Ergreifendes Schicksal
H.L.Worm ist in alten Dokumenten auf das Schicksal von 2 Kindern hier aus dem Taunus gestoßen. Das hat mich dazu bewogen, es zu lesen weil viele Orte meines jetzigen Lebensumfelds darin vorkommen. Es zeigt das dörfliche Leben im 19. Jahrhundert als man Eltern noch siezte und der Dorftratsch das Instagram der einfachen Leute war. Das Buch glänzt mit allerlei altertümlichen Formulierungen. Es hat mir gefallen Vergleiche mit der heutigen Ausdrucksweise zu ziehen und zu sehen wie sehr sich Sprache wandelt. In Kürze zum Inhalt: Armer Junge verliert seine Mutter und wird von der Nachbarin, die eine hartherzige Frau ist und ihre Nichte “versorgt” erpresst Essen zu stehlen. Wenn er es nicht tut, will sie ihre Nichte Marilis schlagen. Er wird natürlich erwischt und läuft mit Marilis weg. Die Kinder werden von Fahrendem Volk aufgenommen und ihre Reise beginnt. Irgendwann trennen sich ihre Wege aber ihr gemeinsames Ziel ist Lodz. Ob sie sich je wiedersehen und wie es ihnen ergeht müsst ihr selber lesen.
