5. Nov.
Rating:4

"Totgeküsste leben länger" ist der spannende Auftakt zur Madison Avery Reihe von Kim Harrison. Nach der bisher neun Bände umfassenden Rachel Morgan Reihe wagt sich Harrison an ein neues Projekt. Ihr Markenzeichen ist es eine starke Hauptperson in Szene zu setzen, die gegen die Gesellschaft kämpfen muss. Genau wie Rachel Morgan ist auch Madison Avery einfach anders. Sie trägt gelbe Strumpfhosen, lila Tops, Turnschuhe mit Totenköpfen und färbt sich ihre Haarspitzen lila. Lila ist Madisons Markenzeichen. Also passt es daher nur zu gut, dass das Buch auch lila ist. Das Buchcover ist außergewöhnlich und klasse gestaltet. Was mir weniger an der Aufmachung gefällt ist die Härte der Seiten. Man kann sie schlecht blättern und beim umblättern ist das Buch etwas schwierig zu halten, weil es so steif ist. Madison Avery, 17, ist eigentlich tot. Und doch rast ihr Herz, sie hat einen trügerischen Puls, kann Schmerzen fühlen und ist für alle Menschen sichtbar. Doch sie sollte tot sein - die Engel haben es so entschieden. Doch statt sich mit dem Tod abzufinden hat Madison ihrem Mörder ein Amulett gestohlen. Dieses Amulett verschafft ihr die Illusion eines Körpers. Irgendeine noch nicht getroffene Entscheidung in ihrem Leben hat sie auf eine Abschlussliste gebracht - doch das alles ist komplizierter. Während die einen an den freien Willen glauben, glauben die anderen Engel an das Schicksal. Es gibt weiße und schwarze Todesengel. Und Zeitwächter. Auch Madison soll eine Zeitwächterin sein - eine schwarze noch dazu! Die Geschichte ist an sich ziemlich verwirrend und ich gebe zu, dass ich auch jetzt noch nicht genau weiß worum es eigentlich genau geht. Madison ist eine wichtige Schachfigur im Reich der Engel. Auch wenn ich finde, dass das Wort Engel nicht wirklich zutrifft. Es gibt den einen, Kairos, der Madison getötet hat. Er ist ein schwarzer Zeitwächter, der sehr viel weiß. Madison ist für ihn eine Gefahr, deshalb will er ihren Tod. Dann gibt es noch Barnabas, der eigentlich Madisons Retter hätte sein sollen, es aber ziemlich verbockt hat. Und dann gibt es noch Barnabas Boss, Ron - er ist der weiße Zeitwächter. Im Gegensatz zur Rachel Morgan Reihe ist dieses Buch aber weniger detailgetreu. Manche Situationen waren nichtssagend und haben mehr Fragen aufgeworfen als beantwortet. Deshalb finde ich es ein wenig schwierig dieses Buch richtig zu beschreiben. Ich glaube ich muss erst die Fortsetzung ("Der Tod trägt Turnschuhe") lesen um schlau aus dem Geschichtsgerüst zu werden.^^ Das Ende war richtig lustig. Zwei Engel gehen mit Madison zur Schule. Allein für diese Stelle hat es sich gelohnt das Buch zu Ende zu lesen. ^^ Fazit: Kim Harrisons Bücher sind immer ein Genuss zu lesen und ich kann auch dieses Buch nur weiterempfehlen. Jedoch ist absolute Konzentration gefragt um die Geschichte von vorne bis hinten verstehen zu können. Bisher gibt es nur Band 2, weiter sind geplant. Man kann nur gespannt sein. Allein wegen der geilen Buchcover, die ganz sicher das Buchregal schmücken, sind es wert sich näher mit dem Buch zu befassen. ^^

Madison Avery (Band 1) – Totgeküsste leben länger
Madison Avery (Band 1) – Totgeküsste leben längerby Kim HarrisonLoewe
23. Sept.
Rating:4

Madison Avery ist tot, jedoch irgendwie auch wieder nicht, denn sie kann mithilfe eines Amulettes, das sie dem Todesengel, der sie getötet hat, abgenommen hat, ihren Körper projizieren und ihr Weiterleben vortäuschen. Einfach hat sie es dabei jedoch nicht, denn sie muss sich zunächst in einer Welt aus Todesengeln, Zeitwächtern und Schattenflügeln zurecht finden und dabei immerzu darauf achten, dass der Todesengel Kairos sie nicht zu fassen bekommt, um ihr das Amulett wieder abzunehmen. Dummerweise muss Madison auch noch auf Josh aufpassen, der Zeuge ihres Ablebens wurde und nun auch auf der Liste der Todesengel steht. Gut, dass es da auch noch Schutzengel gibt. Wirkt die Geschichte etwas verwirrend? Nun ja, irgendwie ist sie das auch. Da Madison zuu Beginn des Buches bereits seit vier Monaten tot ist und sich schon an ihren Schwebezustand gewöhnt hat, nimmt sie Vieles für Selbstverständlich, was dem Leser erst einmal verborgen bleibt. Erst langsam eröffnen sich dem Leser die Zusmmenhänge und die Rollen der einzelnen himmlischen Wesen und Schicksalszeichner. Dank Harrisons flüssigem Schreibstil, der der Zielgruppe angepasst ist, ohne dabei zu übertreiben, liest man sich trotz aller fragenden Blicke schnell fest. Madison nimmt einen einfach mit und lässt den Leser an ihren Gedanken teilhaben, und bald schon fiebert man mit ihr mit, wenn es darum geht, nicht nur Josh zu retten, sondern auch sich selbst in dem himmlischen Chaos zu finden. Madison Avery ist eine liebenswerte Figur, die trotz ihrer übersinnlichen Fähigkeiten noch jede Menge Identifikationspotenzial mit sich bringt. ©Tintenelfe www.tintenhain.wordpress.com

Madison Avery (Band 1) – Totgeküsste leben länger
Madison Avery (Band 1) – Totgeküsste leben längerby Kim HarrisonLoewe