. Wie also wäre der Krieg ausgegangen, hätte es moderne Technik bereits gegeben? Als ich damals von der Grundidee von „NSA“ gehört habe, war mir klar, das muss ich lesen. Und tatsächlich war die Idee so unfassbar spannend, wie gruselig. Auch die Figuren waren großartig. Gerade Eugen empfand ich persönlich als sehr interessant, denn trotz seiner abscheulichen Taten war er nie ganz „hassbar“. Hier hat Eschbach wirklich eine sehr, sehr plastische und interessante Figur geschaffen. Volle vier Sterne vergebe ich nur deshalb nicht, weil der Roman sich an so mancher Stelle durchaus gezogen hat und es mir daher gerade in der Mitte des Buches ein wenig schwerfiel, am Ball zu bleiben. Gegen Ende jedoch habe ich dann regelrecht die Seiten durchhetzt, weil ich das Buch einfach nicht weglegen konnte.

NSA - Nationales Sicherheits-Amt
NSA - Nationales Sicherheits-Amtby Andreas EschbachLübbe
20. Okt.
Rating:5

Genial historisch eingeordnet

Faszinierend, wie der Andreas Eschbach in diesem Roman die Entwicklung von einfachen Programmen auf den ersten Rechnern, über immer komplexer werdende Algorithmen bis hin zu neuronalen Netzen historisch kombiniert. Eschbach hat hier neben der genialen Idee, genial recherchiert. Ich nehme ihm jedes Detail ab. Der Roman regt nicht nur allein durch die potentiell bestehenden Gefahren der neuen technischen Möglichkeiten zum Nachdenken an, sondern vor allem deshalb, weil diese Möglichkeiten hier harmlos und kaltblütig aktiviert, ausgenutzt und auf die Spitze getrieben werden. Die technische Entwicklung und dessen Einfluss im dritten Reich wird anhand dem Leben zweier Hauptpersonen gezeigt, welche auf den Verlauf des Krieges nahezu beiläufig maßgeblich Einfluss nehmen. Neben vielen bekannte Namen erhalten auch viele bekannte Ereignisse Einzug, weshalb Geschichtsliebhaber voll auf ihre Kosten kommen.

NSA - Nationales Sicherheits-Amt
NSA - Nationales Sicherheits-Amtby Andreas EschbachLübbe
29. Juli
Rating:4

Ein Gedankenexperiment.

Kann man etwas Unvorstellbares noch unvorstellbarer machen? Die Schrecken des Nationalsozialismus werden in der Geschichte rund um Helene, eine Programmstrickerin für das Nationale Sicherheitsamt und den Analysten Eugen Lettke auf grausame Weise aktualisiert. Die Methoden, die im NSA angewandt werden, kommen uns heutigen Leser:innen erschreckend bekannt vor und so fiel es mir leicht, mich in die Geschichte einzufinden. Helene als Protagonistin habe ich schnell gemocht, Lettke dagegen verdient nicht nur eine Spoilerwarnung, sondern ein Psychogramm. Die Geschichte ist gut konstruiert, ich habe sie gern gelesen. Wenn ich einen Kritikpunkt habe dann den, dass mir hier zu wenig auf die sowieso schon schrecklichen Geschehnisse Bezug genommen wird, sie fast nebensächlich erscheinen. Das wird meiner Meinung den Opfern nicht gerecht.

NSA - Nationales Sicherheits-Amt
NSA - Nationales Sicherheits-Amtby Andreas EschbachLübbe
5. Juli
Super Umsetzung - mega spannend
Rating:5

Super Umsetzung - mega spannend

Eine ganz tolle Umsetzung. Die Idee ist genial, aber was Andreas Eschbach daraus gemacht hat, ist einfach fantastisch. Mich hat das Buch fasziniert. Besonders die Hauptprotagonistin Helene fand ich sehr gelungen. Auch das ganze Ausmaß, was der Autor hier geschaffen hat ist unglaublich. Die Wortneuschöpfungen haben mir gefallen. Es gab bekannte Personen, die mit in die Geschichte eingearbeitet wurden und es gab so interessante Aspekte, das hat mich wirklich begeistert. Eine ganz klare Leseempfehlung!

NSA - Nationales Sicherheits-Amt
NSA - Nationales Sicherheits-Amtby Andreas EschbachLübbe
19. Juni
Rating:0.5

Rezension zu den ersten ⅔ des Buches: Extrem hölzerne Hauptfiguren und unglaubwürdige Entwicklung der Geschichte. Die Prämisse des Buches ist spannend und auch plausibel aufgebaut. Jedoch kann die faktische Geschichte nicht eins zu eins auf die kontrafaktische Geschichte übertragen werden. Des Weiteren empfand ich die Passagen, in denen Dinge erklärt wurden (bspw. der Ablauf des Programmierens, die Ideologie des Nationalsozialismuses usw.) als regelrechte Fremdkörper im Buch, denn hierbei wurde immer wieder nach dem selben Schema vorgegangen: Ich nehme tatsächliche Fakten und lasse sie in einem regelrechten Monolog von einer Figur vortragen. Auch die Entwicklung der weiblichen Hauptfigur findet quasi nicht statt. Die ständigen Selbstzweifel sind auf Dauer nur noch anstrengend. Ebenso die männliche Hauptfigur, die ein extremer Unsympath ist, strengt mit seinen Ansichten unglaublich an. Ich habe mich letztlich zum Abbruch des Buches entschlossen.

NSA - Nationales Sicherheits-Amt
NSA - Nationales Sicherheits-Amtby Andreas EschbachLübbe
12. Juni
Rating:3.5

Das Buch war für mich ein Mix aus „1984“ und „The Handmaid‘s Tale“, also alles in allem vor allem deprimierend, so als ob der Autor versucht hätte in dystopischen Annahmen ein Bild zu erzeugen wie es im Nationalsozialismus zu Zeiten Hitlers noch schlimmer hätte sein können als es ohnehin schon war.

NSA - Nationales Sicherheits-Amt
NSA - Nationales Sicherheits-Amtby Andreas EschbachLübbe
11. Juni
Rating:5

✨️Highlight ❗️Spoilerwarnung

📚 Inhalt Der Roman spielt in einer alternativen Vergangenheit. Wir befinden uns im Jahr 1942 in Weimar während des zweiten Weltkriegs. Helene arbeitet bei der NSA, dem Nationalen Sicherheitsamt, als Programmiererin und entwickelt Programme zur Überwachung der Bevölkerung. Durch die entwickelte Technologie und die bargeldlose Welt ist eine fast komplette Überwachung gewährleistet. Denn alle Bewegungen werden aufgezeichnet und Unstimmigkeiten vom System erkannt. Dadurch ist es fast unmöglich, Juden zu verstecken oder Fahnenflucht zu begehen. Als Helene ihren alten bekannten Arthur wieder trifft und sich die beiden ineinander verlieben, kommen ihre Überzeugungen ins Schwanken. Arthur ist ein Deserteur und ihm droht die Todesstrafe. Helene verändert zu seinem Schutz Daten und fälscht viele Einträge, die Arthur und viele weitere Menschen vor dem sicheren Tod retten. Doch damit gefährdet Helene ihr eigenes Leben und ihr Handeln bleibt nicht unentdeckt. Helene willigt ein, einen SS-Offizier zu heiraten, wenn Arthur aus Deutschland fliehen darf. Ihr Mann willigt ein und Arthur verlässt das Land. Der zweite Weltkrieg geht unterdessen weiter und Helene ist gefangen in einer ausweglosen Situation. Ihre versuchte Flucht aus Deutschland wird verhindert und sie sieht keinen anderen Ausweg, als Hitler-Feindliche Posts zu verfassen, um ihrem Mann zu entkommen. Ihr Plan funktioniert und sie wird nach Auschwitz gebracht. Dort wird Helene einer Operation unterzogen, die ihr Gehirn verändert. Nach der Operation ist sie überzeugte Nationalsozialistin. 📖 Meinung Wow wow wow. Was für ein Buch! Die furchteinflössende alternative Realität ist heute ja schon fast Wirklichkeit. Nur stellt sich die Frage, ob wir so überwacht werden, wie Eschbach es in seinem Buch beschrieben hat. Aber ich möchte ja hier keine Verschwörungstheorien besprechen, sondern den wahnsinnig guten Roman. Den zweiten Weltkrieg durch die totale Technische Überwachung noch furchtbarer und verzwickter zu machen, war sehr interessant. Die Idee hat mich total gefesselt und ich fand es sehr spannend, Helene bei ihrer Arbeit zu begleiten und ihr über die Schulter zu Blicken. Auch ihre innere Zerrissenheit hat mir sehr gut gefallen und die Liebe gab ihr den Anstoss, das System zu hinterfragen. Dass Helene aus Liebe so viel riskiert hat, finde ich bemerkenswert. Ein absolut lesenswertes Buch, dass von Anfang bis Ende spannend ist und zum Nachdenken anregt!

NSA - Nationales Sicherheits-Amt
NSA - Nationales Sicherheits-Amtby Andreas EschbachLübbe
27. Mai
Rating:5

Puhhh...

Weimar 1942, zweiter Weltkrieg. Helene Bodenkamp ist Programmierern (auch Strickerin genannt), arbeitet beim NSA (Nationales Sicherheitsamt) und entwickelt dort Computer Programme. Mit Hilfe dieser Programme werden alle Bürger überwacht. Helene ist die beste Programmierern. Als die Liebe ihres Lebens Fahnenflucht begeht und untertauchen muss, wiedersetzt sie sich. Sie kämpft nicht nur gegen das Regime, sondern auch gegen ihren Vorgesetzten Eugen Lettke. Eugen nutzt die perfekte Überwachungstechnik für seine eigenen Zwecke und überschreitet Grenzen. Hinzu kommt, dass Eugen Helene in der Hand hat. Mein Gott... Die Nazis waren generell eine starke Macht. Aber in NSA besaßen sie schon Computer, Internet, Handys und Kontokarten um zahlen zu können. Es ist erschreckend, was die Nazis mit all dem hätten anrichten können. Absolut gruselige Vorstellung 🤮. Mir hat das Buch sehr gut gefallen. Unglaubliches "Was wäre wenn" Szenario.

NSA - Nationales Sicherheits-Amt
NSA - Nationales Sicherheits-Amtby Andreas EschbachLübbe
23. März
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Rating:5

NSA Andreas Eschbach Scientia potentia est - Wissen ist Macht 🤔 Quis custodiet ipsos custodes? - Wer bewacht die Wächter? Meine Güte 😫 Man stellt sich irgendwie zwangsläufig die Frage: hätte es wirklich *noch* schlimmer kommen können als es kam? Andreas Eschbach liefert uns hier nicht nur subtil sondern ganz konkret und im Detail eine Antwort, die nicht anders als „Ja“ lauten kann und das entsetzt mich nachhaltig. Eine Dystopie, die ein verheerendes, ja vernichtendes Bild einer alternativen Vergangenheit zeichnet und die mich nur schockiert zurück lässt. Sprachlich trotz über 800 Seiten ohne wirkliche Längen wird in diesem Roman ein Bild gezeichnet, dass nachdenklich stimmt auch im Hinblick auf die Zukunft. Trotz der Schwere des Themas ein absolut lesenswertes, wichtiges und sehr gut lesbares Buch, das ich jedem nur ans Herz legen kann. Fazit: ⭐️⭐️⭐️⭐️⭐️ und absolute Empfehlung.

NSA - Nationales Sicherheits-Amt
NSA - Nationales Sicherheits-Amtby Andreas EschbachLübbe
28. Feb.
Rating:3.5

Langatmig aber erschreckende Vorstellung

Ich habe für dieses Buch ewig gebraucht und es wohl auch nur beendet, weil ich irgendwann auf das Hörbuch umgestiegen bin und es beim Hausputz lief. Es ist ein ernstes Thema, aber es wurde unnötig in die Länge gezogen. Erst am Ende passierte immer was, wodurch es dann auch erst interessant wurde.

NSA - Nationales Sicherheits-Amt
NSA - Nationales Sicherheits-Amtby Andreas EschbachLübbe
26. Jan.
Rating:4.5

Wichtige Literatur über die Gefahren von Überwachungstechnik in den Händen eines bösartigen Regimes - Pflichtlektüre!

„NSA - Nationales Sicherheits-Amt“ sollte jeder gelesen haben. Wäre es etwas kompakter, würde es sich nahtlos in ein Regal mit Klassikern wie 1984 und Schöne Neue Welt einreihen. Die Idee an sich - Was wäre, wenn die Nazis Computer („Komputer“) gehabt hätten? - ist bereits grandios, doch Eschbach setzt sie auch kongenial um. Man merkt, dass der Autor Ahnung von Rechnern hat und enorm viel Recherche und Überlegungen in dieses Buch geflossen sind. Wobei ich mich selbst bereits korrigieren muss: Es geht eigentlich nicht konkret darum, was die Nazis mit Hilfe von Komputern hätten anrichten können, sondern die dystopischen Möglichkeiten, die Computer- und Überwachungstechnik (nicht zuletzt auch durch die Abschaffung des Bargelds) in den falschen (staatlichen) Händen entfalten kann. Die Nazis sind hier nur ein Beispiel, da diese eindeutig böse sind und man da besonders eindrucksvoll demonstrieren kann, was passieren könnte - was praktisch der GAU ist. Es ist natürlich ein zweischneidiges Schwert, das Dritte Reich als Schauplatz für so etwas zu wählen, denn nur zu gern wird das Ergebnis dann missverstanden. Es ist KEIN Buch gegen den Nationalsozialismus. Also natürlich auch nicht FÜR ebendiesen - er dient hier nur als anschauliches Beispiel! Die Hauptcharaktere sind gut gewählt, denn tatsächlich sind sie beide keine überzeugten Nazis. Helene Bodenkamp ist ein eher schüchterner Mitläufer, zuweilen auch von einer naiv-verdrängerischen Selbstgerechtigkeit erfasst. Und Eugen Lettke ist ein widerlicher doch intelligenter Opportunist, dem das Vaterland ebenso egal wie Antisemitismus fremd ist, doch der alles brav mitspielt, um es sich bequem zu machen. Die Eröffnungsszene ist bereits packend (anhand von Lebensmitteleinkäufen wird errechnet, wer mehr erwirbt, als sein Kalorienbedarf hergibt, um versteckte Personen ausfindig zu machen) und zieht einen direkt in das Thema des Buches hinein. Die folgenden Kapitel sind erst mal etwas entschleunigt, denn sie arbeiten auf diesen Moment hin. Wir erleben die Kindheit und den Werdegang der zwei Hauptcharaktere, wobei sich Eugens Kapitel in immer abscheulichere Leseerlebnisse verwandeln. Denn der nutzt sein beruflich erworbenes Wissen zu ganz eigenen Zwecken. Helenes Geschichte ist eher unaufgeregt, doch werden ihre Kapitel auch für die Erklärung der Komputerrevolution genutzt. Sehr schön ist auch eine Szene, in der ein Geschichtsstudent die These aufstellt, dass Hitler ohne die Erfindung der Analytischen Maschine - dem Vorgänger des Komputers - nicht die Macht hätte ergreifen können. Der Leser weiß natürlich, dass dem nicht so ist - doch sich im Text selbst kritisch-ironisch mit dem Alternate-History-Thema zu beschäftigen, ist einfach großartig. Chapeau. Die Mitte des Buches zieht sich dann leider etwas, bis es im letzten Drittel noch mal richtig Fahrt aufnimmt. Auch die letzten ca. 28 Seiten fand ich dann leider nicht mehr so gelungen. Zum Einen verlassen wir dort den Boden der Technik, die wir schon aus unserer Zeitlinie kennen und diese Art „Science Fiction“ behagt mir nicht. Und zum anderen finde ich die Schlussszene dem Werk nicht angemessen, irgendwie nichtssagend. Ein letzter Satz muss sitzen, erst recht bei SO EINEM Buch! Eine weitere Schwäche sind die Liebes- und Sexszenen. Der Autor ist ein Meister seines Fachs, wenn es um Gesellschaft, Technik usw. geht, aber das Zwischenmenschliche ist weniger sein Metier. Was bei dieser Geschichte nicht wirklich ein großes Problem darstellt, da es vordergründig um andere Dinge geht, doch etwas schade ist es dennoch. Und es kommt viel sexualisierte Gewalt vor, was zwar an sich nicht unwichtig für die Handlung ist, aber doch einfach unangenehm zu verfolgen. Durch die genannten Punkte vergebe ich keine volle Sternezahl. Es konnte auch leider (noch?) kein Lieblingsbuch von mir werden, aber definitiv eines der Werke, das mich am nachhaltigsten beeindruckt hat und mir nie mehr aus dem Kopf gehen wird. Jeder sollte „NSA - Nationales Sicherheits-Amt“ lesen und darüber nachdenken. Es ist eine Warnung, auch wenn ich fürchte, dass der Kassandraruf unerhört verhallen wird. Hoffentlich wird es noch übersetzt und bekommt mehr Aufmerksamkeit. Eine wahres Meisterwerk. DAS ist Literatur!

NSA - Nationales Sicherheits-Amt
NSA - Nationales Sicherheits-Amtby Andreas EschbachLübbe
1. Jan.
Rating:3

Die Idee des Buches hat mich sofort angesprochen. Nach dem ersten Kapitel war ich sofort begeistert. Die was wäre wenn es damals schon die Technik von heute gab Szenarien waren spannend und erschreckend zu gleich. Insbesondere wenn man bedenkt, mit welchen Skandalen Facebook und NSA (in unserer Welt) auf sich aufmerksam gemacht haben. Ich kenne mich tatsächlich relativ gut mit Datenbanken aus, daher hat es mich umso mehr gefreut, dass die im Buch beschriebenen Abfragen, Abfragesprache und Strukturen tatsächlich Sinn ergeben. Ich kann mir jedoch vorstellen, dass jene Parts für Personen, die sich nicht so sehr für dieses Thema interessieren teils zu langatmig sind. Auch fand ich sehr gut gelungen wie trotz der neuen Technik noch Ereignisse die damals wirklich stattgefunden haben auch in der Geschichte des Buches stattfanden. (z.B. die Weiße Rose und der missglückte Anschlag auf Hitler im Bürgerbräukeller in München) es wurde sich stark an die Echte Geschichte gehalten nur der Ausgang war im Buch ein anderer. Obwohl mich das Buch thematisch stark interessiert hat, fand ich es leider Stellenweise eher langweilig. Die beiden Hauptcharaktere waren ok, doch konnte ich bis zum Ende keine wirkliche Bindung zu ihnen aufbauen. Trotzdem ein gutes Buch auch wenn ich das Ende einen Tick zu überzogen fand. 3,5*

NSA - Nationales Sicherheits-Amt
NSA - Nationales Sicherheits-Amtby Andreas EschbachLübbe
9. Nov.
Rating:5

1984, nur früher: (leider) unglaublich gut!

Das Buch begleitet zwei bedeutende Mitarbeiter des Nationalen Sicherheitsamtes (NSA) durch das Deutschland des Nationalsozialismus. Besonderheit: In dieser Parallelwelt existiert der Computer bereits, was vornehmlich deutschen Firmen und Wissenschaftlern zu verdanken ist und dem NS-Regime somit ganz andere Möglichkeiten der Massenüberwachung eröffnet. Das NSA ist im Reich hauptverantwortlich für das Sammeln und Ausweten von Daten über die Bevölkerung. Früh im Buch erkennt man, welche Macht Daten haben - und damit auch derjenige, der diese Daten für sich zu Nutze machen kann. Welche Möglichkeiten sich daraus für ein autoritäres Regime ergeben, wird vor allem zum Ende des Buches hin ersichtlich. Dadurch ist das Thema (leider) sehr aktuell, was beim Lesen für mich der größte Schocker war. Wenn auch als Dystopie gedacht, erkennt man in vielen Szenen und Vorgängen gegenwärtige Entwicklugen wieder - Stichwort KI, Stichwort Massenüberwachung. Dadurch wiegen manche Passagen im Buch schwer - was mMn aber auch so sein sollte und bspw. in 1984 ebenfalls der Fall ist. Abschließend: eine Lektüre, die nachdenklich stimmt. Und genaus deswegen gelesen werden sollte.

NSA - Nationales Sicherheits-Amt
NSA - Nationales Sicherheits-Amtby Andreas EschbachLübbe
28. Okt.
Rating:5

(Rezi aus 2023)

Tjaaaaaaaa, Musthave, wenn es um das 3.Reich und/oder digitale Kontrolle/Überwachung geht Definitiv Pluspunkt von mir: Das wir beide Seiten im 3.Reich kennenlernen, erleben und Einblicke in deren Denken und Empfinden erhalten Übrigens, wer das Thema "digitale Überwachung" und/oder bargeldloses Bezahlen spannend findet kann ich einerseits "Der Würfel" weiterempfehlen oder "Freiheitsgeld" 😁

NSA - Nationales Sicherheits-Amt
NSA - Nationales Sicherheits-Amtby Andreas EschbachLübbe
21. Okt.
Rating:4.5

Bedrückende Geschichte

Was wäre wenn die Nazis Computer, Handys und das Internet gehabt hätten? Ein bedrückendes Szenario, das bei Leser*innen oft ein bedrückendes Gefühl hinterlässt und auch schockierend real wirkt. Mittendrin unsere beiden Protagonisten, die unterschiedlicher nicht sein könnten. Die Geschichte ist abwechselnd aus deren Blickwinkel beschrieben und verläuft ab einem bestimmten Punkt auch parallel. Anfang und Ende waren brilliant, in der Mitte hatte es leider einige Passagen, die sich gezogen haben. Definitiv kein Buch für nebenbei

NSA - Nationales Sicherheits-Amt
NSA - Nationales Sicherheits-Amtby Andreas EschbachLübbe
1. Okt.
Rating:5

Spannend und doch ein wenig schauderhaft erzählt Andreas Eschbach davon, wie der zweite Weltkrieg verlaufen wäre, wenn es den Computer und das Internet bereits damals gegeben hätte. Nachdem ich den Klappentext zu Andreas Eschbachs „NSA“ gelesen hatte, war ich neugierig. Als ich dann ein wenig weiterscrollte und sah, dass das Buch knapp 800 Seiten dick ist, bin ich erst einmal zurückgeschreckt. Glücklicherweise habe ich mich trotz der Seitenzahl dazu entschlossen, „NSA“ zu lesen, denn es war spannend bis zur letzten Seite! Es geht um Helene und Eugen, die nach dem ersten Weltkrieg aufwachsen und bereits in der Schule zu spüren bekommen, wie sich Hitler mit seinem Regime langsam an die Macht gelangt. Es beginnt damit, dass die jüdischen Kinder im Unterricht alle hinten sitzen und Rassenkunde Einzug in den Stundenplan hält — und nach und nach alle Juden aus der Umgebung verschwinden. Lettke (Eugen wird stets mit seinem Nachnamen angesprochen) arbeitet mittlerweile beim NSA, dem Nationalen Sicherheits-Amt, und findet Freude daran, Frauen zu vergewaltigen. Durch seine Arbeit mit den Datensätzen des ganzen Reichs durchsucht er die Foren nach regimefeindlichen Äußerungen, sucht diese Frauen dann auf und bietet die Löschung der Daten im Austausch gegen eine „kleine Gefälligkeit“. Währenddessen beginnt Helene sich, für das Programmstricken zu interessieren, eine richtige „Frauenarbeit“, die das Bedienen der Komputer Deutschlands vereinfacht. Da sie ein richtiges Talent hat, wird sie nach ihrer Matura kurzerhand vom NSA eingestellt und hilft nun dabei, Programme zu „stricken“, die versteckte Juden auffinden können. Das kommt ihr ein wenig ungelegen, da sie selbst ihren Geliebten, einen Kriegsflüchtling, im Bauernhof ihrer besten Freundin versteckt. Und so setzt sie alles daran, die Programme so anzupassen, dass der Bauernhof bloß nicht in den Ergebnissen auftaucht. Doch als ihr Lettke an die Seite gestellt wird und die beiden eine furchtbare Entdeckung in den Datenbanken der Amerikaner machen, verkomplizieren sich die Dinge… "Das deutsche Volk ist krank an der Seele und muss gesunden […]." Von Andreas Eschbach habe ich zwar einige Titel im Schrank stehen, aber noch keines gelesen – bis auf „NSA“ jetzt. Und trotz der 800 Seiten, die mich sonst auf Sicherheitsabstand gehalten hätten, bin ich wirklich froh, dass die alternative Geschichte des zweiten Weltkriegs mit ihren „Komputern“, dem Deutschen Forum und den Programmstrickerinnen in meine Welt gelassen habe. Durch die 800 Seiten hat der Autor hier die Möglichkeit, die Geschichte um Lettke und Helene weit zu spinnen und hält so nicht nur einen kurzen Lebensabschnitt beider Charaktere fest, sondern direkt einige Jahre. Als Leser ist man quasi live dabei, wie das Dritte Reich seine schaurige Macht entfaltet und das Leben der Protagonisten und ihrem Umfeld direkt tangiert. Doch obwohl der Krieg wütet, war ich erstaunt, wie wenig direkten Kontakt Helene und Lettke damit hatten – sie erledigen Einkäufe und besuchen ihre Freunde, wobei letzteres bei Lettke durch die „Besuche“ bei seinen Opfern ersetzt wird, denn wirkliche Freunde hat er nicht. Als er schließlich an Daten zu gelangen versucht, zu denen er eigentlich keinen Zugriff hat, sieht er sich gezwungen, das Programmstricken zu erlernen. Doch das rosane, blümchenbesetzte (Achtung Klischee!) Lehrbuch dazu widert ihn an und so bittet er seine Kollegin Helene, ihm heimlich diese „Frauenarbeit“ beizubringen. (Nicht ohne sie vorher erpressbar zu machen.) Weiterlesen: https://killmonotony.de/rezension/eschbachs-nsa-nazi-spy-agency

NSA - Nationales Sicherheits-Amt
NSA - Nationales Sicherheits-Amtby Andreas EschbachLübbe
2. Sept.
Rating:5

Mal wieder ein sehr gutes gesellschaftskritisches Werk von Andreas Eschbach

Super Buch, welches ein wichtiges geschichtliches Thema aus ein neuen Perspektive und mit viel Gesellschaftskritik betrachtet, welche auch auf die heutige Zeit mit Social Media, Datenschutz, Ki und Bonusprogrammen übertragbar ist.

NSA - Nationales Sicherheits-Amt
NSA - Nationales Sicherheits-Amtby Andreas EschbachLübbe
11. Aug.
Rating:4.5

Ganz tolles Buch. Spannend, fesselnd, erschreckend, in alle Richtungen emotional. Der Ansatz der Geschichte ist einfach so wahnsinnig interessant und aus heutiger Sicht ein ergreifendes Beispiel dafür wie anders der 2. Weltkrieg mit modernen Mitteln hätte verlaufen können. Das Ende lässt mich sprach- und fassungslos zurück.

NSA - Nationales Sicherheits-Amt
NSA - Nationales Sicherheits-Amtby Andreas EschbachLübbe
7. Juni
Rating:2.5

Sie macht alles für den langweiligsten Typen der Welt, während der V-gewaltiger leichter zu ertragen war( bis auf eine Szene bei der ich fast geweint habe)

Ich hatte gehofft das dieses Buch viel Zeit mit den Computern verbringt. Am Anfang war das auch eher so, diese Teile haben mir gefallen. Aber ab einem Punkt war ich nur noch genervt. Der männliche Prota war ja absichtlich furchtbar, aber er hatte wenigstens etwas zu tun, wobei er nicht von einem Menschen abhängig war,nur von albernen Rachefantasien. Die weibliche Prota war am Anfang schon interessant. Es sollte ja einen Konflikt geben, da sie einen persönlichen positiven Bezug zu jüdischen Menschen hat. Was ja klar macht das man mit hier sympathisieren sollte. Naja das hat sie ziemlich schnell vergessen. Ihre Freunde mochte ich( als die einzigen in diesem Werk). Und dann kam ihr Loveinterest. Ein Streitgespräch wobei ich mir dachte, „Er nervt ein bisschen“, während sie im am liebsten einen Antrag gemacht hätte. Ich war sogar ok mit seiner Existenz bis sie angefangen hat ihn in den Himmel zu loben. Er, der Durchschnittsstudent, der eine Arbeit vorzuweisen hat, die er noch nicht mal fertig geschrieben hatte. Sein Trauma tat mir ja leid, aber bitte der ist so uninteressant. Sie macht sich dann auch noch konstant runter. „Er ist ein Gott und ich bin eine hässliche Ente“. Mädel, du hast ein krasses Programm erstellt und Flugzeuge lahmgelegt. Er hat noch nicht mal fertig studiert( ist natürlich nicht seine Schuld, aber ich mein ja nur). Er hat halt nichts erreicht außer zu flüchten. Selbst als sie sich endlich um Menschen sorgt geht es eigentlich nur um ihn. Und dann diese seltsame „Sorge“ um MÄDCHEN in Brasilien. Er soll da ja dann Jugendliche unterrichten und sie denkt wunderschöne Mädchen würden auf in fliegen ( really auf den) und er könnte das auch noch erwidern. Honey wenn das so wäre, dann sollte er im Knast sein. Ok fertig aufgeregt. Lasst mich einfach sagen wenn ihr eine Szene für die ich eine Wahrung (Männlicher Prota) gebraucht und ein unerträgliches Anhimmeln genauso wenig brauchst. Spart euch die Zeit.

NSA - Nationales Sicherheits-Amt
NSA - Nationales Sicherheits-Amtby Andreas EschbachLübbe
5. Juni
Rating:5

Ein unglaublich packendes Buch! Was wäre, wenn die technische und digitale Entwicklung aus unserer heutigen Zeit schon viel früher Einzug genommen hätte? Was wäre, wenn genau dies in die Zeit des zweiten Weltkrieges verflochten wird und somit die Geschichte eine andere wäre? Zwei unterschiedliche Protagonisten, wachsen genau in dieser Welt auf und führen uns vor Augen, wie es gewesen wäre und welche Vereinfachungen, Entwicklungen, Befürchtungen und Ängste auch schon damals unser Leben eingenommen hätte.

NSA - Nationales Sicherheits-Amt
NSA - Nationales Sicherheits-Amtby Andreas EschbachLübbe
12. Mai
Rating:4

Erschreckend real

NSA- Nationales Sicherheits-Amt wurde mir von meinem lieben Kollegen empfohlen und bereitgestellt. Herzlichen Dank dafür. Dieses Buch ist wirklich erschreckend nahe an der Realität (was die aktuelle Technik angeht). Wenn es um die fiktive Vergangenheit geht, bin ich wirklich froh, dass es Computer zur Zeit des 2. Weltkrieges nicht in dem Umfang gab. ~~~~~~~~ Zum Verständnis hier die Beschreibung der Fiktiven Welt des NSA-Romas aus Wikipedia: Der Roman spielt in einer alternativen Welt, in der die von Charles Babbage erfundene Analytische Maschine schon Ende des 19. Jahrhunderts zu einem elektrisch betriebenen Computer weiterentwickelt wurde. Darauf folgte, noch zur Kaiserzeit, die Gründung des Nationalen Sicherheits-Amtes (kurz NSA), welches den gesamten Datenverkehr im „Weltnetz“ überwacht und abspeichert. Sein Hauptsitz und hauptsächlicher Handlungsort des Romans befinden sich in Weimar. Nach der Machtergreifung Hitlers im Jahr 1933 verordnen die Nationalsozialisten die Abschaffung des Bargeldes, außerdem fördern sie die Einführung tragbarer Volkstelephone. Hauptfiguren des Romans sind Helene Bodenkamp und Eugen Lettke. ~~~~~~~~ Lettke ist wirklich der unsympathischste Charakter im Buch, er ist der "Vorzeigearier", möchte aber unbedingt verhindern an die Front geschickt zu werden. Er ist der Sohn eines Kriegshelden, das ganze Buch über ist er eigentlich nur beschäftigt sich an irgendwelchen Frauen zu rächen, die ihn als Kind (im Auftrag eines Jungen) mit falschen Karten beim Strip-Poker abgezogen haben. Durch Infos die er über die Frauen findet, erpresst er sie zu sexuellen Handlungen. Helene war da deutlich angenehmer. Seit der Schulzeit ist sie eine begnadete Programmstrickerin. Sie ist ein netter Mensch, aber nicht schlau genug einmal zu überlegen was man mit den Programmen die sie "strickt" so alles ausgewertet werden kann und was das eventuell für Auswirkungen hat. Erst als ihr Freund (der sich versteckt hält) betroffen ist, versucht sie gegenzusteuern. Ihre Eltern üben eh nur Kritik an ihr, weil sie nicht heiratet und keine Kinder gebärt. Das Ende mit der KI und dem Sieg ist wirklich erschreckend und hat mir Schauer über den Rücken gejagt. Andreas Eschbach kommt aus der IT, das merkt man dem Buch auch an. Ich weiß nicht, ob mir das ganze technische "Blabla" auch so gefallen hätte, wenn ich nicht in so einem Umfeld arbeiten würde. Zwischendrin gab es seine Längen aber man will unbedingt wissen wie es ausgeht. Zudem hat Eschbach geschickt "neue Worte" für bestimmte Begriffe eingedeutscht: Komputer - Computer Elektropost - E-Mail Weltnetz - Internet Datensilos - Server Bureau - Büro Programmstrickerin - Programmiererin Parole - Passwort

NSA - Nationales Sicherheits-Amt
NSA - Nationales Sicherheits-Amtby Andreas EschbachLübbe
20. März
Rating:5

Während die Nazis eiskalt Deutschland im Griff haben, erhält Helene Bodenkamp einen Job beim NSA, dem Nationalen Sicherheits-Amt, welches in Weimar seinen Sitz hat. Dort lernt sie aufgrund ihrer guten Leistung in der Schule einen Job als Programmierin (Strickerin), und wird in ihrem Job ausgebildet und gefördert. Doch langsam dämmert ihr: sie ist eine Marionette einer Maschinerie geworden, die alles daransetzt, den Nazis zur Seite zu stehen. Doch ihr Marionettendasein lässt Helene nicht auf sich sitzen, und manipuliert die Daten so, dass ihre Freunde geschützt bleiben. Gleichzeitig muss sich Helene mit Eugen Lettke auseinander setzen. In der Jugend wurde Lettke von Mitschülern bei einem Jugendtreffen übers Ohr gehauen, und leidet noch sehr lange darunter. Dank der NSA kann er die damaligen Beteiligten ausmachen, und rächt sich auf perfide Art und Weise an den weiblichen Beteiligten. Um an die Damen heranzutreten, benötigt er die Hilfe von Helene, die ihm – obwohl das eigentlich Frauensache ist – das Programmieren beibringt. Sie wundert sich zwar, doch da sie auf peinliche Weise mit Lettke zusammen gerasselt ist, hütet sie sich davor, sich mit Lettke weiter anzulegen. Eschbach hat wieder bewiesen, dass er einer der ganz großen Autoren ist! In der heutigen Zeit der sozialen Netzwerke (im Buch als Forum zu erkennen), der Datensammlungswut in Form von Kundenkarten, Standortermittlung usw. mag man sich gar nicht mehr ausmalen, welche Ausmaße diese Datenkraken nehmen können. Daten werden gesammelt, weiterverkauft, ohne dass man weiß, wann, wo und in welcher Form diese Daten gegen einen verwendet werden kann. Viele amüsieren sich darüber, welchen Sinn es haben kann, wenn man weiß, welche Marke oder wieviel man von Klopapier kauft, und das bei einer Kundenkarte gespeichert wird. Nun, im Buch lässt Eschbach anhand von Kalorien eine jüdische Familie auffliegen. Anhand von Foreneinträgen werden Systemkritiker eliminiert. Auch das findet heutzutage in ähnlicher Form Anwendung. Eine falsche bzw. negative Aussage in sozialen Netzwerken gegenüber einem Arbeitgeber kann negative Folgen für das Arbeitsverhältnis haben. Wie leichtsinnig geht man mit den Daten um, die man streut? Und einmal in falsche Hände gelangt, können diese Daten großen Schaden anrichten. Anhand des Beispiels Datenkrake im zweiten Weltkrieg erklärt Andreas Eschbach sehr eindringlich, was passieren könnte. Als ich das Buch beendet hatte, hatte ich nur einen Gedanken: bitte lass dieses Ausmaß nie erreicht werden. Was mir an diesem Buch besonders gefallen hat war, dass Eschbach seine Geschichte so präsent in wahre geschichtliche Ereignisse platziert hat. Er hat die geschichtlichen Ereignisse für seine Geschichte angepasst. So wurde Anne Frank und ihr Tagebuch gefunden und deportiert aufgrund der Datenerhebungen, und nicht, weil sie vermutlich verraten wurde. Ebenso die Geschwister Scholl: während die Geschwister Scholl in Wirklichkeit erschossen wurden, dürfen sie im Buch weiterleben. Auch das Cover ist präzise gestaltet, und passt farblich wie von der Aufmachung her zum Buch. Eschbachs Buch hinterlässt einen schalen Geschmack, wenn man mal wieder die sozialen Netzwerke abgrast, um vermeintliche Neuigkeiten zu erheischen, und man sich innerlich fragt: Welche Spur hinterlasse ich heute?

NSA - Nationales Sicherheits-Amt
NSA - Nationales Sicherheits-Amtby Andreas EschbachLübbe
16. März
NSA - Vergangenheit mit Zukunft vereint

NSA - Vergangenheit mit Zukunft vereint

In NSA entführt uns der Autor in das düstere Weimar des Jahres 1942, wo Helene, eine begabte Programmiererin im NSA (Nationalen Sicherheits-Amt), ihre Fähigkeiten dazu nutzt, Programme zu entwickeln, die die Überwachung sämtlicher Bürger ermöglichen. Doch als die Liebe ihres Lebens Fahnenflucht begeht und untertauchen muss, gerät Helenes Welt ins Wanken. Die Geschichte entfaltet sich mit einer beklemmenden Atmosphäre, die die Leser*innen mit auf eine emotionale Achterbahnfahrt nimmt. Helene wird mit der schmerzhaften Entscheidung konfrontiert, sich zwischen ihrer Loyalität zum Regime und ihrer Liebe zu entscheiden. Diese inneren Konflikte werden meisterhaft dargestellt und geben der Handlung Tiefe und Authentizität. Besonders fesselnd ist der Kampf von Helene gegen das Unrechtssystem, dem sie zunehmend widersteht, sobald sie sich gegen ihren Vorgesetzten auflehnt. Ihre Entwicklung von einer loyalen Mitarbeiterin zu einer mutigen Widerstandskämpferin ist mitreißend und inspirierend. Die Charaktere sind gut ausgearbeitet und vielschichtig, wodurch sie lebendig und greifbar wirken. Besonders beeindruckend ist die Darstellung von Helenes innerem Zwiespalt und ihre innere Transformation im Angesicht von Unterdrückung und Verrat. NSA ist ein fesselnder futuristischer historischer Roman, der nicht nur die Grausamkeiten einer totalitären Regierung aufzeigt, sondern auch die Stärke und den Mut einer einzelnen Frau im Kampf für Freiheit und Gerechtigkeit. Absolut lesenswert für alle, die sich für Geschichte, Politik und spannende Charakterentwicklung interessieren.

NSA - Nationales Sicherheits-Amt
NSA - Nationales Sicherheits-Amtby Andreas EschbachLübbe
22. Dez.
Rating:4

Das war mein erstes Buch von Andreas Eschbach und es hat mir gut gefallen. Gerade die NS-Zeit finde ich spannend und ich finde es gut, dass sich dieses Buch mit dem Gedankenspiel, was wäre, wenn es Computer schon gegeben hätte, beschäftigt. Es war sehr interessant den Ausführungen des Autors zu folgen, zu sehen, wie die Protagonisten Reifen und an ihren Aufgaben wachsen, sowie ihren Weg zu verfolgen. Gleichzeitig war es auch sehr erschreckend und es stellt sich mir die Frage, in wie weit wir Computern oder dem, der dahinter sitzt, vertrauen können, wenn er doch alles und jeden schon genauso kontrollieren kann. Ein gutes Buch, nur zu empfehlen.

NSA - Nationales Sicherheits-Amt
NSA - Nationales Sicherheits-Amtby Andreas EschbachLübbe
18. Nov.
Rating:3

Die Idee des Buches hat mich sofort angesprochen. Nach dem ersten Kapitel war ich sofort begeistert. Die was wäre wenn es damals schon die Technik von heute gab Szenarien waren spannend und erschreckend zu gleich. Insbesondere wenn man bedenkt, mit welchen Skandalen Facebook und NSA (in unserer Welt) auf sich aufmerksam gemacht haben. Ich kenne mich tatsächlich relativ gut mit Datenbanken aus, daher hat es mich umso mehr gefreut, dass die im Buch beschriebenen Abfragen, Abfragesprache und Strukturen tatsächlich Sinn ergeben. Ich kann mir jedoch vorstellen, dass jene Parts für Personen, die sich nicht so sehr für dieses Thema interessieren teils zu langatmig sind. Auch fand ich sehr gut gelungen wie trotz der neuen Technik noch Ereignisse die damals wirklich stattgefunden haben auch in der Geschichte des Buches stattfanden. (z.B. die Weiße Rose und der missglückte Anschlag auf Hitler im Bürgerbräukeller in München) es wurde sich stark an die Echte Geschichte gehalten nur der Ausgang war im Buch ein anderer. Obwohl mich das Buch thematisch stark interessiert hat, fand ich es leider Stellenweise eher langweilig. Die beiden Hauptcharaktere waren ok, doch konnte ich bis zum Ende keine wirkliche Bindung zu ihnen aufbauen. Trotzdem ein gutes Buch auch wenn ich das Ende einen Tick zu überzogen fand. 3,5*

NSA - Nationales Sicherheits-Amt
NSA - Nationales Sicherheits-Amtby Andreas EschbachLübbe
16. Nov.
Rating:5

Ziemlich gutes "was wäre wenn". Ob eine solche Entwicklung der Technik nun stattgefunden hätte oder nicht, das Buch regt zum Nachdenken an: Was hätte anders sein können? Wie hätte ich selbst reagiert? (Schlieslich wirkt die NSA-Welt unserer viel ähnlicher als die Erzählungen unserer Großeltern) Wie sieht es heute aus? Beim Lesen wurden die Schrecken der NS-Herrschaft nach und nach deutlich, auch wenn dies uns rückblickend natürlich schon bekannt ist. Doch die Handlung bleibt packend, das Ende im ersten Moment überraschend, rückblickend allerdings ein logischer Folgeschritt.

NSA - Nationales Sicherheits-Amt
NSA - Nationales Sicherheits-Amtby Andreas EschbachLübbe