Seufz …
Okay. Das, was ich eigentlich schon ab Band 1 erwartet habe, hat sich nun mit dem Ende und dem letzten Band eingestellt. Wie kann man eine Geschichte so dermaßen verhauen? Am „besten“ und ekelhaftesten ist noch der Kommentar des Autors am Ende in seinem eigenen Nachwort zum Altersunterschied, nach dessen Einbau ihm die Geschichte so einfach von der Hand gegangen sei: „Ich vermeide bewusst, mich zu fragen, woran das liegen könnte.“ Brother, WAS?! Bist du noch ganz sauber?! Guck genau auf diese Scheiße und setz dich damit auseinander, denn das würde mir an deiner Stelle echt Sorgen machen – aber was rede ich? Ich bin halt auch „nur“ eine Frau, ich habe mich mit solchen Themen auseinandergesetzt. Als Mann musste er das vermutlich nie. So, nach kurzer Suche habe ich auch herausgefunden, dass der Mangaka ebenfalls ein Mann ist. Und nach dem Lesen der Nachworte der beiden und ihrer Worte über die Schülerin-Figur Sanagi habe ich ein dermaßen ekelhaftes Gefühl, das vermutlich nur Lesende des Romans über Humbert Humbert und seiner verabscheuenswürdigen „Zuneigung“ zu seiner minderjährigen Stieftochter es nachvollziehen können. Ich hätte es gut gefunden, wenn die Geschichte sich mit dem Wurm auseinandergesetzt hätte. Wenn das Problem an sich überwunden worden wäre. Aber so? Nein, sorry. Das Werk wird wieder ausziehen. Nichts gegen das fiktive Erforschen von Tabus, aber dass es am Ende nicht in den korrekten Rahmen gesetzt wurde (bis dahin war ständig gesagt worden, dass es nicht in Ordnung ist und überwunden werden muss), ist für mich unglaublich enttäuschend und hat es für mich tatsächlich zu einem sehr schalen Leseerlebnis gemacht, wenn ich nun zurückdenke an den Anfang.










