
Ein Unterhaltungsroman mit Thriller Vibes und ganz viel schwarzem Humor. Überraschend gut.
Florence, Ex Girlbandsängerin und Partygirl, ist pleite und alleinerziehend und wird von allen Müttern der Londoner Schulszene gehasst. Doch dann verschwindet ein Mitschüler ihres Sohnes Dylan und er wird zum Hauptverdächtigen. Um die Weste ihres Sohnes reinzuwaschen, beginnt sie auf eigene Faust zu ermitteln, ob das gut geht? „Vermisst wird der zehnjährige Alfie Risby, aber um ganz ehrlich zu sein: Er ist ein kleines A**loch!“ Der erste Satz, hat mich schon an das Buch fesseln lassen. Denn wir haben hier keine Hauptfigur, die man mag, sondern eine absolut egoistische, impulsive und anstrengende Person, die auf sich selbst bezogen ist. Das einzige Positive an ihr ist, dass sie für ihren Sohn alles tun würde. Und doch habe ich mich von ihr absolut unterhalten gefühlt. Ich wollte immer wissen, welcher Blödsinn ihr als nächstes in den Kopf kommt. Es ist kein klassischer Thriller sondern eher ein Unterhaltungsroman mit Thriller Vibes. Wer sich also gruseln will und einen tiefgründigen Thrillerroman sucht, ist hier eher falsch. Der Krimi ist leicht gehalten und humorvoll. Trotzdem wollte ich wissen, wie es ausgeht und wer nun hinter all dem steckt und wurde am Ende sogar sehr positiv überrascht, weil man nicht drauf kommt. Ich mochte den schwarzen Humor in dieser Geschichte und die gesellschaftskritischen Elemente sehr gerne. Themen wie der Konkurrenzkampf von Eltern, der Druck auf Mütter und die Dynamik an Privatschulen der britischen Oberschicht werden hier dargestellt. Ein chaotischer, witziger und bitterböser Unterhaltungsroman, der mich total überrascht hat und mir echt gut gefallen hat. Kann es jedem empfehlen!


















