Die Idee ist top und auch das Buch ist richtig gut aufgemacht. Das gesamte Layout stimmt!
Der Inhalt fehlt hingegen. Hier kann ich mich dem überwiegenden Konsens in den Bewertungen anschließen.
Jedes Monster wird in drei Sitzungen inkl. Vor- und Nachbereitung analysiert. Dann endet es recht abrupt. Die Analysen sind (ich bin da jetzt nicht der Profi) recht fundiert, hier wird spannendes Wissen vermittelt.
Als Zeitvertreib nett zu lesen und gut gemacht, jedoch war meine Erwartung leider viel viel höher aufgrund des Klappentextes. 👹
Ein wirklich besonderes Buch, das anders funktioniert als ein klassischer Roman. Literarische „Monster“ sitzen auf der Couch einer Psychologin und sprechen über ihre inneren Konflikte. Gerade dieser psychologische Blick macht das Buch unglaublich interessant und regt immer wieder zum Nachdenken an.
Mir persönlich hat der Stil mit Briefen, Notizen und „Fallakten“ sehr gut gefallen. Dadurch fühlt sich das Lesen fast wie das Durcharbeiten einer Fallmappe an. Gleichzeitig kann ich mir vorstellen, dass diese Art zu erzählen nicht jedermanns Sache ist.
Beim Lesen habe ich angefangen, viele kleine Hinweise zu sammeln und mir eigene Theorien und mögliche Wendungen zusammenzudenken – das hat das Buch für mich unglaublich spannend gemacht. Umso mehr hatte ich mich auf die Auflösung am Ende gefreut. Leider konnte mich der Schluss dann nicht ganz überzeugen und fühlte sich für mich etwas verschenkt an, da hier meiner Meinung nach noch mehr möglich gewesen wäre.
Es war nicht schlecht, aber ich habe mir was besseres vorgestellt. Nach dem Klappentext klang die Idee so gut, aber die Umsetzung war es nicht. Man hätte da so viel draus machen können
Ich fand die Idee und die Aufmachung des Buchs richtig gut. Leider war die Umsetzung eher zäh und ich musste mich stellenweise durchquälen. Sehr schade- ich wollte das Buch wirklich mögen.
Spannende Idee - kurzweilig zu lesen - und doch mit einigen Längen
Was wäre, wenn Dr. Frankenstein oder Dr. Jekyll eine Psychotherapie besucht hätten?
Ich fand die Idee spannend, der Klappentext hat mich überzeugt, die Aufmachung mit Aktennotizen, Skizzen, Briefen sah verheißungsvoll aus.
Letztendlich konnte mich das Buch aber nicht ganz überzeugen. Ich fand, dass es eher wie ein Lehrbuch der angewandten Psychologie wirkt. Nicht so sehr das kriminalistische (wie im Klappentext suggeriert) im Vordergrund steht.
Es ist unterhaltsam. Und wer die zugrunde liegenden literarischen Figuren noch nicht kennt, hat sicher Lust spätestens jetzt die Originale zu lesen.
Aufgrund der spannenden Idee und der Aufmachung ist es ein solides 3 ☆ Buch.
Es war soooo spannend in die verschiedenen Monster und ihre Gedanken und Vergangenheit abzutauchen 😍
Die versteckte Gesellschaftskritik und die Diskussionen über die damalige und die heutige Kultur waren mega!
Die Psychologin war mir sehr sympathisch auch wegen ihrer teils nicht ganz konformen Vorgehensweise!
Das Ende hat mich umgehauen und habe ich definitiv nicht kommen sehen… allerdings brauche ich deutlich mehr Informationen!!!!
💛💛💛🩶🩶
In "Monster auf der Couch" von Mats Strandberg und Jenny Jägerfeld verschwindet eine Psychologin spurlos, zurück bleiben nur die Akten ihrer ungewöhnlichen Patienten. Diese Patienten sind keine Menschen, sondern literarische Monster wie Dr. Jekyll und Mr. Hyde, Dorian Gray, Carmilla sowie Viktor Frankenstein und seinem Monster. In den verschiedenen Fallakten tauchen wir ein in Therapiesitzungen, persönliche Notizen, Auszüge aus Nachschlagewerken, E-Mail-Korrespondenzen und Zeitungsartikel, die zusammen ein vielschichtiges Bild der Monster zeichnen. In den Sitzungsprotokollen wird sichtbar, dass jedes Monster mit sehr menschlichen Problemen kämpft – etwa Zwiespalt, Narzissmus, Schuld, Einsamkeit oder Identität. Parallel dazu zieht sich das Rätsel um das Verschwinden der Psychologin durch die Handlung und verknüpft die Fälle miteinander.
Ich fand die Idee hinter "Monster auf der Couch" sehr originell, besonders die Gestaltung in Form von Fallakten hat mir richtig gut gefallen. Es war spannend, die verschiedenen Dokumente wie Protokolle, Notizen und Artikel zu lesen, was für viel Abwechslung gesorgt hat. Inhaltlich war die Geschichte für mich solide, hat mich aber nicht vollkommen vom Hocker gehauen.
Dennoch fand ich es spannend Dr. Frankenstein, seine Verlobte und sein Monster bei einer Familientherapie zu begleiten. Was wollte Dr. Jekyll Mr. Hyde schon immer mal sagen? Und wie anstrengend kann eine Therapiesitzung mit Dorian Grey sein?
Wer Lust auf eine ungewöhnliche Verbindung aus Psychologie und Monstergeschichten hat, wird hier definitiv fündig.
Ähm ja...zuerst das positive: der psychologische Teil hat mir gut gefallen. Es war echt interessant einen Einblick in die Psyche von Monstern (und Menschen) zu erhalten. Das Ende hingegen hat mich ziemlich ratlos zurückgelassen. Auch, dass der Teil der verschwundenen Psychologin so wenig dargestellt wird, hat mich gestört. Da hätte ich gerne mehr erfahren. Dieses Buch ist nicht das Highlight geworden, was ich mir erhofft hatte, für Psychologie-Interessierte ist es aber durchaus lesenswert.
Ich weiß gar nicht so recht, wie mir das Buch jetzt gefallen hat 🤔. Die Idee finde ich super, wurde auch gut umgesetzt, ist mal ne andere Leseerfahrung…
Das Ende kam etwas abrupt, und man bleibt mit Fragezeichen in den Augen zurück, oder man spinnt sich selber was zusammen 😄!
Nett aber kein Muss!
Ich habe das Buch tatsächlich schon nach Seite 50 abgebrochen.
Mir gefällt der Sprachstil dem der Therapeutin gegeben wurde so gar nicht, in ihren Notizen ist es mir auch irgendwie unangenehm das zu lesen. Als wäre sie eine Teenagerin und keine Erwachsene, erfahrene Therapeutin.
Daher kann ich nicht viel zum Inhalt sagen, aber der Optische Aufbau mit den Akten, Notizen, Zeichnungen,.. ist wirklich wunderbar!
Ich hätte das Buch gerne zuende gelesen, aber dazu kann ich mich leider nicht durchringen. Schade eigentlich.
Das Buch hat mir Anfangs sehr gefallen, das Design, Planung des Buches und die unterschiedlichen „Medien“ waren echt schön mit anzusehen. Fast durchweg habe ich das Buch gelesen und spannend gefunden, obwohl ich die Klassiker nicht gelesen habe (war kein Hindernis).
Jedoch stört mich sie permanente Grenzüberschreitung, die auch nie angesprochen wird, die unrealistische Darstellung von Therapie und Diagnostik. Man hätte es weiter fassen müssen, für jeden Charakter ein eigenes Buch, damit annähernd realistisch dargestellt ist.
Tja, was soll man sagen?
Wer sich für das Thema "Psychologie" oder auch "Therapiebehandlungen" interessiert, wird hier auf seine Kosten kommen!
Aber auch unabhängig davon ist es sehr empfehlenswert, weil wir hier in die Psyche und das feine Gebilde des menschlichen Gehirns einsteigen, bei 4 verschiedenen Personen
Und rückblickend hab ich den ein oder anderen sogar etwas liebgewonnen 🥹
Was ich an diesem Buch auch sehr schätze sind die grafischen Feinheiten, mit denen sehr gut gespielt und eingesetzt wird!
Absolute Empfehlung!
Die Gestaltung
Das Buch ist wunderschön und absolut einzigartig! Die Gestaltung ist einfach grandios und es gibt so viel zu entdecken. Das Buch beinhaltet Illustrationen, Akten, Artikel, eingescannte Bücher, Transkripte... wirklich mega! Es ist nicht nur von außen ein Hingucker, sondern auch von innen.
Der Schreibstil
Der Schreibstil der Autoren ist einfach und flüssig zu lesen. Leider hat es mich zeitweise jedoch nicht gefesselt und war langatmig. Die einzelnen 'Kapitel' haben sich oft in die Länge gezogen.
Die Handlung
Von der Handlung bin ich absolut enttäuscht! Der Klappentext hat bei mir die Erwartung geweckt, dass der Leser den Fall der verschwundenen Psychologin selbst lösen könnte. Ich dachte es wird ein Buch, bei dem man Rätsel lösen kann, aber dem war leider gar nicht so. So einzigartig und neu es auch ist eine Geschichte nur mithilfe von den Akten der Psychologin zu erzählen, so massiv hat die Handlung darunter meiner Meinung nach gelitten. Es gab kaum Handlung, wenn ich ehrlich bin. Der Großteil der Geschichte besteht aus den Sitzungen mit den Monstern, die nicht sehr interessant waren. Der andere Teil des Buches setzt sich aus Artikeln und E-Mails zusammen, die ebenso wenig zu der Handlung beigetragen haben. Die meisten Artikel fand ich zwar interessant (und teilweise komplex) zu lesen, aber auch unnötig. Ich habe mich stellenweise gefühlt als würde ich etwas für die Uni lesen, was bei einem Roman meiner Meinung nach nicht vorkommen sollte. Auch die einzelnen E-Mails waren wenig unterhaltsam. Sie schildern ein wenig das Leben einer außenstehenden Person, die nicht wesentlich zur Handlung dazugehört. Demnach war es für mich nicht interessant zu lesen, dass P. Weinberge besucht etc.
Ich fand die Idee, berühmte Monster der Literaturgeschichte in Therapie zu schicken, sehr faszinierend, doch leider hat sich meine Begeisterung relativ schnell verflüchtigt. Die einzelnen Sitzungen mit den Monster waren teilweise sehr langweilig und erschienen mir wie bloße Zusammenfassungen der bekannten Werke von Shelley und Co. Anfangs empfand ich es noch als bemerkenswert, dass die Monster so exakt abgebildet wurden. Sie haben sich getreu ihrer Werke und den entsprechenden Gesellschaften verhalten und gesprochen, doch auch das wurde mir im Verlauf des Lesens zu altbekannt. Es wurde kaum oder gar nichts an den Monstern und ihrer Geschichte verändert, was ziemlich langweilig sein kann, wenn man die entsprechenden Werke gut kennt.
Das Ende hat mich vollends enttäuscht. Diese Aufklärung fand ich schlicht zu einfach und zu schnell. Es war ein Ende als würde die Geschichte schnell abgebrochen werden müssen. Auch die Ausgangssituation, dass die Psychologin verschwunden ist, hat in der Handlung kaum Bedeutung. Es wird nur am Anfang und am Ende erwähnt. Das Ende ist sehr offen und nicht zufriedenstellend.
Die Charaktere
Über die Charaktere des Buches kann ich nicht viel sagen, weil sie nur sehr oberflächlich angekratzt werden. Die Protagonistin ist die Psychologin, aber viel über sie erfährt man nicht. Ich konnte weder eine Verbindung zu den Charakteren aufbauen noch mich in sie hineinversetzen oder sonst etwas. Von den Charakteren lernt man meistens nur den Anfangsbuchstaben ihres Vornamen kennen. Sie werden auf diesen einen Buchstaben reduziert und das war es.
Die Monster sind natürlich bekannt und Verhalten sich auch sehr authentisch, aber ich hätte mir gerne ein paar Neuerungen gewünscht.
Fazit
Für die Gestaltung des Buches würde ich klare 5 Sterne vergeben, aber die Handlung (wenn man es denn wirklich Handlung nennen kann) hat mich unfassbar enttäuscht. Es war langweilig, nichts Neues und zu simpel. Die Idee der Autoren finde ich grandios, aber die Umsetzung ist ihnen in meinen Augen nicht gelungen. Der Klappentext hat bei mir falsche Erwartungen geweckt, die in keinster Weise erfüllt werden konnten.
Eine Psychologin bietet eine ungewöhnliche Therapie: in ihre Sitzungen kommen nur Buchcharaktere. Und so erfahren wir von Dr. Jekyll’s Persönlichkeitsstörung, Dorian Grays Narzissmus und auch von den Leiden einer polyamorösen Vampirin. Was den Fall so spannend macht? Von besagter Psychologin fehlt jede Spur. Das letzte, was von ihr bleibt, sind Mitschnitte ihrer Therapiesitzungen.
Zunächst einmal: die Aufmachung des Buchs ist vielversprechend. Wir lesen in einem ständigen Wechsel aus Akten, Mitschnitten und Emails, auch Zeichnungen sind enthalten. Und dass man hier nicht unbedingt auf leichte Kost einlässt, ist auch klar.
Aber die wirkliche Spannung kam in diesem Buch nicht auf. Ja, die Frau ist verschwunden, doch darum geht es eher am Rande. Im Fokus stehen die Charaktere aus den Klassikern und die Auseinandersetzung mit ihren Schattenseiten. Die Streifzüge durch die Vorstellungswelt dieser Protagonisten war durchaus spannend und ein interessanter Blickwinkel auf Moralvorstellungen, damals wie heute, gepaart mit ein bisschen unterschwelligem Feminismus.
Zu Lesen ist das Buch allerdings trotzdem anstrengend, manchmal geradezu zäh. Gerade der letzte Abschnitt um Dorian Gray hat mich kaum gefesselt und das Ende der Geschichte kam dann auf einmal so plötzlich und fühlte sich nicht richtig an. Da baut sich so ein großer Rahmen auf und dann… bumm? Nichts? Das kam mir für die Geschichte unpassend und abgehetzt vor.
Also, was macht man aus diesem Buch? Es ist zäh, manchmal nervig und irgendwie unbefriedigend. Aber es hat auch interessante Aspekte und einige kreative Ideen (ich sag nur- Psychoanalyse einer Buchfigur). Es ist und bleibt eine Reise in menschliche Abgründe- denn die wahre Monstrosität liegt nicht bei einem äußerlich abstoßenden Wesen.
Mega gutes Buch, interessant, spannend und trozdem lehrreich. Es ist den Autoren wunderbar gelungen die Verschiedenen Figuren in die heutige Zeit zu bringen, beziehungsweise die Konflikte darzustellen die durch die Konfrontation mit einer modernen Psychologin und ihren Ansichten entstehen.
Der Schluss war nicht so sehr nach meinem Geschmack, aber der Rest war sehr gut.
Der Schluss war mir etwas zu abrupt. Da fehlte mir etwas.
Für den Rest braucht man Interesse an Psychologie, Psychotherapie und an den "behandelten" Klassikern. Die übrigens mal mehr und mal weniger gespoilert werden. Eventuell sollte man also zuerst die Klassiker lesen und dann dieses Buch.
Geniale Charaktere und amüsante Sitzungen
Worum geht’s?
Für ihr Buch bittet die Psychologin die monströsen Figuren der Literatur zu sich auf die Couch. Sei es Dr. Jekyll, die Vampirin Carmilla, Dorian Gray oder Dr. Frankenstein, sie versucht, ihren Psychosen auf den Grund zu kommen und sie alle zu therapieren.
Meine Meinung:
Mit „Monster auf der Couch“ schreiben Jenny Jägerfeld und Mats Strandberg ein Buch bestehend aus mehreren Patientenakten, so kann man es wohl am ehesten bezeichnen. Die Aufmachung des Buches ist so außergewöhnlich wie genial. Bereits die Haptik des Covers begeistert und nicht nur das: Die Aufmachung ist tatsächlich in Form von Patientenakten. Mit Randnotizen, Gesprächsmitzeichnungen, Haftnotizen, Skizzen – manchmal hinterfragend, manchmal sarkastisch aber immer ein Hingucker!
Dann die Sitzungen selbst, einfach genial! Das Autorenduo erstellt ein perfektes Bild der Charaktere und man kann die Stimmung in den Sitzungen richtiggehend fühlen. Mein Lieblingscharakter in dem Buch ist wohl das von Dr. Frankenstein erschaffene Monster, die Psychologin nennt es das Wesen, das so empathisch ist und eigentlich nur geliebt werden möchte. Doch auch die anderen Charaktere kommen perfekt herüber, als wären sie tatsächlich mit einer Zeitmaschine ins Hier und Jetzt transportiert worden. Der überhebliche Dorian Gray, der sehr von sich überzeugte Dr. Frankenstein, Carmilla, die Vampirin, die sich nicht auf die Beziehung mit nur einer Frau einlassen kann. Alle waren einfach zu köstlich und selbst in Situationen, in denen die Sitzungen eskaliert sind, perfekt dargestellt!
Und das alles vor dem Hintergrund, dass wir zwar diese Persönlichkeiten kennen oder zumindest eine gewisse Ahnung vom Background haben, die Psychologin jedoch komplett ahnungslos ist. Gerade durch diese Ahnungslosigkeit kommt es oftmals zu Dialogen, bei denen man nur Schmunzeln kann und die mich auch tatsächlich zum Lachen gebracht haben. Z.B. in Bezug auf Frankensteins Monster, bei dem zunächst der Gedanke an ein uneheliches Kind aufkam. Einziger negative Punkt ist vielleicht, dass es gemäß Untertitel und Klappentext darum geht, das Verschwinden der Psychologin aufzuklären, das kommt in dem Buch nicht wirklich vor und wir erhalten hierzu nicht wirklich Hinweise und keine Lösung. Ansonsten war das Buch ein Fest der Fantasie mit absolut treffenden Diagnosen und sehr spannenden Sitzungen. Zu gerne würde ich noch mehr Akten über noch mehr Monster lesen, die Umsetzung und Darstellung war einfach zu köstlich!
Fazit:
Mit „Monster auf der Couch“ bringen Jenny Jägerfeld und Mats Strandberg Charaktere aus der Literatur, die wir alle kennen, in Therapiesitzungen und versuchen, ihren Psychosen auf den Grund zu kommen und sie zu therapieren. Sei es Dr. Jekyll, Dorian Grey oder – mein Lieblingscharakter – das Monster des Dr. Frankenstein, hier treffen wir sie alle und die Sitzungsaufzeichnungen sind einfach der Hammer! Man fühlt sich in der Zeit zurückversetzt, erlebt amüsante Dialoge, sehr genial auch die Familientherapie der Frankensteins. Und das alles in einem Buch, das wirklich genial gestaltet ist, als hätte man tatsächlich die Patientenakte mit all ihren Randnotizen, Vermerken und Artikeln zur Gedächtnisstütze in der Hand. Auch wenn das Buch für mich mit dem Verschwinden der Psychologin nicht viel zu tun hat – wofür ich einen Stern in Abzug bringen muss – war es mehr als genial zu lesen und ich habe mehr als einmal lachen müssen!
4 Sterne von mir und ich würde mir so sehr wünschen, noch mehr Monster zu ihren Therapiesitzungen begleiten zu dürfen!
Coole Idee, coole Charaktere, wenn auch ein bisschen zu sehr nach "Lehrbuch", da alle Charaktere auf verschiedenen Büchern basieren. Aber das Ende des Plots.. ich hatte mir wirklich mehr davon erhofft.
Dieses Buch ist einfach großartig gestaltet. Da gibt es mehr Details zu entdecken, als ich es mir erwartet habe, und ich hatte große Freude mit der Lektüre. Es gibt hier zum Beispiel Skizzen, die die Psychologin von ihren Klient:innen angefertigt hat, Gesprächsprotokolle, die durch handschriftliche Notizen ergänzt wurden (natürlich aufgedruckte und keine tatsächliche Handschrift, aber es schaut trotzdem cool aus!), Briefe und Tagebucheinträge. Dieses Buch zu lesen fühlte sich an, als würde ich selbst Ermittlungen anstellen, was mit der Psychologin denn eigentlich passiert ist.
Das ist die Ausgangssituation dieses Buchs: Eine Psychologin ist spurlos verschwunden und ihre Lebensgefährtin ist außer sich vor Sorge. Deswegen schickt sie alle Notizen ihrer Partnerin an die Polizei, in der Hoffnung, dass die was damit anfangen können. Die Ermittlungsarbeit müssen wir Leser:innen dabei selbst betreiben. Wir müssen selbst rausfinden, was mit der Psychologin passiert ist, indem wir ihre Notizen durchgehen und so tief in ihren Arbeitsalltag eintauchen. Ich fand das spannend, verstehe aber die Leute, die enttäuscht waren, weil sie sich einen klassischen Krimi erwartet hätten. Denn so einen bekommt ihr hier nicht.
Auch der Stil hat mich positiv überrascht. Die Texte waren zu gleichen Teilen witzig und nachdenklich. Viele der literarischen Figuren, die hier "auf der Couch" landen, kannte ich schon vor diesem Roman. Durch diese Lektüre habe ich aber auf jeden Fall einen neuen Blick auf sie erhalten, was für mich spannend war. Und gegen Ende gab es dann sogar noch Elemente, die auf mich fast wie auf einen Psychothriller wirkten. Dort wird dann nämlich etwas enthüllt, was meinen Blick auf alle vorhergehenden Texte veränderte und in mir den Wunsch weckte, das gesamte Buch sofort nochmal zu lesen.
Mein Fazit? Super spannende Mischung aus Krimi und Fantasyroman mit vielen intertextuellen Anspielungen!
Ich fand die Sitzungen richtig spannend und die ganze Grundidee sowieso. Wieder erwarten waren die Texte fesselnd und haben das Buch schnell verfliegen lassen. Am liebsten war mir die Frankenstein Familie am wenigsten mochte ich Dorian...
Viel liebe im Detail & tolle graphische Ausarbeitung - trotzdem nicht ganz Rund:
Den Inhalt & die Aufarbeitung der einzelnen Geschichten fand ich sehr spannend. Das Setting & die Idee haben sehr viel Potential. Leider hat mir die Umsetzung & das offene Ende am Ende nicht 100% zugesagt.
Irgendwie empfinde ich das Buch an sich bzw. dessen Inhalt nicht rund zu seinem
Titel, „der rätselhafte Fall der verschwundenen Psychologin“ wird schlussendlich nicht gehandelt & ist durch das offene Ende auf die eigene Deutung/Fantasie angewiesen.
Natürlich vollkommen legitim, hier aber leider nicht super toll umgesetzt.
Erzählt wird die Geschichte durch Dokumente, Bilder und Notizen.
Ein etwas neuerer Erzählstil, der mich sehr packte und auch einen anderen Blickwinkel auf die Handlung gewährte. Und ich glaube, anders wäre das Buch nicht so spannend gewesen.
Die Romanfiguren wurden authentisch geschrieben und was mir auch gefiel, war, wie die Psychologin ihre Patienten mit heutigen Erkenntnissen der Psycholgie analysierte und die Leser*innen so die verschiedenen Figuren und ihr Innenleben besser verstehen können. Vor allem, wenn Vorkenntnisse der Original-Werken vorhanden sind.
Was ich aber ein bisschen unrealistisch fand, war der Umstand, dass die Hauptfigur keine der Figuren kannte. Denn im Buch wird für die Leser*innen klargestellt, dass es sich um "fiktive" Personen handelt. Und wer hat noch nie etwas von Frankensteins Monster gehört?
Spoiler:
Das Einzige, was mich an dem Buch störte, war der Schluss. Dieser war für mich ein bisschen enttäuschend, da er nichts aufklärt: Es heisst im Klappentext, die Psycholgin sei verschwunden und man hätte Blut gefunden. Doch dann passiert nichts in diese Richtung. Das fand ich als Leserin verwirrend, denn ich wollte ja herausfinden, was aus der Psycholgin geworden ist.
So hat sich die Spannung, die sich durch das ganze Buch aufgebaut hat, nicht so entladen können und ich wurde mit einem unzufrieden Bauchgefühl zurückgelassen.
An sich ein sehr interessantes Buch, gut geschrieben, schöne Aufmachung allerdings war das ende (speziell Seite 450/51) verwirrend und auch überflüssig. Klar verstehe ich das die Gefühle und Eindrücke der Psychologin selber nochmal zum Vorschein kommen sollten aber die Offenbarung in der Email von P war schon ein sehr guter Punkt um zu enden.
3,5 Sterne
Der Untertitel 'Der rätselhafte Fall der verschwundenen Psychologin' ist irreführend. Um diesen Teil geht es ganz am Anfang und ganz am Ende. Die restlichen ca. 430 Seiten geht es um ganz was anderes nämlich um Therapiesitzungen mit Dr. Jekyll/Mr. Hyde, Carmilla/Laura, Familie Frankenstein und Dorian Gray. Warum war eigentlich Dracula nicht dabei? Der hätte auch so einiges aufzuarbeiten.
Monster auf der Couch hat mich neugierig gemacht, weil ich sehr gerne Bücher mit psychologischen Hintergrund lese. Das Konzept dieses Romans ist einfach grandios. Sowohl die Stilelemente, als auch die Handlung sorgen für ein flüßiges Lesen.
Die Geschichte ist in 5. Teile gegliedert. Am Anfang um am Ende geht es jeweils in kurzen Abschnitten um das Verschwinden der Psychologin. Die anderen vier Teile sind in etwa gleich lang und dabei handelt es sich un Fallakten der Psychologin und auch im Buch sind diese durch Bilder, Sitzungsinterviews, Notizen und Mappenumschläge als solche Akten gekennzeichnet, ein besonderes und ansehnliches Stilmittel.
Die Fälle von Dr. Jekyll, Laura & Carmilla, der Familie Frankenstein und Dorian Gray waren interessant und durch spannende Fakten verfeinert, so wurde ich nicht nur unterhalten, sondern habe durch eingebautr Fachtexte auch noch etwas Neues gelernt.
Das Buch ist wirklich perfekt für alle die sich für Psychologie und Fiktion interessieren.
Interessantes Buch mit klassischen literarischen Figuren, welche in die heutige Welt kommen, um bei einer Psychologin Hilfe zu suchen.
Das Buch ist sehr interessant, von der Idee bis zur Umsetzung ist es einzigartig. Dass die Geschichte mittels Aktennotizen, Arbeitshefteinträgen und E-Mails verfasst wurde ist abwechslungsreich und spannend. Durch die gute Recherche erhält man zum einen einen Einblick und Hintergrundwissen in der Psychologie und zum anderen einen spannenden Einblick in unterschieldiche klassische Romanfiguren - Dr. Jekyll & Mr. Hyde, Laura & Vampirin Carmilla, Dr. Viktor Frankenstein, Elisabeth und Frankensteins Monster sowie Dorian Gray. Zu Beginn ist das Buch informativ, teils humorvoll und doch sehr detailliert geschrieben, zum Ende hin wird es immer düsterer, bis sich die Geschichte auflöst und den Leser doch etwas verwirrt zurücklässt.
Sind sie wirklich Monster? Die Romanfiguren Dr. Jekyll, Carmilla (die schöne Vampirin), Dorian Gray und die Familie Frankenstein? Sind sie alle nicht nur einfach psychotische Personen und bräuchten Hilfe? Die Psychologin J. hat es möglich gemacht, diese Monster auf ihre Couch, in unsere heutige Zeit zu bitten. Ihre Idee, ein Buch über diese Patienten zu schreiben, hielt sie für besonders schlau. Am Anfang bat sie Dr. Jekyll, zu sich in ihrer Praxis, um sich auf die Couch zu legen. Er kommt aus einer Zeit, als die Frau noch brav hinter dem Manne stand, keine Widerworte hatte und bestimmt keine Ausbildung zur Psychologin. So fällt es ihm schon recht schwer, sich der Betreuung von J. anzuvertrauen. Als dann auch noch Mr. Hyde hervorbricht, scheint die Therapie zu kippen …
Monster auf der Couch
Die schöne Vampirin Carmilla kommt zu ihrer Paar-Therapie zu spät. Ihre Gefährtin Laura ist den Tränen nah: Carmillas Mutter überließ ihre Tochter in der Obhut eines Grafen in Österreich. Dabei verliebte sich Laura, die Tochter des Hauses, in die schöne 170 Jahre alte Vampirin Carmilla. Diese ist nicht abgeneigt, an dem hübschen Hals des Mädchens herum zu knabbern. Carmilla ahnte dabei nicht, dass es zu Beziehungsprobleme kommen würde. Und dann landen die beiden Frauen auch noch auf der Couch von J. Wird die Psychologin dem ungewöhnlichen Pärchen helfen können? Und wird J. auch den Frankensteins und dem Narzisten Dorian Gray helfen können?
Um dem ganzen die Krone aufzusetzen, ist die Psychologin am Ende auch noch verschwunden! Wer hat sie entführt, oder was ist geschehen? Anzeichen für eine Gewalttat, sind auf jeden Fall vorhanden!
In Korrespondenz
Das Buch ist ganz interessant aufgebaut. J. steht in Korrespondenz via E-Mail mit P., einer Psychologin im Ruhestand. Außerdem kann man das Arbeitsheft von J. lesen, sowie weitere (handschriftliche) Aufzeichnungen oder psychologische Abhandlungen namhafter Psychologen begutachten. Sind das da Bluttropfen, die über die Seiten gespritzt sind? Die Sitzungen der Therapiestunden sind als Gesprächsprotokolle festgehalten und J. recherchierte zu ihren "Monstern" unter welchen Bedingungen diese leben.
Ich fand es sehr interessant die Romanfiguren, die Monster, mit den Augen der Psychologin auf der Couch zu sehen. Man könnte das ganze bestimmt noch mehr ausspinnen und noch eine Vielfalt von Monstern unter die Lupe nehmen. Das Buch ist irgendwie eine Mischung aus Krimi und Sachbuch. Verschiedene Psychosen werden erklärt, natürlich passend zu den entsprechenden Fallbeispielen. Das Buch ist wirklich gut aufgemacht. Die Akten der verschwundenen Psychologin machen das Buch zu einem Hingucker.
Willst du wissen, ob die Psychologin noch unter den Lebenden weilt? Ich werde es dir nicht verraten.
Sehr aufwendig und schön gestaltetes Buch mit einer super Idee...
Die Idee das sogenannte Monster wie Dr. Jekyll, Familie Frankenstein, etc. in der heutigen Zeit eine Therapie in Anspruch nehmen und man dabei sein kann, fande ich super.
Leider empfand ich die Umsetzung aber eher als sehr langweilig. Und der versuche Spannungsaufbau mit dem Verschwinden der Psychologien, ging deutlich nach hinten los und wurde am Schluss kurz und knapp behandelt.
Die Gestaltung des Buches, mit wunderschönen Skizzen, Aktennotzien und Fotografien, war für mich der Grund für die doch noch sehr hohe Sternenvergabe.
Ein gutes Buch bis auf die letzte Geschichte mit Dorian Gray.... dass wurde nur noch nervig aber der rest war fantastisch und dann noch der Psychologische Aspekt hammer.
1.5 stars - Another case of "I should have liked this book but...". I'm usually a fan of a) novels featuring"real documents " (e.g. Night Film) or b) classical characters being presented in New, interesting or humourous contexts (e.g. Death Comes to Pemberley). This novel turned out to be neither. To present the whole thing as a case file felt more like a trick to get around pesky descriptive passages, and the characters had been transferred so unlovingly that I wondered whether the way of the less enthusiastic pupil for a school presentation had been chosen, with films and Wikipedia having to suffice. In that sense, the end was fitting, perhaps: a plot twist close to 'and then they woke up", heavily reliant on keeping clues from the readers - starting with the fact that the main character never in her life came in touch with fiction or pop culture, seemingly.
Das Buch hätte mich enttäuscht, wenn ich nicht durch einige negative Rezis schon gewarnt gewesen wäre.
Die Rahmenhandlung mit der verschwundenen Psychologin wird kaum thematisiert, es gibt aus meiner Sicht auch keine richtige Auflösung. Man bekommt einfach die Akten präsentiert.
Die waren schön zu lesen und die Figuren wurden wirklich gut getroffen. Aber an mancher Stelle hätte ich mir gewünscht, zu erfahren, wie es weiter ging.
Es ist halt kein richtiger Roman, sondern man bekommt quasi das Material aus dem der Roman entstehen hätte sollen.
Das Buch ist nichts was man so erwartet. Jedoch war mein Interesse groß genug es zu lesen. Es ist äußerst Interessant und lehrreich. Aber wirklich nicht das was man erwartet.
Ein Buch von dem ich mehr erwartet hätte ist für mich "Monster auf der Couch" von Jenny Jägerfeld und Mats Strandberg. Als ich den Klappentext gelesen habe hat mich das Buch total neugierig gemacht und ich habe mich soo sehr aufs Lesen gefreut! Durch den KT habe ich eine Art Krimi / Thriller erwartet der historische Personen und deren psychologische Hintergründe mit in die Handlung einbindet, aber in dem es im e rnoch darum geht einen Fall zu lösen. Zumindest war das meine Idee des Buches durch den Klappentext. Dementsprechend war ich leider sehr enttäuscht als ich bemerkt habe, dass das Buch eigentlich nur von psychologischen Analysen von literarischen Figuren wie eben Frankenstein oder Dorian Grey handelt und der Kriminalfall kaum Handlung hatte. Auch die "Auflösung" am Ende fand ich etwas fragwürdig. So leid es mir auch tut, im Endeffekt war ich froh als ich die letzte Seite umgeblättert hatte.
Was mir allerdings wirklich gut gefallen hat, war die optische Gestaltung des Buches. Grade das Design der Innenseiten war wirklich schön!
Ein klasse Buch. Wenn man die Grundlagen dazu gelesen hat macht es noch etwas mehr Spaß, aber es war trotzdem unterhaltsam. Die psychologischem Lösungen und Analysen waren mir teilweise etwas zu einfach und flach, aber am Ende klärt sich grandios auf warum.
Es muss allerdings auch dazu gesagt sein, wer die Klassiker ganz unvoreingenommen lesen möchte, sollte dies vor diesem Buch tun, denn man wird oft gespoilert und oft wird auch aus dem Originalen zitiert.
Was haben Dr. Jekyll, Carmilla, Viktor Frankenstein und Dorian Gray gemeinsam? Sie alle sind literarische Figuren und sitzen auf der Couch der Psychologin J. Die ist nun spurlos verschwunden und in ihrer Praxis bleiben Akten über ihre vier berühmten Patienten zurück: Gesprächsprotokolle, Analysen, Zeichnungen, Briefe – und Spuren von Blut. Was ist geschehen?
In „Monster auf der Couch“ gehen Jenny Jägerfeld und Mats Strandberg der Frage nach, was berühmte Charaktere der Literatur erzählen würden, befänden sie sich in Therapie. Diese grundsätzlich spannende Idee wird nicht in klassischer Romanform präsentiert, sondern setzt sich aus den Akten der Psychologin zusammen. So entsteht ein Buch mit interessantem Layout, handschriftlichen Anmerkungen und schönen Zeichnungen.
Leider kann jedoch der Inhalt nicht einhalten, was das Äußere verspricht. Die psychologischen Analysen wirken amateurhaft (und das bei einer Autorin vom Fach) und plump, alles wird entweder auf verdrängte Emotionen oder ein Trauma in der Kindheit bezogen. Während Dr. Jekyll zu einem verklemmten Jammerlappen mit Identitätsstörung verkommt, wird Dorian Gray als völliger Psychopath dargestellt. Und natürlich fühlen sich beinahe alle Patient/-innen zu unserer Psychologin hingezogen. (Und dann zieht unsere Protagonistin noch über die Psychologin Jenny Jägerfeld vom Leder – albern!)
Große Schwierigkeiten hatte ich auch mit der Logik der Handlung: J. behandelt große Figuren der Literaturgeschichte, scheint sie und ihren Hintergrund aber nicht zu kennen; gleiches gilt jedoch nicht für ihre Mentorin P., welche sie regelmäßig um Rat bittet. Hier wird, meines Erachtens, eine große Chance verschenkt, die Romanfiguren in Bezug zu ihrer Zeit, ihrer Darstellung und ihren Schöpfer/-innen zu setzen und zudem ist es mehr als unrealistisch, dass eine Psychologin in der heutigen Zeit wirklich keine von ihnen kennen soll.
Das Ende liefert, auch wenn man eigene Schlüsse ziehen kann, leider nicht die gewünschten Antworten auf offene Fragen. Was „Monster auf der Couch“ jedoch gelingt: Ich möchte alle Vorlagenwerke unbedingt (noch einmal) lesen!
Eine Psychologin verschwindet spurlos. Zurück bleiben blutbespritzte Akten von vier ihrer besonderen Patienten: Dr. Jekyll, Vampir Carmilla, Dr. Frankenstein und Dorian Gray, allesamt Schauergestalten der klassischen Literatur.
Wer hier einen Kriminalfall oder Rätselelemente erwartet, wird wahrscheinlich enttäuscht werden. Dafür bietet „Monster auf der Couch“ aber interessante Einblicke in die Psyche der oben genannten sowie eine ganz besondere Aufmachung. Es beginnt mit dem Cover, welches sich bereits haptisch anfühlt wie eine echte Patientenakte und auch das Buch an sich ist so aufgebaut: Sitzungsprotokolle mit Randnotizen, fachliche Artikel, Brief- und eMail-Verkehr, Auszüge aus dem persönlichen Arbeitsbuch, welches sich mit den Patienten und dem eigenen Privatleben der Psychologin beschäftigt. Dementsprechend ist es kein fortlaufender Roman, sondern besteht aus diesen vier Sammlungen von Schriftstücken, die unabhängig voneinander gelesen werden können und dennoch kleine Bezüge zueinander aufweisen. Denn eines haben alle Patienten gemeinsam: die Probleme, Moral- und Wertvorstellungen des 19. Jahrhunderts, die sich meist drastisch von den heutigen und somit denen der Psychologin unterscheiden. Es geht also auch um veränderte Weltsichten, Geschlechterrollen, Frauenbilder, Schönheitsideale sowie Homosexualität und Polyamorie. Man lernt einiges über die Psyche und Psychotherapie, denn neben dem unterhaltsamen Faktor, wird auch viel wissenswertes erwähnt wie beispielsweise Sigmund Freuds Lehren.
Es kommt außerdem zu allerlei Missverständnissen, da Frau Psychologin die Geschichten ihrer Patienten scheinbar überhaupt nicht kennt. Was natürlich nicht schlimm ist, ich kannte auch nicht alle Vorlagen, aber man sollte meinen, dass sie sich zumindest im Verlauf mal informieren würde. Übrigens wird deren Verschwinden letztendlich nicht aufgeklärt. Im Prinzip wäre das Buch komplett ohne diese Information ausgekommen, da sie eigentlich nur unnötig für Verwirrung sorgt und Leser:innen sich am Ende selber ihren Teil denken müssen.
Langatmig, offenes Ende, viele Fragen, keine Antworten
Ich bin mit großen Erwartungen in das Buch gestartet, da ich bei den Therapiesitzungen eine frische neue Geschichte erwartet habe, die über die bekannten Monster der Literaturgeschichte erzählt werden. Doch es geht (leider) genau um das Bekannte.
Der Spannungsbogen flacht bereits nach dem zweiten Monster, der Vampirin Camilla, ab und kann sich auch bis zum Ende nicht mehr aufbauen. Es ist eine andere Erzählungsweise der Geschichten mit ein wenig Hintergrundwissen aus der Psychologie und hätte thematisch definitiv Potential gehabt. Wurde jedoch leider nicht genutzt.
Das Buch läuft am Ende einfach ins Leere und hinterlässt viele Fragen und einen unbefriedigten Leser zurück.