Erfindet das Rad nicht neu - aber muss es ja auch nicht.
Der übliche Auftakt einer epischen Fantasytrilogie. Zugeben, die Art von "klassischer" High Fantasy, wie ich sie seit einiger Zeit nicht mehr gelesen habe und die sich, ein wenig nostalgisch, wie die Bücher liest, die der Fantasymarkt vor 20 Jahren hervorgebracht hat. Eine klassische Heldenreise zur Rettung der Welt. Das muss nichts schlechtes sein und ich könnte mir vorstellen, dass dieses Buch Leute aus genau dieser Zielgruppe anspricht - Leute die mit der Fantasyliteratur der 2000er groß geworden sind. Schaut man hinter die Nostalgie, muss jedoch gesagt werden, dass die Story nicht gerade innovativ wirkt. Es ist nichts, was es nicht schon gab. Der Plot ist ohne große Überraschungen, sehr gradlinig und stellenweise etwas langatmig. Viel passiert insgesamt eigentlich nicht und auch das Buchfinale war für mich etwas kurz und schwach. Insgesamt lässt sich das Buch jedoch sehr gut lesen, nachdem man sich durch den etwas erschlagenden und ausführlichen Prolog gearbeitet hat. Die Charaktere bleiben bisher für mich auch weitestgehend "egal" bzw. die Gruppendynamik muss sich weitestgehend einfach noch finden, da einige Charaktere recht spät zur Geschichte dazustoßen. Vielleicht das Problem zu vieler POVs und etwas, dass sich in den zwei Folgebänden noch ändern kann, daher kann ich darüber hinwegsehen. Nun aber endlich mal zum Positiven: Die Welt wirkt sehr durchdacht und groß und ich freue mich total, mehr über sie zu erfahren. Insgesamt trägt diese komplexe Welt das Buch für mich, neben einigen interessanten Charakteren, vor allem Valtik und Sorasa, die mir beide gut gefallen bzw über die ich unbedingt mehr erfahren möchte. Auch wenn die Story, wie erwähnt nicht sonderlich innovativ ist, ist sie doch solide und schafft es, den Spannungsbogen über große Teile der Erzählung aufrecht zu erhalten. Alles in allem ein Buch, das Liebhaber von High Fantasy definitiv in Erwägung ziehen können, wenn die Erwartungshaltung entsprechend passt. Es muss ja nicht jedes Mal das Rad neu erfunden werden und es war definitiv schön, mal wieder eine klassische Heldenreise zu erleben.







































![[Rezensionsexemplar] Tolle Idee, aber sehr langatmig. 3/5⭐️](https://social-cdn.read-o.com/images/1699302509408-17.jpg)













