Witzig, magisch - einfach nur toll! Ein Lesevergnügen für die ganze Familie!
„Schneeweiß, blauäugig, edel, selbstlos, hilfsbereit, stark und magisch!“ Das sind Einhörner. - Peinlich , findet Kurt. Er ist ein Einhorn, will aber eigentlich keines sein.
Doch dann taucht ein nerviger Vogel auf und die beiden begeben sich (Kurt nur sehr widerwillig) auf eine Prinzessin-Rettungs-Aktion.
Witzig, magisch - einfach nur toll! Ein Lesevergnügen für die ganze Familie!
Kurt das Einhorn ist eine sehr beliebte Kinderbuch-Reihe. Im ersten Teil soll Kurt, angestachelt von einem kleinen nervigen Vogel Trill, eine Prinzessin retten. Die Autorin spielt mit allerlei Klischees und bricht diese. Ein Einhorn, welches lügt und grummelig ist, eine Prinzessin, die kein Pink mag ein Ninja Goldfisch und ein böser Prinz, der zaubern kann. Das Buch ist humorvoll geschrieben und man sollte die Reihe definitiv in richtiger Reihenfolge lesen.
Stellt euch den perfekten Einhornnamen vor. Na, wer hat da an Kurt gedacht? Ja, der kommt einem da nicht gleich in den Sinn. Und Kurt ist nun auch nicht das typische Einhorn. Aber was soll er machen, wenn eine Prinzessin Hilfe braucht. Mit Hilfe von Vogel Trill und dem Ninja-Goldfisch geht es auf die Reise zu der entführten Prinzessin.
Kurt - Wer möchte schon ein Einhorn sein, ist ein Kinderbuch ab 5 Jahren. Ich habe es als Erwachsene gelesen und auch wenn ich ein bisschen über der eigentlichen Zielgruppe liege, konnte mich Kurt gut unterhalten. Im Buch befinden sich jede Menge farbige Illustrationen, welche manchmal ganze Seiten einnehmen und der Text dann auf ihnen zu finden ist. Die Kleinen haben hier jede Menge zum Anschauen und bestaunen. Aber auch ich mochte die Zeichnungen. Besonders toll dabei fand ich die Zeichnungen von Kurt und seiner Mimik. Aber auch den Ninja-Goldfischen fand ich cool. Durch das dicke Hartcover und die gute Qualität der Seiten, liegt es auch schön in der Hand und ich könnte mir vorstellen, dass es auch in Kinderhänden langlebig ist.
Kurt, der eigentlich kein niedliches Einhorn sein möchte, schlecht sich mit seinen zynischen Kommentaren in das Leserherz. Sehr schön auch, wie die Autorin mit den stereotypischen Klischees spielt. So steht die Prinzessin gar nicht auf Rosa und möchte viel lieber Männer Stiefeltragen und das Kurt nicht dem typischen Einhorn Klischee entspricht, habt ihr bestimmt auch schon gemerkt. Gerade in einem Buch für so junge Leser finde ich das super. Leider wird ja doch noch oft in Schubladen gedacht, du bist ein Mädchen also benimmt dich so und so * Augen verdreht* und da gefällt es mir sehr, wie hier mit den Klischees gespielt wird.
Fazit:
Kurt, das etwas andere Einhorn, rettet die Prinzessin die den Prinzen vermöbelt.
Die Autorin spielt hier mit den Klischees, was einen reiz des Buches ausmacht.
Dazu gibt es jede Menge schöne Illustrationen von Stephan Pricke.
Für Kinder ab 5 Jahren zum Vorlesen bestimmt bestens geeignet.
Für mich als Erwachsene hat ein bisschen etwas gefehlt so gegen Ende hin.
Aber wie gesagt, da die Zielgruppe in einem anderen Altersbereich liegt, macht euch am besten selbst ein Bild.
Inhalt:
Gerade liegt Kurt, das Einhorn, auf der Wiese und möchte ein wenig vor sich hindösen. Doch Ruhe ist ihm nicht gegönnt. Denn ein kleiner Vogel, der sich mit dem Namen Trill einführt, hüpft unentwegt vor seiner Nase herum. Kurts blaue Augen seien schon ein wenig kitschig, bemerkt Trill. Kurt ist selbstredend genervt. Doch Trill gibt nicht auf und kackt direkt auf Kurts Kopfkissen aus Gras. Hohn und Spott eskalieren, als Trill lästert, ein Einhorn müsse Namen wie Andromeda, Diamant oder Abendstern tragen. Aber doch nicht so etwas profanes wie Kurt. Wo kämen wir denn da hin.
Kurt erhebt sich, dreht dem Vogel den Rücken zu und trabt davon. Doch Trill ist hartnäckig. Er braucht Hilfe und zwar von einem echten Einhorn. Schließlich können diese Tiere fliegen und zaubern. Eine Prinzessin sei in Gefahr. Der Prinz halte sie auf seinem Schloss gefangen, verkündet Trill. Kurt müsse einfach helfen sie zu befreien.
Doch Kurt hat so gar keine Lust, den Retter in der Not zu spielen. Die Rechnung hat er jedoch ohne Trill gemacht, der der Absicht die ihm eigene Hartnäckigkeit entgegensetzt.
Trill beruft sich auf einen ominösen Pakt. Und nun hat Kurt keine Wahl mehr. Denn der Pakt besagt, dass er einer Prinzessin in der Not helfen muss. Und dann ist da noch dieses lästige Mitgefühl, dass ständig seine Sinne verwirrt und seine Nüstern ganz lila färbt.
Im Detail:
Kurt hat es als Einhorn nicht einfach. Wenn er seinen Schweif schüttelt, dann rieselt daraus ein rosa glitzernder Sternenschauer hervor und seine Pupse riechen nach Rosenduft. Das ist schon ziemlich peinlich. Und dann gibt es da noch diesen Vogel namens Trill, der ihn dazu überreden möchte, einer Prinzessin in Not zu helfen. Trill lästert über Kurts Namen, kackt auf sein Kopfkissen aus Gras und fordert dazu auf, ihn auf die große Rettungsmission zu begleiten, ja eine Superheldenrolle anzunehmen.
Kurt ist total genervt und antwortet auf die penetranten Provokationen des Vogels mit zynischen Kommentaren. Irgendwann gibt er auf. Gemeinsam ziehen Trill und Kurt los, um ein großes Abenteuer zu bestehen.
Chantal Schreiber erschafft mit Kurt – Wer möchte schon ein Einhorn sein, ein humorvolles Abenteuer in einer abstrusen, überhöhten Welt, die anfangs nur darauf ausgelegt zu sein scheint, jedes mögliche Klischee von Superhelden zu widerlegen.
Einige der Figuren hängen im Stereotyp fest, aus dem sie eigentlich gerne ausbrechen würden. Neben Kurt gibt es beispielsweise eine Prinzessin, die einen ganzen Haushalt von pinkfarbenem Geschirr besitzt, aber eigentlich viel lieber graue Hemden, grüne Hosen und Männerstiefel trägt und einen Prinzen, der lieber den Schurken spielt und gar nicht so nett ist, wie man es von Prinzen eigentlich ersteinmal erwarten würde.
Und dann gibt es auch noch Figuren, die den/die Leser/in zum Staunen bringen. Wie einen Ninja-Goldfisch, einen Tausenflössler und ein Riesenferkel.
Liebevolle Zeichnungen von Stephan Pricken geben den Charakteren ein Gesicht.
Fazit:
Ist es euch auch schon mal so ergangen, dass ihr euch beim ersten Blick in ein Buch verliebt habt? Mir ist es so bei „Kurt – Wer möchte schon ein Einhorn sein?“ ergangen. Auf den ersten Blick ist die ironisch erzählte Geschichte bereits ein Hingucker. Der Illustrator Stephan Pricken macht das Werk optisch zum Genuss, ohne den Lesefluss zu beeinträchtigen.
Das Spiel mit dem Klischee setzt den Ton des Buches. Der Blick auf Identität als Konstrukt kommt hier urkomisch daher. Dabei schafft Chantal Schreiber es intelligente Unterhaltung für Jung und Alt zu bieten, die zu keinem Zeitpunkt zu kindisch oder zu erwachsen wirkt.
Für mich ein Buch, an dem man einfach nicht vorbeigehen kann und das im Vorleseregal einfach nicht fehlen sollte.